Habe ich mutismus oder ähnliches?

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3 Antworten

Selektiver Mutismus fällt tatsächlich ganz oft bei Kindern schon im Kindergartenalter auf. Manchmal kommen Kinder lange Zeit mit dem Etikett "schüchtern" gut durch ihren Alltag und das Schweigen wird erst zum Problem, wenn sie anfangen müssen, auf eigenen Füßen zu stehen. Dennoch beginnt diese Störung im Regelfall schon in der frühen Kindheit.

Es ist in diesem Rahmen hier nicht auszuschließen, dass du selektiv mutistisch bist. Es ist aber auch nicht sicher festzustellen.

Dagegen spricht, dass du mit Leuten, die du länger kennst/öfter triffst "auftaust". Beim selektiven Mutismus geht die Blockade auch dann nicht weg, wenn man Personen oder Situationen schon oft erlebt hat.

Es ist gut möglich, dass sich deine eh vorhandene Schüchternheit in der Pubertät deutlicher zeigt. Rot zu werden und nicht zu wissen, was man sagen soll, muss in diesem Alter nicht auf eine psychische Störung hindeuten. Glaub mir, es geht sehr vielen Mädchen so.

Wenn du dich dadurch deutlich beeinträchtigt fühlst, wäre eine Beratung durch einen Psychologen sinnvoll.

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Kommentar von Brynhildr
19.03.2016, 11:02

Ich schließe mich deinem Kommentar an. Die Beratung durch einen Psychologen ist bei solchen Verdachtsmomenten eigentlich nicht zu umgehen. Fern- oder Eigendiagnosen sollten immer vom Arzt überprüft werden!

LG, Brynhildr

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Im Zweifelsfall würde ich erstmal "nein" sagen.

Nicht mit Menschen reden zu können mag nicht unbedingt ideal sein, aber n bisschen verklemmt zu sein macht dich noch nicht "krank".

Du wirst hier vermutlich auch irgendwann gesagt bekommen, dass Autisten immer unglaublich clever wären... Stimmt so nicht unbedingt. Einige haben eben sehr ungewöhnliche Wege, mit Situationen umzugehen, die ihnen Lösungswege aufzeigen, die sonst niemand findet.

Wenn also gleich die Gegenfrage "ey, bissu vielleicht total schlau?" kommt, gib nichts drauf, hat damit nichts zu tun.

Soweit ich weiß, leben viele Autisten in ihrer ganz persönlichen kleinen Welt, und wenn sie nicht mit Menschen klarkommen, dann weil sie keinen Sinn darin sehen, sich mit ihnen auseinanderzusetzen.

Merkste was? Genau. Spricht schonmal DAGEGEN, dass du einer sein dürftest. DU machst dir GEDANKEN darum, warum das so ist.

Im Zweifelsfall kann man natürlich immer mal zum Arzt gehen, der kann dir das vermutlich nicht nur besser erklären, sondern er kanns sicher auch besser feststellen als wir hier ^^

Was du dagegen machen kannst... Mhm, ist schwer, was mit Leuten zu unternehmen, wenn man sich selbst ausgegrenzt hat.

Am besten, du zettelst was im größeren Stil an.

Klassen-Kinoabend oder sowas. Wir sind damals gern mal bowlen gegangen. Machst Vorschläge für die Allgemeinheit, um dich wieder... "in Mode zu bringen". (Und nein, die sollen schon für sich selbst zahlen xD Das machst du besser klar. Aber mitunter gibts Gruppenrabatte)

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Als kleines Kind hast du drauf los geplappert. Jetzt fängst du an, darüber nachzudenken, was du sagen solltest und was lieber nicht. An sich ist das eine normale Entwicklung, bei dir scheint sie nur etwas zu weit zu gehen.

Ist vielleicht irgendwas Schlimmes passiert, bevor du aufgehört hast zu reden? Oder hatte etwas, das du erzählt hast, schlimme Folgen?

Da es zusammen mit der Pubertät anfing, kann auch eine Hormonstörung dahinter stecken. Lass dich am besten vom Hausarzt durchchecken, bevor du nach psychologischen Ursachen suchst.

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