Haben die arabischen Länder in der derzeitigen Flüchtlingskrise versagt?

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11 Antworten

Versagt hat die USA, weil sie in ihrer verblendeten Großmacht- und Energiesicherungspolitik mit dem Iraküberfall ein Fackel in ein Pulverfass geworfen haben. Bis dahin waren die für uns nicht sichtbaren religiösen und ethnischen Konflikte unterm Deckel gehalten. Man schaue sich seitdem den Irak an. Von wegen Befriedung. Schiiten und Sunniten behaken sich gegenseitig mit Bombenattentaten, was sich inzwischen fast weltweit ausgeweitet hat. Von Afrika bis jetzt Indonesien sind nach UNO-Angaben allein ca. 30.000 Menschen den Bombenattentaten der rivalisierenden islamischen Konfessionen zum Opfer gefallen. Das, was sich da abspielt, hatten wir im 17. JH in Europa mit dem englischen Bürgerkrieg, den Hugenottenkriegen in Frankreich und dem 30jährigen Krieg in Deutschland, der gut die Hälfte der Bevölkerung das Leben gekostet hat. Kritisch, was Deutschland angeht, ist nicht nur, dass so viele Menschen nur einer fremden Kultur nach Deutschland kommen, sondern dass sich die Migranten aus den diversen Kriegsparteien zusammensetzen, wir also Gefahr laufen, dass die kriegerische Auseinandersetzung ohne Not auch auf deutschen Boden verlagert wird. Wenn wie kürzlich die hohe saudische Geistlichkeit davon spricht, dass in Syrien die Sunniten einen heiligen Krieg gegen die Schiiten und die Ungläubigen führen, ahnt man die Tiefe dieses Konflikts. Die denken nicht daran, Frieden zu stiften. Wie lange dieser Vulkan noch aktiv ist und welches Leid er noch über die Menschen bringen wird, wage ich nicht abzuschätzen.

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Tatschache ist ja, das sowieso die meisten Flüchtlinge nicht bis nach Deutschland kommen, sowie das es in einem Großteil der arabischen Welt nicht gerade friedlich zugeht. Die meisten wollen tatsächlich nicht hier sein, da hast du recht. Umso wichtiger ist es, sich die Frage zu stellen warum sie es trotzdem für unumgänglich halten den weiten Weg auf sich zu nehmen um in der EU aufgenommen zu werden. Ich glaube das ihnen aufgrund von Verfolgung keine andere Wahl bleibt als die Arabischen Länder zu verlassen. Wie es sein sollte ist eine andere Frage.

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Einige kleine, arme arabische Länder haben sehr viele (viel mehr als wir)Flüchtlinge aufgenommen, wie Jordanien und der Libanon, andere reiche Länder schotten sich ab, weil sie lieber den IS unterstützen, wie Saudi Arabien, unsere Freunde. Die Saudis verfolgen dasselbe Ziel, bzw. haben dieselbe Glaubensichtung wie der IS, sind Wahabiten. Im Irak ist auch Bürgerkrieg, der ist nicht sicher - und die Grenzen in Richtung Nordafrika sind quasi dicht. Über Israel gehts nicht, die haben ihre Grenze dicht und die Saudis - wie schon gesagt, da könnten die Flüchtlinge höchstens in der Wüste verdursten.

guck dir mal eine Karte der arabischen Länder an, dann weißt du mehr.

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Eine Alternatividee, um für Menschen der eigenen Kultur und Religion da zu sein, wäre folgende: irgendwo in der Wüste Afrikas oder Amerikas wird Land erschlossen, eine Stadt errichtet (so wie Las Vegas aus der Wüste gestampft wurde), wo arabische Flüchtlinge leben können. Finanziert wird das Ganze von den reichen arabischen Staaten, es würden schon ein paar Ölscheichs für ein solches Projekt ausreichen. Wieso kommt niemand auf eine solche Idee, auch das wäre doch absolut naheliegend.

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Kommentar von superior1337
27.01.2016, 13:07

Du willst sie ums verrecken nicht in deiner Nähe haben, oder? Eine Flüchtlingsstadt in der Wüste, das ist ne Schnapsidee! 

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 Es geht in Deutschland um die Asyl-Lobby, es wird richtig Geld mit Asylanten und Immigranten gemacht, daher wid gerade in Deutschland alles vertuscht und verschwiegen. Asyl schafft Arbeitsplätze, das ist sicher der Deal für Merkel.
Asyl ist zu tiefst unmoralisch, wenn Asyl missbraucht wird, was in Deutschland zu 99 Prozent der Fall ist, des weiteren hat man einige Länder auch in Europa in die Steinzeit zurück gebombt, seit zig Jahren kommen  europäischen Länder nicht mehr auf die Beine, weil sie zerstückelt wurden, die Asylflut ist auch eine Armutsflut, die Menschen wollen nicht besser leben, sie wollen überhaupt leben können, gerade die aus Kosovo ein Armutsland übelster Sorte mitten in Europa.

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Saudi Arabien nimmt keine Schiiten auf, auch Aleviten sind unerwünscht. Und der Rest von den Syrischen Flüchtlingen wäre in Saudi Arabien vogelfrei. 

Wie gut, dass Libanon und Jordanien und auch Irak viele Millionen Flüchtlinge aufgenommen haben. 

Die Türkei hat ein massives Flüchtlingsproblem, in den türkischen Grenzen sollen sich 6 bis 7 Millionen Flüchtlinge befinden. Z.T. aus sicheren Ländern wie Somalia, Sudan, Dschibouti, Eritrea und Ägypten.

Und sag mir nochmal, die arabischen Staaten nähmen keine Flüchtlinge auf!!! 

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Die machen es sich zu einfach,die Christlichen Länder machen es ja schon!

Und da liegt der Punkt christliche Länder sollten denen nicht alles abnehmen ein Nein wäre besser!

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Ganz im Gegenteil .Sie verfrachten ihre gebeutelten Glaubensgenossen gerade nach : Dār al-Harb ‏دار الحرب ‎ dār al-harb,

_____________ dāru l-ḥarb heißt wörtlich übersetzt „Haus des Krieges" oder besser: „Gebiet des Krieges“ und bezeichnet alle nicht unter islamischer Herrschaft stehenden Gebiete der Welt, die kein Dār-al-ahd (Gebiet des Vertrages) sind. Die Bewohner der Dār al-Harb sind die Ḥarbīs, für die eigene rechtliche Bestimmungen gelten. Weitestgehend mit gleicher Bedeutung wie Dār al-Harb wird auch der Begriff Dār al-Kufr (‏دار الكفر‎), wörtlich „Gebiet des Unglaubens“ gebraucht. Im Gegensatz dazu werden Gebiete unter islamischer Herrschaft Dar al-Islam (‏دار الإسلام‎) genannt. Der Begriff taucht nicht im Koran auf, sondern geht Yusuf al-Qaradawi zufolge auf den Begründer der hanafitischen Rechtsschule, den islamischen RechtsgelehrtenAbu Hanifa (699-767) zurück. __(Quelle Wikipedia )  

Ganz im Gegenteil .Sie verfrachten ihre gebeutelten Glaubensgenossen gerade nach : Dār al-Harb ‏دار الحرب ‎ dār al-harb,

Es läuft also für die Islamischen Staaten gerade alles nach bestem Plan .

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Kommentar von Daoga
15.01.2016, 13:11

Letzteres glauben die nur. Denn wenn die Muslime in Länder wie Deutschland einreisen, dann müssen sie feststellen, daß die "Ungläubigen" bei sich zuhause ganz anders leben als das die islamischen Vorurteile so behaupten (nach denen Muslime und islamische Länder die schönsten, reichsten, gerechtesten und in jeder anderen Hinsicht besten sind und alles "ungläubige" nur totaler Mist ist). Lies Dir mal meinen Post dazu auf http://www.hilferuf.de/forum/gesellschaft/217680-muslime-in-deutschland-12.html durch, mit dem historischen Vergleich, dann merkst Du selber, was für einen gigantischen Fehler die mit der Flüchtlingswelle nach Europa begehen.

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Ja, das wäre vordergründig das naheliegendste.

Wer sich aber etwas mit der arabischen Welt auskennt, weiß das sie in sehr vielen Fällen nicht homogen ist.

" Logischerweise, europäische Länder besitzen auch grundlegend dieselbe
Kultur, sodass es ein Leichtes ist, sich gesellschaftlich in der neuen
Heimat einzugliedern
"

In den arabischen Ländern besteht der weitaus größte Teil der Kultur in der Religionsform - den Islam an sich gibt es nicht.

Die beiden größten Länder der Region sind der Iran und Saudi Arabien.

Beid e sind sich spinnefeind, die einen sind schiitisch , die anderen  - in der Rgeierungskaste eher sunnitisch - wobei auch das nicht stimmt  - man diese extreme Richtung in Saudi - Arabien Wahabbismus.

Aber selbst in Saudi Arabien stellt der Wahabbismus nicht die einzige Religion dar, dort gibt es auch eine starke Minderheit an Schiiten.

Einer der ersten Sätze, die Khomeini in Richtung Saudi - Arabien abschoss, war derjenige, das es unmöglich sein könne, das die heiligen Stätten in einem Königreich liegen, da dies so nicht im Koran vorgesehen ist.

Umgekehrt gibt es ein starkes Gerücht, das Saudi - arabien Israel Überflugrechte für den Fall eines Angriffs auf den Iran gegeben hat.

Der Irak wiederum ist auch in beide Glaubensrichtungen geteilt.

Assad selbst ist Alavit, was wiederum in Richtung Schiiten und daher auchin eine Unterstützung durch den Iran mündet.


Letztlich trifft es dann die beiden schwächsten Staaten:

Jordanien  ist ein Staat, der von den arabischen Ländern am wenigsten anerkannt wird, was wiederum darauf zurückzuführen ist, das die nach deren Lesart dem damaligen König Hussein in der Allianz Syrien, Äqypten, Jordanien die Schuld dafür zugeshcoben wurde, das er Jerusalem für die Moslems verloren hatte, also die heutige Westbank.

Den Libanon hingegen kann man als praktisch unregierbar einordnen:

Schiiten, Sunniten, Christen, Drusen: Es gab ein Zeit als Bevölkerungsgruppen im Libanon Syrien baten, den Libanon einzugliedern, weil es als unregierbar galt - diesen " geschenkten " Landgewinn hat  selbst Syrien dankend abgelehnt.

Man kann das unendlich weiterführen - Einklang gab es in der arabischen Welt selten und deswegen hat auch niemjand ein  Interesse syrische Flüchtlinge aufzunehme, eingedenk der Tasache, das man nicht weiß, was man sich in das Land holt.

Vor allen Dingen ist keines der Länder demokratisch und allein deswegen ist da kaum Interesse, die Rebellen aufzunehmen.

Mit freundlichen Grüßen

Nasdaq






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Kommentar von sexy1111
06.09.2016, 13:48

Warum nennst du dich Nasdaq? Das ist doch der Aktienindex der US Amerikaner, nach dem Dow Jones Index. 

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Kommentar von juergen63225
30.10.2016, 21:51

Gute Analyse .. kann ich nur bestätigen nach etlichen Reisen in die Region.

Und nochwas: Jordanien, Libanon, Türkei haben viel mehr Flüchtlinge aufgenommen als wir, absolut und relativ zur Bevölkerung  sogar gigantisch viel mehr. Jordanien hat 10% der Bevölkerung als Flüchlinge aus Syrien aufgenommen (600.000 zun6 Mio) ... wir 1% im Kriesenjahr 2015 .. 

Und ... wir (der Westen) haben sich erfolglos eingemischt in Syrien, Irak, Libyen ... nicht Jordanien oder der Libanon !

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Nun die arabischen Länder sind fein raus Deutschland ist der Anlaufpunkt geworden!Ist aber so auch nicht fair!

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Kommentar von recklinghausen1
02.07.2016, 13:30

Türkei ist machtvoll bis zum Leben.

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Was viele nicht wissen, oder nicht verstehen, ist es das die arabischen Länder eben nicht alle gleich sind.

Die reichen Golfstaaten wie Saudi Arabien, die wirklich verdammt nochmal Money haben, wollen die Flüchtlinge nicht, da sie Wahabiten sind und den IS unterstützen.

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