Frage von Hamsterfragen05, 230

Habe ich doch Autismus?

Wer meine letzten Fragen gelesen hat, weiß vielleicht schon bescheid: Ich habe den Verdacht, dass ich unter ADHS leide. Gerade habe ich aber davon gelesen, dass sich Forscher noch gar nicht einig sind, ob es diese Krankheit gibt. Andererseits habe ich das hier gelesen, von einer Antwort zu einer Frage wegen Autismus:

"Das Hauptproblem bei Autismus ist die gestörte Wahrnehmung der Außenwelt. Autisten haben Schwierigkeiten Gefühle anderer Menschen wahrzunehmen und selbst Gefühle zu zeigen."

Das würde auch auf mich zutreffen. Ich habe auch sehr Probleme, mich anderen zu nähern. Ich bin lieber alleine, als mit anderen zusammen zu spielen. Wenn zum Beispiel ein neuer Schüler kommt, halte ich die ersten fünf Wochen ab Stand, da ich mich in seiner Nähe unwohl fühle. Auch Fremde Mensche scheue ich sehr... Zudem habe ich auch Angst, vor der Klasse zu reden. Weiß ich etwas, so behalte ich es lieber für mich. Ich habe mir auch deswegen schon ein paar Noten versaut, aber ich kann einfach nichts dagegen machen...

An was leide ich denn nun ( falls überhaupt... ) ? ADHS oder Autismus? Oder an beiden? ( Geht das überhaupt...? )

LG, Hamsterfragen05

PS: Ich bin 12 Jahre alt und gehe in die 6. Klasse.

Antwort
von Kitharea, 88

Also ich denke heutzutage wird viel zu oft versucht - etwas in eine Krankheit einzuteilen.
Ich habe Menschen erlebt die lt. Ärzten nachgewiesen ADHS hatten und das war so deutlich von Anderen "mussmichvielbewegenunttun"-Menschen zu unterscheiden wie ein Käfer von einem Elefanten. SIe wären nie fähig gewesen das was du schreibst - den Zusammenhang allein - bis zum Ende durchzuhalten. So etwas könnte ein Autist sehr wohl nur SOLLTEST du einer sein würdest du das was du erzählst wahrscheinlich weit weniger gut spüren. Es wirkt für mich aber so als könntest du dich schon empfinden.
Es stellt sich außerdem für mich bei beiden "Krankheiten" die Frage inwiefern das Schlimm sein sollte.
ADHS würde ich fast aussschließen nach dem wie du schreibst. Autismus WENN dann nur in einer Form die man quasi nicht bemerkt. Und du sagst du tust dir schwer dich anderen zu nähern - das ist etwas Anderes als nicht zu merken was Andere einem gegenüber empfinden. Es gibt Menschen die kriegen nichts davon mit wenn sie Dinge erzählen, dass es das Gegenüber tierisch langweilt. Es gibt Menschen die Gesichter nicht unterscheiden können und die mit Gefühlsregungen anderer nicht wirklich was anfangen können. Das wäre Autismus.  Und Autismus auch wenn du dich jetzt da wieder drin sehen solltest - gibt es in 100000 verschiedenen Varianten - von fast gar nicht bis ganz extrem.

Und das Wichtigste - du bist 12 - man muss nicht alles in gut/schlecht gesund/krank einteilen. Vielleicht bist du einfach nur etwas schüchtern oder zurückhaltend. Vielleicht hast du einfach nur Angst vor Neuem. Vielleicht bist du einfach nur so und solltest dir einfach keine Gedanken drüber machen und dich mit weniger aufreibenden Dingen befassen. Du bist ok wie du bist. Nicht jeder rennt wie ein überall bekannter Typ durch die Gegend - redet mit jedem - mag jeden - jeder mag ihn blablubb. Man darf auch anders sein.

Kommentar von petrapetra64 ,

vielleicht hast du einfach nur "pupertät" und bist etwas schüchtern.

Antwort
von halbsowichtig, 63

Du kannst genauso gut ganz normal schüchtern sein.

Aber wenn du auf Selbsttests stehst: Ein klassisches Anzeichen für Autismus ist, dass es einem schwer fällt, die Augen eines Gesprächspartners zu fokussieren.

Wenn du das nächstes Mal mit jemandem redest, versuch mal, ihm länger als ein paar Sekunden in die Augen zu schauen. Tut das weh oder verstehst du seine Sprache dann nicht mehr? Dann könntest du Autist sein.

Antwort
von einfachichseinn, 81

Du solltest aufhören im Internet Diagnosen zu suchen!

Erst warst du hochbegabt, dann hast du ADHS, dann plötzlich Autismus.

Du bist vermutlich vollkommen normal und grade in der Pubertät angekommen.

Ich bin kein Fan dieser pauschal absagen, aber ich glaube wirklich, dass du weder ADHS, noch eine Form des Autismus hast.

Die meisten Autisten fallen heutzutage recht früh auf. Wenn du eine Kombination aus ADHS und Autismus hättest, wäre das ziemlich sicher schon irgendjemandem aufgefallen.

Du kannst dennoch deinen Kinderarzt aufsuchen und ihn bitten dich zu untersuchen. Er kann deine Probleme schon etwas fachlicher einschätzen und kann organische Ursachen ausschließen.

Außerdem kann er dir, falls es notwendig erscheint, eine Überweisung ausstellen, die du benötigst, um vom Facharzt untersucht zu werden.

Antwort
von Joneson, 100

So etwas kann dir nur ein Arzt sagen. Gerade wenn man noch sehr jung ist, kann das auch einfach nur schüchternheit sein, die sich im Laufe des Lebens von selber auflöst. Oder du bist einfach etwas introvertiert. Viele Menschen können nicht Gefühle von anderen deuten, das heißt erstmal

Antwort
von haufenzeugs, 117

du solltest weniger internetdiagnosen für dich stellen und dir hilfe suchen, wenn du denkst das du welche brauchst.

adhs ist ein anerkannter fakt und den gibt es. die wenigsten menschen haben adhs, auch das ist ein fakt. es ist leicht einen lebhaftes kind in die adhs-kiste zu stecken, nur um einer sache einen namen zu geben und am besten mit irgendwelchen medis kinder ruhig zu stellen. vielleicht bist du ein schüchterner mensch, der sehr zurückhaltend ist und sich selbst der beste freund.

ich bin beispielsweise gerne mal alleine, auch ziehe ich mich von der außenwelt immer mal wieder zurück für mich selbst - soweit das mgl. ist. nur ich, mein buch und eine große kanne kaffee :) ich beobachte menschen unglaublich gerne, ohne mit ihnen reden zu müssen. wenn du denkst das es ein problem sein könnte, geh doch mal zu einem therapeuten und sprich mit dem. bestimmt fehlt dir garnix.

Antwort
von JaniXfX, 67

Hallo Hamsterfrage!

Wie sagt man so schön: Captain hier! Ich bin Psychologe und kann viele der Aussagen bestätigen...

Zu ADHS: Ich würde Dich mal gerne mit jemandem zusammen bringen, der wirklich ADHS hat. Das sind Menschen, die wirklich extreme Schwierigkeiten haben, überhaupt irgendetwas anzustellen bzw. zu Ende zu bringen. 5 Sätze von der Tafel abschreiben können da eine Stunde in Anspruch nehmen, weil sie sich so heftig ablenken. Dazu kommen starke hyperaktive Züge - Eltern von solchen Kindern haben eigentlich nie Ruhe, es wird immer geschrien und getobt. Solche Kinder können einfach nicht still sitzen. Die Eltern sind dann extrem belastet. In Deinem Fall würde ich sagen, dass Du Dich schwer konzentrieren kannst - aber das kann man lernen. Ganz ohne medikamentöse Einstellung.

Autismus... ist eine Ausschlussdiagnose. Also: Wenn man für nichts anderes eine Erklärung oder Anhaltspunkte findet, dann ist es Autismus. Es gibt sehr schöne Filme über Autismus... Schau Dir mal Rain Man an. Du wirst recht gut erkennen, dass Du kein Autist bist.

Mal eine zielführende Frage: warum möchtest Du gern eine Diagnose haben? Möchtest Du wirklich eine psychische Störung diagnostiziert bekommen? Wieso? Was erhoffst Du Dir davon?

Kommentar von DeliriumTremens ,

Rain Man, bzw. der Mann, auf den der Film aufbaut, war kein Autist sondern Savant. Nur etwa 1% der Autisten sind Savants.  

Autismus ist auch keine Ausschlussdiagnose sondern folgt ganz spezifischen Symptomen, die erfüllt sein müssen, um diese Diagnose zu erhalten. Es gibt Menschen mit Autismus, die eine geistige Behinderung haben und stark entwicklungsverzögert sind, das sind oft frühkindliche Autisten, deren Symptome vor dem 3. Lebensjahr aufgetreten sein müssen, es gibt A-typischen Autismus, bei denen der Auftrittszeitraum nicht klar ist oder die Symptome nicht zur Gänze erfüllt werden, und Aspergerautisten, bei denen die autistische Symptomatik nach dem 4.Lebensjahr aufgetreten ist.   Ursächlich ist eine angeborene, strukturell/funktional betroffene "Gehirnform".

 Der Film Rain Man ist somit kein "Diagnosekriterium".   

Auch herrscht oft bei Autisten eine gewisse Komorbidität... gerade was ADHS betrifft. 

Ich kenne massig Menschen mit ADHS und/oder Autismus.... es gibt so viele unterschiedliche Äußerungsformen wie betroffene Menschen. 

Kommentar von JaniXfX ,

Moin! 

Mit Ausschlussdiagnose war gemeint, dass diese Symptome auch in andere Krankheitsbilder passen, die zunächst ausgeschlossen werden müssen. Erst wenn das der Fall ist, darf Autismus diagnostiziert werden - wird leider häufig nicht gemacht, sondern (auch unter Druck der Diagnostizierbarkeit) vorschnell festgestellt. 

Unabhängig davon, dass ich persönlich eine solch heftige Diagnose vor dem 3. Lebensjahr ethisch verwerflich finde - und auch Fälle erlebt habe, die offensichtlich nicht Betroffen waren, dies jedoch sehr fest glaubten - habe ich kein Indiz, bei dem Fragesteller Rückschlüsse auf ADHS oder Autismus zu ziehen, weil er im Unterricht sich gern der Tagträumerei hingibt. Mit Deinen Erfahrungen hast Du sicherlich oft erlebt, welch schwere Formen es gibt und wie die Betroffenen im Alltag zu kämpfen haben. Um dem Fragesteller beruhigen vor Augen zu führen, dass er sich keine Gedanken machen muss, sondern durchaus auf Lern-Wegen Methoden zur Konzentration und Fokussierung einüben kann, habe ich den Film herangezogen. In etwa so, wie man auch immer eine Kettenraucher- vs. Hochleistungssportlerlunge vergleicht, um die Folgen des Rauchens zu verdeutlichen.

Kommentar von DeliriumTremens ,

Nun, dass man gewisse Dinge zuerst ausschließen sollte, ist klar, wenn jedoch jegliche Symptome von Autismus erfüllt werden und dies stark ersichtlich ist, sehe ich weniger das Problem, auch direkt einen Test zu machen.  Gerade, wenn das Ausschlussverfahren nicht möglich ist. Ich kenne Menschen, da wäre es sehr schwer, gewisse Testverfahren durchzuführen. Manche davon kann man z.B. nur bereits vollnarkotisiert zum Arzt bringen, wenn sie nur angefasst werden sollen. 

Auch das frühe Diagnostizieren von Autismus kann absolut hilfreich sein, wenn es um den richtigen Umgang und Förderung hinsichtlich Eigenständigkeit und Selbstbestimmung geht. Wenn eine Sensibilität für die kindlichen Bedürfnisse geweckt wird und eine Aufklärung der Eltern erfolgt, kann man den Kindern sehr viel Leid ersparen. 

Ich habe es insbesondere hier, aber auch anderen Ortes schon erlebt, dass manche Menschen regelrecht verzweifelt nach einer Diagnose für ihre Altagsschwierigkeiten suchen und sich darin verrennen. Manchmal reicht eine behutsame Sensibilisierung dahingehend, dass die erlebten Schwierigkeiten noch keine Probleme sind, aber der Weg zur Selbstreflektion sowie Selbsthilfe gestaltet sich oft steinig. Deswegen stimme ich deinem zweiten Absatz weitgehendst zu. 

Kommentar von einfachichseinn ,

Was ich ist bitte an einer Diagnose mit unter drei Jahren verwerflich? Es gibt Krankheiten / Behinderungen, die schon viel früher diagnostiziert werden. Suche dir mal geeignete Informationen zum Thema "Frühkindlicher Autismus" oder "Kenner Autismus". Abgesehen davon, welche Qualifikationen sprichst du dir selbst zu, wenn du sagen kannst, dass Menschen mit einer Diagnose ( an die die betroffenen auch noch glauben) eigentlich gar keinen Autismus haben? Die Untersuchungen, die zu einer Diagnose führen sind nicht besonders einfach und Autisten können sich untereinander enorm unterscheiden. Es ist eine Frechheit, wenn du den Menschen ihre Diagnose ansprichst! davon abgesehen hast du auch in deiner Antwort eine Menge Schmarn zum Thema AD(H)S geschrieben. Das beginnt schon damit, dass nicht jedes Kind hyperaktiv ist. Es gibt auch nur sehr unaufmerksamen und impulsiven Betroffene. Es stimmt auch nicht ganz, dass sie immer Probleme haben etwas anzustellen oder zu ende zu bringen. Google mal "Hyperfokusierung bei ADHS". Und die Eltern müssen nicht immer schreien und toben und enorm belastet sein. Natürlich sind Menschen mit ADHS eine Herausforderung, aber irgendwann lernen die Eltern auch damit umzugehen.

Kommentar von JaniXfX ,

Hallo einfachichsein, ich würde mich über höflichere Antworten freuen. Gern können wir inhaltlich streiten, ich hasse aber persönliche Ebenen wie die Pest.

Zum Thema frühkindlicher Autismus: 30% Fehldiagnose bei Kindern. http://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/neuro-psychiatrische_krankheiten... Muss da mehr hinzugefügt werden, dass diese Diagnostik nicht haltbar ist? 

Zu meiner persönlichen Erfahrung damit: Ich bin zum Beispiel in einer Studie mal in einem psychologischen Tiefeninterview auf eine Teilnehmerin gestoßen, die fest glaubte, Autistin zu sein - ihren Schilderungen oder Erlebensbeschreibungen zufolge war keineswegs zu entnehmen, dass dem so ist. Aber was macht man, wenn man früh diese Diagnose gestellt bekommt und folglich alle Verwandten, Bekannten, Freunde mit einem Umgehen, als hätte man tatsächlich diese Erkrankung? Irgendwann nimmt man diese Haltung an. 

ADH(!!!!!)S geht mit Hyperaktivität einher. Danach war gefragt. Darum drehte sich die Antwort. Und sprich bitte mal mit Eltern von einem eindeutigen Fall von ADHS. Wenn sie diese Diagnose bekommen und Hilfe an die Hand bekommen, wie Sie damit umzugehen haben, sind Eltern damit extrem erleichtert. Sie wissen oftmals einfach nicht weiter - würde alles problemlos laufen, gäbe es letztlich auch wenig Leidensdruck, der überhaupt zum Arzt führt.

Kommentar von JaniXfX ,

Oh, hier noch ein Ärzteblatt-Artikel: http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/49712

Übrigens, ich bin Kulturpsychologe. Und in einer Zeit, in der pädagogische Literatur für Mütter immer nur "die 10 größten Fehler der Erziehung" aufzeigt, ist sehr verständlich, warum Eltern bei einem Arzt nach einer Erkrankung des Kindes suchen welche begründet, warum das Kind nicht lernen kann. Andernfalls wäre die Erziehung der Eltern verkehrt, was heute eine schier unaushaltbare Belastung für Eltern bedeutet...

Kommentar von Kitharea ,

Diese Mütter lesen eindeutig die falschen Bücher :P

Kommentar von einfachichseinn ,

Ich fand meinen Kommentar nicht wirklich unhöflich. Und ich glaube ehrlich gesagt nicht mehr alles, was irgendwelche Zeitungen über Krankheiten schreiben. Da habe ich schon so öffentlichen Mist gelesen. Und du hast mir auch immer noch nicht gesagt, welche Qualifikationen du hast, um beurteilen zu können, ob jemand wirklich Autismus hat oder nicht. Nicht jeder Autist tickt gleich. Nicht jeder Autist lebt in einem offensichtlichen Spektrum. Es kann ebenso gut sein, dass ein Mensch sich mit der Diagnose abfindet, weil er sich damit identifizieren kann und eine Erklärung für seine Probleme hat.

Kommentar von einfachichseinn ,

Ach und zum Thema ADHS ich gehe davon aus, dass das nur aus Unwissenheit des FS entsprungen ist..Also ich denke er kennt sich mit den verschiedenen Subtypen nicht wirklich aus. Ich muss auch keine Eltern befragen, ich kenne genug persönlich und ich kann dir sagen, dass meine Aussage korrekt ist. Die Eltern sind belastet, aber kommen irgendwann auch damit klar.

Kommentar von JaniXfX ,

Dann sei das eine Rückmeldung: sie wirkte unhöflich. Auch Deine Antwort an den Fragesteller.

Nichts Anderes, als dass Eltern zunächst belastet sind (aber damit auch Umgang lernen) habe ich gesagt?!

Absichtlich setze ich hier nicht meine Qualifikation hinein. Sonst bin ich nur noch Repräsentant der Institution dahinter.

Neben Zeitschriften wie dem Ärzteblatt (und hier handelt es sich nicht um rein öffentlichen Mist) gibt es auch wissenschaftliche Studien, die sich mit Fehldiagnosen beschäftigen: http://link.springer.com/article/10.1007/s10465-010-9095-x

Kommentar von einfachichseinn ,

Was war denn daran unhöflich. Ich bin direkt und ehrlich( und schreibe nicht so viel Schmarn). Und in deiner Antwort schreibst du etwas, wie "Eltern habe NIE Ruhe". Das stimmt so schlicht und ergreifend nicht. Und die Qualifikation "Kulturpsychologe" qualifiziert dich meines Wissens nicht, um Autismus zu diagnostizieren oder es eben nicht zu diagnostizieren. Auch, dass du den Film "Rain man" anführst spricht dafür, dass du nicht wirklich viel Ahnung hast.

Kommentar von einfachichseinn ,

Und Sorry ich werde jetzt kein Geld ausgeben, um mir irgendeinen Artikel durchzulesen.

Kommentar von JaniXfX ,

Du darfst gern erzählen, weshalb Du dafür qualifiziert bist, wenn Du das möchtest. Weshalb das Video angeführt wurde, steht ja oben. Und wenn Dich der Artikel interessiert, dann guck doch nach Volltext-Zugriffs-Möglichkeiten in Deiner Nähe :P

Kommentar von JaniXfX ,

Ach, zwei Dinge vergessen: Ich würde Dich bitten den Satz mit "nie Ruhe" noch mal ganz genau zu lesen. Und zum Direkt und Ehrlich: Wird leider häufig mit Unhöflichkeit oder mangelnder Ausdrucksfähigkeit verwechselt. Direkt und Ehrlich geht sehr gut auf freundliche Art und Weise. Jemanden zu verprellen ist sehr kurzsichtiges Denken - passiert es Dir häufiger, dass Du Leute verprellst und dann in Verteidigungshaltung gerätst? Danach klingt die Ausrede nämlich. Und ja, das war von mir an dieser Stelle sehr stichelnd.

Kommentar von einfachichseinn ,

Eltern von solchen Kindern haben eigentlich nie Ruhe, es wird immer geschrien und getobt. 



das stimmt immer noch nicht, aber bitte ich habe diesen Satz erneut gelesen.

Und nein mir passiert es relativ selten, dass es Menschen gibt, die mich als unhöfflich bezeichnen. In den meisten Fällen werde ich als sehr höfflich bezeichnet. 

Ich verstehe auch immer noch nicht, wieso du meine Antwort, als unhöflich einstufst. Dass Menschen Probleme mit Kritik haben und die Kritiker dann als unhöfflich bezeichnen ist ja nichts neues, aber ich finde meine Antwort zeugt in keinster Weise von Unhöflichkeit. 

Kommentar von einfachichseinn ,

oh ich bin in keinster Weise dafür qualifiziert jemandem Autismus oder ADHS zu diagnostizieren oder abzusprechen. Aus diesem Grund tue ich das auch nicht!

Und auch die Tatsache mit deiner Erklärung ist totaler Schmarn du schießt mit Kanonen auf Spatzen, um einer Person, die du gar nicht kennst klar zu machen, dass diese keinen Autismus hat.

Kommentar von Kitharea ,

Man kann sich schon ewig für und wegen nix streiten ihr beiden hm ? xD

Kommentar von einfachichseinn ,

naja für nix, würde ich gar nicht sagen. Es geht mir darum jemand einen adäquaten Rat zu geben und nicht Informationen, so zu drehen, dass ein Mensch nicht denkt, dass er Autist ist...

Antwort
von Joline007, 85

Vllt bist auch einfach schüchtern ..typisch Symptom bei autisten..körperliche Nähe der Eltern und auch von Verwandten wird nicht geduldet,nicht nur fremder ! Außerdem muss der Tag strikt nach Plan ablaufen . Z.b.Wenn Frühstück immer um 10 Uhr früh war ,dann muss es immer so bleiben . Abweichungen vom Plan irritieren Autisten und machen sie aggressiv. Das ist für die ganz schrecklich ,wenn mal was nicht nach Plan läuft 

Kommentar von Hamsterfragen05 ,

Na ja... Alles, außer das mit den Eltern würde auf mich zutreffen... Meine Eltern habe ich schon gerne in meiner Nähe, bei Verwandten ist es aber wieder anders..

Kommentar von Joline007 ,

Muss dein Tag also immer gleich ablaufen ? 

Kommentar von Hamsterfragen05 ,

Ja, zumindest plane ich am Abend vorher immer genau. Wenn etwas auf einmal anders ist,  muss ich mich erst mal wieder ordnen..

Kommentar von Kitharea ,

Naja - das ist aber auch Standard. Erst wieder ordnen zu müssen - tut halt jeder. Was soll daran nicht normal sein? Dass das auch mitunter stressig sein kann für jemanden ist halt auch so. Ich krieg mitunter sogar die Vollkrise wenn mal mein Plan nicht funktioniert und trotzdem würd ich mich nie für einen Autisten halten.

Kommentar von Kitharea ,

Ist auch nicht bei jedem Autisten so - wie gesagt davon gibt es x-Schweregrade

Kommentar von Joline007 ,

Autisten sind so wie ich beschrieben habe . Dann gibt es noch autistische Züge . Das ist milder 

Kommentar von einfachichseinn ,

@Joline, wenn dem so wäre, wäre es vermutlich viel einfacher Autismus zu diagnostizieren. Nicht jeder Autist hat einen strengen Tagesablauf oder kann Berührungen nicht ertragen. So einfach ist dieses Krankheitsbild nicht.

Kommentar von Joline007 ,

Hab oft mit Autisten zu tun gehabt . Wenn die von mir beschriebenen Symptome nicht auftreten ,ist es kein Autismus ,sondern es sind autistische Züge. 

Kommentar von einfachichseinn ,

Nein. 

Kommentar von Revic ,

@joline Und selbst wenn du mit 500 verschiedenen Autisten zu tun gehabt hast kennst du immer noch nicht sämtliche Ausprägungen und Schweregrade der Autismus-Spektrums-Störung. Sei nicht so sturr und lass dich von Leuten belehren, die es besser wissen.

Kommentar von Kitharea ,

Liest sich als hättest du nur mit bereits diagnostizierten Autisten zu tun gehabt. Ich kenne mindestens 4 Menschen in meiner Umgebung die bei genauer Betrachtung sehr viele autistische Züge haben - die aber null Probleme haben ihr Leben selbst zu regeln und deswegen nicht zum Arzt laufen. Denen es eigentlich bin ich sicher auch egal ist ob sie Autisten sind - es geht ihnen gut - wozu sollten sie sich drüber Gedanken machen. Bei denen das erst auffällt wenn man sich viel mit denen auseinandersetzt. Sich wundert warum sie manche Dinge nicht merken - warum sie sich in der Kommunikation einfach schwerer tun - warum sie einem nicht sagen können wen sie vor einer Stunde für 5 min zufällig getroffen haben. Man sieht es ihnen den 1. Blick nicht an. Man könnte jetzt behaupten ich sei kein Arzt und kann das nicht beurteilen.
Und auch wenn es autistische Züge sind. Was macht es für einen Unterschied ob man so richtig Grippe hat oder nur so ein bisschen außer die Auswirkungen auf das Leben. Man muss nicht alles behandeln, man muss nicht wegen allem zum Arzt und man muss nicht alles diagnostizieren bei einem Menschen. So manch einer lebt mit Autismus und es kommt nie wer drauf. Wozu auch. Er schadet keinem. Und eine Diagnose ist nach wie vor eher ein Damoklesschwert im Leben als etwas Anderes. Heißt aber im Umkehrschluss NICHT dass er kein Autist ist. Wenn auch in Ausprägung 0,015 %.

Kommentar von Kitharea ,

Und Joline - solltest du mit denen in einer Klinik oder so zu tun haben. Es sind nicht immer unbedingt die Autisten die einen geregelten Tagesablauf brauchen. Die Klinik selbst braucht das und die Angestellten dort. Bei jeder blöden Kur wegen krummer Zehen hat man einen geregelten Tagesablauf und es wird einem gesagt das "braucht" der Mensch so. Ne - jeder ist anders. Ich bin Chaos pur - ich habe mich nie wohlgefühlt damit, dass alles immer gleich sein muss und gleich ablaufen muss. Früher war ich so aber eher weil mir jeder einreden wollte das muss so sein. Muss nicht.

Und Ärzte und Kliniken und wasweißichwasfür Institutionen brauchen das - weil das Leben mit so vielen Menschen sonst gar nicht planbar wäre. Ob ein Patient das unbedingt "braucht" - denke nicht dass darauf Rücksicht genommen wird. Ich bin sicher so mancher Autist braucht das auch - die oberen Schweregrade vielleicht sicher. Aber ich halte es für Blödsinn dass JEDER das braucht außer du hattest nur mit schweren Fällen zu tun.

Kommentar von Joline007 ,

Ja hätte nur mit schweren Fällen zu tun. Es sind Kinder und NICHT in einer Klinik. Es redet denen keiner was ein. So etwas findet man im Gespräch mit dem Kind raus. Was es angeht ,dass es Autisten gibt ,die so gut mit dem Alltag klarkommen und nichtmal Hilfe in Anspruch nehmen wollen bzw wenn es bei denen nicht so ausgeprägt ist ,so muss man die doch nicht in die Schublade des Autisten stecken,wenn sie auch so im Alltag zurecht kommen. Außerdem falls ein Autist wirklich effektiv behandelt werden soll,dann ist es immer besser schon ab dem Kindesalter damit anzufangen. Meiner Meinung nach ist jemand nur dann wirklich krank ,wenn ihn seine Erkrankung im Alltag behindert und nicht ermöglicht, wirklich  am Leben teilzuhaben. Wenn es aber so schwerefälle sind ,fällt es aber sicher eher den Eltern und Erziehern auf als dem Kind selbst. 

Kommentar von einfachichseinn ,

Du selbst einem Kind fällt früh auf, dass es anders ist. meistens schon vor den Eltern oder anderen Menschen in seinem Umfeld.

Antwort
von Autistin, 6
Habe ich doch Autismus?

Nein. Autismus ist nichts was man hat - sondern etwas, was man ist.

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