Habe mein Arbeitszeugnis schlecht geschrieben: Was tun?

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6 Antworten

Ich würde ein neues Zeugnis als Datei erstellen, so dass der Betrieb möglichst geringen Aufwand hat und Deinen Text direkt in einen der in Personalabteilungen üblichen Zeugnisgeneratoren kopieren kann. Wenn Du sonst keinen bleibenden Eindruck im Betrieb hinterlassen hast, wird sich eh' keiner mehr finden, der Dich über den grünen Klee lobt.

Dann kannst Du nur auf Entgegenkommen hoffen, ein Anspruch besteht nicht mehr. Nur bei langjährigen Mitarbeitern und fehlenden Ausschlussfristen im Arbeitsvertrag wäre eine längere Frist zumindest theoretisch denkbar.

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es war ein Praktikum, also ist das Zeugnis nicht so wichtig. Ich würde es weg lassen.....

Auch wenn das Zeugnis eine Frau XXXX geschrieben hat, ist das egal, denn verantwortlich ist die Firma. Also kann jeder (der die Befugnis hat) dir ein neues, positives Zeugnis ausstellen. Also geh hin und rede ehrlich mit den Leuten.

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Kommentar von Everklever
14.08.2016, 16:37

Also kann jeder (der die Befugnis hat) dir ein neues, positives Zeugnis ausstellen

Was bedeuten würde, mit dem damaligen Zeugnis wurde gegen die Wahrheitspflicht verstoßen? So beliebig ist das alles denn doch nicht. Weiterhin hat Fragesteller(in) das Zeugnis seinerzeit ohne Widerspruch akzeptiert.

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Entweder du lässt dir nochmal ein neues Zeugnis ausstellen, oder du legst dieses einfach nicht zu deinen Bewerbungen.

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Kommentar von K123456789
14.08.2016, 09:17

Das Problem ist, dass die Firma und ich nicht mehr ihre Kontaktdaten
haben. So kann ich sie nicht mehr kontaktieren. Aber ist es nicht
schlecht, wenn man einige Zeugnise weglässt? Und dieses Praktikum ist
ziemlich wichtig als Erfahrung bei der jetzigen Bewerbung.

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Liebe(r) K123456789, das ist ja nun schon ein wenig putzig.

Du hast dir ein Zeugnis selbst erstellt (was gar nicht deine Aufgabe war), es wurde vom Arbeitgeber ohne Einwände übernommen, durch Unterschrift gültig gemacht, von dir akzeptiert - und nun gefällt es dir nicht mehr.

Zeugnisse müssen immer wahrheitsgemäß ausgestellt werden, demnach ist das, was da drin steht, inhaltlich richtig. Welchen Hebel willst du denn unter diesen Umständen ansetzen und vor allem, wo?

Die damalige Vorgesetzte hat mit der Sache nichts mehr zu tun, denn sie gehört dem Betrieb nicht mehr an. Es müsste also eine andere befugte Person tätig werden und wenn die niemanden findet, der als "Zeitzeuge" über deine Leistungen berichten kann, geht das, wenn überhaupt, nach Aktenlage. Selbige dürfte in der Hauptsache aus dem damaligen Zeugnis bestehen.

Du kannst es drehen und wenden wie du willst: Da passiert nichts mehr.

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guck mal nach den Umschreibungen im sog. Prager Schema, das ist die Zeugnissprache. Da gibt es einige Floskeln

Wenn Du das schon selbst schreiben kannst, würde ich dann schreiben. ...hat stets zu unserer vollsten Zufriedenheit...

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Ich hasse sowas. Ich habe 2 meiner Arbeitszeugnisse selbst schreiben müssen weil meine Chefs keine Lust hatten sich damit auseinander zu setzen. Zum Glück wusste ich da schon wie genau die versteckten Benotungen in Formulierungen funktionieren, aber damit kann man sich als Unwissender schon echt reinreiten. Ich würde das Zeugnis in dem Fall auch weglassen.

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