Frage von MilleW, 188

Haben Rennpferde Rückenprobleme?

Also ich bin ein Riesen Vollblüter Fan -  und es gibt ja viele Rennen. Aber die Rennsättel sind doch extrem dünn und leicht, und der Reiter ist doch im leichten Sitz! Der Sattel kann doch den Druck kaum verteilen oder? Und wenn nicht, haben dann nicht (fast) alle (ehemaligen) Rennpferde Rückenprobleme? Weil das wäre dann ja auch Tierquälerei! (Meiner Meinung nach genauso schlimm wie Rollkur!)

Bilder Quelle: Google Rennsattel/ Rennpferd

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von trabifan28, 78

Ich habe zwar keine(n) Galopper, aber dafür Traber. Waren alle auf der Rennbahn - geritten sowie gefahren - und keiner davon hat oder hatte je Rückenprobleme. Das kommt aber auch auf das Training an.

Häufiger sind aber Sehnen- oder Gelenkprobleme, Magengeschwüre oder sogar psychische Probleme.




Antwort
von hupsipu, 141

Der Sattel ist so ziemlich das kleinste tierschutzrelevante Problem im Galopprennsport... Die Jockeys wiegen praktisch nix, die Pferde sind extrem gut trainiert. Da sind Punkte wie Haltung, viel zu frühes und schnelles Anreiten, extreme Belastung des Körpers und die psychischen Knackse viel schlimmer.

Antwort
von CarosPferd, 188

Also rückenprobleme haben Rennpferde so nicht, eher gelenkprobleme durch die hohe Belastung beim Rennen.

Die Jockeys sitzen ja grundsätzlich nur in leichten Sitz, sind auch nicht sehr schwer und entlasten so den Rücken als wenn sie drin sitzen würden. Im Training sind die Sättel meist auch etwas massiver. Also Probleme mit dem Rücken kommen da eher nicht so oft vor.

Kommentar von ponyfliege ,

die jockeys sitzen im rennsitz. entweder mitten auf dem pferderücken oder sie stehen über dem hals.

das bild aus der frage oben zeigt den vollblüter nicht im renngalopp, sondern lediglich im reduzierten aufgalopp.

renngalopp siehst du dort:

http://home.germany.net/101-38836/skip_away.jpg

Kommentar von xXxoxo ,

Hey, ich kann dir keine FA schicken, wir kennen uns und es geht um das Gestüt Seehof =D

Kommentar von ponyfliege ,

ich auch nicht. surfe über android. aber meine liste ist auch voll...

es ist ja letztlich egal, um welches gestüt es geht. es ist bei ALLEN rennpferden so. ein traber geht auch mit 18 monaten das erste mal vor dem joggingwagen.

Kommentar von CarosPferd ,

Oh sorry, dann hab ich da wohl den Unterschied zwischen leichtem und rennsitz unterschlagen, werd ich mir merken !

Kommentar von CarosPferd ,

Kennst du das Gestüt Seehof?

Expertenantwort
von ponyfliege, Community-Experte für Pferde & reiten, 97

das tierquälerische ist, dass galopper im schnitt mit etwa 18 monaten zum erstenmal geritten werden.

und als zweijährige schon voll im renneinsatz laufen.

den rest kannst du dir nun sicher selber zusammenzählen.

Kommentar von Baroque ,

Auch, wenn ich's so früh nicht gut heißen kann, ist mit 18 Monaten auf einer harten annähernden Geraden laufen gesünder als mit 36 Monaten auf einer viel zu weichen Bahn mit einem maximalen Kurvenradius von 10 m.

Wohl einer der Gründe, warum die Rennpferde nach Ende ihrer Karriere durchschnittlich gesünder sind als das Durchschnitts-Freizeit-Dressurpferd mit 5 Jahren. Leider.

Kommentar von ponyfliege ,

jepp.

und sie sind natürlich in der regel geldanlage"objekte". da gibts einen genau berechneten trainings-futterplan. sie bekommen sporternährung. und diese abgestimmte ernährung in der sensibelsten lebensphase legt den grundstein für einen gesunden stoffwechsel.

Kommentar von Boxerfrau ,

naja das glaube ich wohl kaum. sie müssen erst mal das alter von 5 erreichen. Zumal du hier von Freizeitpferden sprichst. Ich bin Western reiter und all die Pferde die ich kenne sind mit 20 und älter, noch Topfit und voll reitbar. Und die haben keine dicken Gelenke, Senkrücken oder ähnliche Probleme. Aber all die Pferde die ich kenne, kommen wenn überhaupt nur nachts in die Box oder leben eben im Offenstall und auf Koppeln.

Antwort
von Janaaanad, 129

Ich denke die Rückenprobleme sind eher geringer ....
Häufiger erleiden sie an Gelenkproblem oder auch an psychischen Verhaltensdtörungen ("pferdedrogen",dopen, etc)
Die andauernde Entlastung ist aber nicht wirklich gut .
Lg

Antwort
von Boxerfrau, 54

Nein sie leiden ehr unter Gelenkprobleme, Sehenprobleme, Magengeschwüre, ein dünn gestricktem Nervenkostüm sowie psychischen Problemen

Antwort
von Sarriii, 89

Rollkur ist mit Abstand schlimmer.das ist nicht zu vetgleichen

Kommentar von ponyfliege ,

tierquälerei ist immer schlimm.

ob man nun einem pferdekind höchstleistungen abverlangt oder einem ausgewachsenen pferd die hws beschädigt. es ist völlig egal. es ist immer schlimm.

Kommentar von Boxerfrau ,

es gibt halt auch immer wieder Pferde denen die Beine wie streichhölzer weg brechen. da sie der Belastung nicht stand halten. Und das passiert bei den Babys.

Antwort
von DCKLFMBL, 123

sie haben eher keine Rückenprobleme weil man ja nicht auf dem Sattel sitzt, aber die meisten Rennpferde haben dann Gelenkprobleme wegen der Hohen Belastung beim Rennen. Und Rennpferde haben auch oft Lungenbluten das kommt vom Gebiss!

Kommentar von hupsipu ,

Wie das Gebiss auf die Lungenbläschen einwirkt so dass eine Lungenblutung entsteht, und woher Du diese Weisheit hast nach der die Wissenschaft schon so lange sucht ohne sich wirklich einig zu werden, das erklärst Du ja jetzt auch gleich noch, ne?

Kommentar von Spiky2008 ,

Man muss mit diesem User nicht diskutieren. Wenn du ein Gebiss benutzt,bist du der schlimmste Tierquäler der Welt!

Kommentar von DCKLFMBL ,

nein da gibt es schon Schlimmeres!

aber ich kann mir nicht erklären warum so viele mit Gebiss reiten wenn es auch anders geht!

traut sich das keiner zu oder wieso nicht ohne Gebiss…?

Kommentar von hupsipu ,

Ja ich weiss... Konnt's mir trotzdem nicht verkneifen diesmal.

Kommentar von DCKLFMBL ,

Lies dir diesen Artikel mal genau durch!

http://www.gebisslos-reiten.de/Cavallo-Artikel-Maul-halte

Kommentar von DCKLFMBL ,

Gebisse führen zu vorzeitiger Ermüdung, entzündlichen Atemwegserkrankung, und sie können bei Rennpferden Lungenbluten auslösen. 

Sogar headshaking kann durch das Gebiss verursacht werden."Gebisse sind kontraindiziert , kontraproduktiv und grausam", folgert Cook und belebt damit ein Debatte, die längst beendet schien: Gebisse contra gebisslose Zäumungen. Neu ist, dass dabei bewusst Stellung gegen Gebiss-Befürworter bezogen wird, die betonen, ein Gebiss sei nur so scharf wie die Hand. Und das ist die Mehrzahl der Reiter, egal aus welcher Reitweise sie kommen, egal wie gut sie reiten. Schließlich bestand bislang der Konsens, dass ein Gebiss im Maul nicht grundsätzlich ein Problem ist. "Eine Form an sich fügt dem Pferd keine Schmerzen zu", sagt August, Vertriebsleiter des Gebissherstellers Sprenger. "Im Gegenteil: Ein Gebiss ist für die Pferde, wie für uns ein Kaugummi."Schon das reicht laut den US-Studien allerdings, um Pferden das Reiten zu vergällen. Beim Untersuchen toter Schädel aller Pferderassen fand man nämlich im geschlossenen Maul weder Luft noch Platz für ein Gebiss. Hohlräume gibt es keine; die Zunge liegt satt am Gaumen.Das deckt sich mit bisher unveröffentlichen Ergebnissen deutscher Wissenschaftler. An der Tierärztlichen Hochschule Hannover müht sich die Arbeitsgruppe "Funktionelle Anatomie" unter Leitung von Professor Hagen Gasse, auf Anregung von Sprenger, Pferdemäuler mit und ohne Gebiss exakt zu vermessen. Dabei zeichnet sich ab, dass im Maul viel weniger Platz ist, als bisher angenommen, und dass Gebisse auf die Zunge und nicht auf die Laden wirken.

http://www.gebisslos-reiten.de/epages/61689998.sf/de_DE/?ObjectPath=/Shops/61689998/Categories/%22Cavallo%20Artikel%3A%20%22%22Maul%20halten%22%22%22

Das sollte man sich mal genau Durchlesen!!!

Kommentar von ponyfliege ,

das lungenbluten kommt von der überlastung des kreislaufs. es treten auch schwere herzkrankheiten bereits bei dreijährigen vollblütern im rennsport auf.

kreislaufversagen ist die häufigste todesursache bei aktiv im sport stehenden rennpferden.

Kommentar von JaneDoe18 ,

Worauf dieser Atikel leider nicht eingeht, findet das Pferd es denn toll, wenn sich 2 Lederriemen um seinen Kopf zusammenziehen?
Findet das Pferd es toll, wenn es Druck auf den von Nerven durchzogenen und nur von dünner Haut bedeckten Nasenrücken bekommt?
Und was ich mich frage, wenn ein Pferd im schnellen Lauf ein trockenes Maul hat, und die Zunge ruhig in der Maulhöle liegt, was macht das Pferd das ich hin und wieder reite falsch?
Geritten auf Sidepull, im "flotten" Galopp (und auch bei der Arbeit ;) ) leicht feuchte Lippen. Das ist doch dann quasi unmöglich, zwecks mangelndem Kaureflex.
Und warum beginnt mein Hafi nicht zu "sabbern" wenn er "apportiert"?
(Findet er total genial. Großes Hundekauseil.)

Kommentar von DCKLFMBL ,

leicht feucht ist was anderes wie Schäumen!

da merkt man den Unterschied:)

Kommentar von JaneDoe18 ,

Ah, ok. Schäumen tut übrigens auch mit Gebiss keines meiner Pferde. ;)
Und ich frage mich nach wie vor, wie angenehm die sich zusammen ziehenden Riemen wirklich sind, etc.

Kommentar von DCKLFMBL ,

mit diesem Bitless Bridge kenne ich mich auch nicht perfekt aus, aber du findest es also besser das so ein Gebiss die Zunge zusammenquetscht ob es angepasst ist oder nicht!

Kommentar von JaneDoe18 ,

Wie gesagt, ich bleibe bei meiner Meinung. Mein Pferd nimmt das Gebiss freiwillig, ebenso wie der Rest den ich aktuell arbeite.
Keine sichtbaren Druckstellen, entspannt und locker, fleißig und motiviert (einer marschiert sogar ganz alleine auf den Platz und wartet dort auf einen.)
Kein Schäumen, keine verkrampften Blicke, keine merklichen Atem- oder Schluckprobleme.
Es hatte noch keiner Magengeschwüre, Lungenbluten, Cushing, Headshaking oder wasweisich.
Verwirrt wirkte auch noch keines.
Ich arbeite wie ebenfalls schon erwähnt auch mal gebisslos, aber genau so sage ich nochmal, auch gebisslos können Pferde Höllenqualen leiden. Schonmal einen kahlen Nasenrücken gesehen?
Schonmal eine "Deformation" des Nasenrückens gesehen?

Kommentar von DCKLFMBL ,

"Gebisse sind kontraindiziert , kontraproduktiv und grausam", folgert Cook und belebt damit ein Debatte, die längst beendet schien: 


Gebisse contra gebisslose Zäumungen. Neu ist, dass dabei bewusst Stellung gegen Gebiss-Befürworter bezogen wird, die betonen, ein Gebiss sei nur so scharf wie die Hand. Und das ist die Mehrzahl der Reiter, egal aus welcher Reitweise sie kommen, egal wie gut sie reiten. Schließlich bestand bislang der Konsens, dass ein Gebiss im Maul nicht grundsätzlich ein Problem ist.
http://www.gebisslos-reiten.de/epages/61689998.sf/de\_DE/?ObjectPath=/Shops/61689998/Categories/%22Cavallo%20Artikel%3A%20%22%22Maul%20halten%22%22%22
  das sagen alle die sich nur mit reiten auskennen aber nicht mit Pferde! genauso wie du auch...
Kommentar von JaneDoe18 ,

Und du bringst jedesmal die selben, kopierten Argumente. ;)
Und gehst nicht auf eventuelle "Nachteile" oder "Unanehmlichkeiten" der Gebisslosigkeit ein.
Und auf die Gefahr hin, mich voll ins Kreuzfeuer zu stellen, ob mans glaubt oder nicht, auch ich beschäftige mich mit dem Pferd. Ein Pferd ist für mich kein Sportgerät. Und ich bleibe nach wie vor bei der Meinung, dass ein Pferd deutlich zeigt, wenn ihm etwas nicht passt. Wenn ein Pferd keine Lust auf dich hat, dann lässt es sich auf der Weide nicht fangen, oder dreht dir den Po zu. Es läuft spannig, verweigert die Annahme vom Gebiss. (Vor allem dann, wenn ihm das Schmerzen bereitet.)
Ich bin jedes mal "froh", dass meiner mir wiehernd auf der Weide entgegenkommt, seine Kollegen dafür stehen lässt. (Nein, er bekommt kein Leckerchen oder anderweitig Futter.)

Kommentar von DCKLFMBL ,

aber warum mit Gebiss Reiten wenn es auch anders geht…?

Kommentar von ponyfliege ,

@janedoe: ich glaube nicht, dass du es nötig hast, dich zu rechtfertigen. einfach nur mal so.

du hast es nicht nötig, dir ein schlechtes gewissen einreden zu lassen.

kleine anmerkung für DCKLFMBL: sollten in nächster zeit unter meinen antworten ungewöhnlich viel downvotes auftreten, werde ich das vom support überprüfen lassen. ich hatte schon öfter den eindruck, du benutzt den pfeil nach unten hin und wieder einfach als kleine "rache". lass das bitte bleiben, wenn du dir keine sperre einfangen willst.

Kommentar von DCKLFMBL ,

ich benutze den Pfeil nach unten nur bei Schlechten und Falschen Antworten aber meistens lass ich das einfach so stehen wie es ist und Drücke weder Pfeil nach oben noch Pfeil nach unten!

ausserdem war unter der ein oder anderen Antwort auch schon ein Pfeil nach unten! 


Kommentar von hupsipu ,

huch da war der Support aber schnell. Entschuldigt bitte dass ich mit meiner Rückfrage die nächste Runde eingeläutet hatte, da sind die Ponys mit mir durchgegangen. Ich verkneif's mir in Zukunft und ignoriere Fräulein Akronym, ärgere mich ebenfalls nicht mehr über die Downvotes, und unterschreibe Ponyflieges Hinweis an Dich, Janedoe! Ich les Deine Antworten immer gerne, lerne viel daraus und freu mich, dass es hier so kompetente und hilfreiche Leute gibt.

Kommentar von DCKLFMBL ,

ihr lebt echt noch nicht im 21Jahrhundert!

Gebisse gab es schon ende des 3./Anfang des 2. Jahrtausends v. Christus! da glaubten die Leute noch viel unwahren Quatsch aber wie man sieht hat sich daran ja bis heute noch nicht viel geändert!

Kommentar von CarosPferd ,

Du vergisst leider das sich die Reiterei geändert hat. Und immernoch weiterentwickelt. Reitweisen entwickeln und ändern sich sehr viel mehr für das Tier, vorallem in den letzten Jahrzehnten.

Zweitens halte ich den auf den du dich die ganze Zeit beziehst, Cook, schon für jemanden der etwas herausgefunden hat worüber man nachdenken sollte, aber weder beweiskräftig noch hat er ein allgemeines Gesetz geschrieben.  seine Studie mit nur 100 Pferden ist nicht sehr repräsentativ für jedes Pferd. Eine Studie sollte mind. 100 Teilnehmer beinhalten, dh er erreicht mal so grade die Untergrenze ab wann eine Studie tatsächlich ernst zu nehmen ist, nicht sehr repräsentativ wenn du bedenkst dass Pferde genau so individuell sind wie Menschen, Hunde etc. und ich denke er hat auch früher geforscht, und wie schon gesagt die Reiterei hat sich verändert, wie gelehrt wird, wie geritten wird, wie auf das Pferd geachtet wird. Ich halte das nicht sehr aktuell im Hinblick auf die aktuellen reitweisen.

Kommentar von JaneDoe18 ,

Danke hupsipu und ponyfliege.

ich hatte mir eigentlich auch vorgenommen ihr nicht mehr zu Antworten, aber ich lasse mich leider doch zu gerne wieder dazu verleiten. 🙈

Ich arbeite dran.

Kommentar von TheFreakz ,

Man soll aber mit vielen gebisslosen Zäumungen NICHT in Anlehnung reiten. Wie soll ich mein Pferd dann richtig arbeiten!? Ich sehe viele Springreiter die Gebisslos springen. Darunter kenne ich einen, der das Nasenbein seines Pferdes damit gebrochen hat ...

Kommentar von DCKLFMBL ,

lass nicht raten…Hackamore ;)

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