Frage von Elfilein84, 217

Habe ich rechtlich überhaupt keine Möglichkeit, wenn ich keine Waffe im Haus will?

Mein Partner will sich eine Schusswaffe zulegen. Ich bin aber aus diversen Gründen absolut dagegen, so etwas im Haus zu haben. Unter anderem, da er schon einmal in psychiatrischer Behandlung war und meiner Meinung noch immer nicht zu 100 % stabil ist. Ich halte ihn zwar grundsätzlich für keine Gefahr, will so ein Waffe trotzdem nicht im Haus. Er sieht zwar ein, dass ich das nicht will, aber ich glaube, dass er früher oder später doch eine kauft. Habe ich irgendwelche Möglichkeiten das zu verhindern (außer ihn rauszuschmeißen)? Ich weiß, dass er ein psychiatrisches Gutachten braucht. Aber es ihm aktuell besser geht, bekommt er das doch. Werden in so einem Gutachten auch ältere psychiatrische Auffälligkeiten miteinbezogen/erhoben? Wegbringen darf ich die Waffe ohne Schein ja nicht. Danke.

Nachtrag: Wir leben in Österreich.

Antwort
von FloTheBrain, 31

In Deutschland ist eine geistige Erkrankung ein deutliches Hindernis legal eine Schusswaffe zu erwerben. Allerdings gibt es auch die Regelung, dass bestimmte Erkrankungen, von denen eine Gefahr ausgehen könnte, von den Ärzten gemeldet werden müssen. So kann z.B. eine Person mit diagnostizierter Borderline-Persönlichkeitsstörung nicht mal den Führerschein machen, wenn kein entlastendes Gutachten vorgelegt werden kann.

Wenn das bei euch in Österreich nicht so ist, und du begründete Zweifel an der persönlichen Eignung hast, dann informiere du die Behörden.

Sei dir aber im klaren, die mit Abstand meisten Tötungsdelikte zu haus werden mit Küchenmessern und sonstigen Haushaltsgegenständen verübt. Schusswaffen sind laut und daher ungeeignet. Außerdem sind Verletzungen von einem Messer statistisch auch tödlicher als Schusswunden. Wenn du dir also Sorgen um eine Schusswaffe machst, nicht aber um die Messer im Haushalt, solltest du dich auch fragen warum das so ist und ob nicht vielleicht du überreagierst. Viele geistige Erkrankungen stellen auch keine Gefahr dar.

Antwort
von Eraser13, 83

Grüß dich,

bei der Psychologischen Verlässlichkeitsprüfung werden natürlich auch alle früheren Psychiatrischen Behandlungen berücksichtig bzw man muss sie angeben.

Wenn er keine angibt und dann mit diesem Gutachten zur BH geht und dort drinnen steht er war noch nie in Behandlung und das stellt sich als falsch heraus, hat er ganz Schlechte Karten für eine WBK.

Bei Meldepflichtigen Waffen wird hingegen nur auf ein Waffenverbot geprüft. Wenn kein solches gegen ihn ausgesprochen wurde könnte er sich problemlos solch eine Waffe kaufen falls ihm die WBK verwert wird.

Das einzige was du jetzt mal machen kannst ist abwarten ob er überhaupt die WBK bekommt, was bei seiner Vergangenheit nicht selbstverständlich ist.

MfG


Antwort
von nandero, 49

Hallo also ich finde das man ihm vertrauen sollte aber mit einigen einschränkungen zum beispiel sollte man sie wegsperren und das er fragen muss bevoer er sie bekommt so kann mab es besser kontrollieren 

Antwort
von matti60, 18

Trenne dich von ihm. Mit einem Schusswaffen affinen Mann hätte ich erst gar keine Beziehung angefangen.

In dieser Rubrik geht es um Pschologie, ehr nicht um Schusswaffen.

Kommentar von Raketenfritze ,

Trennung... Wirklich ein sehr hilfreicher Vorschlag... Es soll auch noch Leute geben, die nicht beim bloßen Gedanken an Schusswaffen in völlige Panik verfallen... Was ist denn an einem schusswaffenaffinen Mann so schlimm?

Antwort
von Ninombre, 94

Hat er denn überhaupt eine WBK? Er muss dafür ja entweder Sportschütze werden oder einen Jadgschein machen. Dauert beides

Kommentar von PatSich ,

Österreich.....also kann er auch so eine Waffe zum Schutz kaufen. Selbstverteidigung ist in Österreich ein Bedürfnissgrund. (in Deutschland (leider) nicht)

Antwort
von ES1956, 136

Das Waffengesetz steht da voll hinter dir. Er muss ja erst den kompletten Genehmigungsprozess durchlaufen, das dauert seine Zeit und gelingt nicht jedem.

Kommentar von liheido ,

Die Rede war nur von " Waffe ".......

Ob damit überhaupt eine Schußwaffe gemeint ist geschweige denn eine erlaubnispflichtige geht aus der Frage nicht hervor.

Kommentar von Elfilein84 ,

Ja. Es geht um genehmigungspflichtige Schußwaffen. 

Kommentar von Kuestenflieger ,

text lesenhilft, liheido !

Kommentar von ES1956 ,

Mein Partner will sich eine Schusswaffe zulegen.

Kommentar von Elfilein84 ,

Nun ja, ich habe die Erfahrung gemacht, dass Gutachter leider oft nicht das Gelbe vom Ei sind. Und befürchte halt, dass er es in einer seiner besseren Phasen vielleicht doch schafft.

Kommentar von ES1956 ,

Wie weit ist er denn schon? Mit welcher Begründung will er eine Genehmigung beantragen? Welche Voraussetzungen erfüllt er bereits? 

Kommentar von Elfilein84 ,

hat er noch nicht. Wird die Krankengeschichte berücksichtigt? oder nur der aktuelle Zustand?

Kommentar von Bluttod20 ,

Wenn ihr nicht zufällig in einem Land wie Österreich wohnt, dann reicht ein Psychologisches Gutachten nicht, für die Erteilung einer Waffenbesitzkarte. (Bei weitem nicht...)

(Einschüssige Vorderlader sind frei ab 18 Jahren! Pulver wiederum genehmigungspflichtig)

Kommentar von Elfilein84 ,

ja. doch. Österreich...

Kommentar von ES1956 ,

ja. doch. Österreich...

Ja dann ....

Kleine Bitte: Schreib relevante Informationen nächstes Mal gleich dazu.

Kommentar von Elfilein84 ,

sorry, aber für mich ist es halt selbstverständlich und nix Bemerkenswertes. Dh, hab auch nicht dran gedacht, dass hier wohl viele Deutsche unterwegs sind.

Kommentar von Bluttod20 ,

Oh man, dann kann dein Partner sich sogar (Frei) Ab 18 Jahren viele Arten von Langwaffen, mit 3 Tägiger Wartezeit erwerben. 

Ne WBK ist ziemlich leicht zu bekommen. min. 21 Jahre Alt, kein Waffenverbot. 

Grund für die Wbk: Selbstverteidigung.

Jeder Bürger, hat recht auf 2 Kurz Handfeuerwaffen!

Psychologisches Gutachten, Waffenführerschein. 


Kommentar von ES1956 ,
Antwort
von grubenschmalz, 88

Doch, du hast die Möglichkeit auszuziehen. Alternativ meldest du dich aktiv bei der zuständigen Waffenbehörde und schilderst den Sachverhalt bzgl der psychischen Auffälligkeit.

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