Salgi am 25.10.2008 um 14:26 Uhr
Hallo, ich interesiere mich sehr für den Beruf "Archäologin" und jetzt wollte ich doch mal wissen, ob es für Frauen schwerer ist einen Job zu kriegen als für Männer. Oder, ob Frauen sonst noch irgendwelche Nachteile haben, bei der ausübung der Arbeit etc. Hoffe ihr könnt mir helfen. Danke schonmal im vorraus
eure Salgi
Moin !
Kurz und knapp: Überhaupt nicht !!!
Welche intern archäologischen Abhandlungen ich auch lese: Frauen sind im Beruf der Archäologie, gleichgültig welche Sparte (Mittelmeer-Raum / Ägyptologie / Meso-Amerika etc., etc.) sie wählen, völlig gleichberechtigt - mehr noch: Oft mögen sie gar bevorzugt werden auf Grund ihrer - zumindest teilweise - besseren Sprachkenntnisse und ihrer - Asche auf mein Haupt !!! - akribischeren Arbeit "vor Ort", wo sie hin und wieder "den Männern" den Rang ablaufen !
paulklaus

Nein,das glaube ich ganz und gar nicht!Warum auch,Frauen stehen heute überall ihren !Mann"
mikael am 25. Oktober 2008 14:32 Ich gebe Dir fast Recht, nur, im Bergbau können die Frauen ihren Mann nicht stehen, weil sie nicht einfahren dürfen.

Ich studier Archäologie und ich bin der Meinung, dass es da keine Unterschiede zwischen Mann und Frau gibt. Man muss nur schön fleißig sein und darf sich nicht scheuen auch mal ins Ausland zu gehen!

es ist allgemein in der branche schwer, einen job zu bekommen. das geht meisstens dann doch über beziehungen
Das stimmt einfach nicht ! Allein die Qualifikationen sind ausschlaggebend - mehr nicht !
paulklaus
Kristall08 am 25. November 2008 08:13 Träum weiter!
Allgemein als Frau hast du die gleichen Chancen wie die männlichen Absolventen - aber die sind eben leider insgesamt schlecht. Es gibt nur wenige Stellen und in der Tat werden viele oft über Beziehungen vergeben. Aber ein guter Prof. oder Abteilungsleiter, der gute Angestellte/Assistenten haben will, der kann es sich gar nicht erlauben, den/die Nächstbesten zu nehmen. Archäologie ist ein interessantes, aber doch auch sehr komplexes Fach, für das man eine Menge Eigeninitiative mitbringen muss. Wenn man wirklich gut ist, dann findet man auch was.
mit etwas verspätung... einspruch! als archäologie-student hat man (hoffentlich) ein schönes studium, aber geringste aussichten auf einen arbeitsplatz -egal ob mann/frau! arbeit gäbe es wohl genug, es bezahlt nur niemand... ansonsten scheint mir daß im studium, die studentinnen deutlich überwiegen (wie in kunstgeschichte auch) - bei den assistenten und v.a. professorenstellen sieht es aber -sonderbarerweise?- ganz andersherum aus... obwohl sich auch hier langsam einiges ändert.
gruß philipp
Hallo, phil71 !
Es ging der Fragenden um Chancengleichheit im Beruf der Archäologie, nicht darum, ob es schwierig sei, ÜBERHAUPT dort einen Job zu erhalten, und wie er bezahlt werde !
Gruß - paulklaus

es ist in sofern schwerer,da es bei ausgrabungen teils echt harte arbeit ist.
in zonen wie den unserigen ist es überwiegend nass,kalt,windig...man hockt oder sitzt gar auf dem boden und und schabt,graebt....stundenlang...
ich hab das mal im januar auf nem freien feld gemacht..die arbeit fing morgens um 7 an..und es war ein wind bei 5 grad das segelschiffe regatten hätten fahren können..
du hast nasse matschige hände..den ganzen tag über..die abgetragene erde muss mit schubkarren aus der zone gebracht werden....da sind extra leute(auch die archeologen selbst)stundenlang damit beschäftigt die erde wegzubringen...
löcher graben,zelte aufstellen...dann schmeisst der wind eines weg...wir alle hinterher..wieder aufbauen...
ich würde es in deutschland nicht machen...
evtl. in wärmeren gebieten..
lg
Nur zur Ergänzung: Archäologie besteht aus weitaus mehr als aus dem "Buddeln" ! Geophysikalische Messungen, chemische Analysen; die Methoden der Archäologie haben sich spätestens seit Beginn der 90er radikal geändert !!!
paulklaus
superkorrekt am 26. Oktober 2008 17:40 als ergänzung ist dein beitrag gut..
:-)
lg
Kristall08 am 25. November 2008 08:14 Du bist kein Archäologe, oder?
Ja es ist schwerer für Frauen in der Archäologie! Von wegen immer das Stellen gleichberechtigt ausgeschreiben werden! (da steht immer: Frauen und Menschen mit Behinderung werden bei gleicher Eignung bevorzugt behandelt) Ich mußte miterleben wie eine Frau explizit keinen Job in einem Archäologischen Institut bekommen hat weil sie "Zitat: Kinder hat". Das ist eine Unverschämtheit und zeigt mal wieder die Unterdrückung von Frauen die Karriere und Familie unter einen Hut bringen wollen. Ihnen werden die Chancen wirklich verbaut!

Nach wie vor sind Frauen in der Archäologie benachteiligt. Was auch damit zu tun hat, dass es ein körperlich unheimlich anstrengender Job ist. Man kriegt schon was, aber der Weg nach ganz oben ist doch meistens den Männern vorbehalten.

es wird nicht schwerer oder leichter sein als archäolge einen job zu finden wie in anderen berufen auch. das schwierige wird nach dem studium sein, in eine forschungsgruppe zu kommen. dies wird allerdings nicht am geschlecht liegen

Quatsch. Keinerlei Nachteile. Denk nur mal an die ganzen weiblichen Wissenschaftlerinnen.
hey danke! das ist eine tolle antwort! das hat mir sehr weitergeholfen! DH
Und auch für deine ganzen Ergänzungen ein großes Danke! Es hat mir wirklich geholfen!