littleMum86 am 24.05.2009 um 10:48 Uhr
Halli Hallo, Ich habe probleme mit meinem Sohn, er wird im Oktober 4 Jahre, aber ist so ein Bockkopf. Ich weiß garnicht mehr was isch machen soll, denn ob ich was sage oder nicht, kurze Zeit später interessiert es nicht mehr. Oder wehe man sagt was zu ihm, was ihm nicht passt, denn fängt er an mit den Füßen zu stampfen, und brummt rum. so extrem manchmal, das ihm das gesicht puder rot anläuft. Dann fängt er immer noch an zu heulen, aber alles nicht gerade leise. Wenn ich sage er möchte damit aufhören, denn wird es meistens noch schlimmer. Und alles nur weil er seinen Willen nicht bekommen hat. Das ist sehr sehr anstrengend und ich weiß auch nicht wie ich damit umgehen soll. Ich wollte nie eine extrem strenge mutter sein, einfach nur konsequent sein. aber wie bekommt man das abgewöhnt. weil einfach nur ein "es reicht jetzt" hilft da nicht. Er macht das ganze ja auch nicht nur zu Hause, nein draußen macht er es auch ab und an, da sag ich denn immer," abmarsch nach Hause", weil mir das zu peinlich ist, doch wenn ich sag wir gehen nach Hause, dann wird es meist noch extremer und er klammert sich denn immer bei mir fest. Denn er weiß, das ich nach Hause gehe.
Habt ihr das auch mit euren Kindern durch? oder Macht ihr es gerade durch, denn sagt mir doch bitte wie ihr euch verhaltet. Oder hab ich die ganze Zeit was falsch gemacht?
LG

Das wirst du aussitzen müssen.
... und mit dem Problem bist du nicht alleine.
Versuch es zu ignorieren, wenn es auch schwer fällt.
Sehr hilfreich ist da natürlich jetzt, wenn es noch Geschwister gäbe.

Nein, Trotzalter. Er testet die Grenzen aus würde ich sagen.
Diese Seite ist besser für Dich:
http://www.kindererziehung.com/
Gruß aus Hagen
WOLF1961 am 24. Mai 2009 11:08 Danke für DH.
Hallo Little Mum,
schön finde ich, dass Du Dir Sorgen um Deinen Sohn machst und es nicht einfach abtust! Ignorieren finde ich nicht so gut, da man dann ja aus der Beziehung raus geht und die kleinen Zwerge ja in diesen Trotzanfällen meist irgendwann auch sehr verzweifelt sind, sie bekommen es nur eben noch nicht anders hin. Das es Dir peinlich ist, verstehe ich gut, denke aber, dass jeder der Kinder hat solche Situationen kennt. Wenn Du dich dann entscheidest zu gehen, ist das eben so, es sollte nur nicht als Bestrafung verkauft werden, sondern als das was es ist nämlich, dass es Dir als Mutter unangenehm ist. Das wird er über die Zeit verstehen, keine Sorge. Am Besten kommen Kinder da raus, wenn man ihnen immer wieder ein Kontaktangebot macht, wenn die
schlimmste Wut vorbei sind, sind die kleinen heilfroh, dass sie im sicheren Hafen landen und die Mutter nicht "platt" gemacht haben, mit ihrer Wut. Wenn es die Eltern nicht aushalten können, wie sollen die Kinder es dann lernen, mit so heftigen Emotionen wie Wut umzugehen.
Auch im Trotzanfall mutieren Kindern nicht zu bösen kleinen Monstern, sondere erproben sich und die innere Stärke ihrer Eltern, die sie dann irgendwann zu ihrer eigenen machen. Also nicht aufgeben und dran bleiben am Kind.
Herzliche Grüße
... dem kann ich nur zustimmen, schade dass nicht alle Antworten in diese Richtung ausfallen, denn alles andere unterstützt Kinder im sogenannten "Trotzalter" leider nicht. Es ist eine sehr wichtige Phase im Leben eines Kleinkindes, hier entdeckt es zum erstenmal seinen eigenen Willen, und das Gefühl "Ich bin". Mit Druck und Niederreden alleine kann das Kind nichts wirklich anfangen, im Gegenteil, es wehrt sich immer fehementer, bis es zwischen den Eltern und dem Kind zum Problem wird, denn es tut das, was es erst mal naturgemäß tun muß, Gefühle zeigen, Wünsche anmelden. Es wächst in seine Entwicklung hinein und beginnt einfach immer bewußter zu leben, nichts anderes als was die Erwachsenen auch einmal hoffentlich ohne Strafen lernen durften, um selbstbewußte und menschenfreundliche Menschen werden zu können. Kinder haben auch immer unterschiedliche Charaktere, die einen sind etwas Kraftvoller, andere Sanfter. Spaltet man in diesem Alter Aggressionen ab, fehlt ein Teil der Gefühle, bzw. man kann das Kind im schlimmsten Fall dabei erniedrigen und demütigen, was ihm im späteren Leben psychische/seeelische Probleme machen kann, bzw. machen wird. Es kommt sehr auf die Situation an, wobei das Kind reagiert und welche Grenzen die Eltern evtl.setzen wollen. Die einen haben weitgesteckte, vernünftige, durchdachte Grenzen, die anderen sind evtl. leider rigoroser. Daß Eltern herausfinden, wobei es wirklich sein muß, zu reagieren, ob es auch sinnvoll ist oder unsinnig, das ist die Kunst des menschenwürdigen erziehens, denn auch Kinder besitzen dafür schon ein feines Gespür. Auf das Kind eingehen, sprechen, erklären, neue Angebote machen, etwas ablenken, evtl ignorieren und auch nein sagen, erklären weshalb, aber wenn es möglich ist als Vorbild Ruhe bewahren und das Kind auch mal sein lassen, je nach dem. Sehr wichtig ist das Kind zu loben und zu ermuntern, sobald es auf Mamas oder Papas Worte reagiert. Es gibt eine positive Sprache, die Kinder nicht noch mehr in die Enge treiben, statt sie zu führen und diese zu entdecken, macht Eltern zu glücklichen Eltern und Kinder zu lebensbejahenden glücklichen Kindern. Viel Freude noch, auch im Trotzalter kann man Kinder genießen.

Wir sind mit dem Trotzalter unseres älteren Sohnes dank einem wundervollen Buch (Das Kinderbuch von Anna Wahlgren) super klargekommen. Man muss nur verstehen, was da in dem Kind vorgeht. Normalerweise kommt das Trotzalter viel eher und ist mit 3,5 abgeschlossen, aber vielleicht ist es bei deinem Sohn eben anders, denn das, was du beschreibst, klingt nach Trotzen.
Das Kind im Trotzalter leidet selbst Höllenqualen und muss deshalb mit Verständnis behandelt werden. Das Kind begreift, dass es in der wet viel mehr Möglichkeiten gibt, als bis jetzt gedacht. Es begreift, dass es auch andere Alternativen gibt, als das, was die Eltern einem sagen. Aber gleichzeitig weiss das Kind, dass sein Mangel an Lebenserfahrung es daran hindert, die beste Entscheidung tereffen zu können. Und diese Ohnmacht quält es sehr. Alles wird in Frage gestellt! Wenn du sagst, komm, wir gehen nach hause, dann fargt sich dein sohn, warum eigentlich? Warum nicht noch länger spazieren, warum überhaupt ein Zuhause haben, warum ausgerechnet jetzt und nicht in 5 Minuten oder Morgen nach Hause gehen? Und warum micht zur Oma oder in ein Laden oder... oder... oder?
Und wie kannst du ihm eine Antwort darauf geben? Da gibt es mehrere Möglichkeiten, die alle je nach situation gut sind:
1) Sei felsenfest. Steh zu dem, was du sagst. Hast du gesagt, es geht nach Hause, dann wird nach Hause gegangen, auch, wenn du ihn dorthin zerren muss. ABER! Wenn es um einen Verbot geht, dann ist es ganz wichtig, dem Kind eine Alternative anzubieten, wie z.B.: Du darfst jetzt kein Bonbon lutschen, aber nach dem Essen werden wir ein Dessert essen. Oder du darfst mich nicht hauen, aber du kannst mich schtreicheln! Und man mimmt die kleine Hand in seine und, streichelt damit eigenes Gesicht und lobt dabei das Kind, auch wenn es sich mit aller Kraft dagegen sträubt.
2)Wenn du Zeit hast, kannst du auch das verbieten, wogegen das Kind protestiert. Dann sagst du: Dann gehen wir eben nicht nach hause! Dann bleiben wir hier und essen nichts zum Abendbrot! Und schlägst am besten mitten auf dem Gehweg eine zeitung auf und tust so, als wäre es dir ganz recht. Dein Sohn wird verdattert feststellen, dass er nichts gekonnt hatte und wahrscheinlich fängt er an zu schreien: Aber ich will nach hause! Dann kannst du im unschuldigen Ton sagen, auch so? Du willst nach Hause? Na dann komm. (Diese Methode ist nicht in jeder Situation angebracht, aber manchmal kann sie Wunder wirken und dem Kind sogar das Gefühl geben, selbst eine richtige Entscheidung getroffen zu haben.)
3) Wenn sich da Kind zuhause unmöglich benimmt (schreien, um sich schlagen, sich auf den Boden werfen oder was auch immer du für unmöglich hältst), dann verbannst du ihn in sein Zimmer und wartest an der Tür, bis er aufgehört hat zu schreien. Dann machst du sofort(!) die tür auf und fragst sehr freundlich(!), ob er jetzt fertig ist und zu den anderen kommen will. Schreit er wieder, wird sofort die Tür zugemacht. Hört er auf, wiederholst du sofort die Frage ganz freundlich. Und so machst du, bis er nicht mehr schreit. Auch ein beleidigtes Schweigen wird als ein Ja behandelt und man tut so, als wäre alles Bestens. Auf keinem Fall nachträglich tadeln oder irgenwdelche Komentare lassen, wie "Siehst du, hast nichts gekonnt!". Sobald sich das kind wieder akzeptabel benimmt, wird es behandelt, als wäre nichts geschehen. Es wird nicht das Kind abgelehnt, sondern nur das unmögliche Verhalten :-)
4) Man nutzt die Tatsache aus, dass das kleine Kind noch nicht zu viele Alternative im Kopf behalten kann. Wenn er z.B. sagt, er will jetzt nicht schlafen gehen, dann sagst du: Gut, dann musst du eben auf diesem Hocker sitzten. Und du machst dabei irgendwas sehr langweiliges, z.B. Geschirr abwaschen oder lesen. Versucht er vom Hocker zu Klettern, dann fragst du unschuldig: Gehst du ins Bett? Wenn er verneint, sagst du: Dann gehst du nicht schlafen! Dann musst eben hier sitzen bleiben. Versucht er, mit dir ein Gespräch anzufangen, ignorierst du es und liest weite. Beachtest ihn nur, wenn er vom hocker runter will. Das kann beim ersten mal bis zu 1 Stunde dauern. Aber letztendlich wird er ins Bett gehen und seine Frage ist beantwortet: Es lohnt sich nicht länger wach zu bleiben - da machen die erwachsenen nur langweilige Sachen.
Wichtig ist, dass du versuchst, deine genervtheit zu verstecken. Wenn du zeigst, dass seine Bockchen keinerlei Wirkung auf dich machen, wird er sie viel seltener einsetzen, als wenn er weiss, dass er dich damit ärgert. Und nutze die friedlichen Momente, um mit ihm so richtig viel Spass zu haben und zu lachen! Dann merkt er auch, dass es sich nicht lohnt, bockig zu sein, denn wenn er friedlich ist, habt ihr viel mehr Spass :-)
Viel Erfolg!
unterwegs am 25. Mai 2009 13:03 zitat: "Dann sagst du: Dann gehen wir eben nicht nach hause! Dann bleiben wir hier und essen nichts zum Abendbrot!"
das ist aber riskkant, weil man es dann auch durchziehen muss, wenn man es angedroht hat. das kind spürt sehr wohl ob man das ernst meint und ob man es wahr machen würde. andererseits finde ich dass da eine grenze ist. das würde ja bedeuten, dass das kind ohne abendbrot ins bett müsste wenn man sich an die drohung hält. mit hunger darf man ein kind nicht strafen. konsequenz ist absolut wichtig. gerade darum darf man nur dinge androhen, die man auch konsequent ausführen kann (dass keine zeit mehr für die gute-nacht-geschichte bleibt zum beispiel wäre eine möglichkeit).
ansonsten finde ich die tipps aus diesem buch sehr gut, vorrausgesetzt sie lassen sich durchführen.
Triskelirina am 25. Mai 2009 14:54 Das hast du ganz falsch verstanden! Vielleicht habe ich mich nicht deutlich ausgedrückt. Ich meinte nicht, dass es dann später zuhause kein Abendbrot geben soll, weil mam jetzt mit dem Kind draußen bleibt. So eine Androhung würde ich auf keinem Fall machen! Sie wäre ja auch völlig daneben, weil zusammenhangslos. Ich meinte, man tut so, als ob man gar nicht mehr nach hause gehen würde! Und da es das Abendbrot nur zuhause gibt (ich nahm einfach an, dass der Trotzanfall abends stattfand), kann man folglich auch kein Abendbrot essen, wenn man nicht nachhause geht. Somit beantwortet man dem Kind seine unausgesprochene Frage, warum man überhaupt nach hause gehen muss. Viele würden sicherlich versuchen dem Kind ganz vernünftig zu erklären, warum jetzt nach Hause gegangen werden muss, aber während eines Trotzanfalls sind alle verbale Erklärungen absolut nutzlos. das kind hört nicht hin! Wenn man aber, wie bei dieser Metode plötzlich eine für das Kind ganz unerwartete Richtung anschlägt und ausruft "Dann gehen wir eben nicht nach Hause, dann bleiben wir jetzt hier!", hält das Kind vor Überraschung inne und hört hin. Und da kann man gleich die Argumente anhängen: "Dann können wir eben kein Abendbrot essen!" Und dann kapiert das Kind: Ach so ist das! Meine Mutti schleift mich also nicht einfach so nach Hause, ohne einen Grund, einfachnur, um ihre macht zu demonstrieren. Meine Mutter ist gar nicht an Zuhause interessiert - sie liest ja Zeitung (oder schaut sich Blumen an, wenn keine zeitung da ist). Aber wir müssen nach Hause, um Abendbrot essen zu können (oder was auch immer)! Und deshalb ruft es plötzlich aus: Aber ich will nach hause!
unterwegs am 26. Mai 2009 09:12 das ist das andere problem dabei. ich denke es würde nicht funktionieren, weil selbst das kleinste kind was schon die aussage "Dann gehen wir eben nicht nach hause!" versteht wüsste dass das nicht stimmen kann. es würde sofort spüren dass es hier oberwasser behält, weil die mutti ja doch in wirklichkeit nach hause will.
Triskelirina am 26. Mai 2009 09:54 Also, bei uns hat es super funktioniert! Man muss eben überzeugend auftreten. Wie gesagt, haben wir diese Metode nicht so häufig eingesetzt, wie die anderen, weil man dazu zeit haben muss, na und damit der überraschungseffekt überraschend bleibt. Aber wenn wir es so gemacht haben, dann hat es immer gut geklappt. Auf jedem Fall hat es sofort den Trotzanfall gestoppt, so dass unser sohn wieder offene ohren hatte, un zuhörte, welche konsiquenzen sich daraus ergeben, wenn wir das nicht machen, was wir als eltern wollten.
Also, dem Kinderbuch nach ist die Trotzphase an sich sehr wichtig und produktiv, weil die kinder währenddessen die antworten auf all diese fragen bekommen und zur großer einsicht gelangen, dass man doch auf das urteil der eltern vertrauen kann. Aber akute trotzanfälle an sich hält die Autorin (eine 9fache Mutter) für zerstörerisch und sehr qualvoll für das Kind, und deshalb ist es auf jedem fall wert, einen akoten Trotzanfall zu verhindern oder zu unterbrechen, wenn es nur geht. Und da ist diese Überraschungsmethode sehr gut geeignet, weil das Kind aus dem hysterischen Anfall wieder herausgeholt wird, aber gleichzeitig die entwicklung voran gehen kann, da die frage des kindes somit beantwortet wird und es zur einsicht gelangt - wenn wir bei unserem Beispiel nachhause gehen bleiben - dass die mutter schon recht hat, sie weiss wirklich bescheid, warum wir jetzt nach hause gehen sollten und sie wahrt dabei meine (des Kindes) interessen (sorgt sich darum, dass es was zum essen gibt).
unterwegs am 26. Mai 2009 14:06 meine hätten wahrscheinlich stunden gebraucht bis sie nach hause gewollt hätten. zunächst hatten sie diese wendung begrüßt und ausgenutzt.
Triskelirina am 26. Mai 2009 15:39 Na, wenn man sowas auf dem spielplatz oder sonst wo, wo es spannend ist, machen würde, dann würden es die kinder sicher ausnutzen. Deshalb sage ich ja, dass es nicht in jeder situation geht. Aber wie würden es deine kinder ausnutzen, wenn du sowas mitten auf dem gehweg, wo es keine attraktionen gibt, machen würdest? Was hätten sie davon, dort zu bleiben?
unterwegs am 27. Mai 2009 20:49 na ja wenn ich mitten auf dem gehweg mit so einem trick angefangen hätte, muss das kind ja irgendeinen grund gehabt haben weswegen es nicht weiter laufen wollte. höchstens wenn es nur aus müdigkeit oder bequemlichkeit nicht weiter wollte dann hätte der trick vielleicht funktioniert.
Triskelirina am 28. Mai 2009 20:22 Ich glaube, wir reden hier über unterschiedliche Dinge. Wenn ein Kind nicht vom Spielplatz weg will, ist es in meinen Augen nicht zwingend ein Trotzanfall. Das Kind versucht somit einfach nur seine wünsche durchzusetzten und lernt dabei, wie weit es bei derjenigen aufsichtspeson gehen kann, testet also die grenzen aus. Es zeigt dabei ein bewusstes, durchdachtes, manchmal sogar raffiniertes Verhalten. Es trotzt nicht, weil es einfach nur trotzen möchte, sondern, weil es tatsächlich auf dem Spielplatz bleiben will.
Ein trotzanfall ist aber meistens überhaupt nicht logisch. In meinen Augen ist es ein Trotzanfall, wenn das Kind eben mitten auf der straße/Geweg gegen den vorschlag der Aufsichtsperson, nach hause zu gehen, protestiert. Das macht es nicht, um grenzen auszutesten und sich einen Vorteil zu verschaffen (wie auf dem Spielplatz), sondern, weil es diese 100 fragen im Kopf hat (siehe oben) und deshalb einfach nur trotzt, "ohne sinn und verstand". Es weiss in diesem moment gar nicht, was es will, sondern trotzt einfach
unterwegs am 28. Mai 2009 22:11 das konnte ich schon immer ganz schwer unterscheiden. mein sohn hätte schon auf dem spielplatz getrotzt, wenn ich darauf bestanden hätte dass wir gehen. oder wäre das dann gar kein trotz gewesen? so hab ich das nie unterschieden.
Triskelirina am 29. Mai 2009 13:52 ich schreibe dir eine nachricht - so ist es einfacher
..

ich denke nicht, dass du was falsch gemacht hast. zieh das weiter konsequent durch und gibnicht nach, wenn er weint. so schwer das auch fällt. er wird merken, dass er mit der masche bei dir nichts erreicht

Versuch mal, in solchen Situationen, deinen Sohn vollkommen zu ignorieren. Bei meiner Tochter hat es geholfen.
viel Glück

das habe ich auch gemacht hat meine mutter mir gesagt
sie hatte mich einfach dan nicht mehr beachtet und hat mir schreien lassen das eine mal war ich mit meiner mutter im geschäft hatte kein süßes bekommen und habe los gebolckt sie hatte mich einfaach da aufen boden liegen lassen und ist zu kasse gagnen (sie hatte mich im blickfeld) iwan habe ich mich eingekrigt und bin hin gelaufen zu ihr (auch wens weh tut)
und wen du das auch so machst glaube ich wird das was viel glück
Das haben alle durchgemacht die Kinder haben und nur gleich gesagt das gibt sich wieder! Es kommen noch weitere Phasen, da muß man durch!
Was Du beschreibst klingt nach dem klassischen Trotzalter. Leider kann man da nicht viel machen, außer konsequent bleiben. Es kostet Nerven, keine Frage, manche Kinder haben die Phase leider sehr ausgeprägt. Versuche mal ihn zu ignorieren, wenn er so zornig ist.
littleMum86 am 24. Mai 2009 10:58 ja stimmt, es ist immer leichter gesagt. eigentlich ignorier ich es auch, außer er fängt an zu trampeln. weil wohnen in ner Altbauwohnung und unter uns wohnt noch jemand. habe angst, das der sich deshalb beim vermieter beschwert.
Das kenne ich auch! Du hast nichts falsch gemacht, eventuell nur ein temperamentvolles Kind. Wenn dich dein Kind ignoriert, könnte es vielleicht sein, dass du deine Androhungen nicht war machst. Sowas merken Kinder sofort. Also denk dir "Strafen" aus, die du auch umsetzen kannst. Und vor allem muss diese Strafe angemessen und für dein Kind nachvollziehbar sein. Manchmal muss man da als Eltern ganz schön überlegen! Mein Kind hab ich so manches mal im Laden liegen gelassen. (um ne Ecke weiter sein Verhalten zu beobachten) Kaum war ich aus der Sicht, stand es auf und rannte mir(ohne zu heulen) hinterher. Behalte die Nerven, hab ein bisschen Verständnis und lass dich nicht unterbuttern. Sieht alles viel schlimmer aus.
Bei meinem Sohn war es in dem Alter genau das Gleiche. Versuch mal ganz ruhig zu bleiben und ihn vielleicht einfach in den Arm zu nehmen. Ich hab meinen Sohn auf diese Weise immer beruhigt und danach mit ihm geredet. Seit ich das gemacht hab, haben sie die Trotzanfälle gelegt. Ich meine damit nicht, dass du ihn zur Belohnung mit Liebe überschütten sollst, aber du kannst ihm helfen, sich zu beruhigen. Er steigert sich wahrscheinlich so rein, dass er das alleine kaum schafft. Bei mir hats geholfen... Viel Glück!
nein, Du hast nichts falschgemacht, mach Dir keine Schuldgefühle. Dein Sohn testet seine Grenzen aus, was er übrigens auch in seiner Entwicklung tun muß, also ganz normal. Du mußt sie ihm aufzeigen, was natürlich anstrengend ist. Es muß Dir nicht peinlich sein, wenn er außer Haus bockig ist. Jemand, der von Kindererziehung Ahnung hat, wird es verstehen! Bleib konsequent, bei meinem Sohn hat es geholfen, wenn ich ihm nach einer Weile sagte, daß ich ihn lieb habe. Mir hat das Buch " Kinder lernen aus den Folgen" (bei amazon.de) sehr geholfen

Also meine Tochter - sie ist skorpion hat auch in diesem alter wutanfälle bekommen und hat sich auf den boden gewälzt wenn sie zb was net bekam...hat alles nix genutzt - zum schluss hab ich sie einfach stehen lassen und bin an´s auto - was glaubst du wie sie geschaut hat und flitzebogen hinterher weil sie dachte ich fahr ohne sie los. naja jetzt wird sie 15 und dieses alter schafft mich auch :)
Hallo, ich kann mich den anderen Usern nur anschliessen: aussitzen und hart bleiben, so schwer es auch fällt. Ich hab das gleiche durchgemacht. Hab den Quengler dann einfach stehen und brüllen lassen. Auch in einem Freizeitpark zum Ärger der anderen Besucher: "Was müssen die neumodischen Mütter ihre Kinder nur immer schreien lassen", war der Kommentar eines Kinderwagen schiebenden jungen Vaters. Meine kesse Antwort, kurz und knapp: "Da kommst du auch nich hin." ;-) Eine andere Lösung gibt es auch nicht. Gibst du klein bei, wird der Kleine diese Trumpfkarte stänndig ausspielen. Du machst dich dann unglaubwürdig und bist mit der Situation auch nicht zufrieden. Kinder brauchen Grenzen und die mußt du ganz klar stecken. Und wenn es auch schwer fällt, du mußt sie auch einhalten. Meine zwei sind jetzt 14 und 16. Ein anderes Alter, aber denke nicht, dass es dann einfacher wird, denn dann fahren die ganz schöne Geschütze gegen dich auf. Denn dann haben sie das Diskutieren auch drauf und versuchen, ihren Willen zu erreichen. Es hat aber keinen Sinn, das "Nachhause gehen" nur anzudrohen, denn das merkt der Kleene auch ganz schnelle. Du mußt dann auch wirklich weggehen. Nicht so wie bei Atze "Cedrik, die Mama geht gleich...!" ;-) Auf diesem Weg wünsche ich dir starke Nerven und ein gutes Gespür (haben wir Mütter in der Regel) für den richtigen Weg,
JOYAAN

siehst du, das sind doch viel unterstützende Beiträge und es ist wichtig zu meken, dass du nicht allein ist mit den Erfahrungen. Vielleicht hilft es dir noch ein wenig, wenn du daran denkst, dass diese Phase insofern wichtig ist, dass ein Kind selbstständig wird(auch in der Pubertät). Würde es nicht so herumtrotzen, würde es nicht oder sehr spät fühlen, dass es selber Ansprüche, Wünsche und Gefühle hat. Ausserdem muss ein heranwachsender Knirps auch mit Frustration umgehen können. Sonst kann er das später nicht aushalten. Die empfohlenen Bücher helfen sehr. Liebe ist das, was ein Knirpr, der nur aus dem Bauch heraus agiert, dringend braucht und die gibst du ihm ganz sicher. Du machst dir Gedanken. Sorge auch für einen Ausgleich für dich und schicke am Wochenende den Papa mal für 2 Stunden mit ihm los. Erkläre es deinem Mann, dass du Kraft tanken möchtest. Männer sind in der Beziehung sowieso stärker im Grenzen setzen. Eine Mutter Kind Kur in dieser Zeit gibt dir ebenfalls Untertsützung.

ein vater kommt in deiner beschreibung nicht vor. in seinem leben auch nicht? Das könnte ein grund sein.
littleMum86 am 24. Mai 2009 10:55 Doch ein Papa ist da, aber ich bin meistens mit den Kindern alleine. Also auch für die erziehung eigentlich alleine.
clauzito am 24. Mai 2009 11:01 dann hoffe ich 1. daß er sich da nix von seinem papa abgeguckt haben kann und 2. das jener dafür sorgen kann/will, dich mehr zu unterstützen
littleMum86 am 24. Mai 2009 11:05 tja also bis jetzt eigentlich nicht.

Da haste wohl etwas versäumt bei deiner Erziehung und das kommt jetzt zum tragen bzw. wird mit zunehmendem Alter noch schlimmer werden. Und so schnell wirst du das auch nicht mehr weg bekommen, weil dein Sohn kennt es nicht anders,denn er macht eigentlich nur das was du ihm indirekt beigebracht bzw. hast durchgehen lassen... Kleine Kinder sind wie kleine Hundewelpen, wenn sie klein sind dürfen sie alles, weil sie ja so süß sind und man läßt ihnen alles durchgehen, man vergißt aber das aus einem kleinen Welpen mal ein großer Hund wird.Der dann meint man dürfe immer noch alles und bringe dem dann mal bei, alles was er gelernt hatte und durfte von heute auf morgen zu vergessen und zu unterlassen....
littleMum86 am 24. Mai 2009 11:00 das stimmt so nicht. Denn ich habe ihm nicht alles durchgehen lassen. denn so wie er jetzt ist, ist er erst seit kurzem (vielleicht 4 Wochen)
Ich habe zwar selber keine Kinder, aber das was du schilderst, das könnte auch auf meinen Bruder zu treffen. Der war früher auch so ein extremer Dickschädel. So hat er mal auf Fehmarn am Strand einen Fisch vergraben und gesagt da wachse einmal ein Apfelbaum heraus. Auf den Hinweis, dass aus einem Fisch kein Apfelbaum wachsen könne sagte er nur: "Wenn ich das will, dann geht das auch!" Ich denke nicht, dass du irgendwas falsch gemacht hast. Es ist nunmal so, dass manche Kinder immer ihren Willen durchsetzen müssen, wenn auch teilweise mit allen ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln. Mein Bruder ist nun 20Jahre alt und hat seinen Dickkopf abgelegt. Was noch übriggeblieben ist, ist eine ziemlich starke Konsequenz, die er an den Tag legt. Wenn er sich was in den Kopf setzt, dann zieht er es auch durch. Ich denke du solltest wirklich deinem Sohn gegenüber auch, soweit es dir möglich ist, konsequent bleiben. Er muss halt lernen, dass er nicht einfach alles haben kann was er will. Wird zwar bestimmt für dich auch nicht einfach, und wie du schon geschrieben hast, auch ab und an evtl peinlich, aber du solltest deinem Sohn auch nicht das Gefühl geben, dass er nur schreien braucht und du springst. Ist alles ne schwierige Sache, für die es keinerlei Patentrezepte gibt. Aber ich denke mit einiger Geduld und Konsequenz wirst du deinen Sohn schon groß bekommen ;)
Ich kann nur sagen: take it easy! Das vergeht auch wieder und da du noch die Macht über dein Kind hast, ist es zu ertragen. Ich sage dir: schlimmer ist die Pubertät. Da wachsen die Kids körperlich einem über den Kopf, wissen alles besser und das Diskutieren und Motzen nimmt gar kein Ende........
littleMum86 am 24. Mai 2009 11:04 ja stimmt, aber meine angst ist, das ich das nicht "weg" bekomme. und das ich dann etwas fürs Leben falsch mache. und später einen ungezogenen rotzlöffel als sohn habe

das es normal ist und warum und dass liebevolle konsequenz das a und o ist wurde schon genug erklärt hier. da schließ ich mich an.
ich glaube, dass euch dieses buch hier sehr gut helfen würde:
"Hättest du mich festgehalten: Grundlagen und Anwendung der Festhalte-Therapie" von jirina prekop
therapie klingt ein bisschen hochgeschraubt. es wird zwar tatsächlich als eine sehr gute therapie für echt verhaltensgestörte kinder eingesetzt, aber wenn man als mutter das prinzip und die anwendungsgrundsätze verstanden hat ist es einfach eine gute erziehungsmethode und eine wohltat für jedes kind. und du wirst merken, dass es auch dir und eurer beziehung sehr wohl tut.

hallo bei diesem thema sollte man bedenken das jedes kind trotzphasen durchlebt der eine weniger der andere schlimmer. ich würde dem kind zeigen durch kontrollierte ignoranz das das bei dir nicht zieht ihn dabei aber nicht völlig aus den augen lassen (aufsichtspflicht) suche dir mit deinem kind eine ecke in der wohnung aus wo es trotzen kann und wo du es hinschickst wenn es gnatzt- führe bestimmte rituale ein. und sicherlich sind auch kleine strafen drin aber niemals ein ritual oder das lieblingsstofftier oder der gleichen entziehen das wird das kind nicht verstehen warum man ihn sein liebstes wegnimmt. auch lobe sollten drin sein wen eine längere zeit nicht gegnatzt wurde aber nicht mit materiellen dingen.
ich denke da brauchst du dir keine gedanken machen er testet nur seine grenzen aus.ich selbst bin junge mama von 3kindern und hatte mit allen dreien diese bock phasen.wenn es möglich ist beachte ihn nicht wenn er bockt,wenn er merkt daß es nix nützt zu bocken hört er irgendwann damit auf.wenn er sich beruhigt hat lobe ihn daß er wieder lieb ist ich denke das positive merkt er sich dann schon.lg madlen