Frage von xxEqUeStRiAnxx, 78

haben unsere Träume etwas zu bedeuten?

Moin,

haben sachen die wir Träumen eine Bedeutung?

Ein Junge der sehr weit von mir weg wohnt, hat mir erzählt, er hätte von mir und davon mich zu besuchen geträumt.

Hat das irgendeine Bedeutung?

Lg

Antwort
von nobytree2, 5

Nachts verarbeitet das Gehirn Informationen, Wahrnehmungen und Eindrücke, die es tagsüber gesammelt hat, indem es sie neu verknüpft, ordnet, sortiert, löscht etc., damit das Gehirn am nächsten Tag gut arbeiten kann. Nimmt die Wahrnehmung an dieser Aufräumaktion (nach innen) teil, sieht sie diese Verarbeitung in Form von Traumbildern. Damit sind Träume nur vergangenheits- und verarbeitungsbezogen interpretierbar.

Häufig spielt auch die Phantasie mit, weil auch das entsprechendes Areal im Gehirn auch nachts im Traum aktiv sein kann. Daneben können sich aufgrund der zufälligen Verknüpfungen der Informationen "komische" Dinge im Traumbild ergeben, z.B. wenn zwei Eindrücke, die nicht zusammen erlebt sind, in der nächtlichen Aufräumaktion gemeinsam aufgeräumt werden.

Trauminhalte sind daher zufällige Verknüpfungen von Eindrücken und Informationen der Vortage + Phantasie. Träume bedeuten daher nichts.

Expertenantwort
von pingu72, Community-Experte für Liebe, 26

Wir träumen oft von unseren Gedanken und Wünschen, als würde er dich gern besuchen.  

Antwort
von Turbomann, 19

Das stimmt: viele Menschen sagen vieles.

Ich halte von Traumdeutung nichts, denn der Junge wünscht sich das ganz einfach, dass er dich besuchen kommen kann und dann hat er das geträumt.

Sachen und Dinge mit denen wir uns beschäftigen, das verarbeiten wir in unseren Träumen.

Antwort
von Herbstelfe, 23

Hallo.. nun ja das mit den Träumen ist so eine Sache. Die populäre Literatur zum Thema Psychologie liebt ja Traumdeutung. Das meiste ist absoluter Humbug. Egal von welchem Tier man träumt, meist ist immer ein unerfüllter Kindheitskomplex oder ein unterdrückter sexueller Trieb der Grund ;-) . So ist etwa das Grundprinzip.

Es ist aber auch nicht so, dass deine Träume keinerlei Bedeutung haben. Die Psychologie Freuds ist heutzutage in vielen Dingen recht überholt. Eine fundamentale Erkenntnis von ihm war jedoch, das Unbewusste und das Bewusste der menschlichen Erfahrung. Vielleicht kennst du das Eisbergmodell. Es geht primär darum, dass das Unbewusste den größten Teil unseres Denkens bestimmt, allerdings befindet sich dies "unter der Oberfläche" (wie bei einem Eisberg) und ist somit nicht sichtbar. Du nimmst den ganzen Tag über ja so viele Reize auf, die dein Hirn nicht alle auf einmal wahrnehmen kann, aber irgendwie werden sie doch gespeichert.

Folglich ist es in der Tat so, dass unbewusste "Kräfte" einen Einfluss auf uns haben und über Träume können sich diese mitteilen. In einem Traum kommt also meist einfach etwas zum Vorschein, das dir mal unbewusst begegnet ist oder Dinge die dich sehr beschäftigen.

Ob das jetzt eine emotionale Bedeutung hat, kann man leider nicht sagen. Vielleicht hat vor dem Schlafen gehen irgendein Reiz eine Assoziation an dich geweckt oder du beschäftigst ihn doch irgendwie..;-) LG Herbstelfe

Kommentar von xxEqUeStRiAnxx ,

Das Eisberg Prinzip ist mir durchaus ein Begriff. Danke für die ausführliche Antwort:)

Kommentar von xxEqUeStRiAnxx ,

Eisberg Modell*

Antwort
von Brombeerhase, 38

Träume haben verschiedene bedeutungen. Hier ist es 'sehnsucht' oder festzustellender Mangel an Kontakt mit der person.
Hab mich schlau gemacht im internet. Da gibt's ne menge wo man solche bedeutungen findet!
:-)

Antwort
von vierfarbeimer, 34

Das bedeutet, dass er auf dich steht und davon träumt dich zu besuchen.

Antwort
von MrsShawnMendes, 11

In Träumen verarbeitet das Gehirn Geschehnisse,er muss wohl oft an dich gedacht haben:)

Antwort
von Reimalicious, 33

Hat er erzählt, was Ihr gemacht habt, als er dich besucht hat? Ich würde jetzt als Erstes darauf schließen, dass er dich mag, gerne was mit dir unternehmen möchte oder auch mehr will 

Kommentar von xxEqUeStRiAnxx ,

Er meinte, er könne sich an den Rest nicht mehr erinnern. Ob das wirklich so ist oder er es einfach nicht weiter preisgeben will, kann ich nicht sagen:)

Antwort
von foreveryours96, 24

Das er dich vlt vermisst, gerne sehen tat usw :)

Antwort
von nowka20, 4

Da hilft nur Erkenntnis

---Wer Erkenntnisse auf diesem Gebiete hat, der weiß, daß typische unterbewußte Seelenvorgänge bei den verschiedensten Menschen sich in die verschiedensten Lebensreminiszenzen einkleiden und daß es nicht auf den Inhalt des Traumes ankommt.

---Man kommt nur darauf, was da eigentlich zugrunde liegt, wenn man sich darin schult, von dem Inhalt des Traumes ganz abzusehen, wenn man sich darin schult, ich möchte sagen, die innere Dramatik des Traumes ins Auge zu fassen: ob der Traum davon ausgeht, in einer gewissen Traumvorstellung zuerst eine Grundlage zu legen, dann eine Spannung zu schaffen und einen Ablauf, oder ob eine andere Folge da ist, ob zuerst eine Spannung und dann eine Auflösung da ist.

---Es bedarf einer großen Vorbereitung, den Ablauf des Traumes in seiner Dramatik, ganz abgesehen von dem Inhalt der Bilder, ins Auge zu fassen. Wer Träume verstehen will, muß in der Lage sein, etwas auszuführen gegenüber dem Traume, das gleich käme dem, wenn man ein Drama vor sich hat und sich für die Bilder nur insoferne interessiert, als man dahinter den Dichter ins Auge faßt, in dem, was er auf- und abwogend erlebt.

---Erst wenn man aufhört, den Traum durch eine abstrakte symbolische Ausdeutung der Bilderwelt ergreifen zu wollen, erst wenn man in die Lage kommt, sich einzuleben in die innere Dramatik des Traumes, in den inneren Zusammenhang, abgesehen von der Symbolik, von dem Inhalte der Bilder, erst dann merkt man, in welchem Verhältnisse die Seele zu dem steht, was geistige Umwelt ist. Denn diese kann nicht durch die Traumbilder gesehen werden, in die derjenige, der kein imaginatives Schauen hat, durch die abnormen Verhältnisse des Schlafes das Wirkliche kleidet, sondern nur durch das imaginative Bewußtsein.

---Was sich abspielt jenseits der Traumbilder als Traumdramatik, das ist nur durch das imaginative Bewußtsein zu erkennen.
(Steiner: GA 73 Seite 187f)

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