Frage von pinklady1123, 111

Haben Juden und Christen Gemeinsamkeiten oder eher viele Unterschiede?

Antwort
von Octuline, 103

Nicht wirklich. Der Christentum ist quasi dem Judentum entsprungen und hat so vieles von dem Judentum übernommen, beide glauben an denselben Gott und an dieselben Gesetze, was Richtig und Falsch angeht.

Es ist nur so, dass viele Gesetze für Juden damals einen praktischen Nutzen hatten, der heute wegfällt, sodass ich persönlich zumindest das Gesetz nicht mehr für wichtig erachte, und diese Gesetze nur aus Tradition weitergeführt werden.

Ein Beispiel: Früher hatten Juden die Pflicht, mindestens einmal die Woche ihren Körper in einem fließenden Gewässer (zum Beispiel einen Fluss) zu waschen. Damals gab es nämlich keine Wasserhähne oder Diverses, sodass nur die Strömung eines Gewässers wirklich sauber machen konnte. Und um Krankheiten vorzubeugen, wurde dann dieses Gebot quasi erlassen.

Ich kann mir denken, dass dasselbe auf viele andere Gesetze der Juden zutrifft (Kein Schweinefleisch > Schwein war damals nicht gesund und hat zu Krankheiten geführt, Brot ohne Sauerteig essen > Wichtig für den Körper, und das Wichtigste: Einmal die Woche, am siebten Tag nicht arbeiten > Beugt Überarbeitung vor und hindert die Menschen an einem Burnout)

Heute sind viele dieser Gesetze nicht mehr notwendig, da wir das, was die Gesetze quasi schützen sollten, auch anders schützen. Nirgendwo steht in den Schriften, dass Jesus "einen neuen Glauben schaffen" wollte. Von ihm kommt der Christentum eher, weil er diese Gesetze von früher auf heute übertragen wollte (also das damalige Heute).

Praktisch gibt es also Unterschiede zwischen Christen und Juden, aber was den Glauben angeht eigentlich nicht.

Kommentar von Raubkatze45 ,

Es gibt sehr wohl Unterschiede im Glauben zwischen Juden und Christen. Für Christen ist Jesus Christus wahrer Gott und Mensch und der erwartete Messias und Erlöser. Juden haben das bis heute nicht anerkannt. Christen glauben auf Grund der Aussagen Jesu an den dreifaltigen Gott, die Juden nicht.

Jesus Christus ist die Erfüllung des Gesetzes, auf Ihn weist das AT bereits hin. Deshalb fordert er den Glauben an seine göttliche Autorität, mit der er seine Lehre verkündet. Insofern wollte er schon einen "neuen Glauben schaffen". Viele haben nämlich diesen Glauben nicht angenommen - bis heute.

Kommentar von Losloslosx3 ,

das mit dem 1x pro Woche waschen stimmt so nicht...

Kommentar von Octuline ,

@Raubkatze: Ich meinte damit eher die Richtlinen, was Nächstenliebe angeht und den Geboten. Und Jesus hat nie gesagt, er würde einen neuen Glauben schaffen, er sagte sogar, dass er nicht einen i Punkt im alten Gesetz als ungültig erklären wolle.

@Loslos: Ganz sicher? Mir wurde das bereits von Leuten gesagt, die Religionswissenschaften studiert haben... meinst du mit stimmt so nicht eine Abweichung, oder dass das generell falsch ist?

Kommentar von Ottavio ,

Es ist ein Weilchen her, dass ich das Gesetz zum letzten Mal vollständig gelesen habe. Aber ich erinnere mich nur, dass eine Frau ein Bad nehmen muss, wenn sie ihre Tage gehabt hat. An fließendes Wasser kann ich mich nicht erinnern. Allerdings hatte das Bad Shiloah in Jerusalem tatsächlich fließendes Wasser. Die Taufe im Jordan war auch so ein Ritual.

Antwort
von Ottavio, 64

Es gab am Anfang ein Judenchristentum, das heißt einen jüdischen Glauben, der so reformiert wahr, wie Jesus es verkündet hat. Die Gemeinde wohnte in Jerusalem, wurde im Jahre 71 so wie alle Juden von den Römern aus Jerusalem vertrieben und siedelte um nach Spanien, wo sie Sant Jago die Compostella gründeten - benannt nach Jakob, dem leiblichen Bruder Jesu, dem ersten Bischof der judenchristlichen Gemeinde.

Das heutige Christentum ist aber das den Heiden von Paulus gepredigte. Es ist sehr stark griechisch beeinflusst und mit dem Judentum unvereinbar. Das betrifft insbesondere die Verehrung Jesu als Sohn Gottes bzw. Gott selbst.

Antwort
von Lohengrimm, 106

Erstere warten noch auf den Messias, die anderen feiern, dass er schon da war. Ansonsten gibt`s keine allzu großen Unterschiede. 

Antwort
von Dhalwim, 50

Juden und Christen gehören doch zu den "abrahamistischen" Religionen.

Außerdem war Jesus Christus, richtig ein Jude und da er der Prophet der Christen ist, glaube Ich, dass es deswegen "Judenchristen" gab.

Anders ausgedrückt die Christenheit "entsprang" aus dem Judentum. Da enden aber meiner Meinung nach auch schon die Gemeinsamkeiten, vielleicht weil die abweichungen wegen der Küche dort sind.

Aber Ich schweife ab, Judentum hat tendenziell eher mehr mit dem Islam gemeinsam (bitte korrigiert mich sollte Ich falsch liegen).

LG Dhalwim

Antwort
von Losloslosx3, 63

wenig gemeinsamkeiten, viele Unterschiede.

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