Frage von domi158, 72

Habe ich theoretisch ein Leben gerettet?

Hallöle xD Aalso: Ich habe einen besten Freund, der ziemliche Depressionen hat. Und nun ja, letztens meinte er zu mir, dass wenn er mich an diesem einen Tag nicht kennengelernt hätte, er jetzt nicht mehr da wäre, weil er sich am Tag danach eigentlich umbringen wollte.. Also habe ich ihm theoretisch das Leben gerettet?

Antwort
von PolluxHH, 15

Theoretisch bedeutete, das Wort "retten" definitorisch zu betrachten. Es stammt aus dem althochdeutschen "hretten", was auch befreien beinhaltet, über mittelhochdeutsch "retten" für aus einer Gefahr befreien. Als Bedeutung ergibt sich auch heute noch definitorisch die Befreiung aus einer Gefahr.

Damit handelt man bei einer Rettung AKTIV und es mußte eine konkrete Gefahr bestanden haben. Ein Suizid gilt nicht in diesem Sinne als Gefährdung (nicht von außen induzierte Gefahr) oder Selbstgefährdung (billigende Inkaufnahme), sondern eine zulässig für sich selber zu treffende Disposition.

Dann bliebe noch, den geplanten Suizid als Folge einer depressiven Phase und damit durch eine Krankheit bedingt anzusehen, was dann verminderte Befähigung zum Treffen eigenverantwortlicher Entscheidungen anzunehmen und damit wieder die Fomulierung einer Selbstgefährdung erlaubte. Aber es bliebe immer, daß es kein aktives Handeln darstellte. Dazu hättest Du ihn beim Versuch behindern müssen, die passive Verhinderung des Versuchs der Durchführung im Vorfeld durch das Kennenlernen kann nicht als Rettung bezeichnet werden.

Was könnte man dazu aber alternativ sagen? Du hast als in sein Leben getretene Person seine Sicht auf sich und sein Leben verändert und dadurch bewirkt, daß er für sich einen Sinn darin erkannte weiterzuleben. Das wäre dann aber eher die Funktion eines Katalysators zur Selbstrettung, doch finde ich diese Umschreibung zudem weit schöner.

Antwort
von AriZona04, 30

Hmh. Für DEN Tag vielleicht. Aber Depressionen heilen nun mal nicht so schnell und einfach. Insofern wirst Du ihn noch öfters retten -müssen-, was ich aber bezweifle, dass das geht. Dein Freund braucht fachliche Hilfe.

Kommentar von domi158 ,

Ich kenne ihn jetzt schon länger und er ist in Therapie

Kommentar von AriZona04 ,

Du bist bestimmt das wichtigste in seinem Leben. Frag ihn doch mal selbst diesbzüglich, wie ER das sieht!

Antwort
von lollorosso52, 21

Ja, theoretisch - aber Du mußt aufpassen. Ich kann nicht beurteilen was für ein Typ dieser Freund ist. Aber es gibt immer wieder - vor allem bei anfälligen Menschen für Depressionen - solche, die andere unter Druck setzen. Lass Dich nicht mit Aussagen wie:" ohne Dich geht das nicht, kann ich nicht oder wenn Du nicht ... kann ich nicht weiterleben" oder ähnliches zu Dingen zwingen, die Dir widerstreben!!!!!!

Bleib Du selbst und lass Dich nicht in Depressionen einbinden

Kommentar von domi158 ,

Ich kenne ihn jetzt schon länger und ich habe auch eine ziemlich starke Persönlichkeit, mich belastet sowas nicht wirklich :D

Antwort
von MrBurner107, 29

Gerettet ist zu viel gesagt, finde ich. Es war für ihn wohl eher eine glückliche Fügung des Schicksals.

Antwort
von Empylice, 14

Kommt drauf an. Ich habe meine Freunde kennengelernt, als ich am Boden war und dachte, es gibt nichts, wofür es sich zu leben lohnt. Das bezog sich nicht auf einen Tag, aber ihretwegen lebe ich noch und es geht mir besser.

Also ja, ich denke, das stimmt. =)

Antwort
von KuroKayo, 30

Wenn er wirklich die Wahrheit gesagt hat, eigentlich schon :D

Antwort
von FelinasDemons, 9

Ja, irgendwie schon:)

Antwort
von ZomyNozomy, 20

Wenn du es so siehst.? :)

Antwort
von Nividia2, 27

Naja gerettet würde ich nicht sagen aber du bist halt der Grund weshalb er noch lebt. Ich denke mal es war das Schicksal oder Zufall.

Antwort
von 040815, 23

Nein, hast du nicht

Antwort
von kunibertwahllos, 23

hmm weder noch , du hast ihm aber sehr geholfen

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