Frage von Morlascheuvogel, 51

Habe Pfichteil meiner verstorbenen Mutter gegenüber meinem Vater geltend gemacht, noch nicht erhalten jetzt ist er tot ,habe einen Bruder was nun?

Antwort
von Allexandra0809, 38

Wenn nichts vereinbart wurde oder ein Testament vorliegt, sollte das Erbe geteilt werden.

Kommentar von Morlascheuvogel ,

Es gibt ein Berliner Testament was besagt alle beide Söhne Erben zu gleichen Teilen nach dem letzt verstorbenen außer einer beantragt sein Pflichtteil dann bekommt er nach dem letzt verstorbenen auch bloß sein Pflichtteil ich habe mein Pflichtteil beansprucht mein Vater wollte nicht zahlen hat sogar seinen Anwalt eingeschaltet und ich würde jetzt gerne wissen ob ich irgendwie automatisch auf meine Pflichtteile gesetzt bin , also ob so etwas vielleicht beim Nachlassgericht vermerkt wird , es wäre nicht schlimm ich muss es nur unbedingt wissen denn dann muss ich auch nur einen geringen Prozentteil der beerdigungskosten tragen und nicht die Hälfte ich wäre mit den zwei Pflichtteilen einverstanden!kann mir das jemand beantworten? Das wäre Super, vielen Dank im Voraus.

Kommentar von Allexandra0809 ,

Da ich kein Anwalt bin, kann ich Dir keine 100%ige Antwort geben. Du solltest in diesem Fall einen Anwalt aufsuchen, der Dir das genau sagen kann.

Antwort
von sergius, 17

Ihr noch nicht erfüllter Pflichtteilsanspruch auf den Tod Ihrer Mutter ist, nachdem der Vater als Schuldner dieses Anspruchs verstorben ist, eine Nachlassverbindlichkeit, die von den Erben des Vaters zu erfüllen ist. Wenn Sie selbst zu dessen Miterben gehören tritt in Bezug auf Ihren Erbanteil Konfusion mit dem Pflichtteilsanspruch ein. Das heisst, wenn Sie zu 1/2 Miterbe des Vaters wären, würde Ihr Pflichtteilsanspruch praktisch zu 1/2 mit Ihrem Erbanspruch konfundieren und daher erlöschen. Zugegeben schwierig zu kapieren, aber so ist es nun einmal !

Kommentar von sassenach4u ,

D.h. da er den Pflichtteil geltend gemacht hat, dieser nicht realisiert wurde, verfällt dieser Anspruch- aber da das Testament es so sagt, bekommt er jetzt vom Nachlass des Vaters auch nur den Pflichtteil. ist das richtig?

Kommentar von sergius ,

Der Pflichtteilsanspruch aus dem Nachlass der erstverstorbenen Mutter war für den die Mutter beerbenden Vater eine Nachlassverbindlichkeit, die er aber vor seinem Tod nicht erfüllt hat. Daher hat der Erbe des Vaters (offenbar der zweite Sohn) diese Nachlassverbindlichkeit des Vaters zu erfüllen und den Pflichtteil auszuzahlen.   Der (weitere) Pflichtteil aus dem Nachlass des letztverstorbenen Vaters (auf den der Fragesteller jetzt wegen seines früheren Pflichtteilsverlangens beschränkt ist) berechnet sich aus dem Nachlass des Vaters abzüglich des Pflichtteils aus dem Nachlass der Mutter (= Nachlassverbindlichkeit) und etwaiger weiterer Nachlassverbindlichkeiten.   Die von mir erwähnte Konfusion wäre nur eingetreten, wenn der Fragesteller Erbe oder Miterbe seines Vaters geworden wäre. Das ist aber nach dem Berliner Testament, das die Enterbung eines Kindes, das beim ersten Erbfall den Pflichtteil verlangt hat, nicht der Fall; er kann auch da nur den Pflichtteil aus dem (Netto.)Nachlass des zuletzt versterbenden Elternteils verlangen.

Ergebnis also: Der Fragesteller kann den Mutter-Pflichtteil als Nachlassverbindlichkeit des Vaters bzw. nach dessen Tod des Erben des Vaters verlangen (es sei denn die 3-jährige Verjährungsfrist ist abgelaufen).  Ferner kann er als wegen seines Pflichtteilsverlangens beim Tod des Vaters Enterbter von dessen Erben (dem Bruder des Fragestellers) den Pflichtteil aus dem väterlichen Erbe (abzüglich der Nachlassverbindlichkeiten w.o.gesagt)  verlangen. Der Bruder als Erbe muss also tatsächlich die beiden Pflichtteile auszahlen. Wenn der erste Pflichtteil schon verjährt sein sollte, dann nur den zweiten, in diesem Falle aber ohne Abzug des Wertes des schon verjährten ersten Pflichtteils, weil der dann ja keine Nachlassverbindlichkeit mehr wäre.

Da grundsätzlich die Erben die Bestattungskosten zu tragen haben, ist der Fragesteller nur insofern daran beteiligt, als der Erbe des Vaters diese Kosten auch als Nachlassschulden vom Brutto-Nachlass abziehen und den Pflichtteil des Fragestellers aus dem so verminderten Netto.Nachlass berechnen kann. Mit diesem Minderbetrag beteiligt sich also der Fragesteller - rein rechnerisch - an den Bestattungskosten.

Ich hoffe, dass damit der Fall nun einigermaßen verständlich gelöst ist !  Der Fragesteller hätte einem Anwalt dafür sicher 200 Euro oder mehr zahlen müssen - dieser Hinweis diene nur der Erkenntnis, wie wertvoll oder sparend diese Community ist !

Antwort
von krishna9, 28

Den Pflichtteil kann man innerhalb von 2 Jahren geltend machen. Gibt es ein Testament? Wenn ja, gilt das Testament. Aber: Der Pflichtanteil muss einem ausgezahlt werden, auch wenn man laut Testament nichts erbt. Der Pflichtanteil beträgt 25% vom Gesamtvermögen für alle  Geschwister. D.h. du hast ein Anrecht auf 12,5% vom Gesamtvermögen, egal wie ein etwaiges Testament lauten würde. Gibt es kein Testament, erbt jedes Kind - dein Bruder un du - jeweils zur Hälfte des Gesamtvermögens.

Kommentar von sassenach4u ,

Frist= 3 Jahre

Antwort
von VictoriAlli, 9

Der Pflichtteilsanspruch muss nun von dem bzw. den Erben Deines Vaters erfüllt werden.

Du musst also herausfinden, ob Dein Vater ein Testament hinterlassen bzw. wer Erbe nach Deinem Vater geworden ist.

Antwort
von Ranzino, 19

Nun erbst den Pflichtteil der Mutter und die Hälfte von allem, was dein Vater besaß.

Antwort
von Furzer, 24

Volljährig oder Minderjährig?

Kommentar von Morlascheuvogel ,

Volljährig

Kommentar von Furzer ,

Das wird geteilt.

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