Frage von DerWalkuere, 83

Haben Asiaten die in Deutschland leben auch immer eine Laktoseintolleranz?

In asiatischen Länder wie China haben ja 95-100% der menschen eine Laktoseintolleranz. Asiaten wie beispielsweise wieder Chinesen in Deutschland scheinen ja keine probleme mit dem Milchzucker zu haben sie ernähren sich ja überwiegend wie wir also auch von Milchprodukten. da ich auch nie gesehen hab das sie extra Laktase oder so zu sich nehmen wundere ich mich das sie anscheinend keine Beschwerden haben.

Expertenantwort
von agrabin, Community-Experte für Biologie, 22

Die genetische Ausstattung ändert sich nicht, nur weil man in Deutschland lebt..

Allerdings heißt das nicht, dass Menschen mit Lactoseintoleranz gar keine Milch vertragen. Es kommt auf die Menge an. Menschen mit einer Unverträglichkeit werden größere Mengen automatisch meiden, denn die Auswirkungen sind  sehr unangenehm.

In China ist seit einigen Jahren der Milchkonsum stark angestiegen, "Man kann es sich leisten", das heißt aber nicht, dass sie in größeren Mengen vertragen wird. Da quält sich manch einer etwas hinein, was als gesund gilt.

http://www.deutschlandradiokultur.de/milchboom-in-china.993.de.html?dram:article...

Vielen Asiaten fehlt auch das Enzym Alkoholhydrogenase, trotzdem wird in China oder Korea heftig getrunken.

Antwort
von DerSchopenhauer, 23

Zunächst einmal sei angemerkt, daß Laktoseintoleranz im Grunde keine Krankheit ist, sondern der evolutionäre (Ur-)/Normalzustand; nach der Stillzeit bildet sich das Enzym Lactase zur Milchverträglichkeit grundsätzlich zurück, weil es eigentlich nicht mehr benötigt wird.

Die Produktion des Enzyms Lactase ist genetisch gesteuert. Der nordeuropäische Mensch hat im Laufe seiner Evolution die Fähigkeit erlangt das Enzym Lactase auch im Erwachsenenalter zu produzieren. Diese Entwicklung ging mit der Domestikation des Rindes einher (vor ca. 7.500 Jahren) und betrifft nur 1/4 der Weltbevölkerung!

Da inzwischen aber auch Milch in Asien häufiger getrunken wird, ändert sich auch die Verträglichkeit bei diesen Menschen und in Europa sinkt die Verträglichkeit, da immer weinger Milch konsumert wird; zusätzlich kommt es immer wieder zu entsprechenden Mutationen bei der Weitergabe der Gene.

Die Evolution spielt sich allgemein in riesigen Zeiträumen ab; die Lactaseproduktion kann sich aber schon in recht kurzen Zeiträumen von einer oder zwei Generationen verändern.

Antwort
von chog77, 20

Laktoseintoleranz wird autosomal-rezessiv vererbt. Wenn es Nachkommen von einem Asiaten mit Laktoseintoleranz und einem Europäer, der dieses Gen nicht trägt, gibt, dann sind die Kinder des Paares phänotypisch gesund - das heißt sie leiden nicht an Laktoseintoleranz. 

Möglicherweise sind sie aber träger des Gens, da dieses rezessiv ist, d.h. wenn ein gesundes Gen vorhanden ist, dann setzt dieses sich durch.

Die Enkel könnten jedoch wieder laktoseintolerant sein, wenn das Kind Träger des rezessiven Gens ist und den Enkel mit einem Partner zeugt, der ebenfalls Träger des Gens ist.

Antwort
von AppleTea, 23

Wie viele deutsche asiaten kennst du denn? Und woher willst du wissen, dass sie keine Laktase zu sich nehmen? Beobachtest du sie die ganze Zeit?

Kommentar von DerWalkuere ,

Nein, aber würde doch irgendwie auffallen. Früher oder später

Kommentar von AppleTea ,

Nicht unbedingt.. Warum sollte es auffallen? So ne Tablette hat man in einer Sekunde geschluckt, da guckt kein Mensch hin. Und außerdem isst man ja nicht ständig nur Milchprodukte und Asiaten sowieso noch weniger, daher sieht man es erst recht selten.

Antwort
von Xboytheunseen, 43

Schwierige Frage, normalerweise sollte das genetisch sein.

Also irgendwie ist deine Behauptung unlogisch.

Mir fällt jetzt auch kein Weg, wie man diese These beweisen oder wiederlegen könnte

Kommentar von DerWalkuere ,

ich hab daran gedacht das man eine Laktoseakzeptanz bekokmmt wenn die Elter vielleicht asiatisch und europäisch sind oder das man sich im Laufe zeit anpasst... nur so als Überlegung

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