Frage von WheyPow, 15

Habt ihr eine Idee für eine Flüchtlingsdokumentation?

Hallo,

ich studiere Film und muss dieses Semester eine Dokumentation über Flüchtlinge drehen. M.E. ist das Thema schon echt durch gefilmt. Gibt doch irgendwie über alles irgendwo eine Dokumentation aber seis drum. Ich bin leider gerade wirklich ideenlos und wollte fragen ob ihr ausgefallene/interessante Ideen habt.

Es kann sowohl um eine Personengruppe gehen, um einen Ort oder ein Event und und und. Hauptsache zum Thema Flüchtlinge. 2 Kommilitonen von mir machen beispielsweise eine Dokumentation über einen Hotelbesitzer, der vom Staat Geld bekommt, um Flüchtlinge in seinem Hotel aufzunehmen. Das finde ich zum Beispiel eine interessante und ungewöhnliche Idee.

(komme aus Südhessen) also sollte es demnach auch in dem Umfeld sein. Würde mich über eure Vorschläge sehr freuen, denn ich bin ein bisschen überfordert mit der Vorgabe.

Liebe Grüße

Antwort
von DODOsBACK, 15

Du könntest etwas über eine private Initiative machen - all die Leute, die Klamotten und Spielsachen sammeln, Deutschkurse anbieten, Kuchen backen usw.

Beobachten, wie sich die anfängliche Begeisterung verändert. Welche Erwartungen werden erfüllt? Was ist völlig anders, als man sich das vorgestellt hat? Welche "Schockmomente" gibt es? Welche Enttäuschungen? Was wird (nicht) erreicht, und warum? Wie viele/ wenige Helfer bleiben dabei, wie viele springen ab? usw.

Wäre zwar eher eine Doku über die Helfer, aber davon gibt es immerhin noch nicht ganz so viele!

Antwort
von Dunacsilla, 13

Ich betreue einen Flüchtling der dir viel erzählen könnte, und der viel Bildmaterial bei sich hat, auf Smartphone, Video und CD. Manchmal bringt es mehr ein Individualschicksal zu schildern als eine Gesamtpolitische Lage. "Mein" Flüchtling, Armen, ist Christ, Syrer und war sehr wohlhabend. Er ist aufgewachsen in einem Waisenhaus, was von einem deutschen Orden betrieben wurde, daher seine Liebe zu Deutschland. Er hat alles verloren: ein großes Hotel, sechs Restaurants, und seine private Villa in Latakia, seine Autos, seine Kunstsammlung. Auf seinem Smartphone hat er Bilder von erhängte Frauen und Kinder die an der Außenwand einer Kirchenruine baumeln. Seine Flucht, mit Schleppern, via Russland, mit falschem Pass, etc. war abenteuerlich, unbeschreiblich, das solltest du selber hören.

Bevor ich deine Frage las, hatte ich ohnehin vor einen Artikel über ihm zu schreiben. Aber vielleicht ist eine Doku besser. Der Mann ist faszinierend. Was ich vor allem sagenhaft finde, ist die Entschlossenheit und die Zielstrebigkeit mit dem er in Deutschland aus dem Stand, mit nichts, ein neues Leben anfängt. Er hat in den 65 Tagen seines Aufenthaltes hier schon sehr ordentlich Deutsch gelernt, und arbeitet täglich irgendwo gratis, überall wo es Arbeit gibt, damit er unter Deutschen ist. 

Viel Glück!

Antwort
von bingo00, 7

Du gehst in ein Flüchtlingsheim (natürlich mit Drehgenehmigung) & befragst die Leute zu ihren Umständen?

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