Frage von bachforelle49, 124

Haben alle Religionen das Leben nach dem Tod zum Ziel gesteckt?

ist ja heute mehr denn je aktuell, denn der Islam begegnet uns in den Medien täglich. Ist eine Religion nach Sympathie zu unterscheiden oder hängt der Glauben von der Erziehung ab? Was ist der gemeinsame Quotient, der Gemeinsamkeiten erkennen läßt?

Antwort
von OlliBjoern, 23

Sicher gibt es starke Einflüsse aus der Erziehung (denn darüber werden wir ja in der Regel mit einer bestimmten Religion im frühen Alter vertraut gemacht). Aber die Erziehung ist nicht alles, denn der Mensch kann sich (vor allem im Erwachsenenalter, aber auch schon früher) durch Eigeninitiative etwas eigenes suchen. Was ihm persönlich zusagt.

Aber es gibt den Effekt, dass das, was wir im Kindesalter gelernt haben, wesentlich besser "sitzt" als spätere Errungenschaften. Ein Analogon: unsere Muttersprache beherrschen wir sehr gut, da müssen wir nicht viel nachdenken. Natürlich können wir im Laufe unseres Lebens andere Sprachen lernen, aber die werden uns nie so nahe kommen, wie das, was wir in Kindestagen gelernt haben.  

Ein Musikinstrument kann man noch im hohen Alter lernen, aber um wirklich virtuos (z.B. auf der Geige) zu werden, muss man praktisch in jungen Jahren damit anfangen. Was man religiös als Kind erlebt, kann man zwar überdecken, man wird es aber nie ganz los.

Antwort
von Aleqasina, 55

Das Gemeinsame: Es gibt mehr als nur die physische Welt.

Das wars aber auch schon an Gemeinsamkeit.

Natürlich spielt für den Glauben oder Nichtglauben eines Menschen dessen Erziehung und das sozale Umfeld eine maßgebliche Rolle. Was aber nicht ausschließt, das sich Menschen für eine Religion oder Konfession entscheiden und in die entsprechende Gemeinschaft eintreten. Bzw. austreten, wenn ihnen dir religion nicht liegt. Beides wird heutzutage immer häufiger.



Antwort
von peoplelife, 42

Was sie gemeinsam haben sag ich besser nicht, sonst hagelt es negative Kritiken von den ganzen Gläubigen^^

Antwort
von 1988Ritter, 35

Natürlich hofft der Mensch auf eine weitergehende Existenz über den Tod hinaus.

Wer träumt denn nicht von der Unsterblichkeit.

Der gemeinsame Nenner bei allen Religion ist nach meinem Empfinden, dass die Menschen ein Gefühl haben, es gibt noch mehr zwischen Himmel und Erde.

Diese meine Meinung sehe ich darin bestätigt, dass sich selbst auf den entlegensten Inseln und Gegenden der Welt Religionen gleich welcher Form entwickelt haben.

Kommentar von ThomasJNewton ,

Du irrst, und "den" Menschen gibt es nicht. Ich zumindest kann Träume sehr wohl von der Realität und auch von Wünschen abgrenzen.

In Träumen fliege ich gelegtlich, und mache Fortschritte. So alle paar Jahre verdoppelt sich meine maximale Höhe. Ein Hochhaus ist nur ein günstig niedrig gelegener Landeplatz für mich.

Aber das sind nur Träume. Und deine "Bestätigung" ist der beste Beweis dafür, dass der Mensch jeden Stohhalm ergreift, um sich vor'm Ertrinken zu retten.
Das hast du dir nicht selbst ausgedacht oder es auf deinen Reisen auf/in

den entlegensten Inseln und Gegenden der Welt

erfahren. Du plapperst nur nach.

Ich träume nicht von einem Leben nach dem Tode, weil ich weiß, dass es nur ein Traum wäre, davon zu träumen.
Und so wie ich sehen das viele Millionen Menschen in diesem unseren Lande, und hunderte Millionen weltweit.

Dieser knallharte Realismus ist sicher nicht leicht zu erreichen, aber die Mühen sind wohl für den Bequemen nicht mal zu erahnen.
Und doch ist es eine leichtere Übung, als den Verstand abzuschalten. Schon weil sich niemand findet, der den Schalter suchen mag.

All das sind Binsenweisheiten, die jeder kennen kann, wenn er den Mut dazu hat.

Antwort
von Hamburger02, 25

Nein. Im alten Judentum wurde heftig über ein Leben nach dem Tod diskutiert, was es aber nach Mehrheitsmeinung nicht gab.

Das war der springende Punkt bei der Verbreitung des Christentums, das Versprechen der Auferstehung und eines Lebens nach dem Tode, das auch der Islam übernahm. Der Mithraskult versprach ähnliches, was ihn in römischen Zeiten sehr erfolgreich machte.

Das Leben nach dem Tode ist natürlich auch wunderbar geeignet, dem unterdrückten Volk sagen zu können, euer von uns ausgebeutetes Leben ist zwar sch..., aber dafür versprechen wir euch ein tolles Leben nach dem Tod und deswegen müsst ihr eure Ausbeutung und Unterdrückung klaglos hinnehmen.

Kommentar von OlliBjoern ,

Genau. Aus diesem Grunde gab es im AT auch noch keine Vorstellung einer (wie auch immer gearteten) "Hölle". Diese kam erst im NT hinzu (parallel zur Versprechung einer Auferstehung), wobei man hier etliche Randbedingungen beachten muss.

Kommentar von waldfrosch64 ,

Die Gruppe der Pharisäer hatte auch eine art Auferstehungsglauben  wenn auch nicht genau die selbe .

Dies wurde ja auch erst in Chrstus offenbar .

Und das Himmelreich @Hamburger beginnt im Hier und jetzt !

Daher ist das wieder mal nur  krude sinnlose Polemik deinerseits .

Kommentar von Hamburger02 ,

Du hast vergessen, den Daumen runter zu drücken. ;-)

Antwort
von waldfrosch64, 26

Ich kann  keine Gemeinsamkeit im Islam und der christlichen Lehre erkennen .Auch das Judentum findet hier keinen Gemeinsamen Nenner mit dem islam obwohl  dies immer gerne angeführt  wird  . Geschweige denn das Dharma des  Hindu oder des Buddhisten .

Ich finde solche Behauptungen Respektlos jedem einzelnen Gläubigen und jedweder  Religion gegenüber .Es zeigt das die einzelnen Konzepte entweder nicht studiert worden sind ,oder und auch  nicht verstanden worden sind .Oder Das man hier eine Esoterische Allerweltskategorie überstülpen möchte .

Dazu machen all diese  Lehren zu unterschiedlichen Aussagen zum Gottesbild und zum Menschenbild ,Erlösungweg und  vor allem zum Letzten Ziel .Gewiss nicht alle Religonen haben das gleich Ziel .

  • Der Muslim erhofft sich das Paradies  dort ist ihm alles erlaubt was ihm hier verboten ist .
  • Der Christ wird auferstehen in Jesus Christus und wird bei Gott selbst sein .Die Auferstehung wird auch im Leibe sein aber mit einer Wesensverwandlung einhergehen .Einzige Gemeinsamkeit ist der Glaube an einen Schöpfer . 
  • Juden glauben vornehmlich dass es dir hier geht wie du tust .Hat aber doch viele Gemeinsamkeiten mit dem Christlichen Gottesbild .Und Menschenbild es ist im Grunde das selbe,aber  eben noch verhüllt zum Teil (aus christlicher Sicht ) 
  • Der Hinduist  will seine individuelles Ich ablegen  und so  das Rad der Wiedergeburt zum Stehen bringen, und somit  aus dem Kreislauf er Reinkarnation individuell aussteigen .Dazu möchte er sein Atman(seinen Wesenskern der ihm inne wohnt und der ihn am Ende eigentlich ausmacht , mit dem Grossen ganzen ( Brahman ),dem Urgrund allens sein vereinen .(Nirwana ) er wird fallen wie ein Tropfen in den Ozean und seine Individualität ist somit nichtig .er wird davon kein Bewusstsein mehr haben ..
  • Der Buddhist möchte neutrales Karma generieren was keine Wiedergeburt mehr auslösen kann .Er will nichts zurückführen da es nichts zurückzuführen gibt .Er möchte seine Leidenschaft ablegen ,damit er leben kann ohne Leiden . Sein Ziel ist das eingehen in die ein grosse Leerheit . (Nirwana )


Allerdings erkenne ich doch  eine  grosse Gemeinsamkeit

Es ist die Sehnsucht nach Erlösung .
Und das Wissen  oder die Ahnung im Menschenherz, egal welcher Nation oder Hautfarbe ,Ethnie  dass es  doch da mehr gibt zwischen Himmel und Erde als wir mit irdenen Augen sehen könnten .

Erziehung spielt nur dort eine Rolle wo Religionsfreiheit verboten ist .Und selbst dort wählen viele doch was ihnen ihr Gewissen sagt und pfeifen auf Verbote auch wenn es sie den Tod kostet .

Kommentar von ThomasJNewton ,

Ich habe auch eine Hoffnung, in die Pharmaindustrie.

Kommentar von OlliBjoern ,

Ich finde es eher erstaunlich, wie man die (recht offensichtlichen) Zusammenhänge zwischen Judentum/Christentum/Islam gänzlich übersehen kann. Natürlich gibt es Unterschiede. Aber alle diese Religionen entstammen einem nahöstlichen Kulturraum, der bestimmte Vorstellungen teilte (natürlich waren diese zeitlich gesehen nicht konstant, und natürlich gibt es individuelle Unterschiede).

Was das mit Respektlosigkeit zu tun hat, erschließt sich mir nicht. Und dieses Motiv ist mir dabei auch fremd. Und diesen Zusammenhang zu sehen ist auch nicht meine Erfindung (das haben schon viele erkannt, dafür braucht man mich nicht wirklich).

Das erinnert mich an einige Ungarn, die beleidigt sind, wenn man die (nachgewiesene) Verwandtschaft der ungarischen Sprache mit der finnischen Sprache auch nur erwähnt. Selbstverständlich gibt es Unterschiede.

Dass es Unterschiede gibt, widerlegt aber noch nicht eine (zeitlich versetzte) Entstehung aus einem räumlich und kulturell ähnlichen Kulturraum.

Wenn man einige Suren aus dem Koran liest: würde man dann sagen, sie ähneln eher dem Alten Testament oder der Bhagavad Gita?

Ich stimme zu, dass der "Erlösungsgedanke" überall eine Rolle spielt. Diese ist nur sehr verschieden realisiert, und die "Gottesvorstellung" ist im Buddhismus und auch Hinduismus grundsätzlich verschieden von den monotheistischen Religionen.
Ein hinduistischer "Gott" ist nicht vergleichbar mit Jahwe oder Allah. Das ist was ganz anderes.

Eher noch kann man die hinduistischen Götter vergleichen mit der Götterwelt der Griechen, Römer oder der Germanen, die allesamt familiäre, sehr menschenähnliche Götter kannten.

Spannender ist die Frage nach Brahman und Atman (mit was diese korrespondieren oder auch nicht).

Kommentar von waldfrosch64 ,

Die offensichtlichen Zusammenhänge zwischen dem Christlichen Glauben  und dem Judentum habe ich nicht erwähnt da, das Christentum ohne Judentum gar keinen Sinn machen würde . Ich hielt es für selbstverständlich das das jeder sehen müsste . Das war wohl in Fehler .

Aber das kann auch der sehn , der der den Christlichen Glauben kennt .Und den Jüdischen .

Der Islamische Gott  ist   definitiv  nicht vergleichbar mit einem Jüdischen , Christlichen Gottesbild . Der islam okkupiert die Bibel und verändert alles er macht etwas völlig neues daraus .

Atman oder Anatman haben  keine Entsprechung in den Monotheistischen  Konzepten .Denn hier ist die Schöpfung nicht von Gleicher Substanz mit dem Schöpfer .

Atman beschreibt  einen  Wesenskern von gleicher Substanz mit Brahman .(dem Urgrund allen seins )

Anatman hat  gar keine Substanz sondern ist ja lediglich ein Impuls eines vergangenen Lebens ..das eine Leben bewirkt .

Antwort
von ThomasJNewton, 14

Das Ziel wird, wenn es überhaupt vorhanden ist, nie offenbart.

Juden, Christen, Muslime und andere mit bekannte Religionen sehen das einfach als Tatsache, dass es ein Leben nach dem Tode gibt.

Und aktuell war das nie, und wird es erst recht nicht durch aktuelle Nachrichten.

Diese eine Frage ist schon ein Thema, das man tagelang diskutieren könnte oder müsste.

Konfusius sagt Ein Narr kann mehr Fragen stellen, als tausend Weise beantworten können.

Kommentar von bachforelle49 ,

..:-) ein Narr bin ich gerne, dann begreif ich besser + schneller die Sackgassen des Lebens - bin aber drum schon der Ansicht, daß die

entscheidende Frage, die alle (irgendwann) bewegt, immer wieder - neu - aktuell ist, weil durch Neugier sich immer neue + andere Facetten auftun. Wenn Konfuzius ein Religionsstifter war, dann ist er wohl als Weiser am Ende seiner Weisheit angelangt, als nur einer unter Tausenden von Narren ihm Fragen gestellt hat.. (?) Oder will er sagen, daß Gläubige nicht (nach)fragen dürfen, weil unnütz (?)

Kommentar von waldfrosch64 ,

und "wer nicht fragt bleibt ewig dumm "

sagt der Volksmund ! 

Antwort
von suziesext06, 27

hi bachforell49 - also dass das wahre Leben erst nachm Tode anfängt, das is ja vor allem der Blockbuster von Salafistenprediger und islamische Selbstmordkommandeure.

In der jüdischen Religion ist es genau umgekehrt, das zählt fast nur das Leben auf Erden.

Und im Christentum, jedenfalls bei den Katholen und Evangelen, sollst du dein Leben richtig führen und in der Sterbestunde, da kriegste dann dein Zeugnis ob de bestanden hast oder ob de durchgefallen bist mit deine Lebenskunst.

Und wir Buddhis konzentrieren uns auf das Erwachen in DIESEM Leben vor dem Tod, denn so n Leben nach dem Tod, det is so ne Sache, was genaues weiss man nicht, wa, und wovon man nicht sprechen kann, muss man schweigen.

Kommentar von bachforelle49 ,

daß du Schülerin in der Abiklasse bist, kann ich kaum glauben, so satirisch + sarkastisch deine Antworten sind... aber ich lese sowas gern, denn das regt zum Nachdenken an.. wünsche dir als Buddhi (noch) mehr Erkenntnis, denn wenn du das Leben als Vorstufe siehst, hast du die Hauptsache schon kapiert.. aber das sagte Jesus ja auch..

Kommentar von suziesext06 ,

"Schülerin in der Abiklasse" na gibt doch so ne und sone, wa? ne Abiturientin in Ampfing, mitn Notendurchschnitt von 3,47, ist vllt n bisschen mehr in sich gekehrt als ne Berliner Grossschnauze in ner Hochbegabtenklasse, mit n Notendurchschnitt 1,3

Antwort
von ppaulincheee, 54

Das Leben nach dem Tod ist in jedem Fall ein wiederkehrendes Merkmal der Religionen. Außerdem wäre noch (ausgenommen Buddhismus) das sich-auf-höhere-Mächte-berufen zu nennen.

Antwort
von Chundaif, 42

ich verstehe deine frage nicht ganz aber nicht alle Religionen glauben an ein leben nach dem Tod

Kommentar von bachforelle49 ,

.. das Unfaßbare ist eben das Ungewisse.. aber das macht eben dies Geheimnis aus. Oder liegt die Wahrheit tatsächlich nur in der Bibel?

Antwort
von chrisbyrd, 8

Im Endeffekt kommt es auf die Wahrheit an - und die ist nach meiner festen Überzeugung nur in der Bibel zu finden, die bezeugt, dass Jesus Christus, "der Weg, die Wahrheit und das Leben" (Johannes 14,6) ist.

In 2. Timotheus 3,16-17 steht: "Die ganze Schrift ist von Gott eingegeben und nützlich zur Belehrung, zur Überführung, zur Zurechtweisung, zur Erziehung in der Gerechtigkeit, damit der Mensch Gottes ganz zubereitet sei, zu jedem guten Werk völlig ausgerüstet."

Antwort
von viktorus, 17

Zumindest unser ewige Schöpfer bietet uns ein Leben nach dem Tod an (Offb.20,5).

Die "Religionen" sind nicht von unserem "Gott" (Jes.45,22), die wurden vom "Gott dieser Welt" erfunden (Offb.12,9).

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