Habe Termin verpasst.Habe einen termin 5 wochen vorher bekommen von den Arbeits amt Berater und vergessen , mann droht mir jetzt mit sperre ist es zulässig?

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6 Antworten

Wenn Du keinen wirklich - nachweisbar - wichtigen Grund für Dein Fernbleiben nennen kannst, ist das leider rechtens. "Vergessen" ist kein Grund, der zählt.

Wenn Du zum Jobcenter gehst, um über dieses Thema mit dem Sachbearbeiter / Sachbearbeiterin zu sprechen, geh auf keinen Fall allein hin, sondern lass Dich begleiten von einem erfahrenen (!!) Beistand, auch Ämterlotse genannt.

Rat, das telefonisch zu klären, vergiss ganz schnell! Was auch immer man Dir dann sagt: Das kannst Du nie beweisen.

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Lies meine Hinweise zum

Umgang mit Sozialbehörden

Mit dem Amt nichts telefonisch klären (das kann man später nie beweisen). Alles schriftlich machen. Am besten Schreiben, Belege und Anträge persönlich abgeben. - Den Erhalt des Schreibens lässt man sich auf einem mitgebrachten Doppel mit Stempel, Datum und Unterschrift bestätigen. (Dies verlangt man mit ruhigem, freundlichem Ton und reicht das Schreiben rüber, „und hier brauche ich noch Stempel mit Datum und Unterschrift“).

Wenn man nur etwas abgeben will, dann wie üblich ein Schreiben aufsetzen, in dem erklärt wird, was "als Anlage" überreicht wird (sind es mehrere Anlagen, diese mit Nummern versehen aufzählen). - Wiederum dieses Anschreiben auf einem mitgebrachten Doppel mit Stempel und Unterschrift bestätigen lassen.

Diese Bestätigungen sind Gold wert, sie sind mehr wert als ein Einschreibebeleg (mit dem ja nur der Eingang eines Umschlags bestätigt wird).

Mit einer solchen Bestätigung kann von Seiten der Behörde nicht behauptet werden, Schreiben und Belege seien nicht eingegangen. Und wenn doch, eine Fotokopie von deren Bestätigung vorlegen (das Original unbedingt wie eine Kostbarkeit hüten). - Nicht (oder angeblich nicht) abgegebene Unterlagen kann als Verstoß gegen die Mitwirkungspflicht gedeutet werden, was zu Sanktionen führen kann = Kürzung von Geld. - Und: Werden so die Unterlagen / Belege abgegeben, wird erfahrungsgemäß allgemein die Sache zügiger bearbeitet.

Falls Du meinst, ich würde übertreiben, google mit jobcenter unterlagen verloren.

Im Gespräch mit den Mitarbeitern immer korrekt und konzentriert sein. Wenn die Mitarbeiter freundlich und zugewandt sind: Auch Infos im Vertrauen landen in der Akte und können später gegen den „Kunden“ (wie es vollmundig bei Sozialbehörden heißt) verwendet werden.

Oft ist es ratsam, zum Amt einen Beistand als Begleitung mitzunehmen. Dieser muss nur zuhören und kann dabei Protokoll führen, oder hinterher macht man gemeinsam ein Erinnerungsprotokoll. Der Beistand kann aber auch für Dich Erklärungen abgeben, dazu § 13, Absatz 4 SGB X (google mit 13 sgb 10):

     (4) Ein Beteiligter kann zu Verhandlungen und Besprechungen mit einem
           Beistand erscheinen. Das von dem Beistand Vorgetragene gilt als von dem
           Beteiligten vorgebracht, soweit dieser nicht unverzüglich widerspricht.

Für einen ehrenamtlichen Behördenbegleiter = Beistand google jeweils mit Deinem Wohnort (oder dem nächstgrößeren, wenn Deiner klein ist) mit

     Ämterlotsen
     Behördenlotsen
     Behördenbegleiter
     Hartz IV Mitläufer
     Hartz IV Gegenwind e.V.
     Wir gehen mit org

Diese Ämterbegleiter sind wertvolle Hilfen und notfalls auch Zeugen, und (die meisten? alle?) haben für diesen ehrenamtlichen Dienst eine kleine Ausbildung genossen und kennen sich bestenfalls mit den Gesetzen aus. (Sag beim Amt niemals, Du hättest einen Zeugen dabei! Zeugen dürfen des Raumes verwiesen werden - Beistände dagegen nicht, auf die hast Du ein Recht.)

Lebst Du in einer Bedarfsgemeinschaft (oder Haushaltsgemeinschaft): Andere Mitglieder solch einer Gemeinschaft können für Dich kein Beistand sein, denn sie sind nicht neutral, sondern automatisch selbst Betroffene.

Google mit

legitimation eines beistands pdf (die Wörter genau so)

und lade Dir die Datei vom elo-forum runter. Darin erfährst Du die gesetzliche Grundlage für Beistände und dass jeder Bürger ein Recht darauf hat, sich bei Behördengängen von einem Beistand begleiten zu lassen. - Einzig nicht mehr aktuell in der Info: Darin wird erklärt, dass Beistände sich nicht ausweisen müssen (liest Du ja dann dort). Das Sozialgericht Stuttgart urteilte unlängst: Ämter können vom Beistand verlangen, dass er sich ausweist.

In der Info erfährst Du unter anderem, dass wenn Dein Beistand für Dich etwas sagt, und Du widersprichst nicht, gilt es so, als hättest Du selbst es gesagt.

Zum Amt mit einer erfahrenen Begleitpersonen zu gehen ist in diesem Fall sehr empfehlenswert.

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Kommentar von cyracus
07.11.2015, 19:28

Du hast sicher eine Eingliederungsvereinbarung (EGV) unterschrieben. Das ist ja ein Vertrag mit dem Jobcenter. Schau mal in die EGV rein, da steht sicherlich auch, dass Du Termine wahrnehmen musst, und dass bei Versäumnis eine Sperre erfolgt.

Falls Du eine (neue) EGV unterschreiben sollst, nimm sie mit nach Hause - unterschreibe sie keinesfalls dort!!!

Hör Dir auf YouTube (google so) die hervorragende Information zu Eingliederungsvereinbarungen von einer Fachfrau an. Gib auf YouTube in die Suchleiste ein:

alg ii eingliederungsvereinbarung 1

und klick das Video mit dem einzelnen grünen Blatt an. Diese Info besteht aus sieben kleinen Teilen. Die Fortsetzungen findest Du rechts neben dem Video.

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Naja, wie wärs, wenn du erst mal anrufst und da nachfragst, was man machen kann? Das sind auch nur Menschen und wenn man Einsicht zeigt, kommt man vielleicht zum Erfolg...

Ansonsten kann ich mir die Sperre schon vorstellen... Wie kann man so nen Termin vergessen?! Es geht hier um Geld, das du von denen haben willst! Sowas vergisst man nicht...


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Wenn Du im ALG-Bezug bist hast Du Verpflichtungen. Termine beim Arbeitsamt sind einzuhalten oder rechtzeitig umzulegen. Du hast diesen Terminen Priorität einzuräumen und Dir diese zu notieren. Die Androhung der Sperre ist rechtens und auch richtig.

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Ja, das ist zulässig -und auch die Sperre ist korrekt.

Hast Du keinen Kalender, in den Du das einschreiben kannst?

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Sorry, aber der nächste jammert dann weil ihm der Termin zu knapp war.

Du hast nen termin, Du hast ihn wahrzunehmen.

Kommst Du aus irgendeinem Grund unentschuldigt nicht: Sperre.

Ganz korrekt, es ist Dein Problem, wenn Du den Termin vergisst.

"so lange vorlauf" ist leider etwas lächerlich, Du hast doch wohl mehr Grips als eine Eintagsfliege.

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Das Arbeitsamt kann dir für den versäumten Termin eine Sperre erteilen. Ist doch deine Schuld, wenn du den Termin vergisst. 

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