Frage von Tamy125, 39

Haben die Insolveznverwalter sich vertan?

Seit dem 23.09 habe ich in einem Unternehmen neu angefangen. Für den Oktober habe ich vom Jobcenter noch Überbrückungsgeld bekommen. Nach meinem Verständnis wir der Lohn für September auf das Überbrückungsgeld angerechnet und daraus ergibt sich der pfändbare Anteil am Gehalt. Wobei die Summen beide so gering waren, dass ich noch unter die Pfändungsgrenze falle. Dies wurde mir auch erst genauso von meinem Insolvenzverwalter bestätigt.

Der ganze Tumult entstand, als man mir seitens des Arbeitgebers trotzdem pfändbares Einkommen abzog, obwohl ich noch weit unter der Pfändungsgrenze war mit meinem Lohn. Darauf hin wollte mein Insolvenzverwalter mir sogar das überzahlte Geld wieder zurückzahlen

Jetzt gehen die aber plötzlich her und rechnen dieses Überbrückungsgeld auf den Lohn von Oktober mit drauf, so entsteht eine Summe, deren pfändbarer Anteil kaum zu bewältigen ist, kurzum, ich kann mich von meinem Lohn im Oktober verabschieden, weil da schon allein fast 600 Euro abgerechnet werden.

Mein Gehalt für Oktober wird im November ausbezahlt. Normaler Weise dürfen die das doch so überhaupt nicht rechnen. Zumal das Überbrückungsgeld nicht im Oktober, sondern schon im September ausgezahlt worden ist. (30.09)

Vor allem finde ich das merkwürdig, dass ich erst Geld zurück bekommen soll.Das wurde mir zwei Mal bestätigt Und dann rufen die mich ein drittes Mal an, schmeißen mir irgendwelche Summen an den Kopf und ich soll doch plötzlich eine riesen Summe abdrücken. Wie stellen die sich das vor! Die haben doch meine Lohnabrechnung gesehen, darauf hin hieß es ja, ich bekomme das Geld zurück. Plötzlich soll das dann doch nicht sein. Dafür schmeißt man das Überbrückungsgeld und meinen Oktoberlohn in einen Topf und behauptet ich müsse fast 600 Euro abdrücken. Von was denn bitte für Geld? Das Überbrückungsgeld ist logischer Weise aufgebraucht und von meinem Lohn kann ich auch nicht mal schnell so viel Geld abgeben. Dann kann ich weder Miete noch Fixkosten zahlen.

Ich kann mich jedenfalls noch dunkel daran erinnern, dass es beim Antritt einer anderen Arbeitsstelle so gelaufen ist, dass ich für den einen Monat Überbrückungsgeld bekam. Davon wurde nichts gepfändet und auch nichts auf den Folgemonat zum Gehalt dazu gerechnet. Die Pfändung ging erst mit dem Gehalt los, dass ich dann regulär im darauf folgenden Monat erhalten hatte. Ich bin völlig durcheinander

Antwort
von WelleErdball, 5

Wenn du in der Privatinsolvenz bist, nehme ich an du warst vorher bei der Schuldnerberatung. Hat dir da niemand dazu geraten ein P-Konto einzurichten? Ich kann mir das eigentlich nicht vorstellen. Der Pfändungsschutz liegt bei 1.073 Euro. Wenn du kein P-Konto hast sondern ein normales Girokonto kannst du gepfändet werden bis auf den letzten Euro.

Wenn du zum 23.09. in dieser Firma angefangen hast wurde vermutlich zum 01.10. anteilig ausbezahlt das vom Überbrückungsgeld abzurechnen wäre. Für den Monat Oktober bekommst du noch das volle Überbrückungsgeld das du aber mit dem Gehalt vom November ausgleichen musst ansonsten gäbe es einen doppelten Eingang. Das kommt mir dann schon logisch vor, dass mit Anfang November das Überbrückungsgeld vom Monat Oktober ausgeglichen wird.

Es ist auch völlig wurscht was dir irgendjemand zusagt wenn du das nicht schriftlich in der Hand hast. Trag alle Unterlagen zusammen, nimm dir einen gespitzten Bleistift und ein Blatt Papier und rechne dir durch (auch anhand der Kontoauszüge) was du an Geldein- und ausgängen hast und was bereits zurückbezahlt wurde. Normalerweise müsste sich ein Dritter mal die ganzen Unterlagen anschauen wenn du nicht mehr durchblickst. Wenn das nicht aufgeht dann wird dir doch der Insolvenzverwalter eine konkrete Auskunft geben können bzw die Schuldnerberatung die auch Hand und Fuß hat.

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