Haben Deutsche zu viele Schuldgefühle?

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15 Antworten

Die erste Nachkriegsgeneration im Westen, das sind heute übrigens alles Rentner, hat gegen das Schweigen der Täter rebelliert. Die tatsächlichen Täter, zu denen ich auch die Mitläufer zähle, haben in der Nachkriegszeit ihre Verantwortung geleugnet und verdrängt. 

Es ging schon damals nicht um Schuldgefühle sondern um die Frage, wie es zu den Verbrechen der Nazi-Zeit kommen konnte.

Die Folge war ein Misstrauen zu autoritären Führern, Fremdenfeindlichkeit, ... Mit Schuldgefühlen hat dies nichts zu tun. Das wird nur von Leuten so dargestellt die heute ähnliche Forderungen stellen möchten wie die damaligen Täter.


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Kommentar von Mefista
07.09.2016, 11:11

Danke, sehr interessant!

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Kommentar von Lazybear
07.09.2016, 14:21

Sehr gut erklärt!!

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Ich sehe mich selber nicht als "Deutscher", "Schweizer" oder sonstwas. Ich sehe mich als MENSCH auf diesem Planeten. Und daher machen auch globale Probleme nicht Halt vor meiner Landesgrenze!

Das hat mal gar nichts mit Schuldgefühlen zu tun, sondern schlicht mit der Tatsache, dass wir nicht getrennt hier sind und jeglicher Mauerbau (real oder nur im Kopf) was vom Dümmsten ist, was wir Menschen je erfunden haben. Das ist zumindest meine Meinung.

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Kommentar von Mefista
07.09.2016, 09:50

Interessant und danke!

Aber warum ist Mauerbau so dumm? Könntest du mir das bitte noch näher erklären?

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Kommentar von Sabotaz
07.09.2016, 10:00

so kompakt und treffend hätte man es auch sagen können... :D

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Kommentar von Schnoofy
07.09.2016, 10:22

Du hast mit wenigen Worten sehr viel gesagt.

Danke!

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Kommentar von adenosi
07.09.2016, 13:12

Dass du Opfer nicht von Täter trennen willst wundert mich.

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Wir haben nun mal [...] Ist halt so

Das ist statisches, fatalistisches Denken. Gewiß gut für kurzfristige mentale Energieersparnis. Scheint ja auch immer eine Zeit lang zu funktionieren, solange man sich als der "Stärkere" fühlt und das, was man hervorbringt, als "Erfolg" wahrnimmt. Nüchtern betrachtet ist dieses Denken auf geistige Stagnation hin programmiert, unkreativ, eher schwach, wenn man sich neuartigen Problemen und Herausforderungen zu stellen hat, und damit auf lange Sicht nichts anderes als Selbstsabotage.


Tun wir [...] weil wir [...] wie wir [...] Sollten wir

Mit was für einem "Wir" ich mich identifiziere, entscheidet über die geistigen Fenster und Türen, die ich mir öffne oder verschließe und über die Zukünfte, die ich mir damit zugänglich mache oder verbaue. Je beschränkter mein "Wir", um so beschränkter auch ich.


Schuldgefühle gegenüber Anderen / Schwächeren oder einfach Menschen mit weniger Willensstärke

Was manche als "Schuldgefühl" mißverstehen, ist etwas anderes. Wer sein beschränktes "Wir" durch ein planetares "Wir" ersetzt, erweitert damit seinen Verstehenshorizont. Er erkennt seine eigene Vernetztheit, Abhängigkeit und Verantwortlichkeit. Sein lokales Handeln wird geleitet von globalem Denken. Menschen mit diesem Bewußtsein, hat es zu allen Zeiten gegeben.

http://mittelaltergazette.de/mag/wp-content/uploads/2015/03/erde-hildegard-von-bingen.jpg

http://www.spatialagency.net/2010/02/03/wholeearthcatalog-960x1236.jpg

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Kommentar von Mefista
07.09.2016, 22:10

Vielen Dank für deine Antwort!

Mit was für einem "Wir" ich mich identifiziere, entscheidet über die geistigen Fenster und Türen

Da sagst du was und ich sehe es genauso.
Aber ist es vielleicht auch mal nötig, mich mit mir und mich zu identifizieren? Also ich meine, dass ich aus mir und mir ein wir mache. Dass ich zu mir selbst und alleine "wir zwei beide" sage, damit ich meinen Weg gehen kann?

Wer sein beschränktes "Wir" durch ein planetares "Wir" ersetzt

Ich kann nicht immer nur planetar denken, ein planetares wir denken, weil ich dabei mich selbst verliere, ich brauche auch mal ein wir mit mir allein.

Sein lokales Handeln wird geleitet von globalem Denken. 

Ok. Aber heißt das, dass ich nicht auch mal das Gegenteil davon denken und sein darf? Nicht global, sondern einfach mal meines.....

Verstehst du das? Oder habe ich dich falsch verstanden?

Je beschränkter mein "Wir", um so beschränkter auch ich. 

Ich verstehe, was du damit sagen willst, aber nicht, warum ich mich nicht mal auf mich allein beschränken sollte / darf, um gut leben zu können.
Und wenn ich mich auf mich selbst beschränke, dann finde ich irgendwie überhaupt gar nicht, dass mein eigenes Selbst dadurch beschränkt wird, mein Ego aber sicherlich schon, das stimmt.

Immer nur ein globales Wir würde mich, also so glaube ich, total überfordern. Verstehst du das?

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Tun wir zu viel für andere / Schwache.... einfach nur, weil wir Schuldgefühle haben?

Nein.

Wir haben nun mal Eigenschaften, die es uns ermöglichen, so zu leben,
wie wir leben. Auch wir haben Probleme und Herausforderungen, denen wir
uns stellen müssen, so ist das ja mal nicht.

Probleme?



Andere Völker / Temperamente haben eben andere Eigenschaften und leben aufgrunddessen auch anders.

Ossis?

Sollten wir uns das auch erlauben, unseren Erfolg......? Sollten wir
öfter dazu stehen und anderen sagen, dass sie selbst für ihr Leben
Verantwortung tragen?


Wir sind die erste Generation, die überhaupt einmal ansatzweise etwas Verantwortung übernimmt. Wir leben seit Jahrzehnten auf Kosten der Dritten Welt und auch etwas zu Lasten europäischer Partner, die von unserer Wirtschaftskraft erdrückt werden. Wir leben ununterbrochen auf Kosten der Welt und sind weit überproportional für Umweltzerstörung und Klimawandel verantwortlich. Und was Flüchtlinge betrifft, erzählen unsere obersten Angsthasen, wir seien doch ein christliches Land.

Was ist denn bitte christlich, Herr Seehofer? Leute, die unserer Hilfe bedürfen, abzuweisen?

Nein, Deutsche haben nicht zu viele Schuldgefühle. Du als Fragesteller(in) aber möglicherweise zu wenig Demut. Man sollte sich bewusst sein, mit welchen Vergünstigungen man leben darf. Dann gibt man vielleicht auch gerne mal etwas ab, ohne mit einer Hackfresse herumzulaufen.

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Kommentar von Mefista
07.09.2016, 22:52

Super deine ersten drei Antworten :DDDDD ... gefällt mir.....  So hättest du noch viel länger weitermachen sollen!!!!

Sorry, aber bei Ossis musste ich erst mal lange lachen....... ;-)))) Tut jetzt echt mal gut, bei der Frage......

So, jetzt normal weiter.....

Was ist denn bitte christlich, Herr Seehofer? Leute, die unserer Hilfe bedürfen, abzuweisen?

Ja willst du jetzt alle aufnehmen? Überschätzt du da D nicht auch? Ich mein, wir haben doch auch Grenzen - oder? Die ganz Welt können wir nicht retten. Es sollen aber noch viel mehr Flüchtlinge .....

Also du schätzt mich lt. deinem letzten Absatz total falsch ein - echt.

Aber deine Antwort hilft mir sehr und vielen Dank dafür!

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Die Mär von "Schuldgefühlen" der Deutschen ist ein ideologisches Leitmotiv des Rechtsextremismus, das jedweder Grundlage entbehrt.

Wir Deutschen haben keine Schuldgefühle und wenn man kein Nazi ist, braucht man auch keine zu haben.

Wirtschaftliche und humanitäre Hilfe resultiert auch nicht aus einem Schuldgefühl heraus, sondern aus humanitären Erwägungen und der Notwendigkeit, seinen Erfolg als führende Exportnation intelligent zu flankieren.

Blinder und kurzsichtiger Sozialneid behindern da nur.

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Kommentar von Mefista
07.09.2016, 09:59

Vielen Dank, auch sehr interessante Sichtweise!

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Kommentar von Wahchintonka
07.09.2016, 13:37

Dann dürften nach deiner Theorie nur Leute ab etwa 90 Jahre Schuldkomplexe diesbezüglich quälen. Fehlanzeige. Denn es sind eher deren Kinder und Kindeskinder, die etwa folgende Überlegungen anstellen: "Hätte mein Vater, meine Mutter, mein Opa oder mein Opa dagegen etwas unternehmen können? Wahrscheinlich ja! Irgendetwas bestimmt! Aber warum taten sie es nicht? Oder unterstützten sie sogar noch dieses Terror-Regime? Wer weiß? Aber irgendwie werde ich das ungute Gefühl nicht los, dass sie sich nicht mit aller Macht dagegen gewehrt haben. Und da ich natürlich der Nachkomme meiner Eltern/Großeltern bin und deren Gene geerbt habe, bin ich insofern mitverantwortlich. Und aufgrund dieser Mitverantwortung möchte ich Wiedergutmachung leisten - und wenn es sein muss, mein Leben lang und um jeden Preis."

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Das liegt nicht an der Willensstärke. Schuldgefühle - meinst du damit die Weltkriege? Schuldgefühle habe ich nicht, aber das gehört zu unserer Geschichte. Solange wir uns auf unsere Erfolge und an unsere positiven Ereignisse erinnern wollen, wie zum Beispiel die Erfindung des Automobils, Schiller etc. sollten wir uns genauso an unsere schlechten Punkte erinnern. Wir dürfen uns davon nicht einnehmen lassen und unser Handeln nach unserer Schuld richten, aber das sollten wir uns immer im Hinterkopf behalten.

Was die "Überlegenheit" angeht, die du beschrieben hast: Wir haben viel Glück gehabt und mit Kriegen und brutalen Raubzügen viele recht friedliche Völker überrannt und ausgebeutet. Technik und Medizin war zu der Zeit woanders in bestimmten Bereichen wesentlich weiter und wir haben sie uns mit Gewalt an uns genommen, was uns für die Zukunft viel Entwicklungsvorsprung gebracht hat.

Damals wie heute basiert also unser Erfolg auf dem Misserfolg und auf der Ausbeutung anderer. Heute leisten wir uns 60€ werte Smartphones für 800€, nur weil die Rohstoffe wie Coltan oder Tantal unter übelsten Bedingungen in Afrika abgebaut werden. Wir unterstützen indirekt weltweit die Ausbeutung und beuten teilweise durch deutsche Firmen im Ausland immernoch aus. Nestle verkauft uns im deutschen Einzelhandel Wasserflaschen für 1,59€ pro 1,5l, welches sie für wenig Geld aus Wasserarmen Gebieten Afrikas holen. Wir kaufen uns T-Shirts für 25€ von "Marken", die für 45cent in Bangladesh hergestellt werden.

Solange wir uns auf solche Premiummarken einlassen, sorgen wir dafür dass der Rest der Welt auch arn bleibt.

Das nächste Ding ist, dass wir besonders seit J Fischer wieder mit Kriegen in der Welt viel Geld machen. Damalige Waffenexporte für mehrere Millarden € waren ein Boomerang, den wir weggeworfen haben. Mit diesen Waffen wurden zuerst Kriege geführt gegen einzelne Bevölkerungsgruppen und wo sie später landen / gelandet sind, weiß niemand. Die Flüchtlingswelle, die auf uns zurollt (welche übrigens vor mehr als 10 Jahren bereits im Zusammenhang mit Waffenexporten vorhergesagt wurden) ist der Boomerang, der zurückkommt - genau wie Konflikte in Nah-Ost, Sudan, Syrien etc. .

Du hast recht, wir mischen uns zu viel ein, zumindest zu viel mit Waffengewalt. Und wir lassen uns zu sehr beeinflussen durch Nato-Operationen, die uns eigentlich garnichts angehen dürften.

Aber wenn wir in diesem Luxus, den sich die Deutschen leisten können (gemessen an der Bevölkerung vom Rest der Welt) weiterhin leben wollen, müssen wir auch dafür zahlen. Und wir bezahlen eigentlich immernoch zu wenig...

ich hoffe, ich bin nicht zu weit vom Thema abgewichen :D

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Kommentar von Mefista
07.09.2016, 10:09

Ne, ne, du hast mich schon richtig verstanden und danke für deine Antwort!

Damals wie heute basiert also unser Erfolg auf dem Misserfolg und auf der Ausbeutung anderer.

Ja genau. Natürlich nicht nur! Aber eben auch.
Und dafür sollten wir uns schuldig fühlen? Aber die anderen, die, die ausgebeutet werden, machen doch dabei mit. Warum wehren sich diese nicht dagegen, finden andere Wege, um sie zu gehen?

Die Flüchtlingswelle, die auf uns zurollt (welche übrigens vor mehr als 10 Jahren bereits im Zusammenhang mit Waffenexporten vorhergesagt wurden) ist der Boomerang, der zurückkommt - genau wie Konflikte in Nah-Ost, Sudan, Syrien etc. . 

Ja, also das könnte stimmen! Das läge dann in unserer Verantwortung....

Aber wenn wir in diesem Luxus, den sich die Deutschen leisten können (gemessen an der Bevölkerung vom Rest der Welt) weiterhin leben wollen, müssen wir auch dafür zahlen. Und wir bezahlen eigentlich immernoch zu wenig...


Ich finde, wir zahlen zu viel und machen zu viel aus einem Schuldgefühl heraus.
Andere Länder und Völker machen auch nicht alles gut, richtig bzw. wie auch immer und zahlen nicht dafür. Die werden dafür auch viel weniger verurteilt.
Wenn wir uns überfordern mit allem, nutzt das auch keinem mehr was.....

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Manchmal macht man eben Dinge auch einfach aus dem Grund, weil man es für richtig empfindet

Unser Leben ist stark vernetzt mit allen möglichen Orten auf der Welt, somit haben "wir" durchaus auch eine gewisse Verantwortung was dort geschieht. es müssen nicht bloß dunkle Geschäfte irgendeiner Waffenlobby sein - da reicht schon ein Schuhfabrikant, dessen Schuhe du bevorzugst.

Jetzt immer noch davon auszugehen, dass es sich um Schuldgefühle aus grauer Vorzeit handeln, welche die Bundesregierung im Ausland agieren lässt, ist rückständig und gern benutzt, weil dadurch ganz einfach der eigene Unwille gefüttert wird, sich als aktiven Teil in der Welt zu sehen.

Teile deines Textes empfinde ich, nebenbei gesagt, als tendenziös. Vergiss auch nicht, als Deutschland zu Boden gezwungen wurde, bekam es und die Menschen darin Hilfe, ohne die du sehr wahrscheinlich nicht so leben könntest, wie du es tust ... und das ist keine Eigenschaft. Millionen Menschen sind aus D und vor D geflohen und aufgenommen worden.

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Kommentar von Mefista
07.09.2016, 10:02

Ja, das stimmt sicher auch! Danke! Interessant!

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Kommentar von GehOrgel
07.09.2016, 12:17

"als Deutschland zu Boden gezwungen wurde, bekam es und die Menschen darin Hilfe, ohne die du sehr wahrscheinlich nicht so leben könntest, wie du es tust "

Und die taten das aus reiner Humanität? Nein - klare Berechnung! sie brauchten einen europäischen Schutzwall gegen die UdssR!

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Wir sind eben auf einer Stufe der Zivilisation angekommen, auf welcher Mitleid mit Schwächeren, Empathie und gewaltlose Konfliktlösung möglich ist.  Dies verdanken wir unserer guten Politik, unserer leistungsstarken Wirtschaft und der in großen Teilen der Bevölkerung vorhandenen Leistungsbereitschaft. 

Leider wird dies von denen, die nichts zum Gelingen des Ganzen beitragen und für die immer alles selbstverständlich ist, zunehmend in Frage gestellt.


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Kommentar von Mefista
07.09.2016, 11:04

Ok. Wieder eine ganz andere Sichtweise... vielen Dank!

Ja, also Leistung bringen wir, das steht mal fest.....  ;-)))

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Dein Problem sind keine Schuldgefühle sndern das rassistische Gedankengut. Offensichtlich denkst du nicht so und merkst es wohl nicht mal.

"Ihr" helft "Schwachen"? Welchen Schwachen? Seid "ihr" stärker?

Was für Eigenscaften ermöglichen "euch" wie zu leben? Was soll dieser Rassenlehre-Murcks?

Haben Österreicher und Schweizer auch Schuldgefühle gegenüber Anderen / Schwächeren oder einfach Menschen mit weniger Willensstärke?

Na jetzt kannst du gleich deine schwarze Uniform anziehen. "Eure" Wllensstärke, ja klar. Was noch? Was habt "ihr" noch den Untermenschen voraus?

Ich könnte dir erzählen wo die wirklichen Ursachen für den deutschen Erfolg liegen, aber das würde dir nicht gefallen, denn darin würde nie das Wort "deutsch" oder "Eigenschaften" vorkommen, sondern nur Wirtschaftstheorie und Geopolitik.

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Kommentar von Mefista
07.09.2016, 10:59

Nein, ich bin keinesfalls rassistisch. All die Buntheit, die verschiedene Menschen mit sich bringen, finde ich sehr faszinierend und interessant!
Ich verstehe nicht, wann ich rassistisch mit meinen Fragen war.
Vielleicht ja interpretierst du zu stark....  ;-))))

"Ihr" helft "Schwachen"? Welchen Schwachen? Seid "ihr" stärker?

Darin erkenne ich die Arroganz vieler Deutscher, die meinen, anderen helfen zu müssen, einfach nur, weil sie anders leben. Aber ich fragte mich, ob Deutsche das auch aus einem Schuldgefühl heraus machen. Vielleicht denken viele Deutsche, sie leben so gut, und alles was anders ist, ist schlechter bis lebensunwürdig, was meiner Ansicht nach natürlich überhaupt nicht der Fall sein muss, denn ein anderes Leben als hier in D kann durchaus ganz wundervoll und besser sein.

Na jetzt kannst du gleich deine schwarze Uniform anziehen. "Eure"
Wllensstärke, ja klar. Was noch? Was habt "ihr" noch den Untermenschen voraus?

So meinte ich das gar nicht. Ich wollte lediglich darauf hinweisen, dass es Menschen mit starkem Willen gibt, die durchaus ihre Ziele erreichen, von wo her sie auch immer kommen.

Schade, dass du mir Desinteresse unterstellst.

Von Wirtschaftheorie und Geopolitik habe ich überhaupt keine Ahnung. Aber es ist unglaublich, wer was steuert und was Manches für Verwicklungen hat.

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Kommentar von SplitterFX
07.09.2016, 13:03

Das mit der Arroganz der Deutschen stimmt, wenn du das so meinst wie du das jetzt geschrieben hast.
Ist bei Franzosen und Engländern nicht anders.
Wir müssen die muslimischen Frauen "befreien" - ob sie wollen oder nicht.

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Ich finde, Deutschland macht zu viel für andere Länder, mischt sich zu häufig ein......

Ich finde, damit bescheinigst du sofort, dass du gar keine Antwort willst, sondern lediglich nach Zustimmung suchst.
Sollte das nicht gewollt sein, so stelle demnächst eine reine Frage - ohne deine Meinung dazu zu nennen. Die kannst du immer noch als Diskussionsbeitrag in Form eines Kommentars unter der jeweiligen Antwort posten.

Abgesehen davon schreibst du zwei völlig unterschiedliche Dinge in einem Satz:

zu viel für andere machen - Etwas für andere machen ist prinzipiell gut.
Es könnte höchstens aufgrund der Menge negativ gesehen werden, und zwar von denen, die hier sind und befürchten, für sie selbst bleibe nicht genug. Wovon auch immer.
sich zu häufig einmischen - Das ist prinzipiell schlecht, egal, wie häufig.
Denn es bedeutet nicht zu helfen, sondern die eigene Ansicht durchzusetzen.
Ob es nun die Schwiegermutter bei der Schwiegertochter macht, oder ob Deutschland als Verbündeter amerikanische Interessen vertritt.

Ist halt so, dass der Stärkere gewinnt, dass sich der Stärkere durchsetzt......

Da solltest du vielleicht mal ein wenig nachlesen, um herauszufinden, warum und vor allem wie manche Länder die Stärkeren geworden sind...

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Kommentar von Mefista
07.09.2016, 22:40

Danke für deine sehr interessante Antwort!

Ich finde, damit bescheinigst du sofort, dass du gar keine Antwort willst, sondern lediglich nach Zustimmung suchst.

Aber in Wirklichkeit trifft genau das Gegenteil zu! Aber wirklich sehr interessant für mich, dass du mir das so sagst, so weiß ich, wie ich auf andere wirke, obwohl es natürlich häufig so ist, dass man Eigenes auf andere projiziert.  ;-)))

Also ich will meinen Horizont erweitern. Echt jetzt.

All die Meinungen und Sichtweisen eben aus verschiedenen Blickwinkeln heraus sind es, die mich so faszinieren, weil ich ja alleine auf all dies nie kommen würde, weil ich ja nur von mir aus gehen kann und all das Wissen, all die Einblicke, die mir hier die Antworter bereitwillig schreiben, selbst nicht habe.

Meine Meinung wollte ich ganz bewusst dazu schreiben, damit Leser mich verstehen und konkreter auf die Frage eingehen können, konkreter auch auf mich. Denn damit kann ich am meisten lernen dabei.

In Wirklichkeit ist es nämlich so, dass ich selbst ein Problem mit Schuldgefühlen diesbezüglich habe, so wollte ich also schon, dass Leser grobe Hintergründe erfahren, damit für mich möglichst viel dabei rausspringt quasi.....  ;-))) Also ich wollte, dass Leser auf mich eingehen....., damit ich mir eine neue Meinung bilden kann, um meine Schuldgefühle loszuwerden.....

Aber du bist ein süßer "Bella Italia" - da läuft eh alles anders.....:-))))

Ja, anstatt meiner Schuldgefühle wünschte ich mir sehr italienisches Lebensgefühl...... das wäre es......  ;-))))

Abgesehen davon schreibst du zwei völlig unterschiedliche Dinge in einem Satz:

Ok.
Hm, aber der Satz ist mit einem und getrennt und somit fast schon eine Aufzählung sozusagen. Gut, vor dem und hätte dann vielleicht ein Komma dürfen quasi, aber in dem Fall, ist das doch ok.....
Naja gut, du siehst es so.....

zu viel für andere machen - Etwas für andere machen ist prinzipiell gut. Es könnte höchstens aufgrund der Menge negativ gesehen werden, und zwar von denen, die hier sind und befürchten, für sie selbst bleibe nicht genug. Wovon auch immer.

Hm.
Ja, ist prinzipiell gut. Also in einem gewissen Maße. So ganz nach dem Motto:
Hilft man jemandem etwas, so stärkt man ihn.
Hilft man jemandem viel, so schwächt man ihn.

Also so sehe ich das. Hilfe ist nicht immer nur gut. Es gibt auch zahlreich gescheiterte Entwicklungshilfen.

Ich hab ja Kinder. Und würde ich ihnen alles abnehmen und ständig helfen, machen und tun, dann würde ich ihnen damit keinesfalls einen Gefallen tun, weiter ihre Entwicklung stören, sie könnten gar nicht selbständig werden......
Somit sage ich, Hilfe ist nicht immer einfach nur gut, kann auch übertrieben werden und ein ungesundes Maß erreichen.

sich zu häufig einmischen - Das ist prinzipiell schlecht, egal, wie häufig. Denn es bedeutet nicht zu helfen, sondern die eigene Ansicht durchzusetzen. Ob es nun die Schwiegermutter bei der Schwiegertochter macht, oder ob Deutschland als Verbündeter amerikanische Interessen vertritt. 

Warum darf ich nicht mal auch meine eigene Ansicht durchsetzen? Eigentlich ist das doch in der Natur auch so. Warum darf ich das nicht? Warum darf ich nicht mal mir helfen, dafür natürlich anderen nicht, weil schon mal nicht beides zeitgleich funktioniert?

Ich will mich damit auseinandersetzen, will keine Zustimmung, lieber Argumente, an denen ich mich reiben kann.....  ;-))))) Aber nur, weil ich daraus lernen kann, nicht um andere herabzusetzen - ok?

Das Nachlesen, also ich weiß nich.... da ist so trocken.....
Sie hatten halt irgendwie Vitamin B und mehr Geld...... oder? Konnten die anderen irgendwie unterdrücken, aber die Anderen ließen sich auch unterdrücken..... oder?

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Es hat mit Schuldgefühlen nichts zu tun, wenn man MItleid mit anderen Menschen - hungernden Menschen, Menschen aus Kriegsgebieten etc.. hat und hilfsbereit ist. 

Es hat etwas mit Menschlichkeit zu tun. Wer hilfsbedürftigen Menschen Mitgefühl und Hilfe verweigert, sollte sein eigenes Gefühlsleben mal dringend überdenken.

Deine Wahrnehmung anderer notleidender Menschen ist nicht gerade von Intelligenz geprägt. Na ja, wie auch...

Es hat mit Willensstärke nichts zu tun, wenn jemand in Not gerät. Im Gegenteil übrigens... wenn ich in den Elendsvierteln von Aleppo vegetieren müsste, weiß ich nicht, ob ich die Willensstärke hätte, mich aufzumachen, um mein Leben zu retten. Viellleicht würde ich mich auch einfach zum Sterben niederlegen.

Deine Wahrnehmung der Situation anderer notleidender Menschen ist nicht gerade von Intelligenz geprägt. Na ja, wie auch... Ich habe selten so einen primitiven Beitrag gelesen.  

Ist halt so, dass der Stärkere gewinnt, dass sich der Stärkere durchsetzt......

das ist die Philosophie des Dschungels. In einer Welt, in der so etwas gut geheißen wird, wollte ich nicht leben. Ich bin aber überzeugt, dass du und deinesgleichen am lautesten heulen, wenn ihr mal in Not geratet.

"Brüll, Kreisch... ich kann mir den neuen Flachbildfernseher nicht leisten. Da sind die Flüchtlinge dran schuld. "

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Kommentar von Wahchintonka
07.09.2016, 17:15

Und du gehörst zu den ganz großen hilfsbereiten Intelligenz-Inhabern oder wie?

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Kommentar von Mefista
07.09.2016, 22:57

Gut, mit deiner respektlosen Einstellung mir gegenüber bringt es nichts mehr, mit dir zu sprechen. Ich trage deinen Stempel und fertig....

Wer da jetzt von uns beiden intelligenter ist, lasse ich mal dahin gestellt..... ;-)))

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Was sind das nur für unanständige und falsche Gedanken, dass Deutsche die Starken sind mit einem mächtigen Willen ausstaffiert, andere Völker hingegen wahre Hemdematze. Es fehlt nur noch der Begriff Herrenmensch und schon ist die braune Soße da.

Deine moralistische Betrachtung ist recht bedenklich, die solltest du mal grundlegend einer Revision unterziehen. Lass dir auch sagen, dass das Leben der Völker zueinander durch eine bestimmte Ökonomie geprägt ist, die durchschlägt und bestimmte Herrschaftsverhältnisse generiert.

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Kommentar von Mefista
07.09.2016, 23:01

Deine moralistische Betrachtung ist recht bedenklich, die solltest du mal grundlegend einer Revision unterziehen. 

Genau das war meine Absicht, deshalb meine Frage hier. Ich wollte die Ansichten anderer in Erfahrung bringen....

Aber ich wollte damit keinesfalls sagen, dass wir besser als andere wären. Nein, so meinte ich das gar nicht. Wir sind wohl nur anders.

Für was sich dann jeder entscheidet, bleib natürlich jedem selbst überlassen.

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Es ist ein Komplex, ein Schuldkomplex der über ganz Deutschland lastet - der Schuldkomplex des 3. Reiches. Selbst Profis (Psychologen, Psychiater z.b) können sich diesem Komplex nicht entziehen. Komplexe haben nämlich eine ganz besondere Eigenschaft: sie gehen nicht weg

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Kommentar von atzef
07.09.2016, 09:54

Eine substanzlose Behauptung, mit der der deutsche Rechtsextremismus sein politisches, militärisches und vor allem moralisches Totalversagertum uns allen als "Schuldkomplex" ans Bein binden will.

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Kommentar von Mefista
07.09.2016, 10:00

Danke für deine Antwort Wahchintonka, das könnte ich mir auch gut vorstellen, das dies einen Teil ausmacht....

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wir sind schuldig für maches aber schuldgefühle habe ich nicht was andere gemacht haben?

nein könnt dies was mit diesem zu tun haben?

https://de.wikipedia.org/wiki/Helfersyndrom

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Kommentar von Mefista
07.09.2016, 09:46

Ja - Helfersyndrom - genau, ....  spielt bestimmt auch ne Rolle!

Aber warum ist das dann gerade bei uns so stark ausgeprägt? Muss doch nen Grund haben.
Schuldgefühle vielleicht?

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Warum sollten wir Schuldgefühle haben..

Wir haben halt das Glück in einem reichen Land geboren zu sein ,dem es an nichts fehlt...

"Tun wir Zuviel für andere"

Meine Meinung ja, wir sind nicht das Sozialamt für den Rest der Welt,was im Moment stark danach aussieht

..

Das hat auch nichts mit Egoismus zutun..

Wir haben nunmal das Glück in Wohlstand zu leben ,andere eben nicht ,das kann deshalb auch nicht unser Problem sein ..

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Kommentar von Mefista
07.09.2016, 10:17

Ja, sehe ich schon auch so. Danke!

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Kommentar von Schnoofy
07.09.2016, 10:28

das kann deshalb auch nicht unser Problem sein ..

Das finde ich ist sehr kurzsichtig gedacht.

Kannst Du Dir nicht vorstellen, dass in dem Falle, wenn die Schere zwischen Arm und Reich zu groß wird, ärmere Staaten auch mit militärischen Mitteln versuchen könnten das Überleben ihrer Bevölkerung zu sichern?

Menschen, die am Abgrund stehen, müssen nicht mehr viel riskieren, da sie nichts mehr zu verlieren haben.

Und plötzlich haben wir das Problem, was Du gerade so sicher verneint hast.

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Kommentar von Hartos
07.09.2016, 10:44

Es gibt nunmal Arm und Reich kann man nicht ändern..

Aber dafür können die Reichen (Länder) aber nichts ...

Sind wir dafür verantwortlich das wir mal pauschal ausgedrückt Porsche fahren und Häuser besitzen andere noch auf Esel reiten und in Lemhäusern hausen ,sicher nicht oder...

Warum sollen wir für andere gerade stehen die nicht so Leben wie wir...

Sollen wir jetzt das Sozialamt spielen  für den Rest der Welt nur damit Sie unserem Standard erreichen und nicht austicken...
Na was soll das denn💤💤

Ich kann auch nicht sagen du bist Millionär , ich möchte das aber auch sein , gib mir die Hälfte ab sonst gibt es Ärger...

Nein funktioniert nicht , du hast nunmal Glück gehabt ,ich nicht ,muss ich mit Leben oder,denn erzwingen oder erbetteln kann man nichts ,jeder ist sein Glückes Schmied 🍻

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Kommentar von Hartos
07.09.2016, 10:55

"Also bleibt mir nix anderes über, wenn ich noch etwas Wert auf mich lege, selbst alles in die Hand zu nehmen."

👍🍻

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