Frage von beto13, 82

Habe seit 2013 keine Krankenversicherung und fange jetzt nächste Woche einen neuen Job an. Was muss ich tun bzw. wie komme ich möglichst schaden Frei davon?

Ich war vorher Azubi und dann Selbständig ( Erfolglos), habe aus Finanziellen Gründen dann keine Krankenversicherung gehabt. Bin ich echt verzweifelt was soll ich machen . Mir ist bewusst das die Einsicht sehr spät kommt.

Expertenantwort
von DerHans, Community-Experte für Versicherung, 18

In Deutschland gilt Krankenversicherungspflicht. Wenn du dich nicht bei deiner Krankenkasse gemeldet hast, will diese von dir den Höchstsatz.

Bevor dieser Rückstand bezahlt ist, wirst du nur in Notfällen behandelt. Wenn du jetzt eine angestellte Tätigkeit aufnimmst, kannst du mit einer Lohnpfändung rechnen. Du solltest also so schnell wir möglich mit deiner Kasse eine Ratenplan ausarbeiten.

Antwort
von sassenach4u, 14

Du bist immer noch bei der Krankenkasse, also der KKH versichert, bei der du zuletzt warst und an genau die musst du dich wenden. Eine neue wählen kannst du nicht.

Seit 2007/2009 gibt es die Krankenversicherungspflicht- damit endet eine Mitgliedschaft nicht mehr einfach sondern wird fortgeführt. Sicher hat dich deine Krankenkasse damals auch kontaktiert um zu erfahren, was du jetzt machst.

Die Anfragen zu ignorieren war nicht so klug. Jeder hat eine Mitwirkungspflicht und muss Veränderungen im Versicherungsverhältnis mitteilen. Seitens des Gesetzgeber ist die Krankenkasse verpflichtet, jemanden, der sich nicht meldet, per "obligatorische Anschlussversicherung"(OAV) zu versichern.

Meldet sich der Versicherte nicht, dann wird dieser in die Höchststufe eingestuft- liegt bei ca. 750,--Euro/ Monat.

Du solltest offen auf deine damalige Krankenkasse zugehen, klären, welche Forderungen da auf dich zukommen und eine Ratenzahlung vereinbaren.

Ein Krankenkassenwechsel kann nur erfolgen, wenn die gewählte Krankenkasse eine Kündigungsbestätigung der vorherigen Krankenkasse bekommt. Solange du dort nicht gekündigt hast, kann das nicht geschehen.

Und bevor du kündigen kannst, muss dein Beitragsschuldschlamassel geklärt werden. Vlt. hast du Glück, deine Krankenkasse senkt die Beiträge auf den Mindestbetrag von ca. 170,-- Euro/Monat ab- aber zumindest das, incl. Mahngebühren und Zinsen bleibt.



Antwort
von schleudermaxe, 13

... die Forderung incl. der Zinsen bezahlen und alles wird gut. Was denn auch sonst?

... Für mich kann da auch etwas nicht stimmen, denn als AzuBi gab es eine Kasse und das Ende kommt doch nur, wenn eine neue nachgewiesen wurde, oder übersehe ich etwas?

Antwort
von eulig, 14

da in Deutschland Versicherungspflicht gilt, musst du die Beiträge rückwirkend zahlen. und es ist per Gesetz so geregelt, dass man in die Krankenkasse zurück muss, bei der man letztmalig versichert war.

einfach eine neue suchen geht nicht, da diese Kasse von der alten eine Kündigungsbestätigung benötigt. da du die nicht hast, darf dich keine andere Kasse aufnehmen.

du gehst jetzt also zu deiner alten Krankenkasse und legst die Karten offen auf den Tisch. beantrage direkt damit eine Ratenzahlung und biete eine realistische Rate an.

aufgrund der Versicherungspflicht, wird deine Krankenkasse bereits eine sogenannte Anschlussversicherung gemacht haben. d.h. du hast bereits eine stolze Summe an Beitragsrückständen angehäuft. wenn du ganz viel Pech hast, dann hat dich die Kasse sogar in die Höchststufe eingeordnet. dann dürftest du aktuell einen Beitragsrückstand von ca. 23.000 Euro haben.

du musst auch berücksichtigen, dass du, wenn du dich nicht um eine Ratenzahlung bemühst, einen ruhenden Leistungsanspruch hast. d.h. es werden die Kosten nur noch in Notfällen oder bei Schmerzzuständen übernommen. alles andere musst du selbst zahlen. und dabei ist egal, ob du dann ein Beschäftigungsverhältnis hast, aus dem Beiträge fließen.

Expertenantwort
von siola55, Community-Experte für Versicherung, 13

Hey beto13,

bist du denn evtl. verheiratet und ohne Einkommen???
Dann wäre evtl. ja rückwirkend eine kostenlose Familienversicherung über den Partner möglich...

Gruß siola55

Kommentar von siola55 ,

Wenn das Familienmitglied über ein Gesamteinkommen verfügt, das monatlich 415 Euro nicht übersteigt oder bei geringfügig Beschäftigten liegt die Einkommensgrenze bei regelmäßig 450 Euro für einen kostenlosen Krankenversichschutz als Familienversicherung!

Antwort
von qugart, 32

Schadenfrei ist nicht so möglich, wie du dir das vorstellst.

Die säumigen Beiträge sind nachzuzahlen. Ratenzahlungen sind da aber in der Regel kein Problem. Du musst nur aktiv auf die Krankenkasse zugehen und das mit denen absprechen.

Kommentar von beto13 ,

Kannst du mir da eine Empfehlen ?

Kommentar von qugart ,

Im Grunde ist es egal, um welche GKV es sich handelt. In deinem Fall würde ich aber eher in den sauren Apfel beißen und mir die AOK oder DAK aussuchen.

Du kannst auch gerne eine mit niedrigerem Zusatzbeitrag nehmen, aber ich würde darauf achten, dass du da auch eine Außenstelle bei dir in der Nähe hast, damit du mit denen auch mal persönlich reden kannst.

Du kannst ja mal einen Krankenkassenvergleich im Internet machen.

Kommentar von beto13 ,

OK das werde ich dann tun dank dir

Antwort
von Pucky99, 47

Letztendlich ist das ja kein großes Problem. Du kannst dich doch jetzt in der GKV anmelden. Dein Job wird ja Sozialverischerungspflichtig sein. Bist du sicher, dass du während der Slebstständigkeit nicht PKV versichert warst?

Kommentar von qugart ,

Man weiß als Selbständiger, ob man privat versichert ist oder nicht und entscheidet sich da explizit für oder dagegen.

Kommentar von Pucky99 ,

Man kann als Selbstständiger nicht gesetzlich versichert sein.

Kommentar von siola55 ,

... aber freiwillig in der GKV wäre die Alternative gewesen; siehe hierzu den Link: bw.aok.de/inhalt/krankenkassenbeitraege-fuer-freiwillig-versicherte-6/

Kommentar von beto13 ,

Ja weil mir das zu Teuer war leider

Kommentar von Pucky99 ,
Antwort
von lanlan0000, 48

Die Beiträge wirst du nachzahlen müssen. Vielleicht lassen die sich auf eine Ratenzahlung ein.

Kommentar von Pucky99 ,

Warum sollte er nachzahlen müssen? Es hat kein Versicherungsvertrag bestanden und es wurden keine Leistungen von einer Versicherung in Anspruch genommen.

Kommentar von wilees ,

In Deutschland besteht Versicherungspflicht - deshalb.

Kommentar von Apolon ,

@Pucky99,

wir haben seit 2009 eine Krankenversicherungspflicht für jeden der in Deutschland mit Hauptwohnsitz gemeldet ist!

Ob Leistungen erbracht werden, oder nicht spielt keine Rolle!

Kommentar von Pucky99 ,

Und an wen sollte er da seine Beiträge nachzahlen müssen? Und für welchen Zeitraum? Als Selbstständiger kannst du nicht gesetzlich versichert sein. Hier muss eine PKV her. Welche PKV, kann nun nach deiner Ansicht Ansprüche stellen?

Kommentar von ghul666 ,

Und das stimmt so nicht.

Auch als Selbstständiger kannst du in der GKV sein.

Kommentar von siola55 ,

Als Selbstständiger kannst du nicht gesetzlich versichert sein. Hier muss eine PKV her.

Irrtum - als freiwillig KV-Versicherter konnte er sehr wohl in der GKV krankenversichert sein! Es muß nicht zwingend eine PKV sein!!

Und an wen sollte er da seine Beiträge nachzahlen müssen?

An die Krankenkasse, wo er zuletzt versichert war - ist doch wohl klar wg. der in D gültigen Krankenpflichtversicherung!!!

Antwort
von Apolon, 40

@beto13,

wie warst du denn zuletzt versichert ? in der GKV oder PKV?

Wie hast du es denn fertig gebracht, dass du seit 2013 keine Krankenversicherung mehr hattest?

Wir haben seit 2009 eine Krankenversicherungspflicht in Deutschland für jeden der hier mit Hauptwohnsitz gemeldet ist!

Bei einer Anmeldung bei der Krankenversicherung wird geprüft wo du in den letzten Jahren versichert warst und musst die fehlenden Beiträge nachzahlen.

Kommentar von beto13 ,

Ich war vorher in einem Abbildungsverhältnis uns danach direkt in die Selbstständigkeit und mein Vater hatte damals weil ich Familien versichert war da raus gehauen. Deswegen bin ich da grad ein bisschen Ratlos

Kommentar von Apolon ,

Wir können dir hier nur helfen, wenn du deine Kommentare so schreibst, dass man sie auch verstehen kann.

Wenn man als Auszubildender tätig ist, ist man in der GKV pflichtversichert.

Bei anschließender Tätigkeitsänderung in die Selbständigkeit, wird man in der GKV freiwillig versichert, bzw. kann sich in der PKV privat versichern.

Familienversicherung passt hier nicht!:

Kommentar von beto13 ,

Ich habe damals ein schreiben bekommen das ich nicht mehr bei der KKH versichert bin. Hab das schleifen lassen und das schreiben ignoriert

Kommentar von Apolon ,

Und weshalb soll die KKH dir dies mitgeteilt haben?

Nur der Versicherungsnehmer, kann die Mitgliedschaft bei der GKV kündigen!

Hast du vielleicht der KKH falsche Informationen mitgeteilt.

Kommentar von siola55 ,

Ich war vorher in einem Abbildungsverhältnis uns danach direkt in die Selbstständigkeit und mein Vater hatte damals weil ich Familien versichert war...

Dann hast du als nicht hauptberuflich Selbstständiger unter 415 € mtl. verdient, oder wie???

Antwort
von ghul666, 42

Augenblick mal. Wie hast du es geschafft keine Krankenversicherung zu haben?

Kommentar von lanlan0000 ,

in dem er sich nicht krankenverichert hat

Kommentar von ghul666 ,

Was eine blöde Idee war.

Kommentar von Pucky99 ,

Doch das ist möglich

Kommentar von Pucky99 ,

Wenn man ein Studium beendet oder eine Selbstständig aufgibt, ist es nicht möglich in die GKV zu kommen. Die Versicherungspflicht wird ausgehebelt. Man kann aber einfach ALG I oder II beantragen und schwupps ist man GKV-versichert.

Kommentar von ghul666 ,

Tja naja, am besten mal zu einer der GKV hingehen

Kommentar von Apolon ,

Dieser Hinweis ist völliger Unsinn!

Maßgebend ist immer wie man davor versichert war.

Wenn eine PKV bestand, bleibt man bei ALG II weiterhin in der PKV.

Außerdem wenn man PKV versichert war und die Selbständigkeit aufgibt bleibt man in der PKV und muss weiterhin Beiträge zahlen.

Bitte nur schreiben, wenn man etwas davon versteht.

Deine unsinnigen Kommentare helfen niemandem weiter.

Kommentar von beto13 ,

Ich war aber vorher in keiner PKV nur GVK

Kommentar von ghul666 ,

AHA, sehen Sie Herr Uhrig.

Dann mal ab zur GKV.

Kommentar von Apolon ,

Dann war dein Hinweis auf den ich geantwortet habe völliger Blödsinn!    

Wenn Du einen Text schreibst, solltest du dir zuerst mal überlegen, was überhaupt zutrifft!                   

Kommentar von ghul666 ,

Bitte nicht ausfallend werden.

Kommentar von ghul666 ,

Von mir aus.

Die Informationen aus der Frage waren aber auch extrem dürftig.

Sieht man ja an deiner "Unterhaltung" mit dem Fragesteller.

Kommentar von Pucky99 ,

Das kann ich nur zurück geben. Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal...


Ich habe den ganzen Rotz studiert. Habe aber für dich nochmal 2 Quellen rausgesucht.

http://www.finanztip.de/pkv-rueckkehr-gkv/


http://www.krankenversicherung.net/rueckkehr-gesetzliche

Kommentar von ghul666 ,

Weiß ich alles.

Die Infos des Fragestellers wurden berücksichtigt. Mehr nicht.

Machen wir hier mal kein unnötiges Fass auf

Kommentar von Pucky99 ,

Du warst nicht gemeint.

Kommentar von ghul666 ,

Etwa der Herr Uhrig?

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community