PatBo am 16.06.2007 um 22:55 Uhr
Ich glaube schon, das wir eine " Linke " Partei brauchen, weil die bisherige " Halblinke " in die Mitte gerutscht ist, bzw. gezogen wurde, und nun auf der linken Seite wieder Platz ist. Es fragt sich nur, wie weit links. Demokratisch muss diese Partei sein, und sachlich, bestimmt und ohne zu polemisieren und polarisieren, eben für die Interessen des " kleinen " Mannes " eintreten. Vielleicht hätte man Sie nicht " Linke " nennen sollen, denn dieser Begriff hat einen " radikalen " Anstrich. Jetzt warten wir mal auf ein Parteiprogramm, und dann schau mer mal. Es wird nichts so heiss gegessen wie es gekocht wird.

nein, ich denke nicht aber Oskar braucht eine Plattform, dafür scheint im jedes Mittel Recht
PatBo am 16. Juni 2007 23:06 Hinter nicht fehlt ein Komma und bei "ihm" das "h".
schurke am 16. Juni 2007 23:22 Sorry, kannst Du mir noch einmal verzeihen, ist schon sooo spät.
Solf am 16. Juni 2007 23:54 Was erlauben PatBo ?
Jetzt faengst Du auch schon so an ! Dafuer wurde ich gestern und heute heftigst gescholten. Deutsch ist alles was man hinkleckert. Meinen die und der. LG von Lesbos, und, weiter so.
gri1su am 17. Juni 2007 13:59 aber hallooooooo, machst Du keine Tippfehler???

Ich glaube nicht, daß wir die gebraucht haben! Seuchen haben wir auch nicht gebraucht, aber trotzdem bekommen!
PatBo am 16. Juni 2007 23:07 Schlimmer als CSU kann das doch aber auch nicht sein, oder?
HelmutRn am 16. Juni 2007 23:57 die sind doch (eher) auf der anderen Seite!
Eben. Und manchmal schwankend, wenn's Stoibers letzten Zuckungen hilft.
Edgar Niklaus am 17. Juni 2007 23:44 QPatBo Ohne dich beleidigenzu wollen, glaube ich aber, dass du das nmicht beurteilen kannst.
PatBo am 18. Juni 2007 10:47 @ Edgar N: Kannst Du denn das Leben in der DDR beurteilen?
sozialismus ist der erste schritt auf dem weg zum totalitarismus. so gesehen braucht die keiner. eigentlich braucht freiheit gar keine politik.
PatBo am 16. Juni 2007 23:07 Den Zusammenhang kann ich leider nicht erkennen.
mit dem erreichen des zwischenziels "sozialismus" wird sicher die demontage des rechts nicht aufhören.
PatBo am 18. Juni 2007 10:50 @ nachbrenner: Welches Recht wird denn demontiert? Das auf Arbeitslosigkeit, das Recht, das Frauen über ihr Leben selbst bestimmen können (Schwangerschaftsabbruch), das Recht Alles bekömmen zu können und es sich nur nicht leisten zu können?
wenn du schon so lustig fragst: wir würden das recht bekommen alles zu bekommen obwohl wir es uns nicht leisten können - denn: bezahlen werden es die anderen. das ist die vorstellung vom kommunistischen paradies.
Für alle (wenn dies mit "wir" gemeint ist) festzustellen, sie benötigten eine Partei, ist eine gewagte und schwierige Aussage. Dabei könnte höchstens auf einen Wunsch, in einer demokratischen Willensbildung alle Richtungen berücksichtigt und als Angebote in einen klärenden Wettbewerb eintreten zu sehen, Bezug genommen werden.
Ein Bedürfnis nach einer neuen Partei kann bei Menschen auftreten, wenn sie wenigstens grundsätzlich berechtigte Interessen und politische Ansichten, die in einem gewissen Ausmaß durch vernünftige Argumentation und Werte gestützt werden können, bei den bisherigen Parteien nicht ausreichend vertreten sehen. Gründe dafür können eine auf Sektierertum beruhende Unfähigkeit, Kräfte mit Erfolgsaussichten zu bündeln, oder ein Kurswechsel bisher unterstützter Parteien oder völlig neue Interessen und Ansichten sein.
Die Politik von SPD und Grünen, die von ihren sozialstaatlichen Traditionen teilweise abrückten, hat offensichtlich im politischen Spektrum einer "neuen Linkspartei" Raum verschafft.

So unnötig wie ein Kropf.
PatBo am 16. Juni 2007 23:11 Warum?
Edgar Niklaus am 16. Juni 2007 23:38 Weil Umverteilung der falsche Weg ist. Wir können das Geld nicht zweimal ausgeben. Alles nur Populismus, Wählerjagd und Schwindel. Mit dem Umfaller und Heuchler der Nation.
Einverstanden. Dann aber gleich den lden dicht machen. Alle schwindeln, um nicht zu sagen dass sie luegen, betruegen, und... und, welchen neuen Laden schlaegst Du vor ?
Edgar Niklaus am 17. Juni 2007 08:36 Die Generationen-Partei: http://www.die-grauen.de/wahlprogramm/wahlprogramm.html

ich weiß, es ist keine antwort auf die frage, aber braucht deutschland die " rechten " ?
dann lieber diese linkspartei!
du meinst, liebe pest statt cholera? wir brauchen weder die einen noch die anderen.
Xy ‹^^› ///(•¿•)\\\ ‹^^› am 16. Juni 2007 23:52 nachbrenner: ich meine weder das eine noch das andere.wunderte mich nur, dass nur nach dem einen gefragt wurde.und ehrlich gesagt, den rechten würde ich die linken allemal vorziehen.
Aber sicher.
Xy ‹^^› ///(•¿•)\\\ ‹^^› am 17. Juni 2007 12:37 @bruno: was meinst du mit " aber sicher " , dass wir die rechten brauchen?
ETEAM am 16. Juni 2007 23:20 genau..

Die "Linke" ist doch nur eine Plattform für alte SED´ler und für ausrangierte SPD-Politiker. Sie wird meiner Meinung nach sehr schnell wieder von der Bühne verschwinden.
PatBo am 16. Juni 2007 23:21 Sind nicht viele der gerade jungen Mitglieder zu spät geboren für die "alte SED" und (da aus dem Osten) auch keine ausrangierten SPD-ler?
Edgar Niklaus am 17. Juni 2007 23:50 Das könnte das Problem sein. Denn sie wissen nichts mehr von dem real existierenden Sozialismus. Der den Menschen nur Hunger (China, Kuba) und schlechte Wirtschaft (DDR) brachte und die Freiheit der Menschen mit Füßen trat. Das ist in diesen Ländern übrigens heute noch so.
Ich glaube nicht, das diese so schnell wieder verschwinden. Die werden Ihre Klientel bei den SPD-lern mit Linksdrall, und bei den enttäuschten Nichtwählern suchen und finden. Ich bin kein " Linker " um das vorwegzunehmen, aber ich habe den Eindruck, das diese Partei die Parteienlandschaft etwas aufmischen wird.
Wer hat denn noch die SED im Hinterkopf ? Was Deutschland braucht, n.m.M., ist eine Verfassungsrevision, denn Bundestag und Bundesrat sind unvereinbar fuer wichtige, mutighe Reformen, die das Land dringend benoetigt.

innerhalb von zwei stunden mitten in der nacht so viele diskussionsbeiträge zu so einem politischen thema - das ist schon mal bemerkenswert hier. so weit das positive. aber was ein wenig stört, ist das teils durchschimmernde stammtischniveau. und auch die formulierung der fragestellung; "Haben wir in der Bundesrepublik eine "neue Linkspartei" gebraucht?" klingt schon gleich so, als stünde der fragesteller selbstverständlich über den handelnden, ein stockwerk höher, eine erhabene instanz. so etwas hatten wir mal als institution in der deutschen geschichte, nannte sich kaiser. der stand über allem, und gott hatte ihm seine autorität gegeben. könnten wir nicht auf den teppich kommen und darüber diskutieren, was schief läuft in der republik, was nötig wäre zur gerechten verteilung des erarbeiteten reichtums, zur chancengleichheit aller kinder im bildungswesen, zur gleichbehandlung aller bei rechten und pflichten! seit 1789 wissen wir, was fehlt: freiheit, gleichheit, brüderlichkeit. das sind große themen, zugegeben, aber das ist, was anliegt
dann lass uns diskutieren: 1. gerechte verteilung des erarbeiteten reichtums: würde bedeuten, dass man das geld ermal einem anderen rauben müsste. steuern sind abgaben unter androhung von gewalt -> also raub. 2. chancengleichheit aller kinder im bildungswesen: wir brauchen chancenfreiheit, keine gleichheit. oder willst du die intelligenten auf das niveau der weniger intelligenten bringen? 3. gleichbehandlung aller bei rechten und pflichten: endlich mal vernünftige forderung. so etwas fehlt bei uns. 4. freiheit, gleichheit, brüderlichkeit: dafür standen die linken noch nie. freiheit ist die individuelle freiheit und die freiheit über das eigene vermögen zu entscheiden - ohne zwangsabgaben. gleichheit ist die gleichheit vor dem gesetz - und nur vor dem gesetz. minderheitenschutz zum beispiel widerspricht der gleichheit. brüderlichkeit hat nichts mit dem sozialsystem zu tun - brüderlichkeit kann es NUR aus freiem willen geben.
so gesehen brauchen wir sicher keine sozialisten, sondern FREIHEIT - und freiheit braucht keine politik.
Patron am 21. Juni 2007 17:49 hallo, zu 1, ein grundeinkommen für absolut jeden würde das problem schon ziemlich gut lösen. zu 2, gerade in letzten tagen viel statistiken über die fehlende chancengleichheit. deine behauptung, ich wolle nivellierung der begabten und der anderen, ist quatsch, ich will das gegenteil, aber da fängt das angedeutete schwierigere thema an: wohin gehört freiheit? als ordnungsprinzip gehört sie allein in den bereich des geistigen, des nicht materiellen, kultur, bildung, kunst, religion, schule, individuelle fähigkeiten usw. stattdessen wurde die freiheit bei uns das, was du andeutest: freiheit der nutzung wirtschaftlicher macht. aber in den bereich der wirtschaft gehört ein ganz anderes prinzip, die brüderlichkeit, (neudeutsch: sozialismus), bloß da, wo die leute das auf alle drei bereiche ausdehnen wollten, da ging es zu lasten der freiheit und der gleichheit. eigentlich müßte ich jetzt ein dreiwöchiges seminar halten, mag ich zur zeit aber nicht... man kann aber ganz sicher sein, dass freiheit gleichheit brüderlichkeit immer die erkennungszeichen echter revolutionen sein werden. nimm die 68er: freiheit im geistigen - kinderladenbewegung = unabhängigkeit im pädagogischen vom staat und von bevormundung; gleichheit im rechtlichen: nimm die sofort entstandene bürgerinitiativbewegung = bürger wollten gebührend mitbestimmen bei jeder planung, von der sie alle gleichermaßen betroffen waren; brüderlichkeit: nimm die wohngemeinschaftsbewegung - organisation wirtschaftlicher bedürfnisse in arbeits- und kosten-teilung und geleitet von dem ziel der bedürfnisbefriedigung aller beteiligten. soweit einige stichworte, schluss für heute.
.. eine sehr gute Frage. Antwort: nein. Für micht stellt sich zudem die Frage; brauchen wir überhaupt noch eine Partei? Igendwie sind die sich doch vor allem in dem Punkt einig: Wie kan ich mich als Politiker selbst persönliche Vorteile schaffen und das kleine fiese Volk noch bissl mehr ausquetschen. Ist doch schon eigenartig: Jeder und überall wirst mit Wirtschaftsboom konfrontiert, am eigenen Geldbeutel herrscht imer mehr die Schwindsucht. Die Linkspartei ist ein Haufen zusammengewürfelter Ideologen und Pragmatiker, Wenn ich so Leute seh wie Gysi oder Lafontaine: Die hatten beide mal als Politiker große Macht, Gysi war ja mal gaaanz kurz Senator in Berlin, Lafontains Bundesminister, und beide hammse gekniffen und sich aus der Verantwortung gestohlen. Anders gesagt: Angefangen und als die merkten es macht echt Arbeit und bringt Konflikte, da habens hingeschmissen. Das sind keine Leute denen man vertrauen kann. In den Reden sinds immer recht aktiv, danach kommt nix: Die sind nur aufgeblasene Nullnummern, obwohl Lafontaine bei etwas mehr Durchhaltevermögen durchaus ein ausgezeichneter Politikus wäre. Ich als Wessi sag schon seit der Wiedervereinigung: Der Westen hat nicht den osten bekommen, es ist genau umgekehrt. Und vor der gelben Gefahr (China) warne ich schon 20 jahre, damals wurde gelacht - und heute?
Edgar Niklaus am 17. Juni 2007 23:51 Gute Antwort DH
...objektiv gute Regierung; Objektiv guter Parlamentarismus; Objektiv gute Administration und ein objektiv gutes Wähler-Volk... brauchen normal nicht alles ! O h n e objektiv und gut... brauchen sie wahrscheinlich alles ! Auch wenn dies aufwändiger, hemmender, zeitraubender, nachteiliger und teuerer ist ! Meistens bis es k l i c k gemacht hat ! Es ist wie bei der Technik. Der Weg der Technik verläuft immer vom Primitiven über das Komplizierte zum Einfachen ! Das Komplizierte dürfte am teuersten sein.
Eigentlich geht es ja nicht darum, ob "wir" eine neue Linkspartei brauchen. Die Frage müsste lauten, ob nicht eine Reihe von Bürgern sich von den im Bundestag vertretenen Parteien - mal von der PDS abgesehen - vertreten fühlen. Wenn viele gar nicht zur Wahl gehen, ist das ja wohl der Fall. Der eigentliche Test, ob eine neue Partei gebraucht wird, findet also bei den nächsten Wahlen statt. (Für die PDS gilt das weniger, sie wird offenbar von vielen in den neuen Ländern als nötig angesehen. Und vielleicht hilft sie sogar, diese Schichten mit dem demokratischen Parteiensystem zu versöhnen.)

Wenn soviele Menschen dort Mitglied werden und den Verein wählen, dann haben "wir" sie offensichtlich gebraucht, obwohl ich persönlich gut darauf hätte verzichten können, dass wir jetzt auch "links" einen solchen Populistenverein haben, wie "rechts" schon länger.

Danke für die interessanten Antworten. Nicht mit allen gehe ich mit, kann sie aber durchaus akzeptieren. Was ich allerdings nicht verstehe ist, wenn sich Menschen, die nie in der DDR gelebt haben, über die Verhältnisse dort äußern so wie es ihnen von den Medien vorgegeben wird. Hat es nicht auch in der Bundesrepublik Berufsverbote gegeben? Wenn die davon betroffenen solch eine Plattform in der Öffentlichkeit hätten wie es die "Wiederstandskämpfer der DDR" haben, würde sich das Bild der BRD doch auch anders darstellen? Und das muß ich auch noch los werden: die meißten "meiner Ossis" haben sich damals wohlgefühlt und das heute verdrängt, weils einfach nicht ins heutige Schema passt und modern ist zu jammern.
Den Naturgesetzen folgend, kriegen wir hier in der Bundesrepublik Deutschland wie alle Menschen auf der Welt genau das, was sie "verdienen". Und wir haben uns eben eine Partei dazu "verdient". Nicht der schlechteste Weg, um Pluralismus und Meinungsfreiheit zu demonstrieren. Andersrum wär's wohl nicht so gut: eine Partei nach der anderen wird "abgeschafft" und zum Schluß sind wir alle "Parteimitglieder" - hm, kommt mir irgendwie bekannt vor...
Ciao, harty
Wir brauchen weder linke noch rechte Parteien. Wir brauchen Menschen, die die Fakten sachlich analysieren und die sachlich richtigen Entscheidungen treffen. Die Zeiten linker oder rechter "Wünsch-Dir-was-Politik" sind vorbei - und damit hat sich die ganze Links-Rechts-Thematik überholt. Insofern ist die Frage nach der Notwendigkeit einer linken Partei - mit Verlaub - irrelevant.
Schön zu erfahren, das es auch noch Menschen gibt, die über den Tellerrand hinaus sehen.
Was soll der tendenziöse Kommentar.