Habe in letzter Zeit krasse Schlafstörungen?

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5 Antworten

Schlafstörungen können isoliert oder auch im Zuge psychischer Krankheiten (z.B. Depressionen) auftreten. Um dies zu differenzieren brauchst du unbedingt die Diagnose einer Fachperson.

Hinzu kommt, dass Selbstmedikation (Alkohol und Cannabis sind eine Form der Selbstmedikation) gefährlich sein kann, da sie längerfristig die Beschwerden verschlimmern können.

Sich um eine Diagnose zu bemühen ist nicht schwer. Du kannst entweder direkt zu einer Fachperson (Psychiater/Psychologe) oder dich erst an deinen Hausarzt wenden, wellcher dich allenfalls anschliessend wiederum an eine Fachperson überweist.

Es gibt diverse Fragebögen um festzustellen, ob jemand Depressionen hat oder nicht. Als erstens werden oft die ICD-10 Kriterien (http://deprimed.de/depressionen/), also die Kriteren des internationalen Diagnoseverzeichnisses angeschaut. Wenn sich der Verdacht erhärtet gibt es spezifische weitere Fragebögen.

Du kannst auch etwas tun, damit deine Schlafstörungen vorbei gehen:

  • Benzutze dein Bett nur zum Schlafen. Wenn du chillen willst nimm das Sofa. So verbindet dein Gehrin das Bett automatisch mit Schlaf.
  • Gehe ausreichenden (auch körperlichen) Tätigkeiten nach.
  • Esse keine Kohlenhydrate und Vitamine unmittelbar vor dem Insbettgehen (bzw. esse sie tagsüber). Zudem trinke keine Koffeinhaltigen getränke abends.
  • Stehe am Morgen früh auf, egal wie müde du bist. So kommt dein Biorhythmus wieder in takt.

Schlafstörungen werden ärztlich folgendermassen behandelt:

  • Als sozusagen "Kurzintervention" werden oft Benzodiazepine (z.B. Lorazepam: http://deprimed.de/lorazepam/) oder Z-Drugs (z.B. Zopiclon: http://deprimed.de/zopiclon/) verabreicht. Diese Medikamente sind die sogenannt klassischen Schlafmittel und wirken enorm zuverlässig. Das Problem ist, dass sie bei längerer und regelmässiger Einnnahme (nach ca. 4-8 Wochen) stark abhängig machen. Zudem ergibt sich eine Toleranzentwicklung (man braucht immer mehr davon um den gleichen Effekt zu erzielen). Sie sind als Notfallmedikamente ein Segen und können ohne weiteren ab und zu konsumiert werden. Bei Abhängigkeit werden sie jedoch zum Fluch.
  • Bei Depressionen mit Schlafstörungen kommen oft auch sedierende Antidepressia (z.B. Mirtazapin: http://deprimed.de/mirtazapin/) oder sedierende antidepressiv wirkende Neuroleptika (z.B. Quetiapin: http://deprimed.de/quetiapin/) zum Einsatz. Diese Medikamente machen nicht abhängig und es ergibt sich auch keine Toleranzentwicklung, doch haben sie viel mehr Nebenwirkungen als Benzodiazepine und Z-Drugs. Antidepressiva und Neuroleptika werden meist täglich bzw. jede Nacht eingenommen.

Ich will dich nicht überzeugen Tabletten zu nehmen, nur als Info was auf dich zukommen könnte wenn du zum Arzt gehst. Es ist immer besser Vorinformiert zu sein. Vielleicht sagt der Arzt ja auch, dass du keine brauchst.

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Kommentar von WastedYout
15.09.2016, 14:01

Naja wenn ich viel gegessen habe kann ich meistens sogar noch besser schlafen und Antidepressiva will ich nicht nehmen weil ich zwei Personen kenne die dran zerbrochen sind. Das kiffen jetzt nicht das beste bei Depressionen ist weiß ich aber die Zeit wo ich das jetzt mache hat sich nichts verändert (weder negativ noch wirklich positiv). Danke für deine Antwort.

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Als erstes solltest du dich darum kümmern eine Diagnose zu bekommen. Selbstdiagnosen bringen nichts!

Dann würde ich das kiffen unterlassen, denn das KANN die Depression, falls du denn eine haben solltest, verschlimmern.

Zum Thema einschlafen gibt es eine Menge, was du ausprobieren kannst.

In der Drogerie oder in Apotheken gibt es Schlaftee. Der kostet meines Wissens gar nicht so viel und wäre einen Versuch wert.
Ebenso gibt es viele Baldrian-Produkte, die helfen können.

Daneben kann es helfen, wenn man entspannt schlafen geht.

Du solltest bevor du schlafen gehst einen Runde Sport treiben und danach heiß duschen oder am besten ein Bad nehmen (auch dafür gibt es snovh spezielle Badeöle,aber ein ganz einfaches hilft dir vielleicht auch schon).

Nach dem Baden legst du dich ins Bett. Das Handy usw wird nicht mehr angeschaut nach dem Sport!

Daneben gibt es noch autogenes Training, Entspannungsreisen und progressive Muskelentspannung. Vieles findest du auf YouTube.

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Man soll nicht im Bett liegen und denken ich muss wieder einschlafen.
Ich versuche es mit lesen, Hörbücher hören oder Gute Frage😉. Bin ich wirklich hell wach, stehe ich schon mal auf und lenke mich ab.
Hausputz, bügeln, puzzeln, irgendwas tun.
Nach einer Zeit immer mal wieder ins Bett gehen und schauen ob das mit Schlafen dann klappt.
Viel Erfolg

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Kommentar von WastedYout
15.09.2016, 06:53

Hab ich alles schon probiert aber hat leider nichts gebracht

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Kommentar von labertasche01
15.09.2016, 07:29

Dann geh vielleicht mal zum Arzt. Der kann dir vielleicht weiterhelfen. Alles Liebe!

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Such einen Therapeuten auf. Selbstdisgnostizierte Depressionen haben noch nie jemanden etwas gebracht.

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Kommentar von WastedYout
14.09.2016, 23:46

Wie ist es denn so bei nem Therapeuten weil ich würde gerne wissen worauf ich mich da einlasse

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Kommentar von labertasche01
15.09.2016, 03:51

Ihr redet. Wenn es ein guter ist stellt er die richtigen Fragen und bei dir sprudelt alles raus. ( Klappt aber nicht immer und nicht beim ersten besuch. )
Erst mal wird etwas kennen gelernt und geschaut ob ihr euch versteht.
Dann werden deine Probleme besprochen und aufgearbeitet.

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Kommentar von WastedYout
15.09.2016, 14:03

Warst du schonmal bei einem und wenn ja wieso und wie es bei dir abgelaufen ist

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schlaf erstmal ne nacht drüber..

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