Frage von Meeeyi, 71

Habe ich noch Recht auf Kindergeld wenn ich noch bei ihr wohne?

Hallo liebe Leute, ich bin grade echt verzweifelt und weiß nicht wie ich mir helfen kann.. Undzwar geht es um meine Mutter ( wir verstehen uns nicht mehr seit 9 Jahren, sie hasst mich und dies beruht sich auf Gegenseitigkeit ) Sie bezieht schon immer Geld vom Staat und ich hatte schon immer Probleme gehabt. Ich hatte nie Geld und wenn war das Schwarzarbeit. So entschied ich mich dazu, ab den 17. Lebensjahr richtig arbeiten zu gehen. Hatte bis ich 18 wurde höchstens 200€/Monat verdient. Jetzt mit 18 verdiene ich etwas mehr manchmal 300€. Aber wenn ich wieder Schule wird es wieder weniger sein. So soviel dazu. Ich mache noch ein Jahr Schule und muss natürlich eine Jahreskarte beantragen, Monatskarten würden kein Sinn ergeben. Es handelt sich um eine Fachoberschule also bin ich von Montag bis Freitag in der Schule. Durch den neuen Antrag für die neue Karte hat meine Mutter mir klipp und klar gesagt, sie will die Karte nicht bezahlen. ok ich habe es akzeptiert. Ich habe auch einen Antrag auf Bildungsteilhabe gestellt und hoffe, dass ich wenigstens etwas zurückbekomme. Aber nach diese Ansage, dachte ich mir wenn ich schon in den Schulzeit weniger arbeite (100€/Monat) möchte ich mein Kindergeld für mich haben.. Ich möchte endlich einen Führerschein.. War heute bei der Familienkasse und diese meinten, das geht nicht, ich muss das mit meine Mutter klären, da ich noch mit ihr zusammenwohne. Aber eine Freundin von mir lebt auch bei ihre Eltern und sie bekommt Kindergeld - aufs Konto zugeschickt. Ich weiß echt nicht was ich machen soll, denn meine Mutter lehnt es ab, unter der Bedingung dass ich ausziehen muss, sie will mit mir nichts zutun haben.. und die Familienkasse macht auch nichts.. Tut mir leid für den langen Text.. Ich danke euch schon mal für die Ratschläge!

Antwort
von wilees, 36

Ganz einfach - Deine Mutter bezieht Leistungen nach SGB II oder XII. Solange Du nur jobst und auf den Beginn Deiner "Fortbildung" wartest, hast Du keinen Anspruch auf Kindergeld.

Mit Beginn Deines Schulbesuches kann wieder Kindergeld beantragt werden. Da aber auch Du Leistungen beziehst wird das Kindergeld voll angerechnet. Zusätzlich mußt Du die Fahrtkosten zur Schule beantragen.

Antwort
von DFgen, 13

Auch wenn es so heißen mag, steht das "Kindergeld" nie dem Kind direkt zu. Es ist ein "Entlastungsbetrag" bzw. "staatlicher Zuschuss", den Eltern für ein Kind beziehen, für dessen "Unterhalt" verwenden.

Nur, wenn Eltern dem Kind keinen Unterhalt (mehr) leisten (müssen), kann das Kind das Kindergeld direkt an sich selbst "abzweigen" (an sich selbst auszahlen) lassen.

Solange du also noch bei der Mutter wohnst, kann sie das Kindergeld für dich verwenden (für deine Verpflegung, Unterkunft,,,,) bzw. wird es auf die ALG II-Zahlungen angerechnet. (Genauso wird auch der mögliche Unterhalt deines Vaters für dich angerechnet.)

Für den Besuch der Fachoberschule hast du als Volljährige(r) möglicherweise Anspruch auf BAföG, wenn du kein eigenes oder nur geringes Einkommen erzielst und die Eltern (auch dein Vater!) dich nicht durch Unterhalt unterstützen können.

Lass dich beraten, wie du ggf. unabhängig wirst (von Jobcenter und Mutter). Das Jugendamt kann zwar selbst nichts mehr für dich tun, aber beraten darf es dich. Ebenso könntest du dich beim BAföG-Amt selbst  oder anderen Beratungsstellen erkundigen...

Expertenantwort
von isomatte, Community-Experte für Kindergeld, 11

Solange du noch bei deiner Mutter wohnst hast du keine Chance das Kindergeld selber zu bekommen,es sei denn deine Mutter gibt es dir freiwillig oder sie schickt an die Familienkasse eine Veränderungsmitteilung mit deinen Daten und deiner Bankverbindung,dann würdest du es direkt von der Familienkasse auf dein Konto bekommen !

Erst wenn du nicht mehr bei deiner Mutter gemeldet wärst und eine eigene Meldeadresse nachweisen könntest,dann könntest du bei der Familienkasse einen Antrag auf Abzweigung des Kindergeldes stellen,wenn du von deinen Eltern dann nicht mindestens Unterhalt in Höhe deines Kindergeldes bekommen würdest.

Das Kindergeld ist auch nicht dazu gedacht dir den Führerschein zu finanzieren,dann musst du eben neben der Schule etwas mehr arbeiten und nicht nur auf 100 € Basis.

Antwort
von Nordseefan, 36

Die von der Kindegeldkasse haben recht. Deine Mutter hat ja durch dich noch unkosten. Dafür ist das Kindergeld da. ABER: Sie ist für deine Ausbildung verantwortlich - finanziell gesehen. Sie muss dir also die Jahreskarte zahlen. bzw du bekommst dafür eben einen Zuschuss.

klar kann man sich das Kindergeld auch auf sein Konto überweisen lassen auch wenn man noch zu Hause wohnt. Dann aber müssen die Eltern damit einverstanden sein.

Antwort
von Menuett, 13

Geh zum Jobcenter und besprich dich mit denen.

Der Job ist angemeldet?

Das Kindergeld steht Dir nicht zu, solange Du mit ihr zusammenwohnst, sie bekommt das ja vom Bedarf abgezogen.

Aber mit 18 kannst Du beim Jobcenter verlangen, dass Dein Bedarf auf Dein Konto geht.

Antwort
von Midgarden, 30

Nein - solange Du zuhause wohnst, hast Du keinen Anspruch auf das Kindergeld, denn das ist eine Leistung, die die Eltern quasi als Zuschuß zu deren Aufwand bekommen.

Wenn die Freundin es bekommt, machen die Eltern das freiwillig

Antwort
von petrapetra64, 7

das Kindergeld steht deiner Mutter zu und als H4 Bezieherin bekommt sie es ja auch angerechnet und sie muss damit deinen Bedarf decken, also Essen, Kleidung, Strom usw. Da kann sie dir das Geld ja nicht geben. 

Was andere Eltern freiwillig machen, ist deren Sache, aber die Familienkasse darf natürlich nur auf das Konto zahlen, das der Leistungsberechtigte (deine Mutter) angibt. Und bei H4 ist nicht so viel Geld da, dass man es dem Kind als Taschengeld überlassen kann. Dir steht das Kindergeld nicht zu, das ist Fakt. 

Klar, die Karte könnte sie dir schon bezahlen. Vielleicht klappt der Antrag mit der Teilhabe ja oder du versuchst es mit einem Bafoegantrag. Ansonsten bleibt dir nichts, als abzuwarten, bis du selbst Geld verdienst. 

Der Führerschein muss dann eben warten bis nach der Ausbildung. So ist das nun mal, wenn die Eltern es nicht finanzieren können, weil sie kein Einkommen haben. 

Bei uns werden die Jahreskarten auch monatlich abgebucht, ist das bei euch nicht so? 

Antwort
von Ninni381, 24

Hi! Das ist eine schwierige Lage, und ohne Gewähr würde ich mal tippen, dass du das Geld leider nicht zur eigenen Verfügung hast, weil du noch zuhause wohnst. Es auf dein eigenes Konto überweisen zu lassen, ginge mit 18 bestimmt, aber ich denke, nur mit einem OK deiner Mutter.

Insgesamt könnte es für dich wirklich sehr sinnvoll sein, beim Amt gute Gründe bezüglich eines vorzeitigen Auszugs aus der gemeinsamen Wohnung anzuführen. Unten sende ich dir 2 Links zur Information, und speziell die "schwerwiegenden sozialen Gründe nach § 64 Abs. 1 Satz 2 Nr. 4 SGB III" scheinen argumentativ interessant zu sein...

Ansonsten bliebe dir immer noch, dir nach der Schule gezielt einen Ausbildungs- oder Studienplatz zu suchen, der so weit entfernt ist, dass ein tägliches Pendeln unzumutbar wäre. Alles erdenklich Gute, und viel Kraft!!!

https://www.google.de/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd...

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Antwort
von piadina, 26

Erst mal: Kompliment für Dein Engagement, einen besseren Bildungsweg für Dich zu finden um nicht so leben zu müssen, wie Deine Mutter.

Nur kann ich Dir leider keinen Rat geben, was Du noch machen könntest, um Deine Ziele zu verwirklichen. Versuch alle Möglichkeiten auszuschöpfen, wende Dich auch an Stiftungen für sozial Schwache und kirchliche Hilfsorganisationen. Frag überall nach, denn ich bin schon der Meinung, dass man Dich unterstützen sollte.

Antwort
von SerenaEvans, 28

Na ja, das Kindergeld ist ja für deinen Unterhalt gedacht. Du lebst immerhin zu Hause, verbrauchst Strom, Wasser und bekommst Lebensmittel. Das kostet schließlich auch alles Geld.

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