Frage von Maisstueck, 204

Haben die Türken (ab Anfang 1960) für den Wohlstand und die Wirtschaft Deutschlands viel beigetragen

Haben die Türken (ab Anfang 1960) für den Wohlstand und die Wirtschaft Deutschlands viel beigetragen und Deutschland WIRTSCHAFTLICH mitaufgebaut?

Antwort
von berkersheim, 52

Voraussetzung dafür, dass "Gastarbeiter" aus der Türkei für "niedere Arbeiten" angeworben wurden, war eine Wirtschaft in Deutschland, die bereits 15 Jahre nach dem Krieg aus allen Nähten platzte, die so effektiv organisiert war, dass man Arbeiter aus umliegenden Ländern (nicht nur Türkei) angeworben hat. Die waren erst mal Hilfskräfte und es klänge wohl komisch, wenn ich behaupte, dass eine Putzfrau das Funktionieren eines Krankenhauses gesichert hätte. Aber Wirtschaft ist dynamisch. Gastarbeiter sind Deutsche geworden und ihre Kinder haben studiert. Nicht nur aus der Türkei. Auch aus Italien, Spanien, Griechenland, Portugal usw.. Deutschland war für viele Hiergebliebenen ein Schmelztiegel und großenteils hat alle vereint, dass sie hier für sich und ihre Kinder eine positive Zukunft haben wollten, mehr als manche verhätschelten Wohlstandskinder, die sich damit großtun, alles kaputt zu reden.

Antwort
von Pudelcolada, 43

Zunächst mal finde ich nur schwer erträglich, wie dem FS in diesem Thread von manchen hier das Wort im Mund herumgedreht wird.
Die Frage bezieht sich ausdrücklich auf die 60er Jahre und eben nicht auf den Wiederaufbau.

Und in diesem Zusammenhang: Ja, die türkisch-stämmigen Arbeitskräfte haben erheblich zum deutschen Wohlstand beigetragen, denn sie wurden zur Erledigung notwendiger, aber schlecht bezahlter Arbeiten angeworben, für die die allermeisten Deutschen überqualifiziert waren, die aber dennoch getan werden mussten.

Die meisten von ihnen arbeiteten Akkord am Band oder auf dem Bau, in der Versorgungs- oder Abfallwirtschaft oder im Transportwesen. Sie erledigten also absolut notwendige, aber eben Hilfsarbeiten.

Allerdings kam das Gros von ihnen erst Ende der 60er...

Antwort
von wfwbinder, 70

Als die Gastarbeiter kamen, zuerst Italiener, dann Spanier udn Griechen, dann auch Türken, da war die Bundesrepublik in Europa schon wieder vorne ud der Aufbau erledigt.

Die Gastarbeiter wurden geholt, weil die schon wieder führende Automobilproduktion Europas (Frankreich,Italien, GB waren wieder überholt), keine Arbeitskräfte mehr im eigenen Land fand.

Strenggenommen hat nur ein Ausländer wirksam am Wiederaufbau teilgenommen. Marshall. Durch seinen Plan mit den Finanzierungsmöglichkeiten, wurde der Wiederaufbau möglich.

Antwort
von Vollstreckerin, 24

Hallo,

ja, auf jeden fall!

Menschen aus der Türkei haben sehr entscheidend zum wirtschaftlichen Wohlstand in Deutschland beigetragen. Man muß dabei auch die erheblichen beiträge sehen, die sie in die Sozialsysteme eingezahlt haben.

Menschen aus der Türkei sind ehemals in der BRD dafür bekannt gewesen, häufig die Drecksarbeit zu machen, die Deutsche niemals machen würden. In dieser Funktion sind sie inzwischen weitgehendst abgelöst worden durch Menschen aus Osteuropa und aus Asien.

Insgesamt ist die Ausbeutungsrate bei Menschen aus der Türkei (zu denen auch noch andere Nationalitäten zählen, nicht nur Türken, vor allem auch Kurden) und aus Osteuropa und Asien sehr viel höher noch als bei Deutschen.

Nicht verkennen dürfen wir aber, dass die Ausbeutungsrate durch Hartz IV auch bei Deutschen massiv gestiegen ist. Hartz IV ist ja auch nur ein ganz groß angelegtes Lohnsenkungsprogrammm. Derzeit läuft die nächste Welle eines Lohnsenkungsprogramms an, nämlich durch Sonderregelungen, unter denen Flüchtlinge arbeiten sollen.

Wir brauchen nur bei Karl Marx zu schauen. Er hat schon festgestellt, dass die Höhe des Lohns für den Arbeiter, die Höhe des Preises der Ware bestimmt und somit ist es ein elementarer Konkurrenzaspekt zur Eroberung neuer Märkte. Gleichzeitig trägt ein geringer Lohn dazu bei, dass der Progit steigt und steigt und steigt ...

Viele Grüße Vollstreckerin

Antwort
von Klaraaha, 88

Nein, die Türken waren die letzten Gastarbeiter die kamen. Es war die Türkei selber, die mit dem Wunsch an die deutsche Regierung herantrat, doch auch türkische Gastarbeiter einzuladen, wie vorher schon Italiener, Spanier usw. Miteinscheidend waren die USA die die Türkei in der Nato haben wollten und als Natostützpunkt brauchten und die Deutschen baten, doch diesen Deal einzugehen.  So wurden sie dann offiziell eingeladen um für 2 Jahre als Gastarbeiter zu kommen. Nach zwei Jahren sollten sie ausgetauscht werden. Nicht alle hatten sich daran gehalten und sind geblieben.

Expertenantwort
von PeVau, Community-Experte für Geschichte & Politik, 58

1961 war der Drops beim Wiederaufbau schon gelutscht.

Die türkischen Arbeitskräfte kamen erst, als durch den Bau der Mauer 1961 der Zustrom qualifizierter Arbeitskräfte aus der DDR aufhörte. Die türkischen Arbeitskräfte wurden nicht für die Wiederaufbau, sondern für bereits aufgebaute, auf Hochtouren laufende westdeutsche Industrie benötigt.

Antwort
von Redefluss, 16

Grundsätzlich hätte sich die deutsche Wirtschaft ohne die Gastarbeiter nicht so entwickelt wie sie es getan hat. das steht fest. 

Antwort
von kyseli, 106

Ist natürlich ein Witz und masslos übertrieben. Relativ wenige kamen in den 60er und waren zumeist nicht ausgebildet, das Gros der Damaligen türkischen Gastarbeiter waren ungelernte. Mussten oft in der Presse herhalten bei Gegnern, dass wenn die Türken gehen niemand mehr in der Müllabfuhr arbeitet, keine niederen Arbeiten mehr verrichtet in div.grossen Firmen usw. Sie waren nun mal genügsam damals und hielten sich mit einem kleinem tante Emma Laden als 2. Standbein über Wasser. Nachteilig dass sie massiv das deutsche Sozialsystem mit aushebelten und Leistungen die nur im Notfall genommen wurden z.b. der AOK von ihnen ausgesaugt wurden. falsche Angaben über die Kinderzahl in der Türkei.- Goldzähne damals noch an Verwandte die eine falsche Mitgliedschaft vortäuschten..oder bei zigtausenden Türkeiheimfahrern vom Arzt abgestempelt wurde er sei krank..so dass man 8 Wochen Urlaub machte..usw könnte noch stundenlang aus dem Nähkästchen erzählen...

Antwort
von archibaldesel, 58

Nein, sie haben ihrem eigenen Wohlstand gearbeitet, den sie in Anatolien nie hätten erreichen können.

Antwort
von glaubeesnicht, 110

Nein, haben sie nicht! Anfang der 60-er Jahre kamen hauptsächlich Italiener, Spanier, Jugoslawen, Griechen und Portugiesen, damals als sogenannte "Gastarbeiter"! Türken kamen erst viel später und haben mit dem  Wiederaufbau etc. so gut wie nichts mehr zu tun.

Kommentar von luvU2 ,

Mein Lieber glaubeesnicht,
die ganzen Gastarbeiter sind nach der Krise wieder in ihre Länder gegangen, wobei die Türken hier geblieben sind.

Kommentar von glaubeesnicht ,

Das stimmt nicht! Jedenfalls nicht in unserer Umgebung leben noch sehr viele Italiener, Spanier und Jugoslawen.

Antwort
von barfussjim, 56

Ja, sie haben einen Beitrag zum wirtschaftlichen Erfolg Deutschlands geleistet, der auch ökonomisch messbar ist. Ohne türkische Gastarbeiter wäre das deutsche BIP in den 60er und 70er Jahren niedriger ausgefallen. Es sei denn es wäre die gleiche Anzahl an Gastarbeitern ersatzweise aus einem anderen Land hierher gekommen.

Kommentar von willom ,

Ohne türkische Gastarbeiter wäre das deutsche BIP in den 60er und 70er Jahren niedriger ausgefallen.

Jaa....,warscheinlich mikroskopisch.....

Antwort
von lupoklick, 70

NEIN  !!!!       Türken kamen erst, als die Wirtschaft schon längst boomte Aber neuerdings scheinen manche Türken sich selbst in die Tasche zu lügen.... das kommt wirklich nicht gut an !!!

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