Frage von xxxNekoChanxxx, 35

Habe ich eine Persönlichkeitsstörung(weiblich)?

(Frage steht oben)

Also hier erstmal etwas zu meinem Verhalten Ich bin stark introvertiert und meide Menschen, da ich Menschen sowieso nicht sehr leiden kann. Ich habe Schwierigkeiten auf andere offen zuzugehen, wenn ich in der Klasse angesprochen werde ignoriere ich das meistens und antworte nicht, weil ich eigentlich gar keine Lust habe mich mit jemanden zu unterhalten. Ich leide seit meinem 8. Lebensjahr an Depressionen und war deshalb auch oft in Thrapie, was mir eigentlich gar nicht geholfen hat sondern es oft verschlimmert hat. Ich vertraue (sogut wie) niemandem und kann zu anderen Menschen keine Bindung aufbauen oder Gefühle entwickeln. Ich habe auch nicht das Verlangen eine Beziehung zu führen. Ich habe Minderwertigkeitskomplexe, trotzdem bin ich davon überzeugt dass ich einen guten Beruf erlernen werde und ein schönes Leben haben werde. Ich habe noch nie richtig Freude, Trauer, Hass oder Wut gefühlt. dies wurde mir irgendwann in einem Gespräch mit einer Psychologin klar, weil sie die erste war bei der ich wirklich drüber nachgedacht habe wie ich mich gerade in dem Moment fühle, als sie mich das gefragt hatte. Ich hatte irgendwie nie richtig ein Gefühl wahrgenommen. Dies war, aber schon immer so. Ich habe manchmal (ca. Alle 4-5 Monate) so einen Moment wo ich plötzlich anfange zu weinen und ein wenig traurig bin. Dieses Gefühl hält 1-2 Minuten an, dann hört es wieder auf und alles ist wieder gut. Ich lüge sehr oft und nutze andere für meine Vorteile aus. z.B. wenn ich morgens keine Lust auf Schule habe, weine ich und behaupte mir würde es schlecht gehen, dass meine Mutter mich zu Hause bleiben lässt. Ich bin ziemlich intelligent und löse Schulaufgaben schnell und ordentlich. Meine Freizeit verbringe ich damit zu lesen oder zu zeichnen, da ich auch sehr kreativ bin. Ich habe keine Freunde, möchte auch keine haben. Ich ekel mich vor Zuneigung und nackten-halbnackten Menschen. Ich möchte auch keine Familie bzw Kinder haben. Ich war noch nie traurig, wenn jemand aus der Familie gestorben ist. Würden meine Eltern oder meine Schwester sterben, würde mir das auch nicht so nahe gehen. Bei meiner Katze würde es schon etwas emotionaler werden. Ich bin außerdem sehr nachdenklich und bin ganz schnell in meiner "Fantasiewelt" verschwunden. Dabei kriege ich dann nicht mehr mit was um mich herum passiert.

Danke an die, die den Text durchgelesen haben, auch wenn er etwas unordentlich und durcheinander ist.

Antwort
von laralee01, 35

Hmm, klingt interessant. Offenbar ist deine Empathie bzw. Gefühlsbereich ziemlich unterentwickelt und das kann medizinische Gründe haben. Wenn du offenbar kreativ bist und die Aufgaben schnell und gut lösen kann, geht auch schon in die Richtung Autismus (ich meine nicht, dass du das hast, sondern dass halt da Anzeichen sind).

Außerdem bist du der Beschreibung nach extrem egozentrisch (nur auf sich selbst konzentriert).

So gesehen, kannst du dich von der Vorstellung, dass du ein guter Beruf erlernen wirst, schonmal verabschieden. Denn Sozialkompetenzen braucht man unbedingt.

Zu der Frage selbst: Generell ist das keine Persönlichkeitsstörung, da deine beschriebene Persönlichkeit "schon immer so" ist.

Kleiner Tipp: Wenn jemand mit dir sprechen will, aber du nicht - dann solltest du lieber ehrlich antworten im Sinne: "Nein danke, ich will wirklich nicht sprechen." als einfach nur zu ignorieren. Denn mit Ignoranz (also fehlende Reaktion auf andere Mitmenschen) kann man ganz schnell ins psychiatrischen Institut kommen. Und glaub mir, dorthin willst du gar nicht hin.

Kommentar von Momo1965 ,

Nimm es mir bitte nicht übel, wenn ich hier einschreite, aber Deine Aussagen sind nicht wirklich qualifiziert!

So gesehen, kannst du dich von der Vorstellung, dass du ein guter Beruf erlernen wirst, schonmal verabschieden. Denn Sozialkompetenzen braucht man unbedingt.

Mal abgesehen davon, dass die von Dir gewählte Formulierung nicht gerade für Deine Sozialkompetenz spricht, ist das, was Du behauptest, - mit Verlaub gesagt - sachlich gesehen einfach nur Blödsinn! Zwar ist es richtig, dass in vielen Berufen eine hohe Sozialkompetenz nötig und hilfreich ist, aber das bedeutet nicht automatisch, dass dies bezogen auf alle "guten" Berufe oberstes Auswahlkriterium ist.

Generell ist das keine Persönlichkeitsstörung, da deine beschriebene Persönlichkeit "schon immer so" ist.

Spätestens mit dieser Aussage hast Du Dein Nichtwissen unter Beweis gestellt. Persönlichkeitsstörungen entstehen bei Weitem nicht nur bedingt durch Umwelteinflüsse, sie treten auch häufig in Wechselwirkung mit genetischen Anlagefaktoren auf.

Denn mit Ignoranz (also fehlende Reaktion auf andere Mitmenschen) kann man ganz schnell ins psychiatrischen Institut kommen.

Es wäre mir neu, dass je ein Mensch aufgrund ignoranten Verhaltens in ein "psychiatrisches Institut" gekommen wäre. "Ignoranz" bedeutet nach Begriffsdefinition "Unwissenheit" oder "Unkenntnis". Da müssten die psychiatrischen Einrichtungen aber zum Zerbersten voll sein, wenn das ein Indikator wäre. :-)

Antwort
von Momo1965, 23

Das, was Du beschreibst, erinnert mich sehr an das Erscheinungsbild zweier Typen von Persönlichkeitsstörungen, zum einen an die sogenannte „Selbstunsicher-ängstlich-vermeidende Persönlichkeitsstörung“, zum anderen – das halte ich für wahrscheinlicher – an die sogenannte „schizoide Persönlichkeitsstörung“. Ob Du aber nun wirklich in diese Klassifizierung einzustufen bist, kann Dir mit Gewissheit nur ein erfahrener psychologischer Psychotherapeut beantworten, der sich eingehend mit Dir befasst hat. Entscheidend ist aber für Dich gar nicht mal, welche Bezeichnung nun richtig ist, sondern nur, was Du dagegen tun kannst. ;-)

Fraglich ist, was all das bei Dir ausgelöst hat. Wenn Du sagst, dass Du „noch nie richtig Freude, Trauer, Hass oder Wut gefühlt“ hast, und erwähnst, seit Deinem 8. Lebensjahr an Depressionen zu leiden, solltest Du nach dem auslösenden Faktor in Deiner frühen Kindheit suchen. Gab es einschneidende (traumatische) Erlebnisse, Verlusterfahrungen, nachhaltige Ablehnung oder ähnliches? Wenn Du Dich an kein Schlüsselereignis erinnern können solltest, solltest Du Dir zum Aufspüren des Auslösers wohl doch nochmal professionelle Hilfe holen.

Du sagst, Deine bisherigen Therapien haben Dir „eigentlich gar nicht geholfen“, sondern sie haben „es oft verschlimmert“. Ist das wirklich so? Immerhin warst Du jetzt fähig, Deine Situation, Dein Verhalten, Dein Empfinden und Deine Gefühlslage sehr reflektiert darzustellen. Alleine das werte ich schon bei einem Menschen, der von sich sagt, keine Gefühle empfinden und äußern zu können, als einen ganz enormen Therapieerfolg.

Und ist es wirklich durch die bisherigen Therapien schlimmer geworden oder hast Du es nur so empfunden, weil die dort aufgekommenen und für Dich völlig neuen Gefühle zu erneuter Verunsicherung und Irritation geführt haben?

Ich weiß nicht, was dazu geführt hat, dass Du Deine Therapie nicht fortgesetzt hast. Ich rate Dir aber in Deinem eigenen Interesse dazu, einen erneuten Anlauf zu starten. Du musste keine Gefangene Deines Selbst sein! So fähig, wie Du Dich zur glasklaren Reflexion zeigst, kann es Dir durchaus gelingen, Dich von den Fesseln Deiner Vergangenheit zu lösen. Ich weiß ja nicht, bei wem Du Dir bisher hast helfen lassen wollen. Ich rate Dir jedenfalls: Suche Dir bitte einen psychologischen Psychotherapeuten, der erfahren ist in den Bereichen Trauma-Behandlung und (!) klassischer Konditionierung. Bei der Suche nach einem kompetenten Spezialisten kann Dir sowohl Dein Hausarzt, als auch die Krankenkasse behilflich sein. Für wichtig halte ich es, dass Du bitte gezielt nach einem Spezialisten unter Verwendung der kursiv geschriebenen Begriffe suchst. Dann wirst Du ganz bestimmt in den richtigen Händen landen.

Gib Dich nicht auf! Es gibt schließlich Menschen, die mit Dir gemeinsam einen für Dich geeigneten Weg finden können. Gehen musst Du ihn dann aber selbst! … Also, wage einen neuen Schritt in die richtige Richtung! Du kannst das schaffen! ;-)

Antwort
von AsianEyeZ, 35

Hallo,

ist ganz schön schwer sich hier die Frage beantworten zu lassen, da wir hier keine Therapeuten oder Pyschologen sind. Was sagt denn dein Therapeut? Ich finde dass jeder eigen ist und jeder für sich individuell und es soll so nix schlimmes dran sein. Außerdem bist du ja noch am Heranwachsen. Das kann sich alles noch ändern ;-)

Antwort
von nettermensch, 33

am besten wäre. wenn du das ganze mit dein Arzt darüber redest.

Antwort
von aleah, 26

Und warum meinst Du deutet das was Du beschreibst ausgerechnet auf eine Persönlichkeitsstörung hin für dich??

Antwort
von Potato2603, 26

Um deine Frage knapp zu beantworten: Ja, du hast eine Persönlichkeitsstörung. Nicht nur das, du bist in vielen Hinsichten leicht bis stark gestört.

Kommentar von EasySmileForYou ,

Das kannst du ganz sicher nicht beurteilen, was OP hat und was nicht

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