Frage von semaram, 74

Haben die vier rechtgeleiteten Khalifen Byzanz und Persien "einfach so " angegriffen und erobert?

Gab es da einen Auslöser? Etwas im Sinne einer Präventiv-/Verteidigungsmaßnahme? Da ich die typische Aussage ,,der Islam wurde und kann nur mit dem Schwert verbreitet werden" an vielen historischen Beispielen widerlegen kann. Nur hier nicht. Was war die Vorgeschichte nach dem Tod des Propheten (der selbst die arabischen Stämme ja nur vereinigt hat)? Vorab finde ich bei dieser Frage wichtig zu unterscheiden zwischen Verbreitung der (politischen) Macht des Islams sowie der generellen Verbreitung (in dem Menschen aus Überzeugung konvertieren und Zwang sowieso verboten ist)

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von YellowCrescent, 37

Die Ausgangs-Situation war, dass Byzans und Persien in staatlicher Form organisiert waren, und ausserhalb ihres Kerngebiets Interessengebiete angliederten, und diese mehr schlecht als recht, unterhielten; und dass sie solche Gebiete jedenfalls beanspruchten.

Die arabischen Völker hatten zuerst nur Stammes-Verbände, ohne eine Zentralregierung; mit dem Islam änderte sich das. Eine lebensfeindliche Natur bildete einen gewissen Schutz gegen äußere Mächte. Als der Islam sich ausbreitete, kamen Gebiete mit freundlicherer Natur hinzu. Das war der Beginn, die Interessen von Byzans und Persien zu berühren. Anders war es jedoch bei den Mauren, die nach Spanien übersetzten: dort gab es ein Macht-Vaccum, das ein paar gotische Clans nicht zu füllen vermochten.

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