Frage von MsLJunior, 65

Habe ich eine Spinnenphobie oder nur sehr viel Angst?

Hallo, ich bin 16 und habe, seit ich klein bin, schon extreme Angst vor Spinnen, meine Eltern meinen, es sei sogar eine leichte Phobie. Ein Beispiel davon ist: Ich saß bei Freunden im Wohnzimmer und habe dann eine kleine Spinne gesehen. Sofort habe ich total Angst bekommen, habe angefangen zu schwitzen und meine Beine angezogen, obwohl ich weiß, dass die Spinne mir nichts tun kann. Dann hat die Mutter (sie weiß nichts von meiner Angst, ich kenne sie noch nicht lange) die Spinne "aus Spaß" in meine Richtung krabbeln lassen (sie hat aber aufgehört, als sie meine Reaktion sah). Es kam mir vor, als würde ich gleich ohnmächtig werden, und ich habe sogar angefangen, ein bisschen zu weinen. Vorher habe ich im Internet nach Artikeln darüber gesucht und einen gefunden, bei dem ein Bild dabei war, was ich eigentlich um jeden Preis vermeiden wollte. Es war eine Vogelspinne und ich musste schon bei dem Anblick weinen. Als ich jedoch noch kleiner war, war es noch nicht ganz so schlimm und ich hatte im Zoo sogar eine Vogelspinne auf der Hand, wo ich inzwischen bei dem Gedanken schon Angst bekomme. Jedes Mal, wenn ich eine Spinne in unserer Dusche oder so sehe, renne ich sofort schreiend aus dem Zimmer. Als ich meiner Mutter mal bei der Gartenarbeit geholfen habe, saß auf einmal ein Weberknecht auf meiner Hand (ich hatte Handschuhe an) und ich habe sofort geschrien wie am Spieß und bin weinend weggerannt. Seither habe ich nie wieder bei der Gartenarbeit geholfen. Das Ganze schränkt mich schon ziemlich ein. Habe ich eine Phobie? Und falls ja, was soll ich jetzt tun? Danke schon im Voraus für Antworten :)

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Dackodil, 29

Das ist nicht einfach nur Angst, daß ist eine ausgewachsene Phobie.

Dagegen hilft eine Verhaltenstherapie. Deine Eltern sollen im Internet oder in den gelben Seiten nach einem Psychologen mit einer entsprechenden Ausrichtung suchen.
Auch die Krankenkasse hat Listen mit entsprechend ausgebildeten Therapeuten.
Das ist die einzige Methode, die ihre Erfolge auch nach harten wissenschaftlichen und statistischen Methoden beweisen kann.

Es ist ein hartes Stück Arbeit, aber es lohnt sich.

Dein Leben wird durch diese Phobie ja schon merkbar eingeschränkt, also, es wird sich sehr lohnen, sich davon zu befreien.

Antwort
von Luzie9, 8

Solch eine Phobie hatte ich in jungen Jahren auch, mit einem ähnlichen Verlauf. Mit der Pubertät fing es an, etwa zehn Jahre lang wurde es immer schlimmer.

Das hat sich später von selbst gelegt. Heute sehe ich Spinnen als nützliche Helfer, die meine Feinde fressen, und rette ihnen das Leben, wenn es geht.

Aus Sicht der Spinne geben wir Menschen besonders abends mit unserer
Beleuchtung gute Köder ab, weil wir Stechmücken, Fliegen und Motten
anlocken. Deshalb suchen sie unsere Nähe. Aber sie halten auch Distanz
zu uns, um sich nicht selbst in Gefahr zu bringen. Ich habe noch nie
erlebt, dass eine Spinne auf einen Menschen zugelaufen wäre. Im Gegenteil, es ist fast unmöglich, eine fliehende Spinne einzufangen - sie
vermeiden jeden direkten Kontakt. Wenn sie versehentlich auf eine Hand oder ein Hosenbein geraten, stellen sie sich zuerst tot, um anschließend schnellstmöglich das Weite zu suchen.

Meine "Therapie" war eine erzwungene Konfrontation. Ich war am Bodensee, in einem feuchtwarmen Sommer, wo es viele Insekten und daher auch viele Spinnen gibt. Ich wohnte mehrere Wochen nahe beim Wasser in einer Dachmansarde, andere Quartiere standen nicht zur Verfügung. Da waren ganze Batallione von Spinnen, vor allem im Bad, weil das Fenster immer offen war. Richtig dicke Teile. Erst bin ich vor Angst schier  gestorben, habe mich nicht ins Bad getraut, aber irgendwann werden die menschlichen Bedürfnisse halt unabwendbar, auch wenn über der Toilette das Fenster mit den vielen Spinnennetzen war.

Als ich die Erfahrung machte, daß die Viecher von mir absolut nichts wollten, legte sich langsam die Angst. Sie scherten sich einfach nicht um mich, liefen nicht weg und griffen nicht an, sondern saßen bewegungslos in ihren Netzen. Also gab es auch keinen Grund zum Davonlaufen.
Erst habe ich ständig misstrauisch zu den Spinnen geschielt, stets fluchtbereit. Aber es passierte ja nichts. Nach ein paar Tagen konnte ich die Spinnen seelenruhig betrachten, auch aus der Nähe. Ich sah ihnen zu, wie sie Mücken fingen und ihre Netze woben. Und ich konnte ihnen den Rücken zukehren, ohne mich zu fürchten. Seitdem ist die Angst auch nicht wiedergekommen.

Ich erzähle das, damit du siehst, dass eine Spinnenphobie nicht unbedingt das ganze Leben überschatten muss. Man kann sie aussitzen, selbst bekämpfen oder sich dabei helfen lassen.

Antwort
von HogwartsSquad, 3

Ja es ist 100%ig eine Phobie.

Hallo ich bin 15 Jahre alt und habe selbst an einer starken Spinnenphobie geleidet. Bei mir hat auch schon ein Bild gereicht und ich habe das weinen angefangen. Außerdem habe ich geschrieen, geschwitzt und hyperventiliert. 

Bis mich meine Mutter zu einer Psychaterin geschickt hat, was ich dir auch sehr raten würde. Nach 3-4 Sitzungen war meine Phobie fast weg, weil wir ganz langsam angefangen haben.

Heute komm ich viel besser im Leben klar. Ich mag Spinnen zwar immer noch nicht und das werd ich auch nie :D, aber wie gesagt ist es jetzt nicht mehr so schlimm. Ich muss nicht mal mehr weinen. 

Also mein Tipp: Gehe zu einem Psychater oder Psychologen. Du musst dich dafür auch nicht schämen, auch wenn es vielleicht zuerst etwas komisch klingt, dass man zum Psychater/Psychologen geht. Jeder hat vor etwas Angst und bei manchen ist es einfach stärker ausgeprägt, wie bei dir. 

Bei genaueren fragen kannst du dich gerne an mich wenden. :)

Liebe Grüße 

Antwort
von Neomys, 24

Erstens Weberknechte sind keine Spinnen. Für mich als Zoologe sehr wichtig. Zweitens besuche einen Kurs gegen spinnen Phobie. Alternativ empfehle ich falls du der Mensch dazu bist eine Hypnose. Keine Angst davor das ist nicht gruselig oder so. Und nicht so wie man es im tv sieht. 

Kommentar von Dackodil ,

Für einen Spinnenphobiker ist der Unterschied zwischen Spinne und Weberknecht völlig irrelevant.

Und du als Zoologe solltest soviel Ahnung vom Lebendigen haben, das zu wissen und zu respektieren.

Antwort
von giz123, 22

Mir geht es genauso, sogar noch schlimmer. Ich habe vor sehr wenigen sachen angst und das gehört dazu. Egal wie groß oder klein das ist wenn ich ein insekt sehe fang ich an zu schreien und zu weinen, ich kriege soooo unnormal angst und fühle mich garnicht mehr wohl, ich könnte dann am liebsten meine haut abreissen. Ich wüsste auch gerne was man dagegen tun kann :(

Antwort
von 2tesSchweinchen, 12

Spiderman würde sagen quttttsccch und gut

Antwort
von VFL19Wolfsburg, 26

ja du hast nicht mal nur ne leichte phobie

Antwort
von Juli277di, 26

Für Diagnosen muss ein Fachmann her.

Antwort
von swissss, 15

Phobie ist Angst. Angst ist Phobie. es ist dasselbe.

Arachnophobie (altgr. ἀράχνη arachne „Spinne“ und φόβος phobos „Angst“), auch Spinnenphobie, ist die Angst vor Spinnen. 

https://de.wikipedia.org/wiki/Arachnophobie

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community