Frage von TimS97, 129

Habe ich als Student einen Wohnungsanspruch?

Hallo zusammen, mich würde es interessieren, ob ich als Student einen Wohnungsanspruch in der Nähe meiner Universität habe. Es geht nicht um den Anspruch auf Zahlung der Wohnung ect. sondern allgemein der Anspruch irgendwo in der nähe eine Unterkunft zu bekommen (Recht auf Unterkunft), z.B. wenn man keine Wohnung findet und unbedingt eine Wohnung in der nähe der Uni braucht, da man nur die Möglichkeit hat an der ausgewählten Universität zu studieren.

Antwort
von Amtsschimmel25, 17

Wo soll der Anspruch herkommen. Wer soll einen >Vermieter den zwingen, die gesetzlich garantierte Vertragsfreiheit aufzugeben um dich zu bevorzugen. Du kannst doch außerhalb eine Wohnung nehmen und mit Bus und Bahn zur Uni fahren. Ist zwar unbequem aber geht. Eine Wohnung an der Uni kannst du dir evtl. gar nicht leisten. Vielleicht kommt dann als nächstes die Frage ob der Anspruch besteht eine Miete für ein 200 qm Loft in Uninähe für einen deiner Baföghöhe entsprechenden Preis zu bekommen.

Wo bleibt der gesunde Menschenverstand.

Kommentar von TimS97 ,

Du übertreibst ja auch maßlos! Es ist seit Jahren bekannt, dass Studenten es schwer haben eine Wohnung zu finden. Klar ist Bus und Bahn eine Option, aber irgendwann sind auch hierbei die Grenzen erreicht! Ich kann keinem Studenten bei 40 Wochenstunden zuzüglich der Zeit die er dann auch noch auf der Arbeit verbringt zumuten, 2-3 Stunden zur Uni zu fahren.
Vorallem: Finde du mal von einem anderen Bundesland aus schnell passende Wohnungen/WGs in irgendeinem stadtnahen Dorf. Das ist schwierig! Im Internet findet man ja nur noch so Seiten wie Immobilienscout24 ect. Kleinere Seiten bei denen man fündig werden könnte werden komplett verschluckt.

Und ich kritisiere hier nur den Staat.
Dann soll er eben an Universitäten
Wohnungen für Studenten errichten. Das würde einem Staat wie
Deutschland nicht wehtun. Der hat ja für jeden anderen Mist genug Geld. Griechenland zum Beispiel.
"Rettungspakete"...
Bankenrettungspakete wäre dass passendere Wort. Weil wir Ottonormalbürger dafür aufkommen müssen wenn Banken sich verzocken.

Vorallem ist das ja nicht so dass der Staat den Studenten was schenken
würde, weil er durch die Mieteinahmen (Studenten würden für 1 Zimmer auf
jeden Fall schon 300-350Euro ausgeben) die Kosten nach einigen
Jahrzehnten wieder ausgleichen würde und dann daran sogar was verdient.

Und Wohnungen an der Uni sind sehr wohl bezahlbar. Ich hab zum Glück eine eigene Wohnung (2 Zimmer, Küche, Bad) gefunden, komplett renoviert inkl. Küche übrigends. 13min zu Fuß von der Uni entfernt.

Kommentar von Amtsschimmel25 ,

Genau das meinte ich mit meinem Bewussten übertreiben des Beispiels. Auch in vielen anderen Beiträgen bemerke ich immer wieder das extreme Anspruchsdenken der Deutschen. Der Staat muß die, der Staat muß jenes. Wenn aber dass Studium beendet ist und das große verdienen anfängt und mann dann dem Staat evtl. etwas zurückgeben könnte, wenn er denn alles so bereitstellen würde wie du dir das vorstellst, dann würd kommen " Steuern  zu hoch, Abgaben zu Hoch, der Staat zockt mich ab und ab in s Ausland.

In Deutschland wird mittlerweile nur genommen und nicht mehr gegeben.

Schau dich mal in anderen Ländern um und übe dich in Bescheidenheit.

Viele viele andere schaffen es sogar ein Studium in der Regelstudienzeit mit Erfolg abzuschließen, nebenbei zu arbeiten um dieses zu finanzieren und bis zu 60 km zum Wohnort täglich zu fahren. Ist eine persönlich Einstellungssache zum eigenen Leben und zur geplanten Zukunft.

Antwort
von TrudiMeier, 31

Was verstehst du denn eigentlich unter "Nähe zur Uni"?  Zwei Straßen
weiter, zu Fuss erreichbar?  Ein Fahrrad wäre auch eine Alternative. Und
warum muss es eine Wohnung sein? Ein WG-Zimmer wäre doch auch eine
Unterkunft.

Du machst einen Denkfehler, wenn du glaubst, dass "Recht auf Bildung" mit "Recht auf Wohnung" (und dann auch noch uninah) zusammenhängen.

Kommentar von TimS97 ,

Das ist Schwachsinn. Das ist so als würde ich sagen: Du hast nur Recht auf Harz4, bekommst es aber nur wenn du in der Nähe eines Arbeitsamtes lebst. In Recht beinhaltet auch immer die Möglichkeit es geltend zu machen. Und die habe ich nicht wenn ich keine Wohnung finde. Einen Uniplatz zu haben heißt nicht, dass ich meine rechtmäßige Bildung in Anspruch nehmen kann.

Kommentar von TimS97 ,

Ich will hier ja auch nicht mit dir disskutieren, mir ist klar dass du Recht hast. Ich kritisiere hier nur den Staat.
Dann soll er eben an Universitäten Wohnungen für Studenten errichten. Das würde einem Staat wie Deutschland nicht wehtun. Der hat ja für jeden anderen Mist genug Geld. Vorallem ist das ja nicht so dass der Staat den Studenten was schenken würde, weil er durch die Mieteinahmen (Studenten würden für 1 Zimmer auf jeden Fall schon 300-350Euro ausgeben) die Kosten nach einigen Jahrzehnten wieder ausgleichen würde und dann daran sogar was verdient.

Und klar wär ein WG-Zimmer eine Unterkunft aber:
->(Angebot)<-
->(     N        A        C        H        F        R       A        G        E      )<-

Wenn man nichts findet findet man nichts. Und da könnte der Staat schon etwas aushelfen.

Antwort
von Rockuser, 58

Nein. Hast Du nicht.  Idee, Wohnmobil?

Kommentar von TimS97 ,

Wie wär es damit wenn du nichts sagst, wenn du nicht in der Lage bist eine ernsthafte Antwort zu geben?

Kommentar von Rockuser ,

Dir muss doch wohl selber klar sein, das es diesen Anspruch nicht gibt. Wer soll den Wohnraum den schaffen? Übrigens war die Antwort Ernst gemeint. In Münster leben einige Studenten die Woche über im Wohnmobil.

Kommentar von TimS97 ,

Und wie soll ich bitte ein Wohnmobil finanzieren? Ich hab aber doch mein Recht auf Bildung. Habe ich dann auch nicht das Recht meine Bildungschancen wahrzunehmen?

Kommentar von Rockuser ,

Ja, das ist ein wirklich 2 schneidiges Schwert. In manchen Städten, gibt es Studentenwohnheime. Aber nicht Überall und die haben auch nicht für jeden ein Zimmer.

Da wir ( Dank unsere Politik) in Uni-Städten Wohnungsmangel haben ( Das Problem ist erst seit 1990 bekannt) ( Angela M hat ja auch erst 2013 erfahren das es Internet gibt) werden weder Gesetze noch Wohnraum geschaffen. Wir unterstützen halt lieber Banken, die wegen Korruption vor der Pleite stehen.

Lächerlich. Du hast ein Recht auf Bildung, und sollst täglich 200Km Reisen.

Ich höre lieber auf, das Artet sonst aus.

Kommentar von TimS97 ,

Ich könnte bei meinen Eltern leben, wenn ich z.B. an der Universität des Saarlandes studieren würde. Ich denke das würde man mir auch sagen: Warum studierst du nicht Ortsnah?
Mein Problem ist eben folgendes:
Ich habe nur eine Fachhochschulreife erworben (weil mein genialer Lehrer vor ein paar Jahren beim Beratungsgespräch meinte, dass ich doch zu einer Fachoberschule gehen solle, weil ich da mein allgemeines Abitur bekommen würde. Stand dann am Ende nur mit einer FHR da). Das heißt, ich habe nicht die Berechtigung eine Saarländische Universität zu besuchen.

Jetzt könnte man ja sagen:
Gut, geh ich eben zur einer Fachhochschule in der Umgebung. Problem: Es sind in der Umgebung (spreche hier von 150-200km) keine Fachhochschulen vorhanden die Physik anbieten.

Lösung: Studium an einer Hessischen Uni, da bei diesen auch schon eine Fachhochschulreife als Qualifikation ausreicht.

Ich möchte eben 3 Jahre in Hessen studieren (habe auch schon einen Platz) und danach wieder in meine Heimat ziehen, da ich nach meinem Bachelor die Berechtigung zum Masterstudiengang an der Saaruni habe.


Expertenantwort
von anitari, Community-Experte für Mietrecht, 45

sondern allgemein der Anspruch irgendwo in der nähe eine Unterkunft zu bekommen

Nein.

Expertenantwort
von johnnymcmuff, Community-Experte für Mietrecht & Wohnung, 28

Es gibt keinen Anspruch. 

Entweder du hast Glück in der Nähe was zu finden oder Du  musst halt einen weiteren Weg in Kauf nehmen.

Antwort
von Mikkey, 55

Es gibt keinen solchen Anspruch und den kann es schon aus logischen Gründen gar nicht geben. Wer soll Deiner Meinung nach 2000 pro Monat abdrücken, damit jemand in der Nähe der LMU wohnen kann?

Kommentar von TimS97 ,

Was meinst du mit "2000 pro Monat abdrücken"?

Kommentar von Mikkey ,

Miete zahlen

Kommentar von TimS97 ,

Wusste garnicht das dafür 2000 Euro p.P. benötigt werden ;)

Kommentar von Mikkey ,

In der Nähe der Uni (wie geschrieben "LMU") schon.

Antwort
von Karl37, 26

Es ist zumutbar einen Anreiseweg von 60 Minuten zu haben, daher kannst du dir gut im Umland eine Bleibe suchen.

Antwort
von Kirschkerze, 58

Nein sorry, so ein Recht gibt es nicht.

Kommentar von TimS97 ,

Ich habe doch mein Recht auf Bildung. Und das schließt in der Regel doch mit ein, dass ich auch die Möglichkeit gestellt bekomme meinem Bildungswunsch nachzugehen.

Kommentar von TrudiMeier ,

Na, die Möglichkeit hast du doch bekommen indem du einen Studienplatz bekommen hast. 

Kommentar von TimS97 ,

Eben nicht, weil ich dadurch immer noch nicht meine gewuenschte Bildung erhalten kann. Ich kann mein Recht auf Bildung nur wahrnehmen wenn ich auch eine Unterkunft finde.

Antwort
von DieKatzeMitHut, 68

Nein.

Viele Studenten pendeln ja auch.

Kommentar von TimS97 ,

Ist aber etwas weit, vom Saarland aus nach Hessen zu fahren.

Kommentar von DieKatzeMitHut ,

Es gibt aber sicherlich einen Mittelweg zwischen "vom Saarland nach Hessen fahren" und "zwei Straßen entfernt von der Uni zu wohnen" ;)

Kommentar von TimS97 ,

Ja, mit einem eigenen Auto wäre das bestimmt eine Option.

Antwort
von noname68, 66

"recht auf unterkunft" ist in unserem rechtssystem völlig unbekannt. wenn es das geben würde, hätten wie keine obdachlosen.

du hast (auch als volljähriger) gegenüber deinen eltern solange gesetzlichen anspruch auf wohnung und unterhalt, wie deine erste berufsausbildung dauert.

d.h. deine eltern können das bezahlen, wenn sie können


Kommentar von TimS97 ,

Es geht ja nicht um das Geld. Und soviel ich weis haben Obdachose ein Recht darauf, keiner muss in Deutschland auf der Staße übernachten.

Ich weis dass meine Eltern mich zuhause Wohnen lassen müssen, aber vom Saarland aus nach Hessen zu fahren ist etwas weit.

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