Frage von VeyRay, 171

Haben die Propheten gelogen?

Hallo ich bin 15, männlich und interessiere mich sehr für Philosophie. Nun als ich letztens mal wieder im Auto saß, Musik hörte und über viele Sachen nachdachte, kam mir ein Gedanke zu Religionen: Könnte es nicht sein, dass die Propheten sich Gott, den Himmel und die Hölle usw. ausgedacht haben, damit die Menschen die Ethik in den heiligen Schriften übernehmen? Nehmen wir mal an, dass Jesus nicht Sohn Gottes ist, sondern ein Philosoph. Hätte Jesus die Bibel nun ohne Gott geschrieben, sprich nur mit seinen moralischen Überzeugungen, würden die Menschen diese doch nicht ernst nehmen. Wenn er jedoch meint, dass er Sohn Gottes wäre und die Bibel mit Gott schreiben würde, dann würden Menschen ihm auch folgen, einfach um in den von Jesus erfundenen Himmel zu kommen. Vielleicht hatte Jesus die Absicht die Welt zu verbessern, indem er die Menschen anlügt, diese ihm Glauben und einfach zu besseren Menschen werden. Viele Menschen wären bestimmt ohne Moral, wenn sie nicht an einen Gott glauben würden, der sie nach dem Tod für die Sünden, also den Handlungen, die gegen Normen verstößt, bestraft. Ein weiteres Argument dafür wäre z.B. dass der christliche Glaube vieles vom Stoizismus hat, den es ja aber schon viel länger gibt. Also könnte es sein, dass Jesus ein Stoiker war und seine Philosophie mit Lügen verbreitet hat, damit sich Menschen daran halten?

Antwort
von Suboptimierer, 35

Interessanter Gedanke!

Die Frage muss man zu Ende lesen und darf nicht bei "Könnte es nicht sein, dass die Propheten sich Gott, den Himmel und die Hölle usw. ausgedacht haben," abbrechen.

Dafür müsste es nicht einmal Propheten gegeben haben. Selbst die Propheten hätte man sich ausdenken können. Dafür müsste man als Autor dann hinnehmen, dass man nicht so berühmt werden würde, wie wenn man selbst den Helden in der Geschichte spielt.

Ein bisschen verwirrend wären die ganzen Geschichten um irgendwelche Verwandtschaftsverhältnisse, die überhaupt keine Lehre ins ich tragen. Es soll der Anschein erweckt werden, als ob so eine Schrift auch so etwas wie ein Geschichtsbuch ist. Es ist keine reine Moralpredigt.

Aber das könnte natürlich auch als Ablenkung zum Plan gehört haben, der - falls es so gewesen sein sollte - dann auch auf ging.

Es geht um

  • Moral
  • Geschichte
  • Erklärung von (bis dato unerklärbaren) Phänomenen
Antwort
von PlueschTiger, 13

Haben die Propheten gelogen?

Mal abgesehen von der Tatsache, das die Frage niemand beantworten kann, ist sie auch nebensächlich. Es ist im Christentum, wie auch in andren Religionen egal ob es Gottes Worte sind oder die eines Perversen Geisteskranken. Denn überall wurden die Worte von Anhängern mit der Zeit uminterpretiert, oder sogar verändert

Hätte Jesus die Bibel nun ohne Gott geschrieben, sprich nur mit seinen moralischen Überzeugungen, würden die Menschen diese doch nicht ernst nehmen. Wenn er jedoch meint, dass er Sohn Gottes wäre und die Bibel mit Gott schreiben würde, dann würden Menschen ihm auch folgen,

Bei deiner Theorie vergisst du das es auch vor Jesus schon Religionen gab. Die Worte das sie aus Gottes Hand sind waren zu jener zeit genauso wenig bedeutend wie jetzt, ohne das auch beweisen zu können. Letztlich bliebe selbst mit dem Beweis noch, wer ist der echte Gott oder wahre Gott.

Vielleicht hatte Jesus die Absicht die Welt zu verbessern, indem er die Menschen anlügt, diese ihm Glauben und einfach zu besseren Menschen werden.

Das haben viele, doch immer wieder scheitert es an den Anhängern, da sie sich für heiliger als heilig halten. Die Dogmen im Christlichen Glauben sind eine Erfindung der Kirche, nicht die von Jesus. Menschen haben die Bibel Hunderte Jahre nach Jesus Tod geschrieben und entschieden was die Menschen lesen sollen. Was nicht deren Meinung traf wurde einfach weggelassen. Daher fehlen auch mindestens 2 Evangelien. beim Islam wird sogar behauptet das einer der Anhänger des Propheten den Koran geschrieben hat und die Original texte des Propheten verbrennen hat lassen, angeblich damit es nicht zu Irritationen kommt.

Also könnte es sein, dass Jesus ein Stoiker war und seine Philosophie mit Lügen verbreitet hat, damit sich Menschen daran halten?

Jesus war Jesus und er war wie er war, wie auch immer das aussah. Das was du heute in den Schriften ließt ist nur noch ein Schatten dessen was er der Welt gepredigt hat. Wer weiß, womöglich sind Jesus und der Islamische Mohamet, die selbe Person gewesen. Womöglich hat Jesus den Islam erschaffen um seine Anhänger, die ihn verraten haben zu strafen. Dann wäre er Hunderte Jahre alt gewesen und womöglich als Gottes Sohn unsterblich gewesen.

Man kann Fantasieren wie man will, die Wahrheit ist mit den Jahrhunderten, verlorengegangen und den Gläubigen ist sie nicht wichtig. Ihnen ist wichtig was in einem Buch steht und das der Papst sagt, ja es ist wahr.

Antwort
von vonGizycki, 40

Grüß Dich VeyRay!

Könnte es nicht sein, dass die Propheten sich Gott, den Himmel und die Hölle usw. ausgedacht haben, damit die Menschen die Ethik in den heiligen Schriften übernehmen? 

Ganz so ist es nicht, denn den Grund, warum es etwas gibt und nicht nichts und die Fragen nach dem Sinn des Lebens etc. sind viel älter als die Propheten. 

Es ist eher so, das dieser Grund, Gott genannt und als Person gesehen, von manchen Menschen benutzt wird, um sich selbst als Heilsbringer zu stilisieren und somit sich selbst aufzuwerten und dem Leid in der Welt mit dieser Begründung etwas entgegenzusetzen und es zu entschärfen. Oder aber auch bei Strafe ein gottgefälliges Leben zu fordern, das angeblich Gott beschrieben habe und das einzuhalten notwendig sei und nur über den Propheten in die Welt kam. So kann jeder behaupten, er sei ein Prophet, weil er meint, göttliche Eingaben zu haben, die ihm befehlen, dies kund zu tun.

Hätte Jesus die Bibel nun ohne Gott geschrieben, sprich nur mit seinen moralischen Überzeugungen, würden die Menschen diese doch nicht ernst nehmen. Wenn er jedoch meint, dass er Sohn Gottes wäre und die Bibel mit Gott schreiben würde, dann würden Menschen ihm auch folgen, einfach um in den von Jesus erfundenen Himmel zu kommen.

Philosophie ist älter als Jesus und älter als christliche Religion. Sie beschreibt Wege zu ethischer Haltung, die aber nur als Vorschlag zu werten sind, allerdings mit einer bestechenden und überzeugenden Begründung. Es ist aber auch so: Religion verwaltet absolute Wahrheiten mit Heilswegen, die sie aufzeigt und daher Wahrheit als Besitz ansieht. Philosophie ist aber die Suche nach Wahrheit und vermag nicht von der ewigen religiösen Wahrheit zu sprechen. Sie ist ein Schwebezustand.

Die Wahl, ob ich die Erkenntnisse der Philosophie annehmen will oder nicht, ist somit frei, weil es in der Philosophie keine göttlichen Gebote gibt. Die lehnt die Philosophie ab, den Philosophie heißt übersetzt: Liebe zur Weisheit und bedeutet Hilfestellung zur eigenen Suche nach Wahrheit im Wissen, das es eine absolute Wahrheit nicht gibt. Somit ist sie ein Prozess der Suche, die nie aufhört und auf dem Vorhergehenden aufbaut und wächst.

Hätte Jesus die Bibel nun ohne Gott geschrieben, sprich nur mit seinen moralischen Überzeugungen, würden die Menschen diese doch nicht ernst nehmen. Wenn er jedoch meint, dass er Sohn Gottes wäre und die Bibel mit Gott schreiben würde, dann würden Menschen ihm auch folgen, einfach um in den von Jesus erfundenen Himmel zu kommen.

Dann wäre es aber nicht die Bibel und Jesus hat sie übrigens auch nicht geschrieben, sondern die Bibel ist ein Konglomerat von Schriften, wobei Fälschungen, Abschriften, Hinzu,- bzw. Umdichtungen und Weglassungen an der Tagesordnung war. Die Autoren wollte sich eben auch verwirklichen. Selbst Luther hat die Bibel in manchen Stellen falsch übersetzt.

Jemandem nach seinem Gesagten zu folgen, darf nicht aufgrund von göttlichen heiligen Regeln erfolgen, die ja sowieso vom Menschen erfunden sind. Einzig und allein durch seine innere Logik, dem Angepasstsein an die seelischen und intellektuellen Bedürfnisse des Menschen im Miteinander und dem Wegweisungscharakter, der den einzelnen frei in seiner Wahl lässt, inclusive der Verkündung eines freien Menschen, werden solche Worte überzeugend.

Viele Menschen wären bestimmt ohne Moral, wenn sie nicht an einen Gott glauben würden, der sie nach dem Tod für die Sünden, also den Handlungen, die gegen Normen verstößt, bestraft. 

Eine solche geistige Haltung würde aber bedeuten, den Menschen von vorneherein als schlecht abzustempeln. In Wirklichkeit ist es aber so, das sozial lebende Lebewesen und besonders der Mensch, natürlich ein Regelwerk braucht, um dieses angeborene Sozialsein leben zu können. Es gibt eine innere Stimme, die von naturaus unser Gewissen beeinflusst, vorausgesetzt, wir sind dazu erzogen worden, auf sie zu hören. 

Und das noch vor der Religion.

Aber irgendwann meldet es sich trotzdem, das Gewissen, wenn man nun kein Psychopath ist, was eine seelische Deformität bedeutet und eigentlich psychiatrisch behandelt werden muss. Der Grund ist eine dementsprechende Erziehung, die Orientierungslosigkeit produziert und die wieder ist Anfangspunkt für diejenigen, die im Namen Gottes Heilsversprechungen machen und dabei die fürchterlichsten Verbrechen induzieren können.

Ziel einer Erziehung zu einem gesunden Menschen ist die Freiheit des Denkens und der Seele. Das ist der unumstössliche Maßstab, um sein Glück und seinen Sinn im Leben finden zu können.

PS: Wenn wir von Moral sprechen, das scheint es mir meist die Moral immer der anderen zu sein, was die darunter verstehen. 

https://de.wikipedia.org/wiki/Moral

Ethik ist da was anderes, hat aber damit entscheidend zu tun. Die Voraussetzungen sind nur andere.

https://de.wikipedia.org/wiki/Ethik

Ethik ist Ehrfurcht vor dem Willen zum Leben in mir und außer mir.

© Albert Schweitzer 

Herzlichen Gruß

Rüdiger

Antwort
von NosUnumSumus, 10

Jesus hat die Wahrheit gesagt.
Zuerst war das Wort (=der Mensch) und das Wort war bei Gott (= von Gott geschaffen) und das Wort war Gott. (=Der Mensch ist Gott und Gott schuf sich selbst).
Jesus war Gott in Menschengestalt.
Jetzt fragst Du sicher: "Wie kann Jesus Gott gewesen sein, wenn wir im Grunde alle Gott sind?"
Wir sind alle Aspekte Gottes, Jesus Christus jedoch, ist das höchste Gottesbewusstsein.
Er war erleuchteter Mensch und Avatar.

Seine Worte sind die Liebe selbst, nur wurden sie im Nachhinein von der Kirche verfälscht, um die Leute zu unterdrücken und zu beherrschen.
Die Hölle wurde dazu erfunden, sowie ein Götzenbild namens "Gott", das die Menschen straft, wenn sie nicht gehorchen.

Das Himmelreich, das Jesus beschrieben hat, ist unsere Mutter Erde. Der Unterschied ist der Frieden zwischen den Menschen, den wir in heutiger Zeit missen.
Das Himmelreich könnte jetzt sein, nur sind wir noch nicht bewusst genug, um von Sünde frei zu sein.

Es heißt wahrscheinlich Himmelreich, da der Himmel für die Menschen die Größe Gottes symbolisieren sollte.
Es ist damit jedoch nicht der physische Himmel gemeint.

Jesus kam auf die Erde, um den Menschen den Weg nachhause aufzuzeigen und sie von ihren Sünden reinzuwaschen.
Um das zu verstehen, muss man schon ein tiefes Verständnis für das Weltgeschehen mitbringen.
Ansonsten wird sich einem der Sinn hinter den Worten nicht erschließen.

Man muss sich nur fragen, wem Jesus ein Dorn im Auge gewesen sein könnte und dann wird einem klar werden, warum die Bibel verfälscht wurde.
Und man versteht außerdem, dass Jesus Christus die Liebe selbst ist und wir uns mehr als glücklich schätzen können, dass er uns einen Besuch abgestattet hat und unser Leid auf sich genommen hat.

All das ist eine Parabel und gleichzeitig ist es die absolute Wahrheit.
Jesus ist immer absolut wörtlich zu nehmen. Ansonsten schießt man am Ziel vorbei...

Wenn Du wieder Zweifel bezüglich Jesus Christus' Wahrheit hast, dann bete zu ihm und bitte ihn darum, dass er Dir Klarheit verschaffen soll.
Frage ihn selbst, was er dazu zu sagen hat.

Du wirst nicht unbedingt jemanden gedanklich antworten hören. In den meisten Fällen ist es so, dass man plötzlich einen Einfall hat und dann besser versteht, was einen zuvor verwirrt hat.
Es kann auch sein, dass man durch Zufall (ed fällt einem zu) die richtige Antwort zur rechten Zeit bekommt.

Übrigens predigte Jesus niemals Moral. Moral ist ebenfalls ein Unterdrückungsinstrument.
Sie ist ein Gefängnis für unseren Verstand und schränkt uns in unsere Freiheit ein.
Du hast ständig das Gefühl, nicht negativ auffallen zu dürfen, weil Du Dich dann schlecht fühlst.
Nur was ist richtig und was ist falsch?
Was für den einen ganz normal ist, lässt den anderen vor Scham erröten.

Wir sind so kontrollierbar durch genau diese unsichtbaren Gefängnisse namens Konzept.
Denn mehr ist es nicht.
Es sind nichts als gedankliche Konzepte, denen wir uns beugen und für die wir uns teilweise regelrecht prostituieren.

Auch ist unsere Geschichte erlogen und erfunden.
Die Menschheit existiert schon viel viel länger.

Aber wie heißt es so schön?
"Solange die Löwen keine eigenen Geschichtenerzähler haben, werden die Jäger immer als Sieger aus der Geschichte gehen."

Liebe Grüße :-)

Antwort
von berkersheim, 26

Hallo, Deine Gedanken sind heutige Gedanken. Leute wie die Propheten oder Sokrates oder Jesus haben meistenteils selbst gar nichts geschrieben. Das Verhältnis zur Wahrheit, das man in der Antike hatte, war ein vollkommen anderes als heute. Darum kann man antiken Autoren nicht so einfach Lügen unterstellen, weil sich unser Verhältnis zur Wahrheit geändert hat. So gibt es z.B. von allen schriftlichen Werken bis zur Buchdruckerkunst des Herrn Johannes Gutenberg im Jahr 1450!!! keine Originale! Es waren alles Abschriften, denn Werke wurden historisch nur durch Abschriften erhalten. Deswegen werden ältere Abschriften, die in Resten gefunden werden, immer fleißig verglichen mit den letzten kompletten Abschriften, die wir kennen.

War ein Autor/Philosoph wie z.B. Epikur als Ketzer gebrandmarkt, wurden seine Werke nicht mehr abgeschrieben und so sind uns von Epikur über 400 Werke verloren gegangen und nur drei Briefe erhalten. Auch von Büchern des Neuen Testament (apokryph genannt - google mal "apokryphe Schriften") sind nicht alle erhalten. Von nahezu allen Schriften des Altertums gab es auch apokryphe Ausgaben, auch vom Alten Testament. Wenn es heißt, die Geschichte ist die Geschichtsschreibung der Sieger, dann ist da was dran. Schon im alten Ägypten wurden schriftliche und Bildzeugnisse weggemeißelt, wenn sie dem neuen Pharao nicht passten.

Die heutige Weltsicht ist eine Weltsicht der Sieger und momentan gibt es im Islam blutige Auseinandersetzungen zwischen Sunniten und Schiiten. Auch da geht es um Deutungshoheit von Schriften und Historie. Zu allen Zeiten wurde immer versucht, die Zeugnisse der Verlierer zu vernichten. In soweit wissen wir gar nicht wirklich, was die alten Philosophen, Propheten und ein Jesus wirklich verkündet haben, wir wissen nur, was uns weitergegeben wurde. Das war aber nicht die Absicht der betroffenen Philosophen, Propheten und eines Jesus, das war die Absicht der nachfolgenden "Gläubigen" und Anhänger. Auch denen ging es nicht darum, uns heutige zu belügen sondern, ihre Interpretation durchzusetzen.

Alles das macht Historie und Bibelforschung so spannend. Aber auch heute tobt diesbezüglich der Kampf, z.B. um die Originale des Philosophen Heidegger oder um die Frage, was von Nietzsches Werken Fälschungen seiner Schwester sind. Darum blüht die Geheimniskrämerei, was angeblich alles in den geheimen Tresoren des Vatikan versteckt sein soll. Wer allerdings denkt, dass Moral ein Produkt irgendwelcher Lehren ist, der täuscht sich. Moral ist meist ein praktisches Ergebnis des gesellschaftlichen Umgangs der Menschen miteinander. In einer stark kooperativen Gesellschaft kann man Lügner und Betrüger nicht gebrauchen, weil sie großen Schaden anrichten. Da ist der Glaube geschwunden, dass etwas wahr wäre, nur weil jemand behauptet, er hätte es direkt von Gott. Es gibt einfach zu viele, die das behaupten und damit bezichtigen sie sich gegenseitig der Lüge.

Antwort
von comhb3mpqy, 8

Aber Jesus hat ja nicht nur gelehrt, sondern auch Menschen gesund gemacht. Das ist ein Beweis dafür, dass er sich Gott nicht ausgedacht hat.
Auch in der heutigen Zeit berichten Menschen davon, dass Jesus sie gesund gemacht hat. Es gibt keine wissenschaftliche Erklärung, warum diese Menschen gesund wurden. Die Berichte findet man, wenn man im Internet mal nach "Mensch Gott" sucht.
Auch werden die Wunder von Ärzten bestätigt, wenn es keine wissenschaftliche Erklärung gibt, warum ein Mensch gesund wurde, wenn das z. B. eine Bedingung ist, damit jemand heilig gesprochen werden kann.
Du kannst auch mal nach "Wissenschaftler Nahtoderfahrung Buch" im Internet suchen, ein Grund zu glauben, dass auch der Himmel nicht erfunden ist.

Antwort
von Nijori, 17

Das ist ja vermutlich auch so gewesen, deswegen lehne ich Religionen auch nicht ab, obwohl ich in keiner wirklich meine spirituelle Ideologie sehen kann.
Man kann aus den meisten Religionen wunderbare Ideen für sein Leben ziehen.
Man sollte sich aber dabei nie an den Worten selbst festhalten, sondern ihre Bedeutung für sich selbst suchen, anstatt sich von einem Pfarrer oder sonstwem sagen lassen was es bedeutet, denn du kannst unter Umständen in sowas andere Wahrheiten sehen als jmd anders.
Und man kann auch sehen welche Verhaltensregeln damals einfach aus praktischen Erwägungen aufgestellt wurden.
Zum Beispiel wurde im Islam die Burka für Frauen eingeführt weil diese oft gekidnappt wurden und mit verhüllter Figur sah keiner ihren Wert.
Es gibt solche Beispiele in allen alten Religionen auch wenn ich hier jetzt zum Leserwohl keine Litanei davon loslasse.

Sicher basieren einige Religionen auf den Wahnvorstellungen ihres Begründers der wirklich glaubte zu Gott oder wem auchimmer zu sprechen aber das sie überdauert haben heißt ja das sie irgendeinen Nutzen hatten.
Damals kannte man keine Geisteskrankheiten der jenige war entweder ein Bote Gottes, erleuchtet, vom Bösen besessen oder was man nicht alles glaubte.

Man kann natürlich nicht ausschließen das es eine oder viele göttliche Existenzen gibt.
Wenn ja, denke ich aber, ist das nichts das sich mehr für uns interessieren würde, als wir für ein Pantoffeltierchen unter dem Mikroskop.
Und die Beweggründe und Gedanken einer solchen Existenz wären für uns vermutlich unmöglich zu verstehen.

Man sollte nichts ausschließen, aber an der Geschichte eines anderen von vor Jahrtausenden beweislos festhalten, während immer mehr in unserem Universum mit Fakten bewiesen wird ist nicht Glauben, das ist kindische Verweigerung und Naivität.

Antwort
von Hannibu, 31

Jesus hat nicht eine Seite in der Bibel geschrieben. Die Bibel wurde über mehrere Jahunderte zusammengetragen.
Außerdem ist es eher denkbar, das der Mensch ein natürliches Bedürfnis danach hat sich eine höhere Macht zu schaffen. Ob es sie gibt oder nicht ist erstmal egal. Es ist jedoch auffällig, dass sich so ziemlich jede Gesellschaft einen Gott oder mehrere Götter/Propheten, höhere Mächte oder ähnliches geschaffen hat

Kommentar von VeyRay ,

Der Grundgedanke war hier eher, dass die Bibel absichtlich lügen verbreitet, damit Menschen sich auch daran halten.

Kommentar von jovetodimama ,

Nein, das tut die Bibel sicher nicht (absichtlich Lügen verbreiten).

Zwar enthält die Bibel eine Menge Gebote und Vorschriften, über deren Auslegung, Gültigkeit und Konsequenzen bei Nichtbeachtung man sich lange streiten kann.

Aber wahrscheinlich wurde kein einziges Buch der Bibel mit der hauptsächlichen oder sogar alleinigen Absicht geschrieben, dass die Menschen sich auf eine bestimmte Art und Weise verhalten. Die einzelnen Autoren, die Entstehungsgeschichte ihrer Texte und die Motivation, weshalb sie diese Texte verfassten, sind nur teilweise bekannt.

Falls Du Dich weiter für diese Thema interessierst, empfehle ich Dir das Johannes-Evangelium als Einstieg. Hier wissen wir wenigstens, dass es von Jesu Jünger Johannes (genannt "der Jünger, den Jesus liebhatte") verfasst wurde. Lies das und frage Dich nachher selber in Deinem Herzen, aus welcher Motivation heraus dieser Jünger, der sich nach Jesu Kreuzigung um die Mutter Maria kümmerte, diesen Text wohl geschrieben haben könnte...

Kommentar von Hannibu ,

Ja, aber genau das ist es ja. Jede Gesellschaft baut sich so etwas auf. Daher sollten deine Überlegungen dazu über die Bibel hinaus reichen

Antwort
von Semno, 22
  • Die Bibel wurde von 40 verschiedenen Menschen geschrieben, hat aber dennoch in all seinen 66 Büchern und Briefen einen Roten Faden der von der Erschaffung der Erde, des Menschen und des Sündenfalls bis hin zur Offenbarung und der Neuen Welt führt, und somit eine unglaubliche interne Harmonie, dass niemand der es gründlich studiert hat behaupten könnte jemand hätte es nur erfunden.

  • Jesus Lieblingsthema war das Königreich Gottes welches eine Neue Welt einleiten wird. Die alte Welt wird vergehen und bei Harmaghedon zerstört werden. Somit kann es nicht sein, dass er die Welt (diese Welt oder dieses von Satan beeinflusste System) verbessern wollte. Diese kann man nicht verbessern und die muss weg (Daniel 2:44) ... so schlimm es auch für diejenigen klingen mag die keine Liebe zur Wahrheit haben ... siehe dazu auch Matthäus 24:14.
  • Das Gewissen (was du vielleicht mit Moral zu beschreiben versuchst ... korrigiere mich bitte falls du was anderes damit gemeint hast) ist ein Schutzmechanismus welches tief im Unterbewusstsein der Menschen verankert ist und sie daran hindert etwas zu tun was ihnen letztendliche die Chance auf ein ewiges Leben verbauen könnte. Das steckt so tief in uns, dass der Apostel Paulus geschrieben hatte, dass das auch bei Menschen der "Nationen" beobachtbar wäre (Römer 2:14,15). Jesus ging aber noch weiter als das und erklärte Universelle Prinzipien welches das Gewissen bewusst verfeinern und somit einen besseren Schutz bietet. Dabei zitierte er viele Textstellen aus dem "Alten Testament" die er nicht geschrieben hatte.
  • Jesus hatte selbst keines der Bücher und Briefe der Bibel geschrieben.
Antwort
von Ashuna, 25

Echt erstaunlich woran du denkst.

Deine denkweise ist nicht falsch. Sohn Gottes, Propheten, etc. für unser momentanes Zeitalter hören sich diese Begriffe doch schon sehr eigenartig an. Möglich ist es dass die gaze religionsgeschichte ausgedacht ist. Unmöglich ist es aber gänzlich auch nicht.

Wir Menschen suchen antworten und brauchen Leitfäden in unserem Leben. Die Religionen geben uns diese, auch wenn nur indirekt. (Ich persönlich denke dass die Geschichten ausgedacht sind (es gibt ja so viele Religionen)). Jedoch kann man auch das "Göttliche" nicht verneinen, denn irgendetwas muss uns ja erschaffen haben. (Auch wenn in diesem fall das Göttliche der Urknall ist)

Beschäftige dich mal etwas mit dem Agnostizismus

Gruß Ashuna

Antwort
von fricktorel, 1

Was hätte Gott davon, Seinen Sohn zu opfern, wenn alles "humbug" wäre (Röm.6,23) ?

Was hätten die Propheten davon, gejagt und getötet zu werden (Lk.11,47), nur um der Menschheit etwas vorzugaukeln ??

Begreife, dass diese Welt verführt ist von "ihrem Gott" (Offb.12,9) und in die Irre geleitet wurde (Eph.2,2).

Du wirst das spätestens in Gottes Reich erkennen (Offb.20,5; 21,4)...

Antwort
von Maimaier, 52

Jesus hat nicht die Bibel geschrieben, die mündlichen Überlieferungen wurden erst später von anderen festgehalten. Und Stoiker oder Philosophen sind keine Lügner.

"Vielleicht hatte Jesus die Absicht die Welt zu verbessern."

Dem kann ich voll und ganz zustimmen. Das ist wohl auch die Gemeinsamkeit mit Stoa und Philosophen (zumindest den guten davon).

Jesus hat nicht gelogen. Er hat für die Wahrheit gekämpft, und wurde dafür gekreuzigt. Nikodemusevangelium:

http://12koerbe.de/euangeleion/nikodem.htm

Pilatus entgegnete: Dein Volk und die Hohenpriester haben dich mir überliefert. Was hast du getan?

Jesus antwortete: Mein Reich ist nicht von dieser Welt. Denn wäre mein Reich von dieser Welt, so würden meine Diener für mich streiten,damit ich den Juden nicht ausgeliefert würde. Nun aber ist mein Reich nicht von hier.
 
Da sagte Pilatus zu ihm: Bist du also ein König?

Jesus antwortete ihm: Du sagst es, daß ich ein König bin. Denn dazu bin ich geboren und gekommen, damit jeder, der aus der Wahrheit ist, meine Stimme höre.

Da fragt Pilatus: Was ist Wahrheit? .

Da erwidert ihm Jesus: Die Wahrheit stammt vom Himmel.

Da fragt Pilatus: Gibt es auf Erden keine Wahrheit?

Da spricht Jesus zu Pilatus:Du siehst doch, wie die, welche die Wahrheit sagen, von den irdischen Machthabern gerichtet werden.

Ende Zitat


Tatsächlich hat Jesus gegen Heuchelei gekämpft. Das man am Sabbat nicht Menschen heilen darf. Das wohltätige Spenden zur Imagepflege gemacht werden. Das Geld und Reichtum die Menschen hartherzig macht. Das hat den hohen Priestern nicht gefallen, sie wollten seinen Tod.

Kommentar von Maimaier ,

Es könnte sein, das einige Wunder geschwindelt waren, damit die Menschen glauben. Aber das ist schwer zu sagen. Denn für einige Wunder gibt es plausible Erklärungen.

So ist die Speisung der 5000 wohl darauf zurückzuführen, das einige Leute selbst das Essen dabei hatten, aber erst durch das gute Vorbild und das gemeinsame Hinsitzen zu Gruppen bereit waren, es zu teilen und so alle davon satt wurden. Dieses "Wunder" war also Wirklichkeit, erzeugt durch Jesus.

Antwort
von DerBuddha, 22

wenn du wirklich wissen erlangen willst, dann schau dir die geschichte der religionen an, die gründe, warum menschen sich götter erfunden haben, die GANZE lebensgeschichte (nicht nur dass was im märchenbuch bibel steht) von jesus an, der nie ein sohn gottes war und dann am ende schau dir die bibel an, vor allem das alte testament, denn der gott, der darin beschrieben wird, wäre laut den gläubigen, der teufel selbst, denn dieser gott hat all die eigenschaften, die der teufel laut den gläubigen besitzt.............

religionen sind nur ein großes mittel, um menschen zu beeinflussen, zu beherrschen und um macht auszuüben...........zudem ist sie eine unendlich sprudelnde geldquelle, dass sieht man ja daran, wie reich z.b. der vatikan ist...........im übrigen war jesus nur der anführer einer weltuntergangssekte und zudem ein terrorist, der seinen glauben radikal und ohne rücksicht verbreiten wollte........aber solche dinge wirst du im märchenbuch nicht finden, darf ja nicht sein, weil er ja angeblich gottes sohn war..........diese märchen wurden 40 jahre (!!!) nach seinem tod erst aufgeschrieben, also schon mal nur märchen......:)

lebe dein leben so, dass du deine träume und wünsche erfüllen kannst, ohne anderen dabei zu schaden und dann lebst du schon viel besser als die mehrheit der glaubens-heuchler.......denn sie belügen sich selbst, weil sie den versprechungen der religionen glauben schenken, denn sie wollen eine belohnung für ihr nicht selbstständiges leben/handeln/denken, sie wollen unsterblich sein, auferstehen........und nur dass sind die gründe, warum sie wirklich glauben...........eben nur heuchler.........zu feige, selbst eigene entscheidungen zu treffen und dann auch mit den daraus entstehenden konsequenzen zu leben........:)

Antwort
von Powergirl2222, 7

Hey. Da passen wir ja gut zusammen! Ich bin 12, weiblich und interessiere mich auch für Philosophie! Ich bin zwar eine Christin und glaube an das was in der Bibel steht, aberwürde ich nicht gläubig sein, ich würde mich das auch fragen.

Antwort
von ViribusUnitis, 14

Könnte es nicht sein, dass die Propheten sich Gott, den Himmel und die
Hölle usw. ausgedacht haben, damit die Menschen die Ethik in den
heiligen Schriften übernehmen?

Die Geschichten der Bibel sind erfunden und haben sich, wie Märchen und Sagen entwickelt. Zumindest beim Alten Testament trifft das zu...

Alle Schriften, auf der Welt wurden von Menschen verfaßt und weder ein "Gott" selber, noch "Gottes Sohn Jesus" hat die Bibel "geschrieben"

Antwort
von User55446, 5

Ja du hast Recht alle Propheten haben gelogen, alle bis auf einen. Warum sie das getan haben wissen wir nicht. Man kann nur hoffen das Sie dies aus den von dir genannten Gründen getan haben.

Der einzig wahre Prophet ist der der grossen Vier.

Antwort
von jovetodimama, 35

Das ist interessant gedacht und klingt plausibel.

Aber:

Jesus hat sich nie als Sohn Gottes, aber oft als Menschensohn bezeichnet.

Nicht Jesus hat die Bibel geschrieben, sondern viele verschiedene Autoren.

Für einen interessierten jungen Menschen wie Dich würde es sich lohnen, die Bibel und Kommentare dazu, sowohl aus christlichen wie auch aus kritischen Richtungen, zu lesen.

Kommentar von VeyRay ,

Da meine Eltern nicht christlich sind,wusste ich das nicht, aber danke. Ich habe an sich wirklich wenig Ahnung über den christlichen Glauben, da ich in der Schule schon immer Ethik/Philosophie statt Religion hatte.

Antwort
von Aleqasina, 18

Ein intelligenter Gedanke!

Nur verkennt er dabei eines: Der Inhalt der monotheistischen Religionen ist nicht die Durchsetzung einer bestimmten Moral oder Ethik. Das spielt zwar auch eine Rolle, ist aber zweitrangig.

Der entscheidende Punkt ist die Beziehung des Menschen zu Gott.

Und auch die Biographien von Propheten haben nicht einen geplanten Gesellschaftsentwurf als Ausgangspunkt, sondern ein Gotteserlebnis.

Es lohnt sich, dem nachzuforschen! :-)


Antwort
von Weisefrau, 44

Hallo, wie wäre es wenn du in der Religion nicht alles glaubst? Wie wäre es wenn du anfängst selber zu denken anstelle alles zu glauben was du liest.

Hast du schon mal was von Charles Darwin gehört? Hast du schon mal den Satz gehört....Glauben ist Volksverdummung.

Wir haben 2016 und du glaubst das alles? 

Kommentar von VeyRay ,

Die Vernunft ist für mich viel höher als irgendwelche Religionen und Kulturen. Ich sehe heilige Schriften als eine Art von philosophischen Werken. Man muss nicht unbedingt allem zustimmen, sondern kann das, was man für richtig hält, in seine eigene Ideologie hineinfließen lassen und das was man für falsch hält eben nicht.

Antwort
von DaniGGa3, 9

Klar könnte das sein. Die Frage ist, ob das für deinen Glauben eine Rolle spielt oder nicht. Für mich spielen die Propheten und ihre Geachichten keine große Rolle.

Antwort
von fricktorel, 1

Keine Angst.

Wenn Jesu nicht Gottes Sohn wäre (1.Mose 1,26), gäbe es uns auch nicht (Röm.6,23).

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