Frage von Lucky234, 71

Habe ich evtl. Borderline?

Hallo an alle :) Für alle die mich noch nicht kennen : ich bin weiblich, 14, wohne im heim und entschuldige mich für rechtschreibfehler und mangelnde großschreibung da ich am handy bin. Natürlich würde ich euch nicht fragen wenn ich nicht in echt die möglichkeit hätte zu einem Psychiater zu gehen. Die habe ich zwar mehr oder weniger, allerdings wird und vom heim aus eine Psychiaterin vor die nase gesetzt mit der ich einfach nicht klar komme sie ist genau die art mensch auf die ich mega sensibel und verletzt reagiere. Sie ist direkt provokativ und sagt einem wenn ihr etwas nicht passt allerdings so wie wenn man, weil man etwas "falsch" gemacht hat zur strafe die todesstafe bekommen sollte. Ich werde ich mich in ihrer praxis im nächsten schuljahr einer umfangreichen diagnostik unterziehen, wovor ich übrigens totale panik habe weil ich angst habe das sie an hand der ergebnisse und den vorkommnissen den vorschlag bringen könnte mich einweisen zu lassen. Aber genug davon. Ich habe die starke vermutung das ich borderline habe ( auch weiß ich das man diese persönlichkeitsstörung erst ab 18 sicher diagnostizieren kann) ich zähle jetzt einfach mal ein bisschen auf was mich denken lässt das ich unter borderline leide. Ich habe oft das Gefühl das einer inneren leere. Ich wünsche mir sehr extrem nähe meiner mitmenschen allerdings könnte ich durchdrehen vor verzweiflung, wenn sie mir aufmerksamkeit wittmen. Ich fühle mich mega unwohl wenn menschen mir Komplimente machen egal in welcher form. Ich hasse mich und meinen körper. Wenn ich in den spiegel sehe habe ich selten das Gefühl das ich das bin. Ich ritze mich. Wenn menschen kritik äußern nehme ich dies persönlich und bin verletzt. Ich weiß nicht wer ich bin oder wer ich sein will. Ich hoffe das sind genug informationen. Bitte ernst nehmen und keine dummen sprüche klopfen. Vielen dank im vorraus Lucky234

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Antwort
von EinNarr, 24

Eine Diagnose lässt sich wirklich nur im Rahmen einer Diagnostik stellen und gerade bei Persönlichkeitsstörungen ist einer Diagnostik sehr schwierig.

Die Schnittstellen zu anderen psychischen Erkrankungen, die Komplexität durch die hohe Komorbidität der Persönlichkeitsstörungen machen eine sichere Diagnosestellung enorm schwer. Über das Internet, anhand eines Textes und ohne die nötige Expertise ist nahezu unmöglich - im besten Fall landet man einen zufälligen Glückstreffer aber sicher ist das nicht. Ähnlich sieht es auch mit Selbstdiagnosen aus. Eine Diagnose, gerade im Bezug auf die Psyche, lebt von dem Blick einer anderen Person. Gerade bei einer Persönlichkeitsstörung ist die Selbstwahrnehmung und die darauffolgende Reflexion sehr schwer und verläuft meist in einer falsche Richtung.

Zu deiner Situation lassen sich jedoch ein paar Worte verlieren.

Unabhängig von einer möglichen Diagnose scheint es dir nicht gut zu gehen und du machst dir auch um einiges Gedanken. Schlussendlich ist das auch das einzig Wichtige. Eine Diagnose macht nicht mehr, als das vorhandene zu kategorisieren und benennen - verändern tut sie im Endeffekt gar nichts.

Wenn du mit deiner jetzigen Therapeutin Probleme hast und dich Dinge Stören, ist es wichtig diese anzusprechen - egal in welcher Form das auch geschieht. Solltest du dich gehemmt fühlen sie direkt anzusprechen, kannst du es auch aufschreiben und ihr auf diesem Weg zukommen lassen. Die Kommunikation zwischen dem Therapeuten und dem zu Therapierenden ist ungemein wichtig. Beide müssen an einem Strang ziehen, wenn ihr anfangt in unterschiedliche Richtungen zu gehen und eher gegeneinander kämpft, dann trägt die Therapie keine Früchte. 

Kommunikation ist wichtig, denn auch ein Therapeut weiß nie alles. Manche schätzen gerade eine direkte und auch "harte Form der Therapie" sehr und manche, wie du beschreibst, empfinden das als verletzend und hindernd. Das ist auch okay aber muss klar kommuniziert werden.

Vor der Diagnostik brauchst du an der Stelle auch keine Angst zu haben. Wenn es schon klare Anzeichen gäbe, die eine Einweisung notwendig machen, dann wäre dies bereits geschehen. Es bedarf keiner Diagnose für eine Einweisung. Dir wird aber sicher eine Therapie, mit klarem Bezug auf die kommende Diagnose, empfohlen werden. Schaue dir das, wenn es soweit ist, genau an und wenn du bereit bist, dann nehme diese auch an - schlussendlich kann sie dich davor bewahren, dass es noch schlimmer wird und bei einer Therapie führt eigentlich keinen Weg an der Binsenweisheit "Lieber früher als später." vorbei.

Kurzum - eine Diagnose wird dir hier keiner sicher stellen können und das sollte auch nicht passieren, denn im Endeffekt ist das auch eher zweitrangig. Wichtig ist, dass du dich nicht wohl fühlst - mit dir und deiner Ansprechpartnerin. Spreche das über einen Weg deiner Wahl an und versucht gemeinsam zu arbeiten. Angst brauchst du keine haben, eine Therapie soll dir helfen und dir die Möglichkeit eröffnen ein Leben zu führen, ohne die Probleme von heute. 

Ich wünsche dir viel Erfolg für die Zukunft und hoffe inständig, dass dir vernünftig geholfen wird - die Chancen stehen nicht schlecht.

Liebe Grüße.

Antwort
von samm1917, 16

Um es vorneweg zu nehmen: eine richtige Diagnose stellen kann nur eine Fachperson. Du wirst also nicht darum herum kommen, mit einem Psychiater oder Psychologen zu sprechen.

Borderline tritt meist in der Pupertät auf. Diese Krankheit kann durchaus bereits im Jugendalter diagnostiziert werden.

Gemäss dem Diagnoseverzeichnis der APA, welches von den meisten Ärzten bezügich Borderlinediagnosen gebraucht wird, müssen min. 5 der folgenden 9 Symptomen vorhanden sein, dass man von einer Borderlinestörung sprechen kann:

- Starkes Bemühen, tatsächliches oder vermutetes Verlassenwerden zu vermeiden.

- Ein Muster instabiler, aber intensiver zwischenmenschlicher
Beziehungen, das durch einen Wechsel zwischen den Extremen der
Idealisierung und Entwertung gekennzeichnet ist.

- Identitätsstörung: ausgeprägte und andauernde Instabilität des Selbstbildes oder der Selbstwahrnehmung.

- Impulsivität in mindestens zwei potenziell selbstschädigenden
Bereichen (z. B. Geldausgeben, Sexualität, Substanzmissbrauch,
rücksichtsloses Fahren, zu viel oder zu wenig essen).

- Wiederholte suizidale Handlungen, Selbstmordandeutungen/drohungen oder Selbstverletzungsverhalten.

- Affektive Instabilität infolge einer ausgeprägten Reaktivität der
Stimmung (z. B. hochgradige schlechte Laune, Reizbarkeit oder Angst,
wobei diese Verstimmungen gewöhnlich einige Stunden und nur selten mehr als einige Tage andauern).

- Chronische Gefühle von Leere.

- Unangemessene, heftige Wut oder Schwierigkeiten, die Wut zu kontrollieren.

- Vorübergehende, durch Belastungen ausgelöste paranoide Vorstellungen oder schwere dissoziative Symptome.

Das ist keine Diagnose, sondern Anhaltspunkte für dich. Niemand kann eine Selbst- und/oder Online-Diagnose stellen, dies kann nur eine Fachperson.

Antwort
von xxlostmyselfxx, 39

Das kann man so nicht ganz genau sagen über das Internet. Entweder du erzählst deiner Therapeutin davon, aber wenn du dich bei ihr nicht gut aufgehoben fühlst, solltest du mal nach besseren schauen. Du hast recht, dass man das oft erst ab 18 richtig diagnostizieren kann, deswegen bin ich mal hier eher vorsichtig. Entweder liegt das alles an der Pubertät und vergeht, oder es ist eine Art Vorstufe einer Depression (falls noch nicht diagnostiziert) und sollte behandelt werden. Sprich bitte mit einer Fachperson darüber und lass dich beraten. Alles Gute dir!

Antwort
von sojosa, 19

So eine diagnose ist eine sehr umfangreiche Angelegenheit, man muss dich sehen, hören, beobachten können, deshalb sollte keiner der dich nie gesehn hat auch nur ansatzweise versuchen dich zu beurteilen.

Wenn du mit dieser Therapeutin nicht klar kommst solltest du dir eine andere suchen. Ich wünsch dir alles Gute...

Antwort
von nnblm1, 23

Nein, das sind nicht genug Informationen. Niemand kann dir übers Internet und einen kurzen Text von dir bestätigen oder widerlegen, dass du an einer Persönlichkeitsstörung leidest. Eine Diagnose kannst du nicht übers Internet bekommen, auch keine Bestätigung deiner Vermutungen.

Lass dich auf die Diagnostik bei der Psychiaterin ein, das wird dir wesentlich mehr Einsicht bringen als jeder Kommentar hier.

Kommentar von nnblm1 ,

Und wie du ohnehin schon geschrieben hast: PS werden erst im Erwachsenenalter diagnostiziert. Eine Tendenz zu einer gewissen Persönlichkeitsausprägung/-form kann deine Psychiaterin aber trotzdem feststellen.

Antwort
von Caila, 16

Ich würde sagen du leidest unter einer Depression, nicht aber unter Borderline. 

Aber ich bin kein Psychologe und anhand eines kurzen Textes kann man das auch nicht beurteilen. 

Wenn du mit deiner Psychologin nicht zurecht kommst versuch etwas daran zu ändern.

Sollte sie dich einweisen sieh es entspannt.  Zum einen hast du dort dann eine andere Psychologin/Psychologe und zum Anderen in sicheres Umfeld indem du dir helfen lassen kannst.

Antwort
von schokocrossie91, 14

Niemand stellt eine Diagnose außer einem Arzt, schon gar kein Internetforum. Borderline ist eine Persönlichkeitsstörung, keine Erkältung.

Kommentar von ploterzuila ,

Sie weiß, dass borderline keine erkältung ist. Das brauchst du hier nicht unnötig zu erklären.

Kommentar von schokocrossie91 ,

Unnötig ist, eine Diagnose im Internet zu erwarten. Ich habe selber Borderline und finde es schockierend, wie "begehrt" diese Diagnose ist.

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