Frage von Rosenblad, 250

Haben Christen aus ihren Glaubensüberzeugungen heraus etwas, das sie "anderen" Menschen voraus haben?

Oder anders gefragt: Was bedeutet dieses modale Adverb von "christlich" das einen solcher Art gläubigen (und in aller Regel in eines der vielen christlichen Religionsinstitutionen verankerten) Menschen von Anderen (Andersgläubigen, "Ungläubigen" oder schlicht und ergreifend "Nicht-Christen") unterscheidet und ihn vielleicht "besser" stellt?

Möglicherweise ist aber meine Frage falsch gestellt - dann bitte ich um Korrektur.

Antwort
von Eselspur, 114

Christen "haben voraus", dass sie wissen, dass Gott ist und uns liebst. Sie wissen aber auch, dass diese Erfahrung ihnen geschenkt worden ist, also dass sie sich auf dieses "Voraushaben" nichts einbilden müssen. 

Kommentar von stinksack200 ,

Nein sie "wissen"nicht, sie "glauben".

Kommentar von Giustolisi ,

Gläubige verwechseln oft Wissen und Glauben, das gehört offensichtlich dazu.

Kommentar von zehnvorzwei ,

Das ist keine Frage des "Verwechselns", sondern die des Wissens: Christen haben die Gewissheit, dass es so ist.

Kommentar von pinkyitalycsb ,

Zehnvorzwei, du hast völlig Recht!

Wenn Christen Gott in ihrem Leben und durch ihre Gebete selbst erfahren haben, können sie aufrichtig bahaupten, dass sie wissen, dass es Gott gibt!

Kommentar von Hamburger02 ,

Na ja, eine ähnliche Gewissheit hatten auch die Griechen oder Römer gegenüber ihren Göttern. Das ist also nichts besonderes.

Antwort
von Whitekliffs, 86

Haben Christen anderen Menschen etwas voraus? Eigentlich ja. 

Christen sind nicht die besseren Menschen. Wir sind nicht besser und nicht schlechter wie alle anderen.

Aber wir haben den Heiligen Geist bekommen. 

Gott selber kommt durch den Heiligen Geist in einem Menschen wohnen, der sich bekehrt, Jesus sein Sünden bringt und ihn als Herrn und Retter in sein Leben einlädt.

Also was haben wir voraus? Nichts aus uns selber. Nur etwas, das Gott schenkt, nämlich dass er wie die Batterie in der Taschenlampe in uns wohnen kommt.

Kommentar von keineahnungaf ,

Wir sind nicht besser, aber besser dran. ;)

Antwort
von Giustolisi, 75

Ich denke, dass man das nicht auf die Christen beschränken kann.

In jeder Religion wird ein anderer einzig wahrer Gott verehrt. In jeder Religion halten die Gläubigen ihre Lehren für die richtigen Lehren. Es wird gegen Ungläubige gewettert und ein Loblied auf den eigenen Gott gesungen.

Sie alle sind absolut davon überzeugt, die richtige Religion zu haben, ohne schlüssige Gründe. Deswegen passierte und passiert es häufig, dass Andersgläubige als schlechter dargestellt werden oder auch mal eins auf die Mütze bekommen oder man bringt sie einfach um.

Sie haben Anderen also nichts voraus, sie glauben es nur oft.

Antwort
von thetee99, 118

Du fragst also im Grunde, ob Christen bzw. allgemein Gläubige, bessere Menschen wären als Atheisten bzw. Nicht-Gläubige?

Naja, Vegetarier/Veganer halten sich auch für bessere Menschen als Fleischesser ;)

Das Christentum oder andere Religionen können ja durchaus ein gutes Hilfsmittel sein, um ein "besserer" Mensch zu werden. In den meisten Fällen zählt gegenseitige Rücksichtnahme, eine gesunde Portion Demut, Hilfsbereitschaft und vielen Menschen gibt es emotionalen Halt und vllt. auch Selbstvertrauen.

Aber niemand ist ein besserer oder schlechterer Mensch, nur weil er einer Religion angehört. Das entscheidet jeder für sich selbst, was für ein Mensch er sein will.

Antwort
von Bodesurry, 27

Christen haben die  Bedeutung von Jesus als Sohn Gottes erkannt. 

Als Menschen leider nichts. Christen sind nicht besser als Nichtchristen. 

Antwort
von Falbe, 26

Es gibt ein gutes Sprichwort, das heißt : 

Christen sind nicht besser , aber sie sind besser dran !

und das liegt daran , daß sie einen lebendigen unsichtbaren Begleiter haben , der sie führt , schützt , ändert zum Guten , der ihnen täglich neu Vergebung schenkt, wenn sie Mist gebaut haben ,der ihnen durch schwierige Lektionen weiterhilft , der im Kontakt mit anderen Hilfe gibt und vieles mehr 

Antwort
von xschwedex, 63

Ich bin grade am überlegen, wie du das genau meinst. 

Es ist nicht "christlich" sich als "besser" vor anderen Menschen darzustellen. Das kann man z.B. bei Jesus festmachen, der sich erniedrigt und Füße wäscht, um zu zeigen, dass Hochmut und Arroganz gegenüber anderen Menschen ein Weg ist, der nicht erstrebenswert sei.

Außerdem lehrt er in der Bergpredigt, dass man nicht leichtfertig über andere richten sollte. Er spricht den Splitter in deines Bruders Auge an,  wobei man doch noch nicht mal seinen eigenen Balken vor dem Gesicht bemerkt.

Außerdem gibt es im Christentum keinen Anspruch "der bessere Christ" unter den anderen Christen zu sein. Der Sterbende, der auf dem Totenbett zu Christus findet, hat die selbe Hoffnung auf Erlösung, wie der Pfarrer oder sonst wer.

Unter christlich verstehe ich, dass ich Jesus als das Licht, die Wahrheit und den Weg erkenne; Messias; ihm nacheifer im Sinne eines religiösen Vorbildes.

Antwort
von alexander329, 17

Verallgemeinerungen treffen nie 100% zu.

Aber ich denke schon, daß Christen, wenn sie auf Gott vertrauen (genauso wie andere Religionen, die an einen liebenden, führenden Gott glauben) gelassener durchs Leben gehen, mit weniger Angst und demzufolge mehr lieben und nicht so leicht feindselig werden, da sie alle Menschen als Geschöpfe Gottes ansehen. Das trifft natürlich nur für die "wahren Christen" zu.

Kommentar von Rosenblad ,

Wer sind denn dann die "wahren " Christen - die Zeugen Jehovas z.B.?

Kommentar von alexander329 ,

Natürlich die Christen, die nicht nur nach dem Buchstaben leben und Diskussionen führen, sondern nach dem Vorbild Jesu für die anderen Menschen leben und da sind und ihnen helfen und sie lieben.

Antwort
von suziesext06, 53

nein, deine Frage ist gar nicht falsch, find ich, sondern sehr angebracht: bloss, man muss die Frage stellen zu allen glaubensbasierten Religionen, nicht nur den christlichen. Kirchenchristen zb werden nicht drauf dressiert, sich allen anderen Glaubensformen gegenüber überlegen zu fühlen. Sie werden erzogen, dass der christliche Glaube heilsam ist, aber er führt nicht vollautomatisch dazu, dass du ein besserer Mensch wirst. Du musst, als Christ, gute Früchte bringen, sonst isz dein Glauben tot, n abgestorbener Baum, der abgehackt wird, am Ende der Tage.

Sunniten andererseits sind darauf dressiert: sie sind ausschliesslich deshalb, weil sie glauben was ihnen die sunnitischen Autoritäten sagen, gerechtferigt, gerettet, moralisch und charakterlich allen Ungläubigen haushoch überlegen..

Was so n Glauben wert ist, muss man schon mithilfe seines Verstandes und seines moralischen Gewissens entscheiden, nicht wahr?

Kommentar von Rosenblad ,

Nun mir ging es speziell um das Christentum - zum Islam kann ich nicht viel ausführen. Dein letzter Satz allerdings ist sicherlich zutreffend, aber wird in der Wirklichkeit von den spezifischen Lehragenden, Normen und "Einfassungen" der einzelnen christlichen Religionsgemeinschaften konsensualisiert oder aber der Einzelne praktiziert seinen christlichen Glauben für sich allein - hier ist mir aber diesbezüglich noch niemand begegnet (Vielleicht Viktor1, aber aus ihm bekommt ja nicht viel heraus).

Kommentar von suziesext06 ,

hi Rosenblad - da ich kein Christ bin, sondern Buddhistin, aber seit 10 Jahren christlichen Religionsunterricht besuche, bin ich quasi "prädestiniert" dir zu antworten.

Speziell der evangelische Glaube verschafft den Gläubigen eine Art psychologischen Vorsprungs und zwar in Form der Schrift von Luther "Von der Freiheit eines Christenmenschen". Diese Freiheit besteht darin, dass der unvollkommene, sündige Mensch nicht abdriften muss in Skrupulantentum, wo du jedes einzelne Gebot minutiös befolgen sollst, sondern du darfst ein fröhlicher Sünder sein, dessen Grundhaltung das Gottvertrauen ist.

Der katholische Glauben verschafft wohl seinen Gläubigen die Zuversicht, einer überzeitlichen Macht anzugehören, die von allen nur denkbaren destruktiven, diabolischen Kräften nicht zerstört werden kann.

Kommentar von waldfrosch64 ,

@Susiesext 06

Als nicht Christin, hast du den christlichen Glauben ,so meine ich  aber schon sehr gut verstanden ,da könnt man schon fast von Erkenntnis sprechen ! :  )

Das erste trifft aber schon auch auf die R. katholische Theologie zu  ! Lg 

Kommentar von Rosenblad ,

Das Ganze ideologische Lehrgebäude gleicht für mich als Außenstehenden eher einer Versicherungsanstalt.

Kommentar von waldfrosch64 ,

Um das zu beurteilen , müsstest du ,das Lehrgebäude ja erst mal kennen .

Eine Versicherung kostet Geld ,der Himmel ist gratis ,die einzig Bedingung ist ,du musst ihn wollen .

Kommentar von Rosenblad ,

Niemand kommt "gratis" in den Himmel - keine Ahnung welcher von den vielen christlichen Gemeinschaften Du angehörst - denn das ist ja von enormer Bedeutung heute für das was der Einzelne glaubt oder meint zu glauben.

Antwort
von Jogi57L, 49

Also das erinnert mich irgendwie an "konkurrieren"....
1.) WER hat den "besseren" Gott
2.) WEN hat Gott wohl mehr lieb... die Juden, Christen oder Mosleme...

Pauschale Antwort darauf aus meinem Empfinden heraus:
" wir werden uns alle wundern... WER und WIE Gott ist..sein wird..sich erweisen wird.... ER/Sie/Es lässt sich durch uns Menschen nicht in eine "Form" giessen..."

für Christen ist geboten:

"Liebe Deinen Nächsten ( Mitmenschen) wie Dich selbst... denn er/sie.. IST Deinesgleichen ..( ..so wie Du...)
[.....Soll/Könnte heißen: "aus einem Erdklumpen erschaffen... ihr alle seid "Erde".. wenn ihr euch als "Erde" schon nicht gegenseitig liebt... wen wollt ihr dann "lieben"... und WER sollte euch "lieben"... wenn ihr euch untereinander hasst...]
Es wäre anmassend, wenn "ein Christ" sich für einen besseren..oder bevorzugten Menschen halten würde....

ein Christ ist von der Gnade seines Herrn abhängig... der Herr eines Christen ist Jesus....
WARUM ?

lass es mich mit einen Betrieb vergleichen.....
Der Betriebsinhaber ( Das ewige Wesen...)
sagt:

" Ich mache den Betrieb dicht.. die Mitarbeiter taugen nichts...."

Jesus sagt:

" gib ihnen bitte noch eine Chance....ich verbürge mich für sie... zwar nicht für alle... aber für die, denen ich jetzt "Vorarbeiter" bin... und die sich ernstlich bemühen... mir nach zu arbeiten..."

Das soll heißen:

ALLE dürfen froh und dankbar sein, dass der Betrieb nicht "dicht" gemacht wurde... UND: kein Einziger darf sich selbst irgendeinen "Verdienst" zu schreiben.... und hat daher keinerlei Recht...sich  "besser" zu fühlen....

Kommentar von Rosenblad ,

Als Nichtchrist sehe ich in Deinen Ausführungen irgendwie eine, ja was?  eine private, eigenständige christliche Konstruktion? Wobei Du natürlich aus meiner Sicht nicht ganz unrecht hast was die ethisch-moralischen Fakten betrifft - aber aus biblischer Sicht gibt es "knallharte" Auflagen für z.B. eine "Befreiung von den Erbsünden", für eine Auferstehung zum Leben resp. ein Überleben des "Gerichts" usf.

Kommentar von Jogi57L ,

ja, also die "Erbsünde" ist der Tod... dem sind wir alle unterworfen... und das kam dadurch zustande, dass Adam und Eva das Gebot übertraten.... danach wurden sie sterblich, und somit alle Menschen...

Auferstehung(en)

Da gibt es wohl die erste Auferstehung... und dann später die zweite....an diesem Verständnis arbeite ich selbst noch, und mag daher dazu lieber nichts äußern.....

Keinesfalls will ich hierbei "Vergleiche" zwischen Islam und Christentum anstellen... dazu fehlt mir momentan jegliche Grundlage...

Es mag durchaus sein, dass ich andernorts.. bzw.. bei anderen Fragen....auf gewisse "Unlogisch" erscheinende Dinge eingehe.... aber beim Thema "Auferstehung" bin ich, wie erwähnt.... nicht soweit

Kommentar von waldfrosch64 ,

@Yogi 

Darf ich dich etwas berichtigen?

 Die Erbsünde ist aber nicht der Tod ,sondern der Tod ist die Folge der Sünde .

Die Erbsünde ist die  innere Gebrochenheit die in  uns allen inne wohnt .

Roemer 7,1

…18Denn ich weiß, daß in mir, das ist in meinem Fleische, wohnt nichts Gutes. Wollen habe ich wohl, aber vollbringen das Gute finde ich nicht. 19Denn das Gute, das ich will, das tue ich nicht; sondern das Böse, das ich nicht will, das tue ich. 20So ich aber tue, was ich nicht will, so tue ich dasselbe nicht; sondern die Sünde, die in mir wohnt.…

Kommentar von Jogi57L ,

Gerne darfst Du mich berichtigen... Danke dafür :-)

Kommentar von waldfrosch64 ,

Deine Kulanz spricht für dich! : )

Kommentar von Rosenblad ,

Der Mensch als "Opfer" seines Daseins, als Geburtstäter quasi - interessante Weltanschauung.

Kommentar von Jogi57L ,

jaa.. durch offenen Austausch können wir uns gegenseitig ergänzen... neue Einblicke liefern... und uns gegenseitig zum "Nachdenken" anregen....

Was wollen wir mehr ?

Kommentar von Rosenblad ,

Eine bessere Welt - vielleicht i.S. der "Bergpredigt", nur dann sähe es in unseren Deutschland völllig anders aus und das wünschen sich wohl nicht einmal die praktizierenden Christen.

Kommentar von Jogi57L ,

WENN es weltweit anders aussähe.. wäre es sicher erstrebenswert... wenn es nur in einem kleinen Land wie der BRD gelten würde... würde es wohl global gesehen, wenig Sinn machen... dieses Land wäre ratz fatz assimiliert....grad mal 1 % der Weltbevölkerung

Kommentar von Rosenblad ,

Mir ging es eigentlich um das "anders aussehen", um das was über  2 Milliarden Menschen die sich zum Christentum bekennen verändern könnten - wenn, ja wenn sie dieser Lehre nicht nur in Glauben, sondern auch in Werken folgen würden.

Kommentar von waldfrosch64 ,

Nun sind also die Christen am Elend der Welt schuld ..na so einfach kann man es sich natürlich auch machen !

Denk einmal darüber nach wie viele Christliche Hilfswerke es alleine gibt ! 

Kommentar von Rosenblad ,

Nun sind also die Christen am Elend der Welt schuld

Im Sinne Ihrer "Lehre" der Liebe eindeutig ja und Hilfswerke gibt es von Nichtgläubiger genauso - wo soll dann also der Unterschied bestehen?

Kommentar von Jogi57L ,

ja, da hast Du voll Recht.....

Matthaeus 7:

13

Gehet ein durch die enge Pforte. Denn die Pforte ist weit, und der Weg ist breit, der zur Verdammnis abführt; und ihrer sind viele, die darauf wandeln.

14

Und die Pforte ist eng, und der Weg ist schmal, der zum Leben führt; und wenige sind ihrer, die ihn finden.

Kommentar von waldfrosch64 ,

Auch das interpretierst du falsch ! Bei dir müsste  man bei Adam und Eva beginnen ...

Kommentar von waldfrosch64 ,

Die knallharten Fakten sind ,es ist viel leichter in den Himmel zu kommen als in die Hölle ,welches ja nur Gottferne heisst ...

Antwort
von Viktor1, 102

Voraus ?
Ich denke schon. Jedenfalls der, welcher sich auf die Botschaft Jesu einläßt.
Es ist die Erkenntnis (nicht "Glaube") dessen was dem Menschen zum Heil dient, sowohl hier in unserem menschl. irdischem Sein als auch - falls man dies für sich einbezieht - für ein transzendentes Sein.
Diese Erkenntnis ist unmittelbar mit einer größeren Verantwortung (aber auch Freiheit) verbunden.
Ein besserer Mensch wird nur der, der dieser auch gerecht wird. Doch diesen "Weg" können (und tun) auch Nichtchristen beschreiten.

Kommentar von Rosenblad ,

Zu dieser Erkenntnis - z.B. das der Mensch der Erlösung durch einen Jeschua von Nazareth - braucht es aber schon eines Glauben, ebenso wenn ich den Text aus Joh. 6:47 in den Kontext setze.

Vielleicht könntest Du mir aber erläutern was Du unter der "Erkenntnis" genau verstehst (Joh. 17:3 ?) - siehe auch: 1.Kor. 8:1 (wo die  Liebe "höher" gestellt wird als die Erkenntnis) und 1. Kor. 13:2 hebt eigentlich - so wie ich den Text als Nichtchrist verstehe - Deine Aussage irgendwie auf.

Kommentar von suziesext06 ,

vor allem: die Liebe deckt eine Menge Sünden zu. Also die unterscheidende Erkenntnis deckt ja nichts zu, sondern bringt es ans Licht.

Kommentar von waldfrosch64 ,
  • Ohne Erkenntnis  nach Johannes 17,3 kann es auch keinen christlichen  Glauben geben, im Christlichen Kontext .
  • Und ohne Glauben nach Christilicher Lehre keine christliche Erkenntnis.
  • Das heisst nun  nicht dass die Erkenntnis höher wäre als der Glaube ,wohl aber bedingt die christliche Liebe ,die vorherige  Erkenntnis, dass Jesus der Christus ist .Ohne diese Erkenntnis gäbe es keine Motivation zur nachfolge Christi .Welche immer auch Opfer bedeutet .

Anselm von Canterbury etwa  sagte :

 ich glaube um zu erkennen .

Und nach der Biblischem Zeugnis , bekommt der der glaubt den heiligen Geist ,welcher dir die Erkenntnis schenkt .


1. Kor. 13,2 

Bedeutet, dass ein toter Glaube ohne Frucht und Werke nichtig ist ,denn der Glaube muss immer in der Liebe wirksam werden ..

So habe ich das wenigstens verstanden .

Kommentar von Viktor1 ,
Zu dieser Erkenntnis - z.B. das der Mensch der 
Erlösung durch einen Jeschua von Nazareth -

Wie kommst du darauf ?
Ist das eine prinzipielle Eigenheit von dir, daß du etwas unterstellst und dann hinterfragst ? Da kommt man schlecht zueinander.
Joh. 6:47
Wieso sollte man solche Textfragmente (wobei sehr wahrscheinlich
kein einziges "Wort Jesu"  im  Joh. Evangelium genauso von Jesus gebracht wurde) forcieren ? Dies gilt ebenso oft für andere "ausgewählte" Texte. Die Botschaft Jesu ist eine Gesamtaussage von direkten "Worten", Gleichnissen und Handlungen.
So wird sie auch verstanden. "Glaube" für sich ist nichts. ( Gal.5,6 und Jak. 2,14-26)
Glaube an Jesus ist das Vertrauen darauf, daß die Befolgung seiner Botschaft auch zum transzendentem Heil führt.
Die Erkenntnis für unser diesseitiges Sein ist wohl kaum bestritten, sie wird durch unsere Erfahrung bestätigt.

1.Kor. 8:1 (wo die  Liebe "höher" gestellt wird 
als die Erkenntnis)

Die Erkenntnis steht aber nicht konkurrierend zur Liebe, im Gegenteil.
Es braucht auch die rechte Erkenntnis um die Befindlichkeit des Nächsten, um der Liebe Raum zu geben.
Die von mir angesprochene Erkenntnis beinhaltet ja , daß eben nur durch die "größere Gerechtigkeit" (das ist die Liebe), das Heil nicht erlangt werden kann - so von Jesus auch ausgesagt (Mt.5,20)
Und das ist eben  nachvollziehbar.
"Die Wahrheit (=Erkenntnis) wird euch frei machen".
Und das ist, um wieder auf Frage und Antwort zurück zu kommen, was Christen "voraus" haben können - wenn sie denn wollen.

Kommentar von waldfrosch64 ,

@Viktor1

Nach dem wir  so oft, die Klingen gekreuzt,haben ,freut es mich dass wir uns hier mal einig sind

 :  )

Kommentar von Viktor1 ,

@waldfrosch64
Und mich freut es, daß  wir in der Erkenntnis der Botschaft Jesu konform gehen. Ein bisschen "Klingen kreuzen" darf sein - muß sein !

Kommentar von Viktor1 ,

Berichtigung: das nicht ist im "...das Heil nicht erlangt.." zu streichen

Kommentar von Rosenblad ,

Es ist die Erkenntnis (nicht "Glaube") dessen was dem Menschen zum Heil dient

An diesem Satz habe ich mich "gerieben" - weil ich an ein solche Lehrformation glauben muß - egal welche Erkenntnis dahinter oder davor steht. Aber an dieser Stelle ist unser Topos natürlich völlig unterschiedlich . Mit meiner Außenschau auf das Christentum sehe ich die Inhalte (so allein den Streit um die Trinität) aus einer völlig anderen Wertungs- und Deutungsperspektive als Du, lieber Viktor.

Trotzdem werde ich zwei Dinge an und über das Christentum nie verstehen: Eine diametrale Lebenswirklichkeit zur Lehre und eine fast schon unüberschaubare Vielzahl von Lehrmeinungen innerhalb des Christentums - allein wenn ich mich mit einem Zeugen Jehovas oder einem Baptisten unterhalte kommen da völlig unterschiedliche Positionen zu Geltung und das bei einer Bibel.

Kommentar von Viktor1 ,
An diesem Satz habe ich mich "gerieben" - weil 
ich an ein solche Lehrformation glauben muß

Kann sein daß der Satz für dich nicht richtig rüber kommt ?
Daß das Gebot der "größeren Gerechtigkeit" (Liebesgebot) bei Befolgung die Welt besser macht ist die Erkenntnis und daß sie den der dies befolgt auch besser macht (heiligt im Sinne der Botschaft)  wohl auch. Letzteres ist für ein transzendentes Leben erforderlich.
Einer der nicht darauf setzt braucht dies ja nicht als Erkenntnis ansehen.

da völlig unterschiedliche Positionen zu Geltung
und das bei einer Bibel.

Ist nicht mein Problem und gehört nicht zu diesem Thema.
Ich bin nicht bibelgläubig.
Diese Bibelgläubigkeit als "Wort Gottes" brachte ja die Zersplitterung und Glaubenskriege - wegen Worten und Glaubensvorgaben.
Die Bibel ist ein Menü , aus der sich jeder bedienen kann.
Ich halte mich einfach an die Botschaft Jesu (in den Evangelien enthalten) und komme damit nicht ins Schleudern weil ich sie - wie oft gesagt - nachvollziehen kann.
Kein Christ braucht mehr. Alles andere, was teils auch nicht zu verwerfen ist (auch im AT gibt es Weisheiten, Erkenntnisse und moralisch annehmbare "Vorgaben") muß sich an dieser Botschaft messen lassen - für Christen.

Kommentar von Rosenblad ,

Das ehrt Dich, macht es aber für mich noch schwieriger im Verstehen - dann dürftest Du vermutlich auch keiner christlichen Gemeinschaft angehören oder?, denn die Bibel wird ja eigentlich als von Gott "eingegeben" (2. Tim. 3:16) verstanden. Ein Christ würde Dir vermutlich an dieser Stelle entgegnen, das Du Dir Deinen eigenen Glauben (und Erkenntnis) konstruierst - da ich das Gleiche (nur in einem weitaus größeren "Umfang") unternehme - darf ich das nicht sagen oder wenn ich es in Deiner "Brubbligkeit" sagen darf: Ist mir so was von egal - macht Dich aber authentisch und symphatisch, auch wenn Du jetzt wieder auf mich losgehen wirst.

Kommentar von Viktor1 ,
keiner christlichen Gemeinschaft angehören oder?
, denn die Bibel wird ja eigentlich als von Gott
"eingegeben" (2. Tim. 3:16) verstanden.

Oh doch, ich bin katholisch, und nicht nur auf dem Papier.
Die realistische Zuordnung der Schriften der Bibel zu den Gegebenheiten tut dem keinen Abbruch - ganz im Gegenteil.
Kein Katholik ist verpflichtet, die "Bibel" als Gottes Wort zu glauben.
Die spezielle Ermahnung des Timotheus durch Paulus besagt auch nicht, daß die Bibel Gottes Wort sei und wenn dem so wäre, wäre es nicht bindend.

16 Jede von Gott eingegebene Schrift ist auch nützlich zur Belehrung,
Ich sehe da nix. Jesus hat auch nie die Schriften (des AT) als die Worte seines Vaters bezeichnet - im Gegenteil, er hat sie den Propheten und Menschen zugewiesen , hinterfragst und teils verworfen und dem seine Worte entgegen gesetzt.
Es gibt also keinen Handlungsbedarf - so oder so - Schriften Gott zuzudenken, welche oft widersprüchlich sind , nicht der christl. Botschaft entsprechen und der Vernunft und Erkenntnis entgegen stehen.
Früher wußten es die Menschen nicht besser, man glaubte mehr was geschrieben war. Die kath. Kirche widersetzt sich nicht den Erkenntnissen zur Erforschung der Schriften. Die Botschaft Jesu wird dabei deutlicher.   
Antwort
von waldfrosch64, 73

Der Unterschied ist hier lediglich der "Glauben "also eine individuell  Erkenntnis .

Das macht einen Menschen  nicht besser ,sonder  einfach anders ,er bekommt dadurch lediglich mehr Verantwortung .

Kommentar von Rosenblad ,

Da ich mit offenen Augen durch die Welt gehe, denke ich Deine Antwort hinterfragen zu dürfen - wo ist diese "Verantwortung" bei über 2 Milliarden Christen in der Welt denn erkennbar? In Deutschland an den Fischaufklebern an überdimensionierten SUV´s, den großen Kirchentagen die Millionen kosten und nur metaphorische Räume freigeiben, an solchen Diskursen wie hier, wo die Kategorialbegriffe von Glaube, Erkenntnis oder v.a. von Liebe sakralisiert werden ohne aber in der Realität sichtbar zu werden? In Deinen Leben vermutlich ja (oder in Viktors) - aber für mich als Außenstehenden, der ich mir die Freiheit nehme das Christentum zu hinterfragen (übrigens ich hinterfrage auch mein Leben selbst) sehe ich in dieser oder anderen christlich geprägten Gesellschaften fast nichts von dem was der Begründer dieser Lehre an seine Nachfolge mitgab.

Antwort
von NewKemroy, 21

Meiner Meinung nach, würde ich sagen, beim Atheisten brennt die Hütte lichterloh, beim Christen auch, nur dass der schonmal mit der Blumenspritze angefangen hat mit löschen.

Antwort
von josef050153, 9

Es ist mir nicht ganz klar, welche Frage du beantwortet haben willst. Geht es dir um Kirchenmitglieder oder um Christen?

Kommentar von Rosenblad ,

Wer setzt diese Etikettierungen?

Kommentar von josef050153 ,

Christen sind in einer Kirche, aber in vielen Kirchen eine Minderheit. Ich würde dir mal empfehlen das Neue Testament zu lesen.

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