Frage von Wissensbedarf, 28

Haben Zähne kapazitives oder induktives Verhalten?

Bei Wurzelbehandlungen gibt es ja die Methode, dass eine Impedanz gemessen wird, um darauf schließen zu können, wie tief die Wurzel ist. Dazu bekommt man ja eine elektrode an die Wange gehängt um - so schätze ich- eine Spannung abzugreifen. Mein Gefühl sagt mir, dass Elektronen in den Zahn geleitet werden und so ein elektrisches Feld im Mund entsteht. Der Zahn dient dann als Dielektrikum?!

Leider konnte mir meine Zahnärztin das nicht aus der Sicht eines Elektronikers erklären. Ihr Gefühl sagte aber, dass es eher induktiv sein müsste. Bei Google bin ich leider auch nicht so wirklich fündig geworden. Kann mir das jemand erklären oder hätte jemand eine Quelle wo dies Verständlich gemacht wird?

Antwort
von jersey80, 10

zwei quellen dazu:

http://www.zahngesundheit-online.com/Medizingeraetediagnostik/Wurzelkanallaengen... quellen dazu

http://www.dgzmk.de/uploads/tx_szdgzmkdocuments/Die_Bestimmung_der_endodontische...

ich hoffe, das beantwortet deine frage

Kommentar von Wissensbedarf ,

Hey Jersey, vielen Dank für die Links, aber eine direkte Antwort auf meine Frage ist da leider nicht zu finden

Kommentar von jersey80 ,

ich bin leider zu wenig physiker, um dir das genau beantworten zu können

Kommentar von Wissensbedarf ,

Falls du neugiereig geworden sein solltest, habe ich hier gerade etwas gefunden.

http://www.zwp-online.info/de/fachgebiete/endodontologie/wurzelkanalaufbereitung...

In trockenen Wurzelkanälen setzt sich die gemessene Impedanz
(Wechselstromwiderstand) zusammen aus dem ohmschen Gewebewiderstand
(RCG) und einer kapazitiven Komponente (RCG). Wenn die
Messinstrumentenspitze das Desmodont erreicht, kann die Gewebeimpedanz
(ZG) gemessen werden.

Ich habe mir das immer so vorgestellt, dass der Zahnschmelz als Dielektrikum dient, aber so ganz richtig scheint das nach dem Artikel nicht zu sein. Aber immerhin lag ich mit kapazitiv richtig :)

Wenn ich das jetzt richtig verstanden habe, wird die Elektrode durch die noch vorhandene Wurzel geschoben und sobald der die oder das
Foramen physiologicum, sprich die Spitze der Zahnwurzel(?), erreicht wird, bekommt die elektrode Kontakt zum Gewebe. Ab da ist der Gewebewiderstand immer in etwa 6 kOhm (nicht wie im Artikel 6 kiloVolt kV). So ganz klar wird mir aber leider noch nicht, wie der Kapazitive Widerstand zustande kommt. 

Um mir das mal genau zu verbildlichen, werde ich mir wohl beim nächsten Kontrolltermin so eine Elektrode, die in den Zahn geschoben wird, mal zeigen lassen. Evtl. berichte ich im Februar nochmal :)

Könntest du noch kurz und knackig etwas genaueres zum Messvorgang erzählen und wie bzw. wo man die Länge der Zahnwurzel sehen kann?

Danke nochmal für die Links, auch wenn die meine Frage nicht direkt beantwortet haben, konnte ich mir daraus auf jeden Fall die zielführenden Stichwörter für Google nehmen :)

Kommentar von Wissensbedarf ,

Also ich stell mir das jetzt so vor, dass der Zahn eigentlich gar nichts mit der Impedanz zu tun hat. Sobald Anode bzw. Kathode durch die Wurzel ist, kommt ein Stromfluss zustande, der dann in irgendeiner Form Bescheid gibt, dass das Ende erreicht ist.  Wie nun die Länge des Kanals ersichtlich wird, ist für mich aber noch ein wenig schleierhaft.


Kommentar von jersey80 ,

danke für den link ... sehr interessant ...

ich bleibe dran ... und wenn ich was interessantes finde, melde ich mich ...

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