Frage von Diana1605, 48

Habe ich eine Depression Erkrankung?

Hi Community! Ich (14/w) habe meinen Vater vor 2 Jahren verloren. Er starb mit 45 Jahren an einer schweren und seltenen Krankheit. Seitdem zieh ich mich den ganzen Tag ins Zimmer zurück und beschäftige mich dort, anstatt in der Gesellschaft. Freunde treffen, Kino gehen, Sport treiben oder auch teilweise meine Hobbys nachvollziehen interessiert mich nicht mehr wirklich und ist schon für mich zu anstrengend. Ich mach mir auch gar keine Gedanken um meine Gesundheit. Ist mir alles egal. Manchmal hatte ich auch schon solche argen Anfälle, dass ich mir unbedingt was brechen wollte und mich selber verletzte. Einmal hab ich eine Tablette (Alprazolam 0,5 mg) geschluckt. (Hatte keinen Sinn, also fragt nicht warum.) Meine Freunde und meine Familie wissen nichts davon, dass es in mir tief drinnen schmerzt und ich immer traurig bin. Ich rede auch gar nicht darüber und lasse es mir (z.b ind der Schule) nicht anmerken. Zuhause ist es wieder anders. Das erste was ich tu, wenn ich Heim komme ist, ich geh rauf ins Zimmer, zieh mich um leg mich ins Bett und forsche im Internet über Medizin oder Krankheiten durch. DAS WARS. Am liebsten würde ich den ganzen Tag dort liegen bleiben und nichts tun. Es hört sich vielleicht doof an, aber dass macht mir voll Spaß nichts zu tun und ich habe so eine Art Bettsucht! Ich seile mich sehr von der Gesellschaft ab und hasse es wenn mich wer fragt, ob alles in Ordnung wäre. Ich sage dann immer darauf: ,, Mir geht's eh gut. Nein es passt alles?" Ich habe auch Stimmungschwankungen. Es ist jetzt aber nicht wirklich eher so Pubertät, sondern wirklich ich habe so eine Sucht nach Schlafen, Nichts tun, mich verletzen, Schlaftabletten zu nehmen. Ich muss jeden Tag an meinen Vater denken und immer weinen. Ich komm einfach nicht von ihm weg... Wenn alle nur wüssten, dass ich innerlich so traurig bin und mich so depressiv verhalte und es auch bin. Ein paar fragen eh immer, warum ich immer im Zimmer bin und dass ich so depressiv bin. Naja.. soll ich einmal mit jemandem darüber reden?? Ich habe Angst, wenn sie dann von mir wissen, dass ich eigentlich immer vor habe mir etwas zu brechen oder mich zu verletzen. Außerdem, wenn ich die Möglichkeit hätte, mir starke Schlaftabletten von Amazon zu bestellen, würde ich es sofort tun!

Antwort
von ROMAX, 15

Hallo Diana, dass niemand den Verlust eines Elternteils leicht wegsteckt, ist vollkommen normal, es sei denn, es gab dazu Gründe. Ich habe das Gefühl, dass Du in Deinem Schmerz alleingelassen bist und Dich auch so fühlst. Du klingst wirklich depressiv - nicht deprimiert -, wofür eine ganze Reihe von Anzeichen sprechen. Nur in den seltensten Fällen wird sich diese Krankheit von allein heilen, weil Depressive sich in einem Teufelskreis befinden, aus dem es nur schwer ist, wieder auszubrechen. Das Wichtigste wäre es wirklich, wenn sich eine nahestehende Person intensivst mit Dir beschäftigt, Dich ablenkt, Dir neue Perspektiven aufzuzeigen und Dir zu helfen, den Verlust Deines Vaters zu verarbeiten. Wo ist denn Deine Mutter? Oder eventuell Geschwister? Es muss doch jemandem auffallen, dass Du Dich hinter einer Fassade versteckst und es Dir eigentlich dreckig geht. Kannst Du Dich jemandem anderes anvertrauen? Es ist soooo wichtig, viel über Deinen Schmerz zu reden und wie Du damit nicht fertig wirst, d.h., dass Du Dir selbst Schaden zufügst. Gibt es da eine erwachsene Vertrauensperson, an die Du Dich wenden kannst (Gleichaltrige können eher weniger helfen, da es ihnen an Erfahrung damit und meist an Empathie fehlt). Depression ist eine Krankheit, die leider oftmals stigmatisiert wird - zu Unrecht -, die heilbar ist, vielleicht medikamentös aber sicherlich im Gespräch und mit viel Unterstützung und Betreuung. Auch muss man sich nicht davor schämen, an Depression erkrankt zu sein. Man ist deswegen kein schlechter oder minderwertiger Mensch (den gibt es sowieso nicht), sondern jemand, der Hilfe braucht! Auch eine Behandlung bei einem Psychiater oder Psychotherapeuten ist keine Schande, sondern Zeichen dafür, dass Du gegen die negativen Gefühle ankämpfst, und ich würde Dir dringend dazu raten (in Deinem Freundeskreis muss ja auch niemand davon erfahren, falls Du Sorge haben solltest, deswegen gemobbt zu werden). Aber ... Selbstmedikation mit Psychopharmaka und Gedanken an eine Überdosierung davon ist beängstigend und gefährlich, und wer noch sein ganzes Leben vor sich hat, sollte keinen Schlussstrich darunter ziehen. Ohne die genaueren Umstände zu kennen, kann ich wenig raten, nur, dass Du Dich unbedingt Deiner Mutter oder einer anderen seriösen Person anvertrauen solltest, um Dir zu helfen, Deine Gefühle wieder in den Griff zu bekommen und das Trauma zu verarbeiten, vermutlich mit professioneller Hilfe!

Antwort
von Selin70, 6

Zu aller erst solltest du mal wieder unter menschen kommen, klingt komisch aber die lenken einen sowas von ab

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