Frage von Albert1978, 72

Habe ich Chancen bei einem streitigen Verfahren?

Hallo ich hab meiner Ex-Freundin Geld überwiesen, ohne Verwendungszweck und ohne mit ihr einen Vertrag abzuschließen. Sie hat sich wegen eines anderen von mir getrennt und ist gerade bei der Familiengründung (Hochschwanger). :-/

Mich hat das alles natürlich sehr verletzt und um mich in gewisser Weise dafür zu rechen, will ich, dass es ihr genau so mies geht wie mir mit der Trennung und will mein Geld wieder. Die Rede ist von 1.250€. Ein Mahnverfahren habe ich bereits eröfnet und wart auf Rückmeldung. Meine Frage isst jetzt, was ich mache wenn sie Widerspruch einlegt. Hab ich da Chancen im streitigen Verfahren?

Wiegesgt hab ich keine Belege außer dem Kontoauszug. Wir hatten darüber hinaus ma die Absprache, sie gibt es mir wieder, wenn sie einen festen Job hat. Als es soweit war hat sie mir Ratenzahlung angeboten. Ich war leider so dumm und habe es abgelehnt und damit war die Sache erledigt. Da warn wir aber noch zusammen. Jetzt will ich mein Geld zurück. Sie ist glaub ich aber zurzeit arbeitslos. Wir habn keinen Kontakt mehr und auf Nachrichten reagiert sie nicht. Deswegen auch Mahnverfahren.

Lohnt sich ein streitiges Verfahren oder habe ich dadurch mehr Kosten und Ärger? Und muss ich das dann erlich sagen, das ich ne Rückzahlung mal abgelehnt hab?

Antwort vom Anwalt erhalten
Anzeige

Schneller und günstiger Rat zu Ihrer Rechtsfrage. Kompetent, von geprüften Rechtsanwälten.

Experten fragen

Antwort
von Interesierter, 12

Ich würde deine Chancen recht gut einschätzen, sofern die Dame tatsächlich solvent ist.

Wenn kein Grund für die Zahlung angegeben wurde, kannst du die Zahlung als zeitlich unbestimmte Leihe ansehen und selbstverständlich zurückfordern. Hierbei sind die entsprechenden Fristen zu beachten.

Sie könnte sich allenfalls darauf berufen, du hättest ihr das Geld geschenkt. Diese Behauptung müsste sie aber im Streitfall beweisen, was sie wohl nicht kann.

Natürlich stellt sich die Frage, ob bei ihr etwas zu holen ist. Üblicherweise leiht sich jemand nur dann Geld, wenn er keines hat.

Antwort
von franneck1989, 28

Ich sehe deine Chancen hier gar nicht so schlecht, wenn du darauf plädierst, dass es sich um ein unbefristetes Darlehen handelt (was ja anhand deiner Schilderung auch stimmt). Allerdings gilt es dabei einige Sachen zu beachten: Du musst z.B. vor einem Mahnverfahren den Darlehensnehmer erst mit einer Frist von 3 Monaten zur Rückzahlung auffordern

Kommentar von Albert1978 ,

Bevor ich den Mahnbescheid beantragt hab, hatte ich drei förmliche Mails geschrieben mit Auffordeerung. Das müssten ca. 3 Monate gewesen sein. 

Kommentar von ZuumZuum ,

Wenn sie behauptet das war eine Schenkung steht Aussage gegen Aussage....muß man abwägen, vor Gericht wird wahrscheinlich ein Vergleich bei rumkommen und die Anwalts- und Gerichtskosten das wohl auffressen. Man könnte natrlich dann noch die Schenkung anfechten weil  ihr ja getrennt seid und kein Kontakt besteht, warum sollte man dann seiner Ex was schenken.

Kommentar von Interesierter ,

So einfach ist das nicht. Wenn sie behauptet, es sei eine Schenkung gewesen, muss sie das beweisen. Kann sie es nicht beweisen, hat sie ein Problem. Aussage gegen Aussage ist ein Mythos, der offenbar nicht totzukriegen ist.

Antwort
von Othetaler, 40

Du hättest ihr Angebot annehmen und die Ratenzahlung vertraglich vertraglich vereinbaren sollen. Mehr wird auch bei einem Mahnverfahren nicht herauskommen, außer, dass es Kosten verursacht. Einem nackten Mann oder einer nackten Frau kannst du nicht in die Tasche greifen.

Zu deinen Chancen: Anwalt fragen.

Und Rache ist kein Argument.

Kommentar von Albert1978 ,

Danke für die schnelle Antwort. Meinst nicht es reicht das ich Kontoauszüge habe mit dem Betrag? Sie kann es ja nur sagen, weils mündlich war. Es stimmt zwar auch so, aber das würde ich ja nicht so direkt bei Gericht sagen. Man verschenkt ja nicht soviel Geld. Ärger mich auch das nichts schriftlich gemacht wurde :-/ Bin mit einem Anwalt befreundet und der hat mir zur aussergerichtlichen Schlichtung geraten, da kam aber keine Reakton von ihr und dann meinte er Mahnverfahren. 

Kommentar von Othetaler ,

Ein Kontoauszug beweist nur, dass Geld geflossen ist. Die Gründe dafür können vielfältig sein. Es kann ja auch sein, dass du ihr geliehenes Geld zurückgezahlt hast.

Antwort
von Kandahar, 36

Da du keinerlei Nachweis hast, ob es sich um ein Darlehen oder eine Schenkung handelt, solltest du das lassen. Du würdest eine Menge Geld für Nichts aus dem Fenster werfen.

Im Übrigen möchte ich dir raten, solche albernen Racheversuche zu unterlassen. Ihr seit kein Paar mehr, weil es offensichtlich nicht gepasst hat. Jetzt ist sie schwanger und will eine Familie gründen. Also lass sie in Ruhe!

Kommentar von franneck1989 ,

Da du keinerlei Nachweis hast, ob es sich um ein Darlehen oder eine
Schenkung handelt, solltest du das lassen. Du würdest eine Menge Geld
für Nichts aus dem Fenster werfen.

Andersherum wird ein Schuh daraus: Es gibt keinen Nachweis, dass sie das Geld aus einem rechtlichen Grund erlangt hat, also besitzt der Fragesteller einen Herausgabeanspruch aus §812 BGB heraus.

Wenn die Freundin also die Behauptung aufstellt, es handele sich um eine Schenkung, müsste sie dafür auch einen Beweis erbringen

Kommentar von Albert1978 ,

Also würde Aussage gegen Aussage stehen? Denn wie beweist man schon Schenkungen? Meine Frage ist halt, ob ich mein gesamtes Geld wiederkrieg UND die von mir bezahlten Gerichtskosten oder ob mir mit so einem Verfahren mehr Kosten enstehen und ich mich nur ncoh mehr ärgere

Kommentar von Bitterkraut ,

Meines Wissens nach muß vor Gericht der gläubiger seinen Anspruch beweisen, nicht der Schuldner. Sie muß also gar nix beweisen. Er muß beweisen, daß es ein Darlehen war.

Kommentar von franneck1989 ,

Meines Wissens nach muß vor Gericht der gläubiger seinen Anspruch beweisen, nicht der Schuldner.

Das ist so nicht korrekt. Derjenige, der eine Positivbehauptung aufstellt, ist dafür Beweispflichtig. Hier muss die Dame also nachweisen, dass die Zahlung überhaupt aus einem rechtlichen Grund an sie erfolgte.

Kommentar von Albert1978 ,

Danke für die Antwort. Geb dir da recht, aber es ist für mich viel Geld und reicht nicht die Begründung, das man so viel Geld nicht einfach verschenkt?

Antwort
von PinguinPingi007, 25

Hast du Zeugen?

Der Kontoauszug sollte ausreichen, denke ich.

Ein Verfahren lohnt sich nur, wenn du Beweise hast, sonst ist das Verlieren vorprogrammiert.

Kommentar von Albert1978 ,

Ich hab den Kontoauszug. Aber ohne Verwendungszweck :-( Richtige Zeugen gibt es keine. War auch eine Sache die innerhalb der Beziehung total ok und für mich normal war. Wusste ja nciht das sie sich mal trennen würde. Bin halt verletzt und auch sauer, geb ich ehrlich zu. Und muss dazu sagen, meine neue will natürlich auch das die Ex nicht so einfach davon kommt

Kommentar von PinguinPingi007 ,

Dann muss du versuchen, deine ehemalige Freundin zu einem Geständnis mit Aufnahme zu überreden.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community

Weitere Fragen mit Antworten