Frage von XyChanyX, 52

Habe ich Depressionen?

Hey :) Also ich bin 13 Jahre alt. Ich glaube ich habe Depressionen. Ursachen: Mein Vater hat Krebs, Kontaktabbrüche. Ich bin bereits in einer Tagesklinik wegen Übelkeit die keine organischen Ursachen hat. Dort sind auch andere Mädchen die Depressionen gaben und dort habe ich einige Symptome gesehen die bei mir auch sind. Z. B. Übelkeit, Schlafstörungen, dauernde Müdigkeit, Stimmungsschwankungen, fehlende Motivation usw. Ich habe mich auch schon mal geschnitten (mit einer Nagelschere xD, aber es sind keine Narben geblieben). Ich hab da einen Psychologen, aber mit dem komme ich nicht so gut klar, so dass ich ihm das sagen könnte. Und meine Eltern würden eh nur abwinken. Meine Frage: Habe ich Depressionen? Und wenn ja, wie soll ich es meinen Eltern oder dem Psychologen sagen? LG :)

Antwort
von einfachichseinn, 10

Wenn du mit dem Psychologen nicht klar kommst, solltest du dir einen anderen suchen. Das Verhältnis zwischen Patient und Therapeut ist enorm wichtig für eine erfolgreiche Therapie.

Ob du Depressionen hast oder nicht, kann dir hier niemand sagen. Das bedarf zum einen mehr Informationen und zum anderen einen Experten, der sich mit den Diagnosekriterien bestens auskennt und weiß, wie viel eine Aussage gewichtet werden darf.

Expertenantwort
von samm1917, Community-Experte für Depression, 6

Ob du Depressionen hast oder nicht kann schlussendlich nur eine Fachperson (Psychiater/Psychologe) diagnostizieren. Alles was man an dieser Stelle tun kann, ist dich über Depressionen und deren Symptome aufzuklären.

Depressionen sind an gewisse objektive Kriteren gebunden. Diese werden im internationalen Diagnoseverzeichnis ICD-10 festgehalten. Die Kriterien sind in 3 Haupt- und 7 Nebensymptome unterteilt.

Für eine leichte Depressionen müssen min. 2 Haupt- und 1-2 Nebensymptome in ausreichender Stärke während min. 2 Wochen dauerhaft vorhanden sein. Für mittelschwere Depressionen min. 2 Haupt- und 3-4 Nebensymtpome und für schwere Depressionen min. 2 Haupt- und 5 oder mehr Nebensymptome.

Hauptsymptome gemäss ICD-10 sind:
- Freudlosigkeit und/oder Interessensverlust
- Antriebslosigkeit und/oder erhöhte Ermüdbarkeit
- Stimmungseinengung und/oder des "Gefühl" der Gefühlslosigkeit

Nebensymptome gemäss ICD-10 sind:
- verminderter Appetit
- vermindertes Selbstwertgefühl
- verminderte Konzentrationsfähigkeit
- Suizidgedanken
- Hoffnungslosigkeit
- Schuldgefühle
- Schlafstörungen

Wie gesagt, diagnostizieren kannst das weder du noch sonst jemand in einem Online-Forum. Dazu bedarf es einer Fachperson.

Wichtig ist, dass du mit dieser Fachperson klar kommst. Die Beziehung zwischen Therapeut und Patient ist ein elementarer Bestandteil einer erfolgreichen Psychotherapie.

Depressionen lassen sich im vergleich zu anderen psychischen Erkrankungen wie z.B. Schizophrenie relativ gut mittels Psychotherapie und/oder Medikamenten behandeln.

Antwort
von iDreamless, 25

Ob du Depressionen hast, wird dir hier keiner sicher beantworten können. Deine Beschreibung klingt zwar danach, es könnten aber genau so gut auch andere psychische Krankheiten sein oder aber eine heftige depressive Phase, die vorbei geht. Wenn du wissen willst, was du hast und wie du dagegen ankommst, wirst du wohl um ein Gespräch mit deinem Psychologen nicht drumrum kommen. Du kannst dir doch sicherlich auch einen anderen suchen, wenn du mit deinem momentanen überhaupt nicht klar kommst.

LG

Antwort
von max3935020, 11


"Ich habe mich auch schon mal geschnitten(mit einer Nagelschere xD"
 Was ist daran so lustig? :/

Antwort
von Sabrina02, 18

Klar hast du depressionen, wenn du dich selbst mit einer schere schneidest :(
Sonst solltest du das selber herausfinden können.

Kommentar von einfachichseinn ,

ritzen bzw Selbstverletzendesverhalten ist nicht gleich ein Symptom der Depression. svv kann ein eigenes Krankheitsbild darstellen. Desweiteren kann es auch ein Symptom vieler Krankheiten sein. Deine Antwort ist also komplett falsch!

Kommentar von Sabrina02 ,

die antwort ist nicht komplett falsch. Du sollst selber merken können, ob du depressionen hast.

Antwort
von RicVirchow, 17

Hey,

die Sache mit deinem Vater tut mir Leid. Es ist schwer so etwas erfahren zu müssen. Aber du musst wissen, dass es im Leben manchmal so kommen kann und unberechenbare Dinge passieren können, die einen schockieren, die man überhaupt nicht möchte.

Aber ist das gleich ein Grund aufzugeben weiterzuleben? Ich meine egal was passiert. Das ändert ja nichts daran, dass dieses Leben dein einziges Leben ist, das du jemals haben wirst und dass du allein deswegen schon nicht aufgeben solltest.

Ich meine du sehnst dich doch nach einem optimalen Leben, d.h. du solltest dann aus jeder Situation das best mögliche versuchen rauszuholen.

Krebs ist keine schöne Diagnose, aber heutzutage gibt es viele Heilmethoden und man kennt mittlerweile viele bewährte Lebensmittel und Ernährungsweisen, die Krebs nicht nur vorbeugen, sondern auch bekämpfen können und andersrum kennt man Inhaltsstoffe, die man lieber nicht verzehren sollte, wenn man Krebs hat.

Du kannst dich also diesbezüglich darüber informieren, was dein Vater am Besten tun kann, damit er von sich aus den Kampf gegen Krebs mit voller Kraft auf nimmt und was ihm am meisten hilft und worauf er achten muss. Das würde ihn bestimmt viel mehr helfen, als wenn er sieht, wie schlecht es dir geht. Willst du, dass dein Vater sich dann Vorwürfe macht? Und vor allem unter dem Zustand? Bei solchen Krankheiten ist es wichtig, dass man nicht viel Traurigkeit und Stress erfährt, sondern gute Dinge.

Ich weiß, es ist schwer. Aber viele haben es schon geschafft den Kampf gegen Krebs zu gewinnen und was wichtig ist, ist dass man niemals aufgibt, denn wer aufgibt stoppt den Gegner nicht mehr

Und wenn du deinem Vater auch etwas Gutes tun willst, dann zeig ihn, dass du wenigstens um seinen Willen versuchst wieder dein Leben in den Griff zu bekommen und glücklich zu werden.

Alles Gute

Kommentar von einfachichseinn ,

geht's noch? Rede dem Mädchen auch noch ein, dass sich ihr Vater Vorwürfe macht und sie seinen Zustand verschlimmert!

Kommentar von RicVirchow ,

Ich habe nicht gesagt, dass sie seinen Zustand verschlimmert, sondern dass sie es tun wird, wenn er sieht, dass sie sich deswegen selbst verletzt und total am Boden zerstört ist und das ist auch so und daraus kann eben resultieren, dass man sich selbst Vorwürfe macht und deswegen sollte man nach solchen Ereignissen nicht aufgeben, sondern versuchen weiter zu machen und den Kopf hoch zu lassen, weil man es eben nicht ändern kann. Trauer ist wichtig, aber man sollte wieder aufstehen und nicht permanent am Boden bleiben und das ist die Realität und hat nichts mit "gehts noch" zu tun.

Also das nächste Mal bitte konstruktive Kritik äußern und nicht beleidigen und vorallem bitte den Text ordentlich lesen.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community

Weitere Fragen mit Antworten