Frage von Carlen1994, 32

Habe ich Recht oder meine Vermiterin, frage zum Thema einschreiben per rückschein?

Ich habe eine sehr wichtige Frage. ich habe meine Wohnung gekündigt, das Einschreiben Per Rückschein ist am 1.10.2016 raus gegangen. Da eine Kündigung am 3 Werktag ankommen muss, würde dies ja Passen denn der 1.10.16 ist ein Samstag, danach folgt der Sonntag und dann ein Feiertag.

Meine Vermieterin hat das Einschreiben nicht bei der Post abgeholt und meinte das sie nie eine Benachrichtigung bekommen hat , obwohl ich ihr mehrmals per Email geschrieben habe das ich ihr eine Kündigung zukommen lassen habe und sie auch mehrmals versucht habe anzurufen, die Anrufe hat sie aber nicht entgegengenommen.

Am 24.10.16 habe ich eine zweite Kündigung losgeschickt und ihr eine Kopie des Belegs vom Einschreiben des 1.10.16 mitgeschickt. Nun kam eine Antwort Per Post, das sie die Kündigung erhalten hat, aber die vom 1.10 nicht zählt da, da sie ohne hin nicht Pünktlich zur Kündigungsfrist angekommen wäre.

Auf dem Einschreiben was ich zurück bekommen habe, was sie nicht abgeholt hat. Steht von der Post vermerkt drauf , das der Brief ab den 04.10.16 in der Post abgeholt werden konnte und sie auch zu dem Zeitpunkt eine Benachrichtigung in ihrem Briefkasten hatte, dieser Brief aber nicht abgeholt wurden ist.

Jetzt ist mein Problem das sie die zweite Kündigung erst entgegengenommen hat und ich jetzt im Januar für zwei Wohnungen Miete zahlen muss. Da ich noch nicht so ahnung habe, weiß ich nicht wer im Recht ist? Ob meine Kündigung vom 1.10 trotzdem gild, da ich ja nachweisen kann das sie die nicht abgeholt hat, oder liege ich da falsch?

Liebe Grüße und danke für die Hilfe!

Antwort
von BarbaraAndree, 17


"Bei der Form des Einschreibens sollte man das Einwurfeinschreiben dem Einschreiben mit Rückschein vorziehen, da das Einschreiben mit Rückschein bei Abwesenheit des Vermieters vom Postboten wieder mit zur Poststelle genommen wird und nur der Rückschein in den Briefkasten des Vermieters eingelegt wird. Damit geht das Einschreiben mit Rückschein dem Vermieter erst dann zu, wenn dieser es von der Poststelle abholt!"

Lies auch den Absatz: "Wann muss die Kündigung spätestens beim Vermieter sein?"
Quelle: http://www.mietrecht.org/kuendigung/mietvertrag-richtig-kuendigen/

Wir sind insgesamt 13 x umgezogen, weil wir auch im Ausland tätig waren. Wenn wir den Mietvertrag kündigten, haben wir das Kündigungsschreiben IMMER persönlich mit einem Zeugen bei dem Vermieter abgegeben.

Wenn du in keinem Mieterbund bist, kannst du auch zur Verbraucherzentrale deiner Stadt gehen. Gegen eine geringe Gebühr erhältst du dort Informationen von Fachleuten.

Antwort
von Nemisis2010, 11

Ob meine Kündigung vom 1.10 trotzdem gild, da ich ja nachweisen kann das sie die nicht abgeholt hat, oder liege ich da falsch?

Du liegst falsch. Bei einem Einschreiben mit Rückschein liegt die Gefahr gerade darin, daß der Empfänger das Schreiben entweder nicht annimmt oder nicht rechtzeitig abholt. Entscheidend für die Rechtzeitigkeit der Kündigung ist nicht, das Absendedatum oder ein Benachrichtigung der Post, daß das Schreiben auf dem Postamt hinterlegt wurde. Das Kündigungsschreiben selbst muß nämlich in den Machtbereich des Empfängers z.B. Briefkasten gelangen. Das war bei der ersten Kündigung nicht der Fall, folglich ist diese nicht wirksam.

Besser wäre es gewesen, die Kündigung per Einwurfeinschreiben an die Vermieterin zu schicken. Dann hätte der Postbote nämlich den Brief in den Briefkasten geworfen und den Tag des Einwurfs notiert. Per Sendungsverfolgung hättest Du dann die fristgerechte Kündigung nachweisen können.

Aber auch ein Einwurfeinschreiben birgt gewisse Risiken.

Die sicherste Methode ist die Zustellung der Kündigung per Gerichtsvollzieher oder mit einem (nicht zur Familie gehörenden) Zeugen.

http://www.mietrecht.org/kuendigung/kuendigung-eines-mietvertrag-einschreiben-no...

Antwort
von anitari, 4

da ich ja nachweisen kann das sie die nicht abgeholt hat,

Niemand ist verpflichtet Einschreiben anzunehmen oder sie von der Post abzuholen.

Auf dem Benachrichtigungsschein steht lediglich das ein Einschreiben auf der Post liegt. Nicht wer der Absender ist und schon gar nichts zum Inhalt.

Der Benachrichtungsschein kann zusammen mit dem Werbekram in der Papiertonne, die Mails im Spamordner gelandet sein und/oder die Vermieterin im Urlaub gewesen sein.

Fazit, sie hatte keine Gelegenheit von der Kündigung spätestens am 5. Oktober Kenntnis zu nehmen.

Folglich ist sie im Recht.

Antwort
von Maximilian112, 14

Die erste Kündigung ist nicht zugegangen.

Ev wäre es eine sogenannte Zugangsvereitelung (also gewußt was da auf der Post liegt und mit Absicht nicht abgeholt) aber das mußt du dann nachweisen können. Und gerichtlich durchsetzen.

Vielleicht war sie 3 Wochen nicht da.

Das Einwurfeinschreiben hätte wochenlang im Briefkasten der Vermieterin liegen können, es ist schon zugegangen.

Deine 2. Kündigung zählt.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community

Weitere Fragen mit Antworten