Frage von Regulus123, 104

Haben Höchstbegabte nochmal mehr einen Blick für das Detail und das Ganze als ein Hochbegabter. Wie sind die Unterschiede erlebnisorientiert zu sehen ohne dies?

... an einer Zahl festzumachen?

Antwort
von WPOAS, 61

Ich versuche jetzt einmal das aus meiner Sicht zu erläutern:

Als Hochbegabter ist man schon sehr deutlich schneller und intensiver im Verstehen von logischen Zusammenhängen. Man assoziert schneller und tiefer!

Als Höchstbegabter (IQ > 145) ist dies noch einmal gesteigert. Es ist also so, dass man als Höchstbegabter unter Hochbegabten in etwa das Empfinden hat, das Hochbegabte unter Normalos haben. Man erfasst logische Zusammenhänge noch schneller und braucht oft weniger Informationen, um diese zu erkennen.

Allerdings macht eine Höchstbegabung noch einsamer als HB.

Selbst eine Organisation wie TNS (Triple-Nine-Society) ist da nur bedingt hilfreich, da es derzeit nur 56 Mitglieder in Deutschland gibt.

Kommentar von Regulus123 ,

Kann es aber ansonsten nicht sein, dass man auch länger nachdenkt, da es viel mehr Möglichkeiten zu geben scheint. Man wägt mehr ab, versucht sich abzusichern, sucht nach Denkfehlern etc. Man zweifelt seine Gedankengänge an, weil man sich eher bei Fehlern ertappt, als andere Menschen, die nie zurückblicken?

Kommentar von WPOAS ,

Wer gelernt hat zu reflektieren, weiß im Allgemeinen auch besser, was er nicht weiß. Dass Reflexion (https://de.wikipedia.org/wiki/Reflexion_%28Philosophie%29) auch eine kognitive Leistung ist ist wohl unbestritten.

So geht es mir z. B. bei Quizzfragen: Ich brauche nicht nachzudenken, ob es mir vielleicht noch einfällt - ich weiß es sofort, wenn ich die Antwort nicht weiß! ! ! (Das bedeutet nicht, dass man durch Ausschlusskriterien zur richtigen Lösung kommen kann, aber das ist dann kein Wissen, sondern ein Ausschließen, auch ein Falsifizieren.)

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