Nein.
Erstens ist es kein Umrechnungsfaktor für die Brennweite, sondern für den Bildwinkel (was aber, wie ich zugebe, ein bißchen Wortklauberei ist).
Der Faktor ergibt sich aus dem effektiv genutzen Bildkreis.
Wenn Du ein Objektiv hast, daß einen Bildkreis für ein normales Film Negativ erzeugt, und es an einer Kamera mit einem typischen APS-C Sensor verwendest, dann ist dieser kleiner (etwa die halbe Fläche). Es wird also nur ein geringerer Teil des Bildkreises für das eigentliche Foto verwendet. Daher ergibt sich ein geringerer Bildwinkel. Um auf dem normalen Negativ einen identischen Bildwinkel hinzubekommen müsstest Du ein Objektiv mit einer um etwa 1,5 bis 1,6 fach längeren Brennweite verwenden.
Es gibt aber auch sog. Vollformat Kameras, wie z.B. die Canon EOS5D, EOS1Ds und die neue Nikon D300, da ist die Sensorfläche nahezu genausogroß wie ein KB Negativ. Bei den meisten Kameras der Einsteiger- und Mittelklasse (EOS400, EOS40, Nikon D40, D80) hast Du den schon genannten APS-C Sensor. Canon gibt einen Faktor von 1.6 an, Nikon 1,5.
Es gibt auch noch das sogenannte four thirds System (vor allem Olympus und einige andere), hier ist der Sensor so klein, daß sich ein Faktor von 2 ergibt.
Im Mittelformat (Hasselblad etc.) ist der Sensor hingegen so groß, daß sich bei gleiche Rechnung eine Verkürzung der Brennweite ergeben würde, bzw. daß bei gleicher Brennweite ein völlig anderer Bildwinkel erreicht wird. Ein 50mm ist an einer Mittelformat ein Weitwinkel.
pj

Nikon bringt jetzt ein neues, hochpreisiges Topmodel heraus, die D3 mit einer Sensorgrösse von 23,5 x 36 mm. Dieser ist praktisch identisch mit dem Kleinbildformat der manuellen Kameras. So bleibt z.B. bei einem Weitwinkelobjektiv von 24 mm der Bildwinkel erhalten.
Ansonsten ist die Antwort von pjakobs ausführlich und gut.
Richtig. Sony alpa 100-700 haben ebenfalls 1,5. Damit sind wir bislang aber nur bei DSLR. Komparktkameras haben einen wesentlich grösseren Crop-Faktor, kommt auf den Sensor an, meist ca. 5.