Frage von Wemas, 9

Habt ihr eine Fotovoltaikanlage auf eurem Dach und wie sind eure Erfahrungen damit?

Antwort
von PoisonArrow, 4

Nein - zum Glück nicht, und das wird auch niemals der Fall sein.

Erstens: gibt kaum eine Industrie-Sparte, in welcher so viele Unternehmen bankrott gegangen sind, wie in der PV-Branche.

Wäre mir persönlich ja egal, wenn jemand seine Marktposition nicht behaupten kann - aber: wie steht es mit Service- oder gar Garantieleistungen, wenn es "den Laden" gar nicht mehr gibt?

Zweitens: Ob das wirklich lohnt, ist die Sache mit dem Strompreis. In welcher Höhe über welchen Zeitraum wird sowas vereinbart? Nicht vergessen: Du bist dann "Unternehmer" und musst für Dein Stromlieferunternehmen regelmäßig mit dem Finanzamt korrespondieren.
Gehört dazu, nevig...

Drittens: Ich habe schon mehrfach von nachgerüsteten Anlagen gehört, dass der Dachboden unter extremer Feuchtigkeit leidet. Nicht von außen, sondern belüftungstechnisch. Dort wo ein "altes" Dach für genug Abfuhr von Schwitzwasser / Feuchte gesorgt hat, ist nun der Großteil des Daches dichtgepflastert mit undurchlässigem Material bedeckt, was aber durchaus Schwitzwasser produzieren kann.

Viertens: Ein guter Freund hat nach langem Hin und Her sich pro PV entschieden. Markenanlage, gute Dachlage, alles bestens.

Leider hatte es 2 Jahre nacheinander eher durchwachsene bis schlechte Sonnenschein-Verhältnisse über seinem Haus. Das ganze natürlich vollfinanziert ist dann schon eine Empfindliche Rechnung in Sachen Ertrag / Abzahlung!

Das Risiko besteht natürlich immer, denn auf das Wetter hat niemand Einfluss.

Wenn man dann noch die (sicherlich nicht billige) Versicherung für die Anlage abzieht - was bleibt da dann netto über?

Lohnt das wirklich..?

Grüße, ----->

Antwort
von fjf100, 2

Ich selber habe kein Eigentum aber ich wohne auf einen Bauernhof und in meiner Umgebung haben sehr viele Bauern eine Anlage auf ihren Dach,besonders die ganzen "Großbauern".

Offensichtlich muss es sich über die gezahlten Subventionen für die Bauern lohnen.

TIPP : Lass den "spitzen Bleistift" tanzen und rechne zuerst alles durch.

Faustregel : 10 m^2 -Anlage produziert so um die 1000 KWh (Kilowattstunde) elektrische Energie pro Jahr.

1 KWh= 3600 KJ (Kilojoule)

Energiegehalt von Heizöl hu= 42000 KJ/Kg (Kilojoule pro Kilogramm)

hu ist der untere Heizwert ohne die Energie im Abgas.

ho ist der obere Heizwert.Die Energie im Abgas wird berücksichtigt.

Das Abgas wird hier auf 0° Celsius heruntergekühlt und dabei die entzogene Wärmeenergie gemessen.

Heizwerte von Brennstoffen,siehe "Physik-Formelbuch". Bekommt man in jeden Buchladen.

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