Haben wir uns von der Welt entfremdet?

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25 Antworten

Der technische Fortschritt wird sich nicht aufhalten lassen, und wenn wir dabei ein wenig bedachtsam zu Werke gehen, und die Lebensgrundlagen erhalten spricht auch nichts dagegen weiter in diese Richtung voran zu schreiten und auch absolut nichts gegen die Genforschung oder andere in die Zukunft weisende Forschungsinitiativen.

Religiöse Gründe wäre für mich nun wirklich das Letzte um auf Fortschritt zu verzichten.

 

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Man kann es mit der Forschung nicht übertreiben.
Erst durch Forschung hat man herausgefunden, dass der Gottglaube, die heiligen Bücher oder die Annahme eines Lebens nach dem Tod höchstwahrscheinlich nur Unfug sind.

Ohne Forschung würden die Menschen die Schöpfungsgeschichte oder Sintflut noch wörtlich nehmen, das machen heute nur noch ein paar Verwirrte und Ungebildete.
Durch Forschung wird alter Glaube Stück für Stück demontiert und durch Wissen ersetzt.

Überleg mal die Menschen hätten sich vor einigen Jahrhunderten gedacht:

"Hören wir doch einfach auf, weiter zu forschen.
Wir sollen doch nur die Erde besiedeln, nicht mehr.

Schaut nur, wo uns die moderne Technologie hin gebracht hat.

Wir haben modernstes Entertainment in Form von Theateraufführungen und hölzernen Musikinstrumenten.

Wir haben hochentwickelte Werkzeuge aus Stahl und Bronze, die ermöglichen, dass ein einziger Mann nur noch zwei Tage braucht, um einen viereckigen Dachbalken herzustellen.

Der Einsatz von Rad und von Zugtieren hat das Transportwesen revolutioniert. In einer Zeit wie heute kann man fast doppelt so schnell reisen als würde man die selbe Strecke gehen.

Die moderne Medizin bietet uns ungeahnte Möglichkeiten wie Blutegelbehandlngen, Aderlass, Einläufe, Erbrechen und Trinkverbot. es soll sogar schon Fälle gegeben haben, in denen einer eine Krankheit überlebt hat. Modernste Diagnosemethoden wie die Urinschau haben uns so weit gebracht.

Wir sind doch schon so hoch entwickelt und jetzt kommen auch noch Leute daher und wollen Tote aufschneiden, um zu sehen wie es im menschlichen Körper aussieht, sie wollen die Sterne mit Fernrohren beobachten und einer meint tatsächlich, es würde sich nicht alles um die Erde drehen.
Wenn wir so weiter machen, entfremden wir uns noch von uns selbst, also hören wir am besten da auf wo wir jetzt sind, es kann doch eh nicht mehr viel kommen."


Hätten die Menschen so gedacht, wären wir nie aus dem Mittelalter heraus gekommen.

Statt zurück sollten wir nach vorne gehen und uns von altem Ballast wie dem Gottglauben trennen, der ist eh nur hinderlich.

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Kommentar von SturerEsel
22.09.2016, 13:14

Wunderbare Aufzählung, klasse!

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Zuerst einmal ist gibt es keinerlei Indizien für die Existenz Gottes, geschweige denn für die Schaffung der Erde oder des Menschen durch einen solchen.

Was in der Bibel zu diesem Thema steht ist also nichts weiter als eine durch nichts gestützte Behauptung.

Betreiben wir aber kurz ein Gedankenspiel , und nehmen an die Menscheit wäre wirklich vom biblischen Gott geschaffen worden

Dann wären wir gar nicht imstande gegen den Willen dieses Gottes zu handlen, denn Gott ist allwissend und allmächtig, er muss also bei der Schaffung des Menschen bereits gewusst haben worauf es schlussendlich hinausläuft.. Und aufgrund seiner Allmacht wäre er jederzeit dazu in der Lage gewesen uns anders zu Schaffen, dass er das nicht getan hat kann im Umkehrschluss nur bedeuten das Gott wolte das wir so werden wie wir sind.

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Hallo Franzi! Danke für Deine Frage, die von einem hohen Maß an Bewusstheit und  Reflektivität zeugt!

Übertreiben wir's gemessen an was? Werten kannst Du nur anhand eines Maßstabs den Du anlegst, indem Du also vorher definierst was ein nicht übertriebener Zustand wäre. Die Antwort hierauf wird bei jedem Menschen unterschiedlich ausfallen (siehe Topotec) also bewegen wir uns automatisch auf subjektivem Terrain.

Ein alternativer Ansatz wäre z.B. "Gehen wir pfleglich mit der "Schöpfung" um und somit auch mit unserer Spezies, als Teil der Schöpfung?"

Die Antwort ist offen-(er)sichtlich. Wir verursachen viel Leid in uns selbst und in den Lebewesen mit Denen wir den Planeten teilen.

...entfremden wir uns von uns selbst?

Wir beginnen damit ein gedankliches "Ich" zu erschaffen, die Vorstellung davon ein Individuum zu sein, das unabhängig von anderen Lebewesen existiert, ab dem Moment wo uns ein Name (also ein Etikett) gegeben wird.

Unser Name ist dann wie ein Behälter in den wir alles reintun, womit wir unsere Identität konstruieren: Geschlecht, politische Ausrichtung, Bildungsabschluss, Nationalität, Lieblingsmannschaft, ich bin Fan von X, ich finde Y doof, blond, weiß, groß, Tussi, Punk... etc. ...)

Diese Identität nehmen wir dann und setzen sie in Konkurrenz zu anderen konstruierten Identitäten die uns umgeben. Das Ego-Ich liebt es sich an Gegensätzen zu reiben weil es sich dadurch stärker fühlt und wächst und (damit wären wir bei der Antwort aus meiner Sicht) sich immer mehr entfremdet von dem was uns umgibt.

Wenn wir mal den gedanklichen Lärm beiseite lassen der uns ständig neue Geschichten erzählt aus denen sich dann unsere Wahrnehmung der Realität zusammensetzt, dann sehen wir ganz leicht dass alle Lebewesen Symbionten eines großen, lebenden Organismus sind, den wir mit dem Wort Erde betiteln. Es hört ja nicht mit uns auf. Wir selbst sind ja bevölkert von Milliarden kleiner Lebewesen, die uns ein Weiterleben erst ermöglichen und das Universum ist bevölkert von Milliarden Planeten, von Denen möglicherweise Einige ebenfalls Bewusstsein beheimaten.

Dein Ego-Verstand wird jetzt vielleicht Begriffe (Gedankenkonstrukte) aus dem Hut zaubern wie New-Age oder Esoterik, womit dann automatisch eine Wertung erschaffen wird die den neutralen Blick erschwert. Es ist einfach Beobachtung und Feststellung. Deduktion.

Würden wir uns also in der breiten Masse gegenwärtig machen, dass wir aus dem bestehen was uns umgibt, der Mensch also aus lauter Materialien zusammengesetzt ist, die Nicht-Mensch sind (Kohlenstoff, Eiweiße, Salze, Wasser...) dann wären wir ganz schnell bei der Schlussfolgerung, dass ein zerstörerischer Umgang mit unserer Umwelt automatisch ein zerstörerischer Umgang mit unserer physischen Erscheinungsform ist.

Dein gewählter Begriff: Entfremdung trifft meines Erachtens den Nagel auf den Kopf!

Dabei ist Forschung und Wissenschaft etwas Wunderbares, wenn es aus einem Zustand der Gegenwärtigkeit heraus geschieht und nicht als Produkt von Egos die sich selbst spüren wollen.

Alles Gute!!

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Was nehmen sich wir Menschen immer wieder das Recht heraus, die Welt, irgendwelche weltlichen Werte oder den Evolutionsfluss irgendwie eingrenzen zu wollen?

Von was hat man sich entfremdet? Wer bestimmt die moralisch gute Grenze und sagt, alles, was darüber hinaus stattfindet, ist eigentlich nicht gewollt von der Natur?

Es gibt keine Grenzen, von denen man, wenn man sie überschreitet, behaupten könnte, die Menschheit entfremdet sich, weder im Bereich der Wissenschaft, noch in anderen Bereichen.

Die Lebewesen auf der Erde sind alle so, wie sie sind, Löwen fressen Antilopen, Stürme zerstören Landstriche, Vulkane begraben mit Asche große Gebiete und Menschen wollen erforschen und nehmen sich, was da ist, so ist das nun mal!

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Nehmen wir mal für einen Moment an, es würde den biblischen Gott geben. Warum glaubst du zu wissen was Gott will oder gemeint hat? Damit stellst du dich selber auf eine Ebene mit Gott. Abgesehen davon ist die Bibel nicht von Gott geschrieben (wie der Koran) sondern von Menschen.

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Das was wir so romantisch das Paradies nennen, wird von vielen Menschen die es erlebt haben die grüne Hölle genannt. 

Naturwissenschaft, Technik, Medizin, Mathematik, Politik [sic!] u.s.w. haben uns schon jetzt fast ein Paradies beschert: Fließendes Trinkwasser aus der Wand, ein bequemes Bett, genug zu essen (zumeist schmackhaft und gesund), Kälte und extreme Hitze werden ferngehalten, keine Angst vor den Folgen von Krankheit und Unfällen, keine Angst vor wilden Tieren, medizinische Versorgung u.s.w. 

Ich meine die religiösen Menschen sollten mal ein bisschen mehr nachdenken und DANKBAR sein gegenüber der Wissenschaft und anerkennen, was die uns allen an Wohltaten geschenkt hat. 

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Kommentar von ArbeitsFreude
23.09.2016, 10:23

Stimmt genau! (und wenn es ihnen ihre Religion verbietet, dann können sie ja Gott für die Wissenschaft danken:) - Schließlich gibt es ja auch Wissenschaftler die Gott danken!)

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Da dein Gott allwissend ist, hat er auch gewusst, worauf es hinaus läuft.

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Es gibt (mindestens) zwei Menschenbilder, die man als Ideal ansehen kann. Die Bibel sieht den idealen Menschen als gütig, friedlich, bescheiden, gottesfürchtig. Die moderne Gesellschaft sieht den idealen Menschen etwas anders: erfolgreich, mutig, neugierig. Welches der beiden Ideale besser ist, ist schwer zu entscheiden (höchstwahrscheinlich gibt es hier kein besser und schlechter). Ich sehe aber nicht, warum das Anstreben des zweiten Ideals zu Entfremdung führen sollte.

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Solange es den Menschen gibt, schaut er zum Allergrößten und zum Allerkleinsten und versucht die Zusammenhänge zu verstehen: "Daß ich erkenne, was die Welt Im Innersten zusammenhält..."

Neugier ist ein fundamentaler Bestandteil allen Lebens. Sie lässt sich nicht abschalten. Wir wollen wissen, wir wollen verstehen. Wenn es einen allmächtigen und allwissenden Gott gäbe, hätte er dies in seinem Schöpferplan berücksichtigen müssen. Er hat sich die Suppe also selbst eingebrockt.

Warum sagen wir nicht einfach "Evolution" statt Gott? Wenn sich die Menschheit eines Tages selbst vernichtet und die Evolution sprechen könnte, würde sie wahrscheinlich sagen: "Tja, Mist, hat nicht funktioniert mit diesen haarlosen Trockennasenprimaten. Reset! Versuchen wirs mal mit intelligenten Insekten, höhö ...!"

Auch die würden den gleichen Weg gehen - weil sie neugierig wären. Ich fürchte, das wird nichts mit dem Erreichen eines gewissen Erkenntnisstands und dann Schluss.

Ich finde das gut so. Je mehr wir wissen und verstehen, umso eher sind wir in der Lage, uns und diesen Planeten zu retten.

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Jemand, der mit der Forschung nicht einverstanden ist, kann ja den Amischen beitreten. 

Genforschung hat ihren Ursprung in der Faszination über das Leben! Genforscher sind Gott meines Erachtens nach sogar sehr nah, denn die Suche nach dem Schlüssel des Lebens ist die Suche nach Gott. Seine Werke im Detail zu betrachten, um sie zu verstehen, das ist in meinen Augen Anbetung. 

Wenn man sich fragt, wie man sich von Gott und demnach sich selbst entfernt, dann doch wohl eher mit den Dingen, die Gottes Werke zerstören: Massentierhaltung, obwohl nur ein Bruchteil zum Verzehr gebraucht wird. Abgase aus Vehikeln oder Industrie, obwohl wir weitaus umweltbewusstere Lösungen hätten. Atomkraftwerke.....

Ich warte auf den Tag, an dem Genforscher in der Lage sind, in jeden Menschen Gene, die Krankheiten gespeichert haben, auszuschalten, und dafür vielleicht sogar diese Gene so zu manipulieren, dass der Mensch intelligenter, freundlicher, hilfsbereiter, achtsamer wird. 

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Das liegt in der Natur, in den Genen der Menschheit, sich weiterzuentwickeln und neue Dinge zu erforschen.

Wenn also Gott die Menschheit erschaffen hat, dann wusste er, das die Menschheit nie aufhören wird Neues zu erforschen und Neugierig zu sein.

Wenn er das nicht gewollt hätte, hätte er das nicht in die Gene der Menschheit gepackt.

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Dann hat Gott halt vergessen eine Sicherung einzubauen. Wenn er was dagegen hat kann er sich ja mal melden .

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Kommentar von BellAnna89
22.09.2016, 09:44

Lustig, stimmt 😂

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aber Gott hat doch unmöglich damit gemeint 

A) Woher willst Du wissen, was Gott angeblich "gemeint" haben will?

B) Laut Bibel hat der soviel "gemeint" - wenn das alles wahr geworden wäre oder noch werden sollte, dann Gnade uns "Gott" (welcher auch immer!).

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Schon lange. Seit dem ersten Tag, an dem wir der Natur nicht ihren freien Lauf lassen und z. B. den Klimawandel beeinflussen, haben wir uns entfremdet. 

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Kommentar von SlowPhil
22.09.2016, 10:21

Diese Einschätzung beruht m.E. auf der Fehlannahme, wir könnten das Klima überhaupt nicht-beeinflussen.

Das ist nicht einmal Bakterien möglich, und das ist auch gut so. Leben hat eine Welt, in der wir leben können, überhaupt erst geschaffen und dabei das Klima erheblich beeinflusst.

Nicht, ob wir das Klima der Erde beeinflussen, ist relevant, sondern wie wir das tun.

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Nein, aber von unserem ewigen Gott (Jes.45,22).

Deshalb lebt die "ganze" Menschheit "in dieser Welt" (Joh.8,23; Röm.12,2; 1.Kor.3,19).

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Gott hat uns auch das Interesse an der Forschung gegeben. Die Welt wird dadurch nicht hinterfragt, sondern ergründet.

Wissen befriedigt und gibt Selbstvertrauen. Die Entfremdung entsteht unter Menschen, wenn sie ihr Wissen nicht teilen. Göttlicher Wille kann das nicht sein.

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Ich will ja nichts sagen aber: Wieso gibt es den die Möglichkeit zu dieser Forschung?

Gut jetzt könnte man sagen ich kann jeden umbringen wie ich will den es ist ja Möglich dank Gottes Erschaffung davon das geht natürlich nicht.

Aber Genforschung hat doch auch sein gutes. Da fällt mir am meisten jetzt ein ein neues Herz oder Arm heranwachsen lassen.

Schlecht ist das Klonen das könnte eine Armee werden oder eben dich bedrohen. Die Illuminaten können dich umlegen wie so manche Promis schon und den Klonen ohne das es für die dumme Masse auffliegt siehe Kanye West nach seienr Offenbarung was auf dieser Welt los ist wurde er mit MK Ultra vollgepumpt oder geklont.

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1. steht im märchenbuch viel quark, den man nicht ernst nehmen sollte............:)

2. entfremden wir uns nicht, wir machen nur dass,w as die natur seit milliarden von jahren auch macht, wir entwickeln uns und unsere umwelt immer weiter..............

3. WARUM sollen wir keine forschungen betreiben, nichts hinterfragen?.....wäre doch total bescheuert, wenn wir einfach nur stumpfsinnig wie kleine dumme gremmlin alles hinnehmen und nicht denken?............. wenn wir so leben würden, wie du es hier in der frage beschrieben hast, würden wir nicht um diese frage diskutieren, wir würden mit sicherheit immer noch nackt und grunzend durch die gegend laufen und mit steinchen schmeissen, ein buschfeuer anschreien und dabei denken, es wäre ein böser geist der uns beissen will.............

wenn du mal krank bist, WAS nutzt du dann?........das märchenbuch, um die krankheistgeister zu verjagen oder die medizin, die dein arzt dir verschreibt?............ letzteres wurde nur entwickelt, weil es menschen gibt/gab, die ALLES hinterfragt haben und dann entsprechend geforscht/gehandelt haben...............

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Wenn Du schon mit der Bibel argumentierst:

"...Seid fruchtbar und mehrt euch und füllt die Erde und macht sie euch untertan..." (1. Mose 1.28 - in der Fassung Luther 1912)

Man kann sich etwas nur untertan machen, wenn man weiß, wie es funktioniert. Sonst hat man nämlich keinen Einfluß darauf. Grundlagenforschung ist also notwendig, um diesen Auftrag zu erfüllen.

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