Frage von Stefan86, 37

Habe ich das Recht Geld noch über den Immobilienverwalter einzuholen?

Hallo, folgende Sachlage: Als Selbstständiger wurde ich im Auftrag einer Immobilienverwaltung für eine Liegenschaft den Winterdienst beauftragt.

Eine Auftragsvergabe und Auftragsbestätigung beiderseits, ( mir und der Immobilienverwaltung liegt vor.

Ich habe 4 Monate den Dienst ausgeübt,bis der Immobilienverwalter zu mir sagte, das die Eigentümer der Liegenshaft für den ich den Winterdienst gemacht habe, einen neuen Gerichtlichen Verwalter suchen wollen.

Der I-Verwalter verweist nun für die offenenen Forderung direkt zu den Wohnungseigentümer zu gehen. Allerdings, reagieren die nun nicht mehr auf Briefe, Telefonische Rückrufe oder bei persönlichen Antreffen, verspricht man mir das Geld zu bezahlen. seit knapp 6 Monaten laufe ich nun hinter das Geld her.

Nun zu meiner Frage. Die Immobilienverwaltung hat mich doch beauftragt von dann bis dann den Winterdienst zu machen, also is er doch eigt Verantwortlich auch in Nachhinein für Kosten gerade zu stehen, auch wenn er 1 Monat später von den Eigentümer abbestellt wurde . Es ist doch ein Vertrag zu stande gekommen.

Habe ich Chancen das Geld noch von der Immobilienverwaltung einzuklagen als von den Eigentümer, die sich Sturr stellen ?? Eine

Antwort
von Xipolis, 6

Letztlich ist Dein Vertragspartner die (ehemalige) Verwaltung, die dann die Eigentümer in Regress nehmen muss. 

Ich kenne nun nicht die Vereinbarungen hinsichtlich der Bezahlung, aber unabhängig von Rechnungsstellung und Mahnung ist die Verwaltung bereits im Verzug.

Im Grunde könntest Du bereits Antrag auf Erlass eines Mahnbescheides bei dem zuständigen Mahngericht (abhängig vom Bundesland, in dem die Verwaltung Ihren Sitz hat) stellen. Allerdings müsstest Du mit einem Widerspruch rechnen.

Von daher würde ich Dir empfehlen, falls noch nicht geschehen:

1. Der Verwaltung eine ordnungsgemäße Rechnung zukommen zu lassen (am besten vorab per Fax oder E-Mail) und dann per Brief.

2. Der Verwaltung eine Mahnung zukommen lassen (am besten vorab per Fax oder E-Mail) und dann per Brief (Einschreiben-Einwurf nebst). Dabei auch die Verzugszinsen (Rechner gibt's online) und die 40.- € Mahnpauschale nicht vergessen.

3. Einen Rechtsanwalt hinsichtlich einer Zahlungsklage mandatieren. Ggf. diesen nochmals außergerichtlich mahnen lassen. Keine Spielereien mit Mahnbescheid, da bei einem zu erwartendem Widerspruch dieses Verfahren einfach nur ca. zwei Monate Zeit kostet.

Antwort
von Odenwald69, 16

Blöde situation.  Da ich selbst Verwalter aber einer WEG bin und selbst Eigentümer blöde situation.

Die Eigentümer sagen natürlich zu Recht ...hallo ich zahle jeden Monat Hausgeld an die Verwaltung wo ja alle Leistugen auch der Winterdienst enthalten sind, warum soll ich jetzt den noch mal zahlen ?

Dein Ansprechpartner bleibt immer die Verwaltung... Hier würde ich einen Anwalt hinzuziehen, oftmal reicht schon wenn dieser einen Brief schreibt..

Antwort
von Dea2010, 19

Dein Vertragspartner ist der Immobilienverwalter. Hast du diesem eine Rechnung gestellt? Wenn ja, anmahnen mit einem gerichtlichen Mahnbescheid u7nd nach Fristablauf der Widerspruchsfrist dann Gerichtsvollzieher losschicken.

Widersprich er dem Mahnbescheid, dann Klage führen, denn ER ist dein Vertragspartner. Was später (1 Monat danach) passierte (ihm wurde die Verwaltung entzogen) geht dich nix an und hat mit dem Auftrag und der Rechnung dafür nix zu tun.

Der I-Verwalter hat zu löhnen und ER muss sich dann die Kosten bei den Eigentümern wieder holen... was er scheinbar nicht möchte.

Kommentar von Stefan86 ,

Ja er hat von mir alle Rechnungen erhalten, ich habe auch das Gefühl das er sich das Geld nicht wieder einholen will... das macht mir Mut das ich das Geld doch nicht abschreiben brauche

Kommentar von Dea2010 ,

Gleich morgen zum Amtsgericht und nen gerichtlichen Mahnbescheid ausfertigen (lassen). Die Gebühren musst du zwar vorstrecken, aber die kannst du über den MB wieder einfordern!

Kommentar von Xipolis ,

Er müsste allerdings mit einem Widerspruch rechnen und sollte daher, wenn der Verwalter bereits in Verzug ist, besser gleich eine Zahlungsklage beim Amtsgericht am Sitz der Verwaltung (oder am vereinbarten Gerichtsstand) einreichen.

Kommentar von Dea2010 ,

Nee, da muss man erst den üblichen Weg einhalten, sprich Mahnbescheid raus schicken. Wenn der Verwalter widerspricht, DANN ist Zahlungsklage geboten, aber eben nicht vorher.

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