Habe ich eine Angststörung oder ist das normal?

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2 Antworten

Hallo Kriebelmücke,

ich finde es toll, dass du den Mut hattest, zu einem Psychologen zu gehen! Leider muss man manchmal verschiedene ausprobieren, bis man den/die Richtige/n gefunden hat. Nicht jeder kann mit jedem. Dir geht es offensichtlich nicht gut, weil dich gerade viele intensive Gefühle durcheinanderbringen. Und das sollte keiner einfach damit abtun, dass das in der Pupertät halt so ist. Jeder durchlebt diese Phase anders. Ich bin keine Psychologin, aber ich denke du solltest nochmal nach einem/r für dich passenderen Psychologin/en oder Psychotherapeuten/in suchen. Du erklärst sehr genau deine Gefühle in verschiedenen Situationen. Das ist schonmal sehr toll und zeigt, dass du dich sehr tief damit auseinandersetzt und dich gut beobachten kannst. Die meisten Psychologen erreicht man ja immer nur über den AB. Vielleicht solltest du mal per Mail nach einem Termin bitten und genau diesen Text, den du oben geschrieben hast, reinschreiben.

Irgendetwas tief in der drin scheint dir diese Angstgefühle zu bereiten. Was es ist, kannst nur du rausfinden, mit oder ohne Hilfe einer Fachperson. Vorallem, wenn der Körper reagiert, sollte man spätestens der Sache auf den Grund gehen.

Vielleicht kannst du als kurzfristige Lösung mal versuchen, deine Gefühle ausschließlich als Gefühl zu betrachten. In Realität scheint deine eigene Existenz und die deiner Lieben gerade nichts akut zu bedrohen (natürlich macht deine Freundin gerade eine schwierige Krankheit durch, das ist leider manchmal im Leben so und ich will das auch nicht klein reden). Es sind also "NUR" Gefühle, die du hast. Lass dich von ihnen nicht beherrschen. Sie haben eine Daseinsberechtigung, deshalb gehst du ja den Weg, rauszufinden, woher sie kommen. Aber sie beeinflussen dich gerade negativ. Meist sind es negative Gedanken, die negative Gefühle hervorrufen. Deshalb ist deine Idee, sie in positive Gedanken umzuwandeln, sehr gut. Versuche es weiter und lass die Gefühle Gefühle sein. Sie sind nicht DU, sondern NUR Gefühle.

Wenn man so im Übergang vom Kind zum Erwachsenen ist, macht einem vieles Angst. Man verlässt so langsam diese behütete kleine Welt, die man hoffentlich als Kind hatte. Man geht raus in die große unüberschaubare Welt, wo so vieles passiert, was man nicht immer verstehen kann. Vieles kann und muss man auch nicht verstehen. Man baut sich seine eigene kleine Welt wieder auf. Genieße deine Zeit mit deinen Freunden, mit allen lieben Menschen um dich rum und mit deiner besten Freundin. Gib ihr das Gefühl, dass du bei ihr bist. Das ist das schönste, was du tun kannst. Das wird dir und ihr gut tun. Alles wird werden, manchmal reicht es, sich treiben zu lassen... ;-).

Alles gute Dir!

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...Am Mittwoch war ich beim Psychologen, aber ich glaube der denkt nur, dass ich einfach in der Pubertät bin. Ich habe einfach das Gefühl nicht wichtig zu sein. 
Mit dem Essen habe ich auch Probleme, aber ich glaube das andere ist schlimmer. 
Ich weiß einfach nicht mehr was ich mir einbilde/einrede zu denken, und was ich wirklich denke. Ich denke irgendwie so zwanghaft. Das klingt jetzt nicht so schlimm, aber es macht mir wahnsinnige Angst.
Nächste Woche gehe ich auf Klassenfahrt. Das heißt 10 Stunden im Bus sitzen und danach eine ganze Woche auf einem Segelschiff mit der ganzen Klasse. Ich kriege jetzt schon Panik, wenn ich nur daran denke, eingeengt im stickigen Bus zu sitzen, halber keine Luft mehr zu bekommen und auch nicht wegrennen kann. PANIK!! Wahrscheinlich ist es überhaupt kein Problem, wenn ich dann erstmal drin sitze, aber ich bilde mir diese Angst glaub nur ein. Und das macht mich so WÜTEND auf mich selbst!!!!!! Ich habe ja eigentlich keine Angst, aber je mehr ich drüber nachdenke, desto größer wird sie. 
Ich kann einfach meine Gedanken nicht stoppen. Ich werde mich im Bus nicht bewegen können...seht ihr, schon wieder denke ich negativ.

Habe ich eine Angststörung?? Weil ich habe einfach das Gefühl, ich bin selbst Schuld und Rede mir die Angst auch noch ein. Ich mache mir riesige Vorwürfe, was die Situation nur verschlimmert. Habt ihr Erfahrungen mit sowas?? Also, könnt ihr wir vielleicht Tipps geben.

Viiieelen lieben Dank!!
Euer Mueckchen

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Kommentar von GirlWithCurl
03.06.2016, 18:50

Hallo!

Erstmal: sei nicht wütend auf dich selbst! Ich selber (17) habe auch oft Angst vor Dingen, von denen ich weiß, dass sie nicht schlimm sind. Mach dir selber also keinen Vorwurf deswegen. 

Es wirkt so, als hättest du kein großes Selbstbewusstsein, welches aber ein Stück weit auch wichtig für dich ist. Ich weiß, leichter gesagt als getan, aber mach dir nicht so viele Gedanken! Deine Freunde mögen dich, sonst wären sie nicht mit dir befreundet.

Du solltest dringend mit jemandem darüber reden. Das du dich einen Psychologen gewendet hast ist gut, erzähle ihm, wie du dich fühlst. Vielleicht kannst du auch mit deinen Eltern oder deinen Freunden darüber sprechen und ihnen auch sagen, wie wichtig es dir ist. Wenn du dich bei deinem Psychologen nicht gut aufgehoben fühlst, damm suche dir einen anderen, aber gehe auf jeden Fall sicher, dass du mit deinen Problemen nicht alleine bist! Die Pubertät unterstützt bestimmt deine negativen Gefühle, es wird bald bestimmt besser werden, wenn die Pubertät nachlässt. 

Versuche dir die positiven Dinge in deinem Leben bewusst zu machen. Mache dir klar, was du alles hast und kannst. Die Klasssenfahrt wird bestimmt schön! Wenn du eine Freundin in deiner Klasse hast, der du vertrauen kannst, dann versuche mit ihr zu sprechen. Sag ihr einfach so viel wie du kannst, denn dann weiß sie, was mit dir los ist und kann dich unterstützen. 

Ich wünsche dir alles gute!

Liebe Grüße, 

Julanna :)

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