Frage von robi187, 64

Haben uralte Handwerkberufe heute wieder eine Zukunft?

z.b. kupferschied, rüstungsschied? steinmstz? usw

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von rotesand, Community-Experte für Kleidung, Auto, Mode, Schule, 21

Steinmetze gibt es ja sogar noch -------> vor allem im Bereich von Grabsteinen oder anderer Natursteinbearbeitung. Wird sogar noch ausgebildet von entsprechenden Fachbetrieben :)

Ansonsten sind das alte Berufe, die von Maschinen ersetzt wurden bzw. daran "starben", dass ihre Erzeugnisse nicht mehr gefragt/nicht mehr gebraucht worden sind. In der Regel sind das Berufe, die nur noch bei Vorführungen auf "Mittelalterausstellungen" ankommen und ansonsten keine gesellschaftliche Rolle spielen. EInmal ausgestorben, haben sie auch keine Zukunft mehr vor sich.

Selbst Berufe wie Drucker oder Schriftsetzer sterben sukzessive aus, weil ihre Arbeit Maschinen übernommen haben. Ich habe mich vor 10 Jahren dafür interessiert, nach der Realschule Schriftsetzer zu lernen --------> gab es nicht mehr bzw. die Druckerei sagte damals, sie könnten mich zwar ausbilden, es würde aber keinen Sinn machen, da der Beruf ausstirbt & sie selbst nur noch zwei ältere Herren als Schriftsetzer beschäftigen, die beim Renteneintritt keine Nachfolger mehr erhalten.

Kommentar von robi187 ,

ja schon klar; aber es geht so viel wissen verlohren auch beim druck?

die heutige art ist zu wissenscahft gesteuert? vieles wissen der hochschulen kam einst aus dem handwerk? jetzt können sie immer weniger darauf zurück greifen und müssen mühevoll praktische archologie betreiben (was nicht schlecht ist)

mir sagte mal ein metall meister: mein bestes messwerkzeug ist mein vorschalg hammer und schlug 2 x auf einen verzogen spähne wagen der dann wieder mit 4 räder auf dem boden stand.

heute werden die sehr verzogen späne wagen entsorgt?

Kommentar von rotesand ,

"Wissen" spielt in einer oft m.E. unnötig rationalisierten Welt oft leider keine große Rolle mehr.. sehr schade! Es ist aber so wie du es schreibst.

Kommentar von robi187 ,

auch die tauschschlossen wiessen heute nicht mehr wie man was wieder in odung bringen kann? nur die fehler einkreisen und dann ganze blöcke austauschen kann jedes kind?

aber selbst das gibt es jetzt schon grosse probleme? was sind das für schlosser? einst flog man duch die prüfung mit so einem wissen?

aber was solls, wie kann man alte berufe erhalten oder neu belaben?

Antwort
von newcomer, 19

Steinmetz gibt es immer noch und wird es immer geben denn viele historische Bauten würden ohne die viel schlimmer ausschauen.
Kupferschmied um Schmuck herzustellen oder Dächer mit Kupfer auszustatten sind auch gefragt.
Rüstungsschmied gibt es nicht mehr aber viele Berufe die Rüstungssachen wie Panzer Kampfflugzeuge Waffen usw herstellen

Kommentar von robi187 ,

es gibt handweksberuf die es heute nicht mehr in der alten form gibt? die frage geht in diese richtung? dass es kuperdachbauer noch gibt mag ja sein? und doch war das mal ein beruf der sich vom blecharbeiten sehr unterdieden hat?

oder meinst das heute noch viele gibt die einen kupfertopf herstellen kann? in verschiedene formen? das gleiche für viele arten von schmiede?

rüstungsschmied hat mit einer rüstung im mittelarter zu tun?

also alte berufe neu erfinden oder neu auflebenlassen?

Kommentar von newcomer ,

nun gehen wir mal davon aus dass irgendwann das Öl zuneige geht. Dann wird wieder auf alte Technologien wie

https://de.wikipedia.org/wiki/Holzvergaserkessel

als Antrieb für KFZ und LKW gesetzt.
Für die Druckkessel und Amaturen ist da Kupfer ideal.
So ist es auch mit vielen anderen Berufen.

Antwort
von Schokolinda, 16

falls man wieder mehr von ihren produkten brauchen würde, dann hätten sie eine zukunft.

aber es sieht nicht so aus, als würde die nachfrage nach rüstungen boomen.

zumal die leute ja eher nachgemachtes und damit billigeres bevorzugen - wer kann sich für sein rollenspiel schon eine echte rüstung leisten, in die entsprechend viele arbeitsstunden gegangen sind?

Kommentar von robi187 ,

mir geht es mehr um die verlorene handwerkskunst? teile taucher stebern ja uch aus? und wie steht es mit schlosser die noch was können?

sicher wird alles in masse viel billiger sein? und mit maschinen? dafür gibt es immer weniger gute produkte? oder produkte ohne sollbruchstellen?

und doch gibt es das kreative nur im können der handwerkskunst?

vielfalt der berufe = vielfalt der produkte?

Kommentar von Schokolinda ,

ich verstehe nicht, um was es dir mit deiner anhäufung von fragezeichen geht.

wenn sich für eine handwerkskunst keiner mehr interessiert, dann ist sie weg vom fenster.

Antwort
von Norina1603, 6

Hallo robi187,

es gibt handweksberuf die es heute nicht mehr in der alten form gibt?

es müsste wohl eher heißen, es gab.........

Wobei das auch nicht so ganz stimmt, z.B. der Steinmetz, der nicht nur Grabsteine erstellt, sondern auch noch nach alten Vorlagen Gesimse und Formteile für Kirchen macht! Zwar nicht mehr nur mit Hammer und Meißel, sondern mit kleinen Presslufthämmer!

Den Rüstungsschmied wird es wohl so nicht mehr geben, da keine Rüstungen mehr gebraucht werden, wobei es aber immer noch Waffenschmiede gibt, die Schwerter anfertigen und sicher auch noch Rüstungen für z.B. Ritterspiele!

Jedoch die handwerklichen Fähigkeiten dürften nicht verloren sein, denn viele der Techniken werden bestimmt vom Huf.- oder Kunstschmied angewandt!

Einzig der Kupferschmied, der Töpfe und Schalen treibt, dürfte nur noch in Schaubetrieben anzutreffen sein, wogegen diese im Orient sicher noch ihr Handwerk betreiben!

MfG

Norina

Kommentar von robi187 ,

man darf hier kein z.b. machen, denn dann wird dies zerlegt?

wie auch immer es geht wissen verlohren das alte handwerk sehr gut kannte und jetzt nur duch halbwissen erforscht werden muss?

auch könnte so macher sein brot damit verdienen? wenn es nur wenige in D das machen würden?

es macht hier keinen sinn sowas zu fragen?

Kommentar von Norina1603 ,

Ich werde aus Deinem Kommentar nicht schlau, besonders aus den vielen Fragezeichen!

man darf hier kein z.b. machen, denn dann wird dies zerlegt?

Was wird zerlegt? Der Beruf, das Wissen?

wie auch immer es geht wissen verlohren das alte handwerk sehr gut kannte und jetzt nur duch halbwissen erforscht werden muss?

Nicht wirklich, denn die Steinmetze, die den Kölner Dom seit vielen
Jahren Instand halten, haben sicher noch das Wissen der "Alten"!

Auch die Schmiede, haben sicher auch noch das Wissen, wie sie einen Stahl Härten können und sogar die Temperatur an der Farbe des Metalls erkennen! Oder meist Du mit altem Wissen, dass sie das Schmiedefeuer wieder mit einem Blasebag entfachen sollten?

auch könnte so macher sein brot damit verdienen? wenn es nur wenige in D das machen würden?

Da hast Du Recht und einige verdienen ihr Geld auch damit, siehe Steinmetz und Schmied! Doch wenn keine Rüstung und auch keine Kupferkessel usw. benötigt werden, wird er mit samt seinem Wissen nichts verdienen!

es macht hier keinen sinn sowas zu fragen?

Vielleicht war einfach die Fragestellung zu pauschal, denn wenn es keine Nachfrage gibt, nützt keinem Handwerker, egal welcher Sparte das Wissen und sein es noch so alt!

Kommentar von teafferman ,

Sowohl für Rüstungsbauer als auch für Kesselmacher gibt es einen guten Markt. 

Es fehlt schlicht in der Regel an Nachwuchs. Was nicht verwundert. Wir brauchen uns nur mal hier bezüglich Berufswahl umzusehen. Mir stehen da regelmäßig die Haare zu Berge. 

Kommentar von Norina1603 ,

Ich glaube nicht, dass es dafür wirklich einen Markt gibt, denn mit Rüstungsbauer dürfte ein Schmied gemeint sein, der (Ritter)Rüstungen anfertigt und die werden heute wohl nur noch "Hobby mäßig" gebraucht!

Ebenso der Kesselmacher, denn die heutigen Töpfe und Kessel für die Küche, kommen alle aus der Fabrik!

Das der Nachwuchs fehlt, dürfte aber alle, oder wenigstens sehr viele Handwerksberufe betreffen!

Antwort
von teafferman, 4

Bei manchen Historikern sogar sehr. 

Wenn Du mal auf youtube nach 

arte doku geschichte

bbc doku geschichte

schaust, dann wirst Du feststellen, dass manches alte Handwerk da unbedingt nötig ist, um Geschichte verstehen zu können. 

Nicht bei Burda und Springer. Aber auf reit.tv habe ich manches Video gesehen, in dem klar erklärt wird:

Wer es sich leisten kann und seinem Pferd bestmögliche Pflege angedeihen lassen will, der nutzt den Dienst eines Sattelmachers. 

In anderen Bereichen ist es ähnlich. Dank Internet spricht sich ja quasi rum, wo welches alte Handwerk lebt. 

Grundsätzlich hast Du recht. 

Kommentar von robi187 ,

es ist bekannt das es schaupieler oder musehen gibt? es geht mir um nieschen die ihre zukunft doch haben? ein geigenbauer ist eine nische hate? genauso der glockenbauer und doch haben die einen kleinen markt?

auch ein tante ema laden hat zukunft wenn er seinen markt gut kennt? die grossen haben bei solche niechen zu viel aufwand?

auch müller mit besondere mehle haben eine nische solange sie sich nicht auf mehrl 405 begrenzen?


Kommentar von teafferman ,

Ich hatte mal eine Nachbarin, deren Bruder ist Glockenbauer. Und hat gut zu tun. Der wird wohl seine Nachfolge schon übergeben haben. Und die wird auch gut zu tun haben. Denn Glocken sind immer wieder nachgefragt:

Es werden alte Gebäude renoviert. Gerade seit der Wende. Da werden natürlich dann auch Glocken benötigt. 

Tatsächlich hat es nie arg viele Glockenbauer gegeben. Jedenfalls keine guten. 

Nein, der Schauspieler lernt anders als der Handwerker. Das versteht sich irgendwo von selbst. 

Ja. In manchen Museen gibt es sogenannte alte Gewerke, die dort ausgeübt werden. Aber nicht nur da:

In Frankreich ist ein helles Erwachen solcher alten Berufe. Z.B. um eine Burg nach altem Muster neu zu bauen. Oder um eine alte Burg durch alte Handwerkskunst original-getreu zu renovieren. Österreich ist da auch gut dabei, mancher Privatmensch in D freut sich über alte Gewerkskunst. 

England ist für mich so das Paradebeispiel, um alte Rüstungsbauer am Leben zu halten. Für mich - als Laie - sind sie da führend. 

ABER

Weltweit ist der Wert alter Gewerkskunst am steigen. Zumindest im Bereich der Historie. Da geht es nicht um Museen. Da geht es um viele andere Bereiche, die außerhalb von Museen sind. 

Alte Druckkunst, um mal zu diesem Thema zu kommen, wird im Rahmen sogenannter Feste am Leben gehalten. 

Von da aus sind dann hier und da Betriebe entstanden, die Papier wieder ganzjährig in unterschiedlicher Qualität schöpfen und verkaufen. Wenn ich recht erinnere, wäre meine nächste Bezugsquelle im Elsass. Es sei denn, ich fahre nach Basel, wenn die da ihr Fest haben.

Handwerk ist eine Zeitsache. Damit werden die Erzeugnisse entsprechend teuer. Dafür sind sie in der Regel langlebiger.  

Kupfertöpfe? Wenn ich recht erinnere, sind sie online nach alter Handwerkskunst käuflich erwerbbar. Und so auch ausgewiesen. 

Messermanufakturen? Jo. Gibt es manche. Also richtiges Handwerk. 

Und so weiter und so fort. 

Die Kehrtwende fand nach meiner Wahrnehmung so vor rund 20 Jahren statt. 

Es sprach sich herum, dass nun mal echtes Handwerk anders ist, langlebiger, seinen Preis wert.... Zudem bot sich hier eine Möglichkeit, sich von anderen reichen Menschen abzuheben. 

Tatsächlich sterben heute Gewerke nicht aus, weil es an Nachfrage fehlt, sondern an Nachwuchs. Dazu kannst Du Dich dann bei der Handwerkskammer schlau machen. 

Antwort
von ThommyGunn, 14

Als Nischenberufe um u.A. vll. Sammler zu bedienen, für die breite Masse aber denke ich nicht.


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