Frage von Renguees, 115

Haben wir in Deutschland wirklich Fachkräftemangel?

Hallo Leute,

Ich lese immer wieder in den Medien das Deutschland ein sehr großen Fachkräftemangel hat. Stimmt das wirklich? Und was ich nicht verstehe, warum versucht man die 3-4 Millionen Arbeitslose die wir in Deutschland haben (Flüchtlinge sind hier noch nicht erfasst) in Arbeit zu bringen und diese Lücke zu füllen, anstatt auf unbegrenzte Zuwanderung zu setzen?

Versteht mich nicht falsch, ich bin für die Aufnahme von Flüchtlinge, aber ich werde nicht schlau draus wenn ich immer wieder höre das Flüchtlinge die besseren Arbeiter als Deutsche sind bzw. eine bessere Bildung haben und deswegen viele Unternehmen derzeit traurig sind das die Flüchtlingszahlen zurückgegangen sind.

Was mich noch traurig macht ist, das immer mehr studierte Deutsche mit gutem Abschnitt auswandern aus Deutschland weil sie nicht wie erhofft eine angemessene Bezahlung bekommen dafür das sie hochgebildet sind und die Unternehmen dann lieber Leute aus dem Ausland holen die die Arbeit für die Hälfte des Gehaltes machen würden.

Ich mein ich kann zum einen verstehen warum so viele Deutsche auswandern, nicht nur wegen der Gehaltsvorstellung, sondern sie fühlen sich regelrecht von der Profitgier der Unternehmer betrogen, weil Bewerbungen ohne Ende verschickt werden und dann meist eine Absage kommt. Und dann Wochen später liest man in den Medien das Flüchtlinge genau diese Positionen besetzen sollen in diesen großen und begehrten Unternehmen.

Mich stimmt das alles so traurig irgendwie bzw. ich mach mir um die Entwicklung Deutschlands Sorgen in der Zukunft das bald alles schwerer wird also sprich mit Arbeitsplätzen, Wohnungen, Schulbildung , niedrige Gehälter usw.

Also zur eigentlichen Frage: Haben wir wirklich einen Fachkräftemangel in Deutschland??

Antwort
von MarkusJaja, 66

wie du an deiner eigenen Erfahrung erkennen kannst ist der sog. "Fachkräftemangel" eine Propaganda-Erfindung der Industrie-Lobby und Mainstream-Medien. Bei einem Mangel müssten beispielsweise die Löhne in vielen Bereichen ansteigen, was nicht der Fall ist.
Natürlich ist es andererseits auch ein wenig eine Definitionsfrage: Wenn nur 10 Bewerber auf eine Stelle statt 200 von verwöhnten Firmen als Mangel wahrgenommen wird, ist das so und zeigt wie verlottert dieses System ist.

Zugleich gibt es Berufe wie etwa im Pflegebereich, die so unattraktiv sind (Arbeitsbedingungen, Bezahlung), dass weniger Menschen bereit sind sich dort ausbeuten zu lassen.

Kommentar von Ahzmandius ,

Unsinn, es gibt keinen flächendeckenden Fachkräftemangel, aber Branchen spezifischen.

Kommentar von Modem1 ,

Ja und wen soll das trösten?

Kommentar von MarkusJaja ,

wenn, dann sind die Ursachen hausgemacht: Sehr unattraktive Angebote und/oder immer weniger Betriebe die bereit sind, auszubilden bzw. möglichem neuen Personal entsprechende Angebote zu machen die einen Umzug erleichtern.
Noch vor 30 Jahren war es üblich, dass Unternehmen um Personal bettelten und sich in entsprechenden Angeboten überschlugen. Heute erwartet man eher flexible 25Jährige mit langjähriger Berufserfahrung und langem Studium mit Auslandssemestern ohne Familienplanung und ohne eigene Ansprüche.

Antwort
von Ahzmandius, 75

Was mich noch traurig macht ist, das immer mehr studierte Deutsche mit gutem Abschnitt auswandern aus Deutschland weil sie nicht wie erhofft eine angemessene Bezahlung bekommen dafür das sie hochgebildet sind und die Unternehmen dann lieber Leute aus dem Ausland holen die die Arbeit für die Hälfte des Gehaltes machen würden.

Das stimmt so nicht:

Keine Arbeitnehmer mit einem Hochschulabschluss, wird durch einen ausländischen Arbeitnehmer ersetzt, der dann nur die hälfte kostet.

Das ist, wenn überhaupt, im Niedriglohnsektor der Fall.

Ich mein ich kann zum einen verstehen warum so viele Deutsche auswandern, nicht nur wegen der Gehaltsvorstellung,

Ich kann nur über die MINT (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) Absolventen sprechen, aber diese, wenn sie D. verlassen, dann in der Regel nicht wegen zu geringer Bezahlung.

sondern sie fühlen sich regelrecht von der Profitgier der Unternehmer betrogen

Weiterhin, wenn es in D. so ist, wie kommst du drauf, dass woanders nicht so ist???

weil Bewerbungen ohne Ende verschickt werden und dann meist eine Absage kommt.

Das kann man so pauschal nicht sagen. Es kommt darauf an in welcher Qualität der Abschlusses und in welchem Fach der Abschluss erreicht wurde.

Es gibt in D. keinen flächendenkenden Fachkräftemangel, aber Branchenspezifischen (z.B. It, Ingenieur, aber auch in sozialen Bereichen)

Antwort
von voayager, 58

Wir haben im Großen und Ganzen keinen Fachkräftemangel, der ist nur herbeigeredet, um so ein Lohndumping von Arbeitgeberseite einzuleiten, der durch billigere ausländische Arbeitskräfte angestrebt wird.

Antwort
von Modem1, 54

Na klar haben wir Fachkräftemangel.... Die Alten werden abserviert um Hartz IV zu beziehen weil sie nicht mehr so fit und aktiv sind. .Deshalb sind den Firmen   junge , dynamische Menschen herzlichst willkommen egal woher . Und bei den Fachkräften die zu uns kommen zählt noch ihre Bescheidenheit in der Lohnbildung.

Kommentar von barfussjim ,

Bilde mal einen 60-jährigen arbeitslosen Anstreicher zum Informatiker oder Chirurgen aus. Viel Erfolg dabei!

Kommentar von PatrickLassan ,

Frau Petry würde das schaffen (glaubt sie wahrscheinlich) :-)

Kommentar von Modem1 ,

Fachkräfte sind auch Nichtakademiker! Zum Beispiel erfahrene Industrieschlossermeister.Und weil ich solch ein Beispiel kenne und nicht etwa aus polemischen Gründen daherplaudere ist das so.Die sitzen jetzt bis zur ihrer Rente den Steuerzahlern auf der Tasche. Im übrigen ging es mir selber so da ich sogar 2 Facharbeiter Zeugnisse besitze. Das Argument ist nicht neu,wurde aber wegen der hohen Zahl der Flüchtlinge neu begründet.Abwarten liebe Besserwisser ihr kommt wenn ihr gesund bleibt ebenfalls irgendwann zu der Erkenntnis. (barffussjim)

Antwort
von DanielNord02, 43

Nein kein Fachkräftemangel.

Antwort
von barfussjim, 47

Viele "einheimische" Arbeitslose sind alt, krank, alkoholabhängig, manchmal sogar psychisch gestört und haben oft keine oder nur eine ungeeignete berufliche Qualifikation. Ausnahmen gibt es natürlich.

Aus einem 55-jährigen arbeitslosen Lagerarbeiter, Gärtner oder Maler wird aber nicht so ohne weiteres eine Krankenschwester, ein Diplom-Ingenieur, Informatiker oder Facharzt. Da hilft kein Wundermittel. Leute mit dieser Qualifikation holt man sich am besten aus dem Ausland oder man holt von dort junge Menschen und investiert gezielt in ihre Ausbildung.

Kommentar von Modem1 ,

Na so kaputt sind die nicht! Einheimischen ,(,,krank etc),Nur wenn man so in der Wirtschaft vorgeht wie im Profifußball dann ist das eben so. 

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