Man sagt ja oft, dass man an Waldorfschulen nichts richtiges lernt Nun frage ich mich, ob die Abschlussprüfungen trotzzdem die gleichen sind, wie an "normalen" Schulen auch Und kann man sagen, dass man an Waldorfschulen genausoviel / das gleiche lernt, wie an anderen Schulen?

Natürlich sind die Abschlüsse gleich. Man lernt da auch genau so viel wie woanders. Lediglich die Lehrmetoden unterscheiden sich ein wenig.
Das man da den ganzen Tag nur seinen Namen tanzt sind nur Vorurteile.
hey ich gehe auch auf eine waldorf schulu und ich habe schon von mehreren gehört das men da viel schneller eine lehsstelle bekommt!

Zur Standardsicherung gibt es (jeweils auf Landesebene) wohl aktuell zentrale Regelungen.
Schau mal hier nach: http://www.standardsicherung.nrw.de/zp10/
Da scheint also durchaus eine Bewegung drin zu sein, momentan... wie überall, im Bildungssektor.

Hmmm ich denke immer noch, dass die Schulen anders sind, ganz anders. Das habe ich bemerkt, als ich mich mit den Kindern einer Bekannten unterhielt und sie mir über ihren schulischen Alltag berichteten. Man sieht Waldorf immer noch mit anderen Augen an und ich kann es verstehen. Dinge, die Kids sich dort erlauben, wären woanders einfach nicht drin. Als mir der Knirps erzählte, dass er, wenn er absolut keinen Drang zum Lernen verspüre, nach draußen ginge, um mit sich selbst ins Reine zu kommen (er war 6), dachte ich schon...aha, na dann.... Als er vor ein paar Jahren seinen Abschluss mit Ach und Krach schaffte, sagte er: Ich glaube, ich habe zu oft draußen gesessen und mich zu wenig konzentriert! Ich denke.......es liegt an den Individuen und an den Eltern der Schüler, wie das Ganze ausgeht!
mia68 am 8. März 2009 13:40 ...auch die Waldorfschule ist kein "rechtsfreier Raum"; insofern obliegt es mitnichten allein "den Individuen" (?) oder den Eltern, "wie das Ganze" (falls du damit die Prüfungen meinst) ausgeht... Es gibt zwar methodische und didaktische Prinzipien - aber die stehen wieder auf einem ganz anderen Blatt (wenn man sie auch gerne hinterfragen darf - das sehe ich ähnlich...). Besten Gruß! ;-)

Waldorfschulen sind an staatliche Lehrplaene gebunden. Die Abschlusspruefungen sind mit denen anderer Schulen vergleichbar.

Waldorfschulen dürfen besondere Wege gehen, müssen aber zum selben Ziel kommen Kultusministerium weist Einwände gegen zentrale Abschlussprüfungen an Schulen zurück Wiesbaden, 22.09.2004
"Die Waldorfschulen dürfen weiterhin ihre besonderen Wege gehen. Sie müssen nur gewährleisten, dass sie zum selben Ziel kommen wie alle anderen Schulen auch." Mit diesen Worten hat der Sprecher des Kultusministeriums, Ralf Hörnig, die Einwände der Waldorfschulen gegen zentrale Prüfungen an allen Haupt- und Realschulen sowie Gymnasien zurückgewiesen. Mit vergleichbaren Anforderungen und Bedingungen auf Landesebene würde eine größtmögliche Objektivität in der Bewertung von Schülerleistungen erreicht. "Um dies auch an Waldorfschulen gewährleisten zu können, müssen sich diese Schulen unseren Vorgaben stellen. Alles andere wäre ungerecht - gerade gegenüber den Waldorfschülern", sagte Hörnig.
"Das Landesabitur und die Abschlussprüfungen in unseren Haupt- und Realschulen stellen sicher, dass die Fähigkeiten und Qualifikationen unserer Schulabgänger weitestgehend gleich beurteilt werden", so der Sprecher. Die Diskussion über Bildungsstandards und länderübergreifende Vergleichsarbeiten zeige, dass das Qualitätsniveau und die Validität der Abschlüsse verbessert werden müssten. "Wir gehen diesen Schritt und eröffnen unseren Schülerinnen und Schülern damit bessere Ausbildungs- und Lebenschancen." Wie bedeutend standardisierte Prüfungen sind, habe die PISA-Studie gezeigt. "Wenn wir überprüfen wollen, ob Bildungsstandards eingehalten werden, brauchen wir Vergleichsarbeiten und Abschlussprüfungen", verdeutlichte Hörnig. Landesprüfungen zeigten, dass der Schüler das Ziel des Bildungsgangs erreicht hat.
Beim Landesabitur, das erstmals am Ende des Schuljahres 2006/07 geschrieben wird, werden in allen Fächern, in denen schriftliche Prüfungen im Leistungskursbereich und im dritten Prüfungsfach anstehen, die Aufgabenstellungen landesweit vereinheitlicht. Es stehen drei bis fünf gleichwertige vollständige Aufgabenformate zur Auswahl. Um andererseits auch der Vielfalt von Inhalten, Lern- und Leistungsformen in der gymnasialen Oberstufe Rechnung zu tragen, werden die weiteren Prüfungsteile schulbezogen organisiert. "Die Aufgaben für die mündliche Prüfung und Präsentation obliegen der Schule", verdeutlichte Hörnig, dass auch den Waldorfschulen ausreichend Spielraum bleibt, um ihre besonderen Wege dokumentieren zu können.
Schließlich werde die Abiturprüfung nicht anders gewichtet als bislang: Die Berechnung der Qualifikation, die das Gesamtergebnis aus den im Leistungskurs-, Grundkurs- und Abiturbereich erreichten Punkten darstellt, wird mit der Einführung des Landesabiturs nicht verändert.
mia68 am 8. März 2009 13:37 ...Quelle!?
Liebe/r schildi,
bitte achte in Zukunft darauf die Quelle anzugeben, wenn Du zitierst.
Die Beachtung der Urheberrechte ist uns wichtig. Vielleicht kannst Du diesbezüglich noch einmal in unsere Richtlinien unter http://www.gutefrage.net/policy schauen.
Vielen Dank für Dein Verständnis.
Herzliche Grüße Marc vom gutefrage.net-Support

soweit ich weiss,wird der Abschluss wie jeder andere Schulabschluss gewertet. Aber wer will jedesmal bei einer Begrüßung seinen Namen tanzen.....