Haben Februar 2014 ein Haus gekauft. Die Verkäuferin will jetzt 448 euro Versicherung von uns 21 Monate später,obwohl wir ihre Versicherung gekündigt haben?

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9 Antworten

"Ich weiss nicht mehr was wir noch tun können."

==> Ähem, die Forderung vielleicht als unbegründet zurückweisen und NICHT zahlen!??  Mal so als Idee...

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Hallo Putzi,

nach der Übertragung der Eigentumsrechte im Grundbuch, kann der Käufer ohne Angaben von Gründen, den bestehenden Versicherungsvertrag kündigen.

Dazu muss der Versicherer allerdings eine Übertragungsbestätigung erhalten.

Rechtsquelle § 96 VVG - Versicherungsvertragsgesetz

§ 96 Kündigung nach Veräußerung

(1) Der Versicherer ist berechtigt, dem Erwerber einer versicherten Sache das Versicherungsverhältnis unter Einhaltung einer Frist von einem Monat zu kündigen. Das Kündigungsrecht erlischt, wenn es nicht innerhalb eines Monats ab der Kenntnis des Versicherers von der Veräußerung ausgeübt wird.

(2) Der Erwerber ist berechtigt, das Versicherungsverhältnis mit sofortiger Wirkung oder für den Schluss der laufenden Versicherungsperiode zu kündigen. Das Kündigungsrecht erlischt, wenn es nicht innerhalb eines Monats nach dem Erwerb, bei fehlender Kenntnis des Erwerbers vom Bestehen der Versicherung innerhalb eines Monats ab Erlangung der Kenntnis, ausgeübt wird.

(3) Im Fall der Kündigung des Versicherungsverhältnisses nach Absatz 1 oder Absatz 2 ist der Veräußerer zur Zahlung der Prämie verpflichtet; eine Haftung des Erwerbers für die Prämie besteht nicht.

Diese wurde aber nicht akzeptiert, da die Verkäuferin dort noch Schulden hatte.

 Sorry - aber aus diesem Grund kann der Versicherer eine Kündigung nicht abwehren.

Möglich wäre, wenn der Versicherer keinen Nachweis über den Eigentumsübergang erhalten hätte. Dann würde der Vertrag weiter laufen.

Gruß Apolon

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Hallo Putzi,

also wenn ich das richtig verstanden habe, habt ihr die Versicherung bei ihr gekündigt und eine andere Versicherung angenommen! Also kann sie von euch gar keine Kosten verlangen. Schon gar nicht fast 2 Jahre später.

Und wofür genau fordert sie das Geld, dass habe ich noch nicht ganz verstanden!?

LG Anjou0103

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Kommentar von FreierBerater
18.11.2015, 12:06

Die Prämie betrifft mit Sicherheit den Zeitraum BIS 31.12.2014!

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Kommentar von DFgen
18.11.2015, 12:09

Bei einem Hauskauf mit bestehender Gebäudevericherung wird diese vom Neubesitzer erstmal übernommen, sozusagen "mitgekauft"....

Ab der Grundbucheintragung gehen die Beiträge der "mitgekauften" Versicherung bis zu deren Kündigung zu Lasten der  neuen Hauseigentümer....

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Kommentar von Puzti
18.11.2015, 12:33

Hallo Anjou0103, vielen Dank für deine Nachricht.Sie hat für 2014 die Gebäudeversicherung angeblich bezahlt. Wir haben nie von ihrer Versicherung eine Aufvorderung bekommen um die Versicherung zu zahlen.

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Mit dem Kauf des Objekts ist die bestehende Versicherung auf euch übergegangen.

Wurde sie nicht gekündigt, besteht sie weiter. Mit den Beitragsrückständen des Vorbesitzers habt ihr gar nichts zu tun.

Eine neue Versicherung konnte eigentlich ohne Angabe des Vorversicherers gar nicht abgeschlossen werden.  Kein Versicherer übernimmt ein unbekanntes Risiko

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Verkäufer ist verantwortlich für die Beiträge bis zum Tag der Überschreibung lt Grundbuchauszug. Bleibt der Vertrag bestehen tritt die gesamtschuldnerische Haftung in Kraft. Da Ihr den Vertrag gekündigt habt - ich hoffe in entsprechender Frist und korreckt - ist die nach Grundbuch fällige Prämie eine Sache zwischen Verkufer und Versicherer. Ersterer kann die Prämie wegen Fortfall des Risikos zurückfordern.

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Es kommt darauf an, was in dem Notarvertrag steht

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Kommentar von FreierBerater
18.11.2015, 12:05

Die gesamtschuldnerische Haftung beider Parteien für die Versicherungsprämie, sowie der Übergang der Police auf den Erwerber ab dem Tag der grundbuchamtlichen Umschreibung stehen im Versicherungsvertragsgesetz! Eher selten im Notarvertrag!!

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Ihr habt eine schriftliche Bestätigung der (rückwirkenden) Kündigung zum 01.01.2015 von der Versicherung? Wenn ja, dann kann euch die Vorbesitzerin der Immobilie gleichgültig sein. Es war und ist IHRE Versicherung, nicht eure. 

Lasst euch nicht verunsichern, zur Sicherheit könnt ihr eventuell eure Rechtsschutzversicherung um einen Rat oder eine Einschätzung bitten.

Ich würde die Vorbesitzerin freundlich am hartnäckig "abtropfen lassen". Sie hat nichts in der Hand, außer einer Rechnung, die auf ihren Namen lautet.

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Kommentar von DFgen
18.11.2015, 12:05

Bei einem Hauskauf mit bestehender Gebäudevericherung wird diese vom Neubesitzer erstmal übernommen, sozusagen "mitgekauft"....

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Mit dem Kauf des Hauses habt ihr ja erstmal auch die Gebäudeversicherung mit übernommen. Für die Zahlung der Beiträge dieser Versicherung war bis zum Tag der Grundbuchänderung die Vorbesitzerin verantwortlich, danach ihr.

Sollte die Grundbuchänderung im April 2014 stattgefunden haben, so gehen die Versicherungsbeiträge bis zum Kündigungstermin zu euren Lasten. Weshalb keine frühere Kündigung möglich war, spielt dabei keine Rolle.

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Kommentar von FreierBerater
18.11.2015, 12:09

Sorry aber versicherungsrechtlich haften beide Parteien gesamtschuldnerisch für die Prämie!  Wenn also keine Vereinbarung getroffen wurde, so hat die Verkäuferin auch keinerlei durchsetzbare Ansprüche gegen den Erwerber, weil sie irrtümlich (?) bis 31.12.2014 gezahlt hat.

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Mit jedem Kauf/Verkauf endet automatisch jede Versicherung, ob Auto, Immobilien usw. Der Verkäufer kann und muss sich ab Eigentumsübergang, lt. Kaufvertrag um seine Versicherungen selbst kümmern. D.h. er kann selbst Angebote von Versicherungen einholen und die passende abschliessen

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Kommentar von FreierBerater
18.11.2015, 12:03

Alter Schwede.... du bewegst dich auf sehr sehr dünnem Eis!!!  Bitte am Besten den Support deine völlig falsche Antwort zu löschen. Voll peinlich.

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Kommentar von DFgen
18.11.2015, 12:04

Das trifft so nicht zu bei einem Hauskauf mit bestehender Gebäudevericherung - diese wird vom Neubesitzer erstmal übernommen, sozusagen "mitgekauft"....

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Kommentar von DolphinPB
18.11.2015, 13:59

Du hast ja offenbar ÜBERHAUPT keine Ahnung.

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Kommentar von DerHans
18.11.2015, 14:31

Es soll ja gerade vermieden werden, dass in der Übergangsphase ein unversicherter Zustand entsteht. Daher geht die Wohngebäudeversicherung automatisch auf den Erwerber über.

Dieser hat dann ein Sonderkündigungsrecht, das er innerhalb von 4 Wochen nach der Grundbucheintragung wahrnehmen kann.

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