Frage von moonchild1972, 70

haben alle Menschen, die sich für Jesus entschieden haben, eine Chance trotz wiederholten Sünden, zu ihm in den Himmel zu kommen?

Liebe Mitchristen auf gutefrage.net

ich spreche nur Mitchristen an!

Ich schäme mich entsetzlich für mein bisher gelebtes Leben.

https://www.youtube.com/watch?v=BjIpjIkyMys

ich weiß nicht, in wie weit Gott Unterschiede über die Größe oder Geringigkeit nur einer einzigen Sünde macht. Nur wenn ich danach gehe, dass ALLES was wir tun, denken und auch fühlen meist Sünde ist, bin ich immer schuldig vor Gott.

Wer, außer Gott selbst, kann einen schon das Privileg geben, zu ihm in den Himmel zu dürfen, wenn die Tragweite der Sünden ziemlich schwer ist und sich oft wiederholt haben - selbst wenn ich an Jesus Christus glaube? Und wenn selbst die Sünde in unseren menschlichen Augen gering erscheinen vermag, wer sagt, dass sie gering vor Gott ist?

Verunehre ich nicht Jesus Christus, wenn ich immer sein Angebot annehme, für meine Schuld ein zu stehen, jedoch trotzdem immer wieder sündige (auch wenn ich es wirklich nicht will, weil meine Schwächen als Mensch stärker sind)?

Ich habe jedoch wirklich nicht den Anspruch an mich perfekt (heilig) zu sein, da ich denke, dass NUR GOTT ALLEIN HEILIG IST und wir uns nicht mit ihm gleich stellen dürfen! Entschuldigung! Das wäre überheblich von uns.

Abgesehen von all dem habe ich noch eine zusätzliche Frage: Es steht geschrieben, dass es nach dem Gericht für die Geretteten, die einen das Erdreich bewohnen und die anderen zu Gott in den Himmel können. Können wir generell zu Gott in den Himmel, wenn Jesus Christus uns freigekauft hat?

Mir ist das deswegen so wichtig, weil ich mich mein ganzes Leben lang nach Gott zutiefst gesehnt habe und ich den Schmerz der Ablehnung nicht ertragen könnte. Ach und wenn es nur der äußerste, hinteste Platz in seiner Nähe ist.

Ich weiß, dass meine Fragen wirklich sehr gewagt sind, zumal ich wirklich verderblich und schlecht gelebt habe und auch weiß, dass im Endeffekt nur Gott allein entscheiden kann, in wie weit er diese Nähe zu sich von jeden Einzelnen von uns zulassen möchte.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Raubkatze45, 40

Wenn du das Evangelium liest, wirst du viele Menschen finden, die gleich dir gefühlt haben und du wirst auch wissen, was Jesus dazu gesagt hat und durch Gleichnisse untermauert hat. Er ist gekommen, um zu suchen und
zu retten, was verloren war – weil nicht die Gerechten des Arztes bedürfen, sondern die Sünder. So hat er auch der „Sünderin“ vergeben, die wegen ihrer Sünden Tränen vergoss und von der Jesus gesagt hat, dass ihr viel vergeben wird, weil sie viel (Ihn) geliebt hat. Betrachte das Gleichnis vom verlorenen Sohn, vom guten Hirten, vom Schuldner, dem die Schuld erlassen wurde, betrachte den Schächer, der als Verbrecher am Kreuz bereut hat und dem noch am gleichen Tag der Himmel versprochen wurde, den Zöllner, der sich versteckte wegen seiner Sündhaftigkeit  oder die Ehebrecherin. Jesus vergibt
mit seiner göttlichen Autorität den Sündern, die große Sünden hatten, die sogar ein Leben lang in dieser Sünde verharrt haben und sogar anderen ein Ärgernis waren. Auch Petrus hat den Herrn verleugnet und wurde doch
bevorzugter Apostel.

Natürlich: Jesus vergibt nicht nur Sünden, er sagt auch „Sündige
nicht mehr“ und fordert eine Entscheidung, eine Umkehr. Doch diese Umkehr ist eine Sache des Willens und des bewussten Vorsatzes. Gott weiß, dass wir schwache Menschen sind und ohne die helfende Gnade nichts vermögen. Entscheidend ist nur, dass wir wollen, dass wir uns bemühen und vor allem: dass wir uns von Ihm helfen lassen und Ihm vertrauen.

Nur Gott ist heilig, aber Er kann uns heilig machen und will sogar, dass wir heilig werden (Seid heilig, denn auch euer Vater im Himmel ist
heilig). Während Gottes Wesen vollkommen heilig ist und gar nicht
anders sein könnte, ist der Mensch nicht aus sich heilig, sondern kann nur mit
der Gnade Gottes heilig werden. Deshalb sprechen wir auch von „Heiligen“, die sich ihrer Sündhaftigkeit angesichts der Liebe Gottes stets bewusst waren aber mit der Gnade Gottes so gelebt und mitgewirkt haben, dass sie ganz von Gott erfüllt .waren. Auch bei ihnen war es zunächst der Wille, das Bemühen, alles andere hat Gott an ihnen getan. Es ist also eher eine Sünde, an der Barmherzigkeit Gottes zu zweifeln - wie es damals Judas getan hat.

 Keine christliche Kirche bekennt eine Abgrenzung zwischen dem Leben im Himmel oder einer neuen Erde, allenfalls tun das die Zeugen Jehovas mit einer begrenzten Zahl von Auserwählten. Christliche Botschaft ist dies nicht. Wo Gott ist, da ist der Himmel und wo Gott nicht ist, da ist Leben ohne Gott = Hölle.
Unsere Bestimmung, unsere Heimat aber ist der Himmel – ein Zustand
ewiger Gemeinschaft mit Gott. Wenn Gott von einer Neuschaffung der Welt spricht im Endzustand, wird auch das nicht weniger Himmel sein, denn ohne Ihn wird weder das eine noch das andere sein und es wird freien Zugang zu allem geben, wo Er gegenwärtig ist. Wie das letztlich sein wird, bleibt uns bis zum Eintritt in die Ewigkeit verborgen. Sicher ist aber, dass niemand von der Anschauung Gottes und der ewigen Seligkeit bei Ihm ausgeschlossen wird, der sich auf Erden danach gesehnt hat.

Antwort
von nowka20, 17

jeder mensch kommt in den himmel, die einen früher, die anderen später.

denn würde auch nur eine seele verlorengehen, wäre die ganze schöpfung sinnlos.

Antwort
von Whitekliffs, 29

Zuerst einmal, du kennst doch 1.Johannes 1, 9? Schlag das mal auf hier und lies es im Zusammenhang:

http://www.bibel-online.net/buch/schlachter_1951/1_johannes/1/#1

Dann als Zweites: Bekennen!!!!

Du musst raus damit, ans Licht, in die Beichte. Ich nenne es Seelsorge. Pack aus vor einem Menschen, der eine geistliche Autorität hat, der echt mit Jesus lebt und der fähig ist, mit dir zu beten.

Die Ketten der Finsternis werden nicht im Finstern gebrochen, sondern im Licht.

Drittens: 

Geh irgendwo hin, wo du Hilfe bekommst. Ich könnte dir eine Sommerfreizeit empfehlen in der Schweiz, wo du Gelegenheit genug hast, mit geistlichen Vätern zu reden. das wäre in einem Monat.

Viertens:

DU schaffst es nicht! Es ist Jesus in dir!!!! Wie die leere Taschenlampe ohne Batterie auch nicht leuchten kann, so kannst du ohne Jesus in dir die Sünde nicht überwinden.

Du solltest den Reflex haben, jedesmal zu rufen: Herr Jesus, hilf mir!!!

Und wenn du Jesus wirklich in dein Herz und Leben eingeladen hast (Johannes 1, 12), dann willst du ja rein leben, nicht? Dann meide Orte usw; die dich in Versuchung bringen.

Antwort
von Schnoofy, 35

Nur wenn ich danach gehe, dass ALLES was wir tun, denken und auch fühlen meist Sünde ist, bin ich immer schuldig vor Gott.

Wenn Du das glaubst stellst Du damit die Basis für Deinen Glauben infrage.

Dann unterstellst Du nämlich Deinem Gott, dass er einen Menschen erschaffen hat, der absolut unvollkommen und schwach ist. Und das wäre doch ein ziemlich schwache Leistung eines vermeintlich Allmächtigen.

Und selbst wenn es wirklich so wäre, würde ich es als eine Unverschämtheit und infam empfinden, mit Absicht einen schwachen Menschen zu schaffen und diesen dann dafür büßen zu lassen.

Antwort
von mariannelund, 12

kenne das von den katholiken das die ihre sünden beichten und dann ist das sozusagen erledigt

also was schlimmes tun, zur beichte gehen und weiter gehts

überhaupt denke ich das die bibel das erste märchenbuch ist das je geschrieben wurde

denk einmal da gab es ein boot in das alle tiere der welt reingepaßt haben

oder ganz am anfang da gab es eine sprechende schlange

und wenn du weiter liest wirst du feststellen das die menschen damals über 800 jahre alt wurden, laut bibel

Kommentar von moonchild1972 ,

ich glaube, einiges ist wissenschaftlich anhand von historischen und archäologischen Funden erwiesen.

Wogegen manches andere in Metaphern und Bildern für einen inneren, geistig, emotionalen und geisteswissenschaftlichen Zustand steht. Für ein religiöses Geheimnis. :)

Manches ist Fakt - und anderes widerum spielt sich unsichtbar - in uns ab, wofür die Menschen damals Symbole gebraucht haben.

Nächtliche Träume sind auch nicht für jeden erklärbar und trotzdem gibt es sie.

Du hast sicherlich mal etwas von Archetypen gehört, die für etwas stehen. Auch das ist erwiesen und eine Wissenschaft, da vieles sich in uns abspielt, was uns Menschen nicht trennt, sondern eint. Zum Beispiel im Kollektiven Unterbewustsein.

Alles ist göttlich und aus göttlicher Hand. Da alles perfekt zusammen passt und ein geniales System ist, was sich gegenseitig ergänzt und  erhält und es funktioniert. Selbst wenn hier eines Tages alles mal in die Luft fliegt und die Menschen sich selbst zerstört haben, wird sich die Natur von sich aus wieder regenerieren, weil das Göttliche, von Gott erschaffene Werk ein ewiges Werk ist. Es mag zwar in seinem Zustand zeitlich vergänglich sein, aber dennoch ist es deswegen nicht weg - es verwandelt sich nur in etwas anderes.

Die Bibel ist ein sehr komplexes Buch und hat nicht nur neben den ganzen historisch wertvollen Informationen viele unzählige Weisheiten, sondern auch eine tiefe Botschaft an uns Menschen. Und obwohl sie sich an manchen Stellen zu widersprechen scheint, ist sie doch in sich komplett und vollständig und mit ihrer Botschaft klar und deutlich. Wenn man sich das ganze Alte und Neue Testament ansieht, merkt man auch, dass es einen Sinn ergibt.

Ich könnte Dir jetzt eine gaaaaanz laaaaaaaaaaaaaaange Nachricht darüber schreiben, was die Bibel mit ihren Aussagen meint und bezweckt. Dafür reicht aber der Platz im Kommentar nicht aus.

Ich werde Dir das aber mal in einer persönlichen Nachricht definieren.

Heut bin ich ledier nicht mehr so konzentriert. Abe ich freue mich darauf, Dir bald wieder schreiben zu können ;-).

Liebe Grüße. Schlafe gut.

Kommentar von mariannelund ,

ja ich glaube auch das es ein kollektives unterbewußtsein gibt und das es noch etwas anderes gibt und wir sozusagen mitteilungen empfangen, nachrichten sozusagen

und ich glaube auch das wir uns über große entfernungen hinaus verständigen können, ohne telefon oder pc sondern nur durch geistigen austausch

nur haben wir verlernt wie das geht, und sind uns dessen nicht bewußt was wir können weil wir unachtsam sind und uns von den alltäglichen dingen ablenken lassen

und dann habe ich für mich rausgefunden das alles was da ist vergänglich ist und trotzdem noch da ist

am besten erkenne ich das an einem ofen, man legt holz nach und das verbrennt und am nächten morgen ist nur noch etwas asche davon übrig und diese asche verwandelt sich nach langer zeit wieder in erde der verbrannte rest hat sich beim brennen in rauch verwandelt und kann dadurch wieder neu geformt werden

also alles um uns herum ist sozusagen gedankenmasse und wenn wir neue gedanken haben können wir neues schöpfen, erschöpfen, Schöpfung.

das heißt die erfinder in vergangener zeit haben es geschafft neue gedanken zu schöpfen und das waren dann ihre erfindungen

heutzutage kennt man radio und so weiter und hält das für normal, doch wie kommt die musik in ein radio hinein

durch radiowellen würde jeder gleich sagen und das für vollkommen normal halten, mag ja so sein und ebenso funktioniert auch unser kollektives bewußtsein ohne das wir es merken

jedenfalls kann jeder neues schöpfen, erfinden und jeder mensch der etwas neues erschöpft lebt besser als der gewöhnliche mensch der soviel wie möglich arbeitet um an mehr geld zu kommen

Kommentar von seguiendo ,

Und das mit der Beichte funktioniert übrigens nur mit ehrlicher Reue und mit der ehrlichen Absicht es wieder gut zu machen. Wenn man etwas nicht bereut oder nicht wieder gut machen will, braucht man auch gar nicht zur Beichte gehen. Es geht also nicht einfach weiter wie davor, du versuchst dich danach zu ändern. Andernfalls ist die Beichte ungültig.

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