Frage von fluffpandcorn, 489

Haben wirklich alle Christen etwas gegen Homosexuelle?

Hallo , erstmal vorweg : ich weiß natürlich dass NICHT ALLE Christen etwas gegen Homosexuelle habe. Es interessiert mich mehr warum manche Christen mit der Homosexualität durchaus toleranter umgehen alls andere. Wurde nicht allen gesagt das Homosexualität eine Sünde ist?

Ich suche niemanden mit dieser Frage zu beleidigen oder nahe zu treten ich bin nur nicht so sehr mit jeglicher Religion vertraut ausser das meine Oma Zeugin ist (ich weiss das Christ und Zeuge nicht das gleiche ist) und sie einen regelrechten ekel vor Homosexuelle hat.

LG

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Antwort
von expermondo, 5

Hallo fluffpandcorn,

Schau mal bitte hier:
Religion Sexualitaet

Expertenantwort
von Enzylexikon, Community-Experte für Religion, 138

Es gibt sogar christliche Geistliche, die sich deutlich gegen die Diskriminierung von Homosexuellen aussprechen:

Der evangelisch-lutherische Pastor Nils Christiansen sagt sogar ganz klar "Homosexuelle auszuschließen ist evangeliumsfeindlich"

http://www.evangelisch.de/inhalte/84019/03-06-2013/homosexuelle-auszuschliessen-...

Er begründet dies mit einer Haltung die ich ebenfalls vertrete:

Die Auslegung religiöser Schriften benötigt ein "Update" damit eine zeitgemäße Interpretation möglich ist, die der Lebensrealität des 21. Jahrhunderts angemessen ist.

Nicht alles was in solchen Schriften steht, erfüllt heute noch seinen Sinn und sollte deswegen verworfen werden können.

Kommentar von Enzylexikon ,

Da es offenbar noch nicht alle verstanden haben.

Der "Pfeil runter" dient der Abwertung inhaltlich minderwertiger
Antworten und ist nicht dazu da, anonym die eigene Meinung
durchzudrücken.

Da ich mich meist um eine gewisse Qualität meiner Antworten bemühe finde ich es ziemlich feige und schäbig, unbegründet abzuwerten, nur weil einem die Antwort ideologisch nicht in den Kram passt.

Wer nicht in der Lage ist zu argumentieren, sei es, weil er keine

Ahnung vom Thema hat, oder sich intellektuell unterlegen fühlt, sollte
am besten die Finger von Antworten lassen, die seinen geistigen 
Horizont übersteigen.

Antwort
von JTKirk2000, 186

Ich kenne Christen, die kein Problem damit haben, wenn jemand homosexuell orientiert ist. In unserer Gemeinde ist hin und wieder jemand, der keinen Hehl daraus macht, dass er entsprechend orientiert ist. Es gab mal jemanden, der damit ein Problem hatte, aber der hatte mit so ziemlich jedem ein Problem und ist auch sehr bald, nach kurzer Zeit als Mitglied der Gemeinde, wieder ausgetreten. 

Zeugen Jehovas kenne ich nur als Außenstehender. Ich weiß nicht, wie es innerhalb von Religion oder gar Familie von Zeugen Jehovas abläuft, was dort wichtig ist und wie alles gelebt wird, aber ich kenne ein paar Zeugen Jehovas und zumindest ihre Lehre begründet sich eindeutig auf der Bibel, einschließlich des Neuen Testaments und damit auch der Lehre Jesu Christi. Wie weit dabei die Ansicht geht, wirklich alle Punkte des christlichen Evangeliums zu akzeptieren, kann ich natürlich nicht wissen, aber zumindest auf einiges davon legen sie sehr großen Wert. 

Expertenantwort
von CalicoSkies, Community-Experte für Sexualitaet, 141

Moin,

Nein, haben sie nicht - die Frage scheitert schon daran, dass es "die Christen" eigentlich gar nicht gibt :)

Homosexualität wird ausschließlich im Alten Testament direkt verurteilt; mi Neuen Testament gibt es nur Stellen, die als Aussprüche gegen Homosexuelle interpretiert werden, aber man nicht sicher weiß was damit gemeint ist.

Dort ist bspw. Von dem Wort "arsenokoitai" die Rede, welches sich nicht klar auf Homosexuelle beziehen lässt, sondern bspw. Auch Päderastie bedeuten kann, Tempelprostitution verurteilen kann oder oder oder (siehe http://www.religioustolerance.org/homarsen.htm)

Dass nicht alle Christen es so auslegen, zeigt bspw. Die evangelische Kirche - dort gibt es Gemeinden, in denen homosexuelle Paare sogar gesegnet werden :)

Die Zeugen Jehovas sind natürlich ein spezieller Fall, da sie eine fundamentalistische Sekte sind, die zudem noch eine eigens gefälschte und angefertigte Version der Bibel für ihre Auslegungen benutzen.

Daher wundert mich das nicht im Geringsten, hat aber mit der Mehrheit der Christen natürlich nichts zu tun, da die Zeugen Jehovas eine winzige Randgruppierung sind :3

Wie du an meiner Darstellung oben siehst, ist es Interpretationssache, ob Homosexualität wirklich eine Sünde ist; damit wirst du unterschiedlichste Meinungen hier erhalten.

Lg

Antwort
von Bimmarie, 119

Es wird nicht mehr allen gesagt. Nur denen deren Eltern streng gläubisch sind. Selbst um konfi Unterricht ist es mittlerweile normal.
Das Homosexualität eine Sünde ist ist altes denken ,nichts weiter

Antwort
von Wuestenamazone, 217

Nein nicht alle haben was gegen Schwule. Ich bin der Meinung, dass jeder das Recht hat sein Leben zu leben wie er möchte und zwar ohne, dass man ihn schief anschaut.

Antwort
von Sophienrose, 241

Irgendwie steht wohl in der Bibel dass es für einen Mann Sünde ist bei einem Mann zu liegen. Mir hat irgendjemand mal die Stelle gezeigt.

Es ist wohl so, wie immer, wenn es um Religion geht. Manche halten stur an der Meinung, die in ihrem jeweiligen Buch steht, fest, und andere, die sehen es etwas toleranter oder gehen mit der Zeit.

Eine richtige Begründung kann ich dir auch nicht nennen.

Kommentar von Wilfri ,

Das gab es schon in Sodom und Gomorra. Auch vor der Sintflut hat man Homosexualität betrieben. Aber nicht nur das, es gab eine Unmenge Unzucht, die ebenso unmoralisch und verderblich ist. Dazu gehört Ehebruch, Gruppensex, Tempelprostitution, Anbetung der nackten Astarte und des Baal im Rahmen eines "Gottesdienstes", Vergewaltigung, abartige Liebesspiele usw. Irgendwie kann man letztlich alles damit begründen: Ich bin nun mal so. Ob das befriedigt, halte ich für sehr fraglich. Nach Gottes Ordnung wird es letztlich mit dem Tod bestraft, weil es Sünde ist.

Man kann dem widersprechen, ohne die Möglichkeit zu haben, das als allgemeine Sitte und Ordnung wirklich einzuführen.

Kommentar von Projektplaner13 ,

Herr Wilfri, du bibeltreuer Genosse, du redest hier am laufenden Band von Negativem : z.B. Tempelprostituion...und und und...aber hast nicht die geringste Ahnung, was homosexuelle Liebe beudeutet, diese Bezeichnung oder die Liebe unter gleichgeschlechtlichen Menschen, kannte man in deiner vorgegebenen Zeit nicht....wie kann man nur einen Homosexuellen mit allen möglichen Abarten vergleichen, du bist nicht nur homophob - ein 110%iger -  du bist auch noch ungebildet, was die Liebe unter 2 Menschen angeht...es haben schon so einige studierte Theologen die Bibel kritisch in bezug auf Homosexualität in die Mangel genommen : "Homosexuelle Liebe" ...ist ein Arbeitspapier für die EKD im Rheinland, Landessynode 1992...solltest du mal lesen...und nicht nur blind aus der Bibel vorlesen...die Bibel haben übrigens über 40 Menschen innerhalb von 1600 Jahren geschrieben, Menschen machen auch Fehler...ebenso die ganzen Übersetzungen, die verschiedenartig ausgelegt wurden...es gibt so viele Bibelstellen, die heute keine Gültigkeit mehr haben...wenn wir sie anwenden, ausführen würden...z.B. Sklaverei...wenn du dir heute einen Sklaven hier bei uns in D hälst, gehst du in den Knast, es gibt genug Beispiele, wo die Bibel heute nicht mehr aktuell ist, wir leben im Jahre 2016..vor über 2000 Jahren sah die Welt anders aus...lg

Antwort
von xschwedex, 166

Moin,

ich bin Christ. Ich habe nichts gegen Homosexuelle. Jedem Menschen sei es vergönnt zu Gott zu finden. Ich maße mir als fehlbarer Mensch nicht an, als Richter aufzutreten - jemanden zu verurteilen, der glücklich mit seiner Entscheidung ist, homosexuell zu sein. (Vgl. Mt. 7, 1-5) 

Man sollte hier anmerken, dass das Christentum keine Verbotsreligion, sondern eine Gebotsreligion ist. Außerdem bin ich der Überzeugung, dass man nicht durch Taten, sondern schon durch seinen Glauben gerechtfertigt wird. (Vgl. 1 Röm 1, 17) Was Gott doch wahrscheinlich will, ist doch nur, dass man in der Gemeinschaft zurecht findet und seinen eigenen Weg macht - um zu ihm zu finden.

Was ist allerdings ansprechen möchte: Das Wort Toleranz ist ein moderner Begriff. Den kennen die Schreiber der Bibel noch nicht. Toleranz heißt auch nicht gleich "gut heißen" , sonder schlicht neutrales dulden in der Grundbedeutung. Ich frage deshalb: Reicht es tolerant zu sein, oder sollte man nicht sogar seine Mitmenschen  mit offenen Armen in die Gemeinschaft aufnehmen?

Kommentar von Raubkatze45 ,

Ein  Glaube ohne Werke ist tot, das steht schon im Jakobusbrief.

Antwort
von anniegirl80, 136

Ich habe kein Problem mit "solchen" Menschen, da es eine Sünde von vielen ist. Auch Scheidung ist Sünde, Lügen ist Sünde, etwas für wichtiger als Gott halten ebenfalls und die Liste ist beliebig fortsetzbar. Das findet sich alles auch in meiner Kirchengemeinde.

Auch ich sündige, und bin somit nicht "besser". Aber ich versuche, mich von Gott verändern zu lassen, zum Positiven. Auch mich liebt Gott (trotz meiner Sünden) und das möchte ich gerne weitergeben. Somit sollte ich auch Homosexuellen offen und tolerant begegnen.

Das eigentliche Problem ist meiner Meinung nach dass sich Homosexuelle meistens erst gar nicht für Gott interessieren. Und dass nicht alle Christen verstanden haben was Gottes Liebe bedeutet in der Umsetzung in ihrem Alltag.

Ich ekle mich sicher nicht vor Homosexuellen (was wohl auch eine Generationensache ist), aber ich muss auch nicht zuschauen wenn sie sich öffentlich abknutschen. Und das kann mich auch bei "normalen" Paaren nerven.

Antwort
von Nitra2014, 188

Ich glaube, ältere Menschen haben ein konservatives Bild von Homosexuellen, während jüngere mit einer liberalen Weltanschauung aufgewachsen sind. Kann man natürlich auf keinen Fall über einen Kamm scheren.

Homosexuelle sind heutzutage was weitgehend Normales, was man im Fernsehen, in Serien, in Filmen usw immer wieder sieht, während es früher einfach ein totales Tabu war.

Es gab ja auch einen Paragraphen, der es unter Strafe gestellt hat das gleiche Geschlecht zu lieben. Der wurde abgeschafft. Aber manche halten eben an diesem konservativen Bild fest und wollen nichts dazu lernen.

Kommentar von Projektplaner13 ,

...sehr gut, liebe(r) Nitra2014, es ist leider so im Leben...die dummen sterben nicht aus..., das betrifft die, die nichts dazu lernen wollen...ich meine eher jüngere Menschen, bei manchen älteren ist das nunmal so fest "verankert"...das konservative...sie dürfen nur nicht homophob sein oder werden, dann wehre ich mich auch gegen diese Einstellung der älteren Generation...lg

Antwort
von SarcasticSard, 55

Nein. Und zumindest hier in Westeuropa hat sogar die große Mehrheit der Christen nichts gegen Homosexuelle. 

Antwort
von Modem1, 204

Nein das ist ein Pauschalurteil.

Antwort
von randomhuman, 78

Es gibt jede Menge Christen die nichts gegen Homosexuelle haben aber es gibt nun mal auch welche die etwas dagegen haben. Es gibt natürlich keine rationale Erklärung auf das Warum dahinter.

Bei den Zeugen Jehovas ist das ja wider was anderes. Das sind fanatische Sektenmitglieder bei denen im Leben irgendetwas falsch gelaufen ist. Da gibt es auch keine Erklärung warum die gegen Homosexuelle sind. Das wird so von "oben" vorgeschrieben und der dumme Sektenanhänger glaubt es.

Kommentar von Projektplaner13 ,

...Kompliment...sehr gute Formulierung, liebe(r) randomhuman...von den Zeugen Jehovas...diese Scheinheiligen..., das sind aber nicht die einzigen, die das dumme Geschwätz der Möchtegern-Pfarrer - ich sage immer wieder : PHARISÄER - ( meine pers. Meinung, als Begriff zu denen ) ein dummer Pfarrer einer Freikirche sagte mal zu einem Betroffenen Homosexuellen : du darfst einfach nicht an dein Schwulsein denken, wie ein Dieb, der nicht ans Stehlen denken soll..  ( ich war Zeuge bei dem Gespräch )...unmöglich, unfaßbar...solchen Schwachsinn predigen die z. Teil...ich werde das, was ich mit denen erlebt habe, bald mal zu Papier, bzw. als Frage formuliert, auch hier einbringen...lg

Antwort
von Wilfri, 71

Die Frage, ob ich etwas gegen Homosexuelle habe ist eigentlich unbedeutend. Entscheidend ist, was Gott davon hält. Und das ist ziemlich klar. Er hat Menschen nicht für diese Art Leben geschaffen und das sagt er auch sehr deutlich. In erster Linie hat also Gott etwas dagegen. Damit kann man auf die Dauer nicht gut leben. Und auf ewig das auszublenden ist auch nicht möglich. Irgendwann kommt die Frage wieder hoch. Und am jüngsten Tage wird die Frage endgültig beantwortet. Da Gott sich nicht ändert in der Frage des Rechts und der Gerechtigkeit, kann ich mir nur ein negatives Ergebnis vorstellen. Ich bin aber nicht zum Richter berufen und selbst wenn ich dem ganzen positiv gegenüber stünde, hätten die Homosexuellen nichts davon. Es würde immer seitens Gottes auf das gleiche hinauslaufen.

Kommentar von CalicoSkies ,

Lustigerweise sieht der Gott der evangelischen Landeskirche das anscheinend völlig anders, da dort homosexuelle Paare auch gegsegnet werden.

Also gibt es drei Möglichkeiten: Du lügst, die evangelische Landeskirche lügt oder es gibt keinen Gott - welche derr drei Antwortmöglichkeiten ich vertrete, weißt du ja :D

Kommentar von Wilfri ,

Das ich nicht lüge weißt Du selbst, denn ich gehe davon aus, dass es Dir gelingt in Römer 1, 26-28 das nachzulesen, was Gott sagt.

Das AT sagt auch dazu etwas, was ich Dir gerne raussuche, wenn Du das brauchst. Was die evangelische Landeskirche macht, ist nicht meine Sache. Sie muss das selbst verantworten, genau wie Du. Die Kirche, so gehe ich davon aus, kennt diese Texte auch. Aber ich kenne die Gründe nicht, warum sie sich nicht daran hält. Man kann sich ja immer Gründe zaubern, wenn man das will. Ich gehöre zwar auch zu den evangelisch geprägten Christen, allerdings nicht dieser Couleur. Es gibt mit Sicherheit auch andere, die evangelisch denken, die sich nicht der Meinung der Landeskirche anschließen.

Wenn Du es wirklich ernst meinst, den Willen Gottes zu erfahren, dann solltest Du mal ein Gebet versuchen. Ich denke, dann wirst Du eine Antwort bekommen. Das gilt aber nicht, wenn Du lediglich Deinen Standpunkt verteidigen willst. Dann ist die ganze Frage umsonst und bringt Dir im Ergebnis nichts. Das würde mir leidtun.

Kommentar von CalicoSkies ,

Dann lügt anscheinend die evangelische Kirche - interessant :3

Ich kann im Römerbrief keine Aussage eines Gottes erkennen - dort findet sich eine Aussage von Paulus, nicht eine Aussage eines Gottes ;)

Auch handelt es sich um eine reine Interpretation, dass hier Bezug auf Homosexualität genommen wird.

Man vermutet, dass sich Paulus hier auf Tempelprostitution bezieht, nicht auf Homosexualität an sich - denn davor steht:

Darum hat sie auch Gott dahingegeben in ihrer Herzen Gelüste, in Unreinigkeit, zu schänden ihre eigenen Leiber an sich selbst, (Apostelgeschichte 14.16) 25 sie, die Gottes Wahrheit haben verwandelt in die Lüge und haben geehrt und gedient dem Geschöpfe mehr denn dem Schöpfer, der da gelobt ist in Ewigkeit. Amen.

http://www.bibel-online.net/buch/luther_1912/roemer/1/

Wie auch bei den anderen Stellen mit dem Wort "Arsenokoitai" ist hier unklar, ob damit homosexuelle Partnerschaften im heutigen Sinne oder homosexuelle Tempelprostitution / homosexuelle Riten gemeint sind.

Das AT sagt auch dazu etwas, was ich Dir gerne raussuche, wenn Du das brauchst

Die Reinheitsgebote aus dem AT sind nicht gültig für Christen - und aus "er schuf sie als mann und frau" lässt sich wohl kaum etwas herauslesen :)

Kommentar von CalicoSkies ,
Kommentar von Wilfri ,

Du hast den von mir explizit angegebenen Text nicht gelesen, sonst wärst Du zu einem anderen Ergebnis gekommen. Es erscheint mir schon recht merkwürdig, wenn man bei Paulus in dieser Beziehung in seiner Aussage als nicht göttlich inspiriert ausgeht. Wenn es so wäre, dann können wir die ganze Bibel in die Tonne kloppen. Es wird geschrieben im NT, dass alle Schrift von Gott eingegeben ist. Auf dieser Basis kann man sich nicht rechtfertigen. Und ich sage an dieser Stelle: Selbst wenn ein Engel vom Himmel käme und die Bibelworte bestätigen würde, würdest Du sagen, das der nicht autorisiert ist, weil Du es so sehen willst.

Kommentar von CalicoSkies ,

Du scheinst selbst anscheinend nicht zu wissen, wovon Paulus hier spricht - und meinen Link scheinst du auch nicht angeschaut zu haben ;)

Hier ist nicht die Rede von Homosexualität - das ist nur eine Interpretation.

Antwort
von marylinjackson, 103

Wenn es um die Praxis in der Homosexualität geht, da gehen die Ansichten weit auseinander. So, wie manche Vegetarier sich vor Fleisch ekeln, so gibt es auch hier "Geschmacksrichtungen".

Nur um das geht es Dir wohl?

Kommentar von marylinjackson ,

Die Betonung in der Fragestellung auf die Sexualität ist  sehr einschränkend. Und mit meiner Antwort habe ich wohl die Daumen-runter-Leute im Intimbereich verletzt.

Besser wäre der umfangreichere Begriff der Homophilie.

Persönliche Statements zur Sexualität sind immer sehr aufdringlich und werden gezielt genutzt, damit andere zu verletzen.

Antwort
von chinly, 173

Hallo,

ich finde, die bessere Frage wäre gewesen, warum viele Menschen Homosexualität tolerieren oder ablehnen, denn das hat eigentlich mit dem Christentum alleine nichts zu tun, sondern betrifft ja die Menschheit insgesamt.

Und da ist es nun so, dass wir entweder weiblich oder männlich geboren sind, sowohl in den äußeren Merkmalen als auch im Fühlen und Denken. Ausnahmen bestätigen die Regel ;-)

Das ist ja von der Natur so eingerichtet worden zum Zeugen und Aufziehen von Nachwuchs, das ist auch der Sinn und Zweck der Sexualität.

Alles andere ist demnach unnatürlich, und viele Menschen - ganz egal ob Christ oder Andersgläubiger oder Nichtgläubiger - haben da einfach einen gewissen Widerwillen und mögen es ganz einfach nicht. Wobei ja nicht die Menschen an sich abgelehnt werden, sondern die Praktik wider die Natur.

LG!

 

 

Kommentar von fluffpandcorn ,

Ja natürlich , aber es ging mir in diesem Fall ausschliesslich um die ablehnung der homosexualität bei den Christen :) 

Danke für deinen Beitrag 

Kommentar von chinly ,

@fluffpandcom: Genau das wollte ich dir ja damit sagen: Die reagieren da nicht anders als der Rest der Welt.

Wenn sich deine Oma davor ekelt, ist das nicht so, weil sie Zeugin oder Christin ist, sondern sie ekelt sich aufgrund ihrer eigenen sexuellen Ausrichtung.

Natürlich gibt es auch im Christentum Homos, und vielleicht hat sogar der ein oder andere das Priesteramt mitsamt Zölibat gewählt, um ständige unangenehme Auseinandersetzungen und Fragen ("Wann suchst du dir denn mal endlich eine Frau?") aus dem Weg zu gehen.

 So vorgekommen in meiner Verwandtschaft, und ich kenne zudem ein Ehepaar, das ihren Sohn auf Biegen und Brechen ins Priesterseminar stecken will, nur weil er kein Interesse an Frauen hat und keine Schwiegertochter bringt (von der sie sich natürlich erhoffen, im Alter versorgt zu werden, also aus egoistischen Motiven).

Und zuletzt: Das christliche Lehramt hat nichts gegen anders orientierte Menschen, aber sie sollen ihre sexuelle Neigung nicht praktizieren.

 Ein Tier wird diesen Trieb nicht unterdrücken oder umwandeln können in eine andere sinnvolle Aufgabe oder Tätigkeit, ein Mensch kann dies sehr wohl.

Hast du noch Fragen?

 

Kommentar von CalicoSkies ,

Das ist ziemlich kurzsichtig gedacht.

Sex dient eben nicht nur zur Fortpflanzung, sondern auch als soziale Interaktion und für den Gruppenzusammenhalt - da gibts inteessante Studien und Forschungen darüber, sowohl an Steinzeitmenschen als auch mit Schimpansen, unseren nächsten Verwandten.

"Widernatürlich" ist daher ein schlechtes Argument - vor allem, da Homosexualität auch einen evolutionären Sinn hat (Verhinderung von Überbevölkerung, Stärkung der Gruppe) und auch in der Natur vorkommt...Homosexualität kann deswegen gar nicht widernatürlich sein.

Kommentar von chinly ,

Hi, CalicoSkies! Das sind tolle Argumente, da rollen sich mir die Fußnägel auf ;-)

Gut aber, dass du "...nicht nur zur Fortpflanzung..." geschrieben hast!

Hat denn jede Art von Empfängnisverhütung sowie Chinas 1-Kind-Politik usw. die Bevölkerungsexplosion verhindern können?

Auch in der Antike war ja Homosexualität durchaus vertreten, der Ausdruck "griechisch" kommt ja nicht von ungefähr.

Die Verhinderung von Überbevölkerung kann nur in den Köpfen derjenigen stattfinden, die eben dazu in der Lage sind!!

Gerade in der sog. 3. Welt werden Kinder meistens verantwortungslos um des eigenen späteren Vorteils willen in die Welt gesetzt, um versorgt zu sein. Noch um1900 war dies in Deutschland nicht anders, 6-12 Kinder waren normal. Mein Vater hatte 8 Geschwister...

Gerade in meinem Job in der Altenpflege kommt nicht selten der Satz: "Jetzt hab ich 7 Kinder, und keiner kümmert sich..."

Dank der modernen Empfängnisverhütung ist also schon ein großer Fortschritt erzielt worden, leider ebenso mit der Abtreibung, die ich allerdings ablehne.

Du kannst also nicht sagen: "Hey Leute, werdet schwul, dann haben wir keine Überbevölkerung mehr", das funktioniert nicht. Denn keiner wird von seiner naturgegebenen Ausrichtung abweichen, wie ja du von deiner auch nicht abweichen wirst, weil dir dies, solltest du nicht bisexuell sein, gar nicht möglich ist.

Welche Gruppe Homosexualität stärken soll, könntest du mir dann bitte noch erklären?

Kommentar von CalicoSkies ,

Du verstehst anscheinend nicht, was ich geschrieben habe. :3

Homosexualität ist vermutlich ein evolutionärer Faktor, der Überpopulation verhindern soll - deswegen ist beispielsweise die Chance homosexuell zu sein höher, je mehr ältere Geschwister man hat (-> http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/11534970 ) - da gibt es viele Hinweise und Forschungen in diese Richtung.

Vollständig belegt ist es noch nicht, aber es gibt viele Hinweise darauf ;)

Die soziale Gruppe (wir müssen hier immer in steinzeitlichen Begriffen denken, da es um evolutionäre Effekte geht) wird deswegen gestärkt, weil beim Tod eines Elternpaares ein homosexuelles Pärchen den Aufzug eines Jungtieres / eines Kindes übernehmen kann - wie es auch in der Natur vorkommt.

Hier ein netter Artikel dazu, bei dem das Ganze bei Fruchtfliegen festgestellt wurde: http://www.gmanetwork.com/news/story/496570/scitech/science/homosexual-behavior-...

Du hast davon gesprochen, ausgelebte Homosexualität wäre eine "Praktik wider die Natur" - wie du siehst ist es das keinesfalls.

Es ist aber so oder so eine komische Argumentationsweise, etwas als "unnatürlich" auszuzeichnen und aufgrund dessen abzulehnen - bspw. ist Religion per se "unnatürlich", lehnst du diese auch ab?

Kommentar von Meatwad ,

Und da ist es nun so, dass wir entweder weiblich oder männlich geboren sind, sowohl in den äußeren Merkmalen als auch im Fühlen und Denken.

Schon klar, du hast dazu geschrieben "Ausnahmen bestätigen die Regel". Aber so einfach kann man es sich nicht machen.

Es ist eben NICHT so, daß wir entweder männlich oder weiblich geboren sind. Bei vielen Menschen sind mehr oder weniger stark ausgebildete Merkmale des anderen Geschlechts vorhanden. Viele von diesen Menschen wissen gar nicht, daß dies bei ihnen der Fall ist. Von hormonellen Schwankungen einmal ganz abgesehen. Hier gibt es alles, aber mit Sicherheit kein allgemeines schwarz/weiß.

Kommentar von chinly ,

@Meatwad: Natürlich gibt es diese Ausnahmen, von vermehrtem Haarwuchs (viele) bis zum gleichzeitigen Vorhandensein männlicher und weiblicher Genitalien (wenige). Man kann sagen, je ausgeprägter, um so seltener.

Gemessen an der Gesamtbevölkerung ist es doch ein geringer Anteil.

Und eine Frau, die zu ihrem Leidwesen in den Wechseljahren  vermehrten Haarwuchs feststellt, wird sich nicht plötzlich als Mann betrachten.

Kommentar von Projektplaner13 ,

hi chinly, du bist so uninformiert, so unwissend, so dumm...daß ich schon sagen muß - du bist ja in der Pflege tätig - daß du ein absoluter Pflegefall bist, was homosexuelle Liebe usw. angeht, gehe zu den bibeltreuen, stell dich in eine Ecke und schäme dich mit denen... dumme Menschen sind nicht aufnahmefähig, weil nicht diskussionsfähig...nur die eigene Meinung zählt...wie bei allen engstirnigen Gläubigen, der jeweils andere Glaube ist ja falsch...mammamia...lg

Antwort
von Rosenblad, 137

Die biblische Normierungsantwort im Römerbrief Kapitel 1 Vers 27 dürfte eigentlich in seiner Aussage gegen ein homosexuelles Leben valide genug sein.

Das dies mit aller Überzeugung nicht meiner Lebenshaltung entspricht will ich an dieser Stelle nochmals deutlich machen.

Kommentar von hummel3 ,

Hallo Rosenblad, ich denke es macht Sinn diesen Vers sogar extra zu zitieren, denn nicht jeder kennt die Bibel:

"Desgleichen auch die Männer haben verlassen den natürlichen Umgang mit dem Weibe und sind aneinander entbrannt in ihren Lüsten und haben Mann mit Mann Schande getrieben und den Lohn ihrer Verirrung, wie es ja sein musste, an sich selbst empfangen."

So empfand es jedenfalls auch Paulus.

Kommentar von Rosenblad ,

Wer sich selbst als Christ selbst proklamiert  muss eigentlich stringent aus dieser Normierung heraus Homosexualität als "Sünde" deklarieren oder wie sehen das die Christen?

Antwort
von Eselspur, 108

Christen haben absolut nichts gegen Homosexuelle - sollten wir zumindest nicht. Es geht NIE gegen Homosexuelle Menschen.

Es wird allerdings diskutiert, inwiefern Sex außerhalb der Ehe und konkret in homosexuellen Beziehungen von Gott gewollt ist. Aus katholischer Sicht ist das letzte Papstschreiben zum Thema "Freude der Liebe" dazu interessant.

Antwort
von BerthaDieBaer, 125

Nein, Gott liebt uns alle :-)

Antwort
von Chaoist, 173

Nein.

Es gibt sogar erstaunlich viele homosexuelle Menschen die praktizierende Christen sind.

Kommentar von KaeteK ,

Ich kenne persönlich keine. Gottes Wort lässt uns wissen, dass das Sünde ist. Was in manchen Kirchen so getrieben wird, ist gotteslästerlich.

Kommentar von Sowjetunion208 ,

Nur weil das in deinem kleinen Weltbild nicht geht gilt das nicht für den Rest der Welt 

Kommentar von Chaoist ,

@Kaetek:

Sind Sie da vollkommen sicher? Woran erkennen Sie denn einen homosexuell orientierten Menschen? Vielleicht sitzt er jeden Sonntag 2 Reihen schräg rechts hinter ihnen.

Je höher der Druck der Gemeinde, desto größer das Leid. Es haben schon Männer Frauen geheiratet, nur um den Anschein der Heterosexualität aufrecht zu erhalten.

Ich halte es für sehr viel besser ( wenn auch nicht für den Stein der Weisen ), die sexuelle Ausrichtung eines Menschen als "von Gott gegeben" zu nehmen.

Kommentar von Meatwad ,

Vielleicht sitzt er jeden Sonntag 2 Reihen schräg rechts hinter ihnen.

Vielleicht liegt er auch jeden Abend neben ihr im Bett. ;)

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