Frage von Flutschikato, 394

Habe ich als Agnostiker damit berechtigte Probleme, den Atheismus nicht als Religion zu verstehen?

Ist Atheismus letztendlich auch nur eine weitere Religion, weil er mit einem Glaubensbekenntnis begründet wird ? Religionen werden auch als Glauben bezeichnet. Atheismus streitet die Existenz Gottes ab, kann diese Nichtexistenz jedoch nicht beweisen. Somit ist auch Atheismus ein Glaube, der Glaube an die Nichtexistenz göttlicher Existenz. Atheismus versucht die Welt anhand des Glaubens an die Nichtexistenz Gottes zu erklären. Wieso leuchtet das Atheisten selbst nicht ein ?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Midgarden, 178

Ist doch einfach - sie haben mit "Glauben" ein Problem und wollen das nur bei anderen sehen, aber doch nicht bei sich selbst ;-)

Ist wie mit dem Steinewerfen im Glashaus *g*

Kommentar von HumanistHeart ,

:) Ausgezeichnete Wahl der besten Antwort. 
Speziell wenn man entweder ein Troll ist oder eben keine Ahnung von der Materie hat.

Aber auch wenn Euch das nicht in den Schädel will, Atheismus ist nun mal kein Glaube, sondern die Abwesenheit davon.

Kommentar von Flutschikato ,


:) Ausgezeichnete Wahl der besten Antwort. 
Speziell wenn man entweder ein Troll ist oder eben keine Ahnung von der Materie hat.

Aber auch wenn Euch das nicht in den Schädel will, Atheismus ist nun mal kein Glaube, sondern die Abwesenheit davon.


Gut, dass wenigstens ein Mensch unter den ganzen Menschen dieser Welt im Besitz der absoluten Wahrheit ist. Danke, dass Du uns alle an Deiner grenzenlosen Weisheit und der implizit darin enthaltenen Fehlerlosigkeit teilhaben lässt.



Das altgriechische Adjektiv ἄθεος (átheos „ohne Gott“)

Aus :  https://de.wikipedia.org/wiki/Atheismus


Wieso sollten die Griechen dieses Wort gewählt haben, wenn sie sicherlich auch ein Wort haben, das glauben bedeutet ?

Leider kann ich kein Altgriechisch, das kann aber mit hoher Wahrscheinlichkeit jemand der des Altgriechischen mächtig ist hier nachreichen, das fände ich sinnvoll.


Ich habe die Antwort gewählt, weil sie kurz, präzise und zudem metaphorisch zutreffend darlegt, was das Problem ist.

Du bestätigst das es bereits in mehrfacher Hinsicht selbst in Deinem Kommentar, dass diese Antwort es sehr genau beschreibt.

Kommentar von Flutschikato ,
Kommentar von HumanistHeart ,

Das ist nun ein klein wenig zum Fremdschämen. 
 

Wieso sollten die Griechen dieses Wort [ἄθεος (átheos „ohne Gott“)] gewählt haben, wenn sie sicherlich auch ein Wort haben, das glauben bedeutet ? 

plus:

Laut [Link] bedeutet φρήν glaubend.

Du zeigst hier offen, dass Du das Prinzip über das hier geredet wird, nicht begriffen hast.

Sie haben das Wort gewählt, da THEOS nun mal das Wort für Gottesglauben ist. Deswegen.

Siehe Wiki: "Theismus (gr. θεός/ϑεός theós „Gott“) bezeichnet den Glauben an Götter,..."

Und nun: Dir ist offensichtlich nicht bekannt; Der kleine Buchstabe "A", vor Theos, ist ein Präfix. Es bedeutet eine Negierung, also "Ohne".

A-Theismus --> "Ohne Gottesglaube".

Deshalb, junger Mann, haben sie das Wort "ἄθεος", "átheos", „Ohne Gott“ gewählt. Weil es genau das ausdrückt was es ist. Einen fehlenden Gottesglauben.

Rat mal warum es A-Gnostik heißt. Gleiches Prinzip. 

...

Somit...

φρήν bedeutet "glaubend"?

Wunderbar. Wusste ich gar nicht. Danke.
Hat aber wie Du siehst mit der Sache hier eben rein gar nichts zu tun, da das eben eine komplett andere Baustelle ist.

Und genau da liegt auch Dein Denkfehler.

Kommentar von Flutschikato ,

Demzufolge bedeutet Atheismus Gottlosigkeit.

(Kommentar gehört einen Beitrag höher, will nur nicht dort hin)

Kommentar von HumanistHeart ,

Demzufolge bedeutet Atheismus Gottlosigkeit.

Theismus bedeutet Gottesglaube, somit nein, nicht auf der obersten Ebene.

Kommentar von HumanistHeart ,

Ich habe die Antwort gewählt, weil sie kurz, präzise und zudem metaphorisch zutreffend darlegt, was das Problem ist.

Du hast die Antwort gewählt, weil Du nicht begreifen kannst was Atheismus ist. Deswegen.

Wir leben in einer Welt in welcher es nicht den geringsten konkreten Hinweis auf übernatürliches oder magisches gibt. Das Universum funktioniert hervorragend auch ohne diese Annahme.

Kommt nun einer daher und legt die Tatsachenbehauptung auf den Tisch, ein Gott oder Götter wären nicht nur nötig, sondern definitiv gegeben, er aber gleichzeitig keine funktionierenden Nachweise für seine Behauptung mit dazupackt, so braucht es keinen Glauben dazu dies zu verwerfen. Es ist schlicht un-glaub-haft.

Merke: „Was ohne Belege behauptet wird, kann auch ohne Belege verworfen werden.“

Das war nun die simple Variante. Extra für Dich. 
Zeig mal wo hier Deine Verständnisprobleme liegen, dann kann man auf die eingehen.

...

Und füge bitte mit an, ob es einer Deiner Glaubenssätze ist, dass der Weihnachtsmann keine Paarbeziehung mit dem Osterhasen in einer Höhle auf Papua-Neuguinea führt. 
Denn gemäß Deiner irrigen Annahme, dass man alles was man nicht als falsch belegen könne, automatisch einen eigenen Glauben darstellen muss, ist davon auszugehen, dass Du obiges glauben musst, sobald dies einer als wahr behauptet.

...

Ich wiederhole, wie bereits unten in meiner Antwort: Atheismus ist weder Religion noch Glaube, noch Glaubensbekenntnis. Dies lässt sich argumentativ und schlüssig begründen. 

Was sind Deine Argumente dass dem doch so wäre?

Schlüssig begründen bitte.

Kommentar von Flutschikato ,


Merke: „Was ohne Belege behauptet wird, kann auch ohne Belege verworfen werden.“


Beweise Deiner Existenz zB. ? Einem Solopsisten kann man nicht beweisen, dass andere Menschen existieren. Also kein Problem dezufolge kann ich den Gedanken Deiner Existenz bedenkenlos verwerfen.

Kommentar von Maarduck ,

Einem Solopsisten kann man nicht beweisen, 

Du kennst aber schon den Unterschied zwischen Beweis und Beleg/Hinweis ..?

Kommentar von HumanistHeart ,

Es heißt "Solipsist", nicht Solopsist. Und ich bin keiner.

Du solltest "Philosoph" als Berufsbezeichnung aus Deinem Profil löschen. Es wirkt mehr als lächerlich, wenn Du nicht mal die Termini kennst. Geschweige denn gute Argumente.

Frage steht. Ich warte auf eine schlüssige Begründung warum Atheismus ein Glaube sein soll.

Kommentar von Flutschikato ,

Ich bin ein Mensch, somit fehlerhaft. Fehler mache ich um daraus zu lernen. Danke, dass Du Dich so sorgsam um mich kümmerst.

Was ich sollte und was nicht, musst Du jedoch mir überlassen. Du hörst auch nicht auf zu schreiben, wenn ich dies von Dir verlangen würde. Man kann Menschen nicht ändern, Menschen ändern sich nur von sich aus. Auch Deine Versuche mich herabzuwürdigen, wirken in genau gegenteiliger Weise auf mich. Je umfangreicher Du Dich auf meine Person fixierst, statt auf meine Argumentation, desto sicherer bin ich auf dem richtigen Weg. Meine Erfahrung.

Da sowieso alles subjektiv ist, bin ich mir dessen bewusst, dass praktisch jede Meinung zu meiner Person tatsächlich existieren kann. Ich bin eine Mischung aus allen Meinungen und meiner eigenen Meinung zu mir selbst. Den Mischfaktor kannst Du dabei nicht beeinflussen, zumal Du noch eine moderate Meinung vertrittst, die somit nichts Neues darstellt, also keine besondere Aufmerksamkeit bei mir erlangen kann.

Warum ich Dir das dann erzähle ? Na Du kümmerst Dich sorgsam um mich, dann kümmere ich mich sorgsam um Dich.

Ich bin kein Einzelkind, ich habe gelernt, dass es bedingungslose Liebe gibt (natürlich auch subjektiv).

Kommentar von HumanistHeart ,

Du meinst ernsthaft Du wärst mir so wichtig, ich würde mich auf Dich "fixieren"?

Nö. Ich fixiere mich lediglich auf den Blödsinn den Du schreibst. Es geht um mitlesende. Doch nicht um Dich.

Mitlesende, die anhand von Leuten wie Dir die Unaufrichtigkeit und Irrationalität von theistischen Positionen eins zu eins ablesen können, indem sie Dir dabei zuschauen wie Du stets ausweichst, keine Farbe bekennst, keine Fehler einräumst und weiter Deine bornierten und eben nachweislich falschen Ansichten beibehältst.

Du selber bist dabei nicht ausschlaggebend. Es ist die Ideologie für die Du stehst. Dich selbst habe ich vergessen, sobald der Tab wieder zu ist. 

...

Frage steht. Ich warte nach wie vor auf eine schlüssige Begründung warum gemäß Deiner eigenen Aussage, der Atheismus ein Glaube sein soll.

Dir ist klar dass man seine Aussagen begründen können sollte?

Na dann... ich frag bereits zum x-ten mal. 
Die Bühne gehört Dir.

Kommentar von Maarduck ,

@Flutschikato

Gut, dass wenigstens ein Mensch unter den ganzen Menschen dieser Welt im Besitz der absoluten Wahrheit ist.

Frechheit mich ganz zu übersehen. Ich bin natürlich ebenso im Besitz der absoluten Wahrheit wie HumanistHeart und stimme ihm vollkommen zu ;-)

Du übersiehst bei der Prämierung deiner Antwort zwei schlichte Wahrheiten. 

A) Der Atheismus ist ein Glaube im Sinne von Fürwahrhalten. Z.B. glaube ich in diesem Sinne, dass die Sonne 150 Mill. km entfernt ist. Dagegen beinhaltet der Glaube im religiösen Sinne immer auch das Fürwahrhalten einer übernatürlichen Existenz UND ein Vertrauen in diese Existenz. Beide Merkmale fehlen beim Atheismus vollkommen, deshalb ist der schwache Atheismus die Abwesenheit eines Glaubens (im religiösen Sinne) und der starke Atheismus das Gegenteil eines Glaubens.

B) Der Atheismus kann zwar nicht jedes Gottesbild widerlegen, aber er kann BEWEISEN dass es kein allmächtiges Wesen geben kann und dass es keinen Schöpfergott geben kann.

Kommentar von Flutschikato ,

Kennst Du die Geschichte des Wurmes am Haken, der sich selbst für einen Angler hielt ?

Kommentar von HumanistHeart ,

Kennst Du die Geschichte des Wurmes am Haken, der sich selbst für einen Angler hielt ?

Kennst Du die Geschichte vom Schwätzer der kein Bein auf den Boden bekommt, da er seine Position derartig nicht mit Argumenten stützen kann, dass er sich nur in Sprüche auf Schulhof-Niveau flüchtet?

...

Frage steht.

Atheismus ist nun mal kein Glaube, sondern die Abwesenheit davon.

Wenn Du das anders siehst, bitte schlüssig begründen.

Kommentar von HumanistHeart ,

Bei B muss ich Dir leicht widersprechen. 

Erstens ist das nur dann möglich, hat der Theist seine Gottheit spezifiziert. Allgemeine Gottesideen lassen sich nicht widerlegen. Also jene die so vage gehalten sind, dass sie keine verbindlichen Merkmale aufweisen. 

Und zweitens ist das nicht "der Atheismus", da sich aus diesem rein gar nichts ableiten lässt. Was Du wahrscheinlich meinst ist simple Logik und korrektes Schlussfolgern.

Kommentar von Maarduck ,

Wenn ein Theist seinen Gott als "Schöpfer" beschreibt, hat er diesen damit genügend spezifiziert, dass man sein Gottesbild widerlegen kann.

http://www.atheismus-info.de/atheologisch.html

Im Monotheismus ist Gott das Erste. Dieser Gedanken wird in obigem Link meines Erachtens korrekt widerlegt. 

Im Polytheismus gibt es erst das Universum, aus dem dann nach und nach Götter entstehen - und mitunter auch wieder verschwinden. Dieser Gedanken lässt sich meines Wissens nicht widerlegen, insbesondere nicht wenn man die Möglichkeit von mehrdimensionalen Wesen in Paralleluniversen, materiellen Aliens in unserem Universum oder Zeitreisende als mögliche Ausprägungen eines "Gottes" betrachtet.  

Antwort
von ThomasJNewton, 93

Wenn man für Gott nicht den geringsten Hiweis sieht, ist es doch ganz egal, wie entschlossen man nicht an seine Existenz glaubt.

Ich kann mich jedenfalls an keine Diskussion unter Agnostikern/Atheisten/Antitheisten über dieses Thema erinnern.
Weder in Foren noch im echten Leben.

Das sind fruchtlose Debatten, die immer nur von Gläubigen abgezettelt werden.

Ob nun darum, weil sie sich einfach nicht vorstellen, dass jemand einfach nicht glaubt.
Oder mit der Absicht, Atheisten auf ihr Level (runter) zu ziehen.
Oder weil sie einfach streitsüchtig sind.
Oder weil sie (zu recht) fürchten, dass jemand ganz ohne Glauben ihre Art zu denken noch "merkwürdiger" findet als ein Andersgläubiger.

Vielleicht ist es auch bei allen verschieden und/oder eine Mischung all dieser (und evt. weiterer) Motive.

Im Übrigen haben sich in deine Frage Ungenauigkeiten eingeschlichen:

  1. Warum sollte man die Nichtexistenz von etwas beweisen wollen, wenn man nicht daran glaubt? Es gibt unendliche vieles, an dessen Existenz man nicht glaubt, es ist unmöglich, auch nur einen Bruchteil davon widerlegen zu wollen.
  2. Zumindest ich versuche nicht, die Welt "anhand des Glaubens an die Nichtexistenz Gottes zu erklären". Im meinem Versuch spielt weder die Existenz noch die Nichtexistenz Gottes ein Rolle. Ich schaue mir die Welt an, versuche sie zu verstehen, und greife auch auf Beobachtungen und Erklärungen anderer zurück. Da spielt Gott so oder so keine Rolle.

Mein Weltbild kommt ganz einfach ohne einen Gott aus, auch die Nichtexistenz Gottes spielt darin keine Rolle.

Kommentar von Flutschikato ,

Die Sprache wird immer ungenauer, je mehr Wörter man aneinanderreiht. Je genauer man hinsieht, desto mehr fällt einem fehlende Präzision auf. Das kennen wir doch schon wo anders her.

Ich bin halt nicht perfekt, das sehe ich ein. Es wäre sinnlos nach Perfektion zu streben, wenn man annimt, dass diese erreichbar wäre (nicht befriedigend). Sinvoll wäre es jedoch, den Weg als das Ziel zu definieren, dann kommt man seinen Erwartungen zunehmend näher, auch wenn man nicht ganz sicher ist, wohin der Weg letztendlich führt.

Wir sind Individuen, Du hast völlig Recht, wenn Du sagst, dass meine Aussage (relativ) falsch ist, sofern man sie als absolut gütlig voraussetzt, was die Erklärung der Welt betrifft. Man kann nicht von sich auf Andere schliessen, ohne dabei Fehler zu begehen. Nicht jeder versucht die Welt zu erklären. Laut definition aus dem Wort
átheos = „ohne Gott“ abgeleitet wäre diese Aussage nur dann gültig, wenn das betreffende Individuum die Welt zu erklären versucht. Wenn es sich bei Atheismus um die Abwesenheit von Glauben handeln würde, und nicht lediglich um die Abwesenheit eines Gottes, hätten die Griechen sicher ein anderes Wort bevorzugt. Darum dreht es sich in dieser Frage scheinbar mehr, als um die eigentliche von mir angepeilte Intention (Ersatzreligion).

Dennoch habe ich auch interessante Aspekte besser kennengelernt. Insofern halte ich die Frage dennoch für einen Erfolg.

Antwort
von AaronMose3, 146

Atheismus streitet die Existenz Gottes ab, kann diese Nichtexistenz jedoch nicht beweisen. Somit ist auch Atheismus ein Glaube, 

Das ist ein klassischer Trugschluss. 

Atheismus beschriebt das Fehlen von Glaube. 

Nicht das Glauben an die fehlende Existenz von etwas.

Kommentar von Flutschikato ,

Was er mit Glauben belegen will, ich verstehe.

Antwort
von Maarduck, 204

Es gibt Atheisten, die glauben nicht, dass es einen Gott gibt. Und es gibt Atheisten, die glauben dass es keinen Gott gibt. Dazwischen sollte man zunächst unterscheiden. Erstere ist eben so wenig ein Glauben, wie nicht Tennis spielen ein Sport ist. 

Es handelt sich im ersten Fall um die Abwesenheit eines Glaubens, und im zweiten Fall um dessen Gegenteil.

Atheismus streitet die Existenz Gottes ab, kann diese Nichtexistenz jedoch nicht beweisen.

Es lässt sich nicht jedes Gottesbild widerlegen. Aber das klassische Bild des monotheistischen, allmächtigen Gottes kann eindeutig als in sich widersprüchlich bewiesen werden.

Kommentar von Maarduck ,
Kommentar von RudolfFischer ,

Das ist wohl ein klassisches Bild, aber eben kein modernes, wie es ein progressives Christentum heute vertritt.

Es ist keine Kunst, zunächst Gott Eigenschaften zuzuschreiben, die der beschränkten Erfahrung des Menschen entsprechen und dann mit primitiver Aussagenlogik zu Widersprüchen zu kommen.

Daraus kann man nur eines folgern: Gott ist durch Menschen nicht begreifbar. Sonst wäre er ja auch nicht Gott.

Kommentar von Maarduck ,

Es ist keine Kunst, zunächst Gott Eigenschaften zuzuschreiben, die der beschränkten Erfahrung des Menschen entsprechen ...

Das tut ja keiner. In der beschränkten Erfahrung aller Menschen liegt dass Allmacht unmöglich ist. Trotzdem haben einige Menschen ihrem Gottesbild die Eigenschaft Allmacht zugeschrieben. Wir kennen heute sogenannte "unmögliche Aufgaben". Z.B. ist es in unserem Universum unmöglich einen Winkel mit den klassischen Mittel zu dreiteilen (im Traum geht das natürlich). Also kann es auch kein allmächtiges Wesen geben. 

Das haben moderne Christen tatsächlich heute verstanden und schreiben ihrem Gottesbild nicht mehr die Eigenschaft Allmacht zu.

Was der Monotheismus noch nicht verstanden hat, das ist die Unmöglichkeit eines Schöpfergottes. Im Monotheismus gibt es als erstes (einen) Gott, und der erschafft dann alles. Im Polytheismus gibt es als erstes das Chaos, aus dem dann Götter (überdimensionale Wesen) entstehen. 

Das Gottesbild des Polytheismus lässt sich tatsächlich nicht widerlegen. Daran kann man glauben oder es bleiben lassen - beides ohne sich lächerlich zu machen.

Aber im Link oben wird erklärt, dass das Gottesbild eines Schöpfergottes seit Einsteins Erkenntnis über die Natur von Raum und Zeit nicht mehr haltbar ist. Daran kann man in der heutigen Zeit nicht mehr glauben, ohne sich lächerlich zu machen.

Daraus kann man nur eines folgern: Gott ist durch Menschen nicht begreifbar. Sonst wäre er ja auch nicht Gott.

Es ist bereits mit dem kleinen, von Menschen erkanntem Teilbereich der logischen Menge möglich zu beweisen, dass es weder einen allmächtigen Gott noch einen Schöpfergott geben kann.

Kommentar von RudolfFischer ,

Monotheismus und Polytheismus sind durchaus vereinbar, das sieht man ja schon an der "Dreifaltigkeit", die auch eine beliebige Mannigfaltigkeit sein kann. Wir können uns eben kein Wesen vorstellen, das komplexer ist als eine Person und doch wie eine Person mit den Menschen Kontakt aufnehmen kann.

Da der Monotheismus nichts über die Herkunft Gottes sagt, ist dessen Herkunft aus dem Chaos nicht ausgeschlossen. Wobei mir "Chaos" nur eine Bezeichnung für das zu sein scheint, was über das All hinausgeht, also das Transzendente.

Einstein und andere Physiker sind mit ihren Vorstellungen über Raum und Zeit zwar weitergekommen als ihre Vorgänger, aber immer noch im All geblieben. Im Transzendenten, das über das All hinausgeht, ist noch Platz für massig viel Gott (oder Götter) ;-)

Ich schaue mir aber gern die Theorie hinter dem Link an.

Kommentar von RudolfFischer ,

Es ist keine Kunst, zunächst Gott Eigenschaften zuzuschreiben, die der beschränkten Erfahrung des Menschen entsprechen ...

Zitat: Das tut ja keiner.

Doch, z.B. Gott der zweiwertigen Logik unterzuordnen, in der Umkehrschlüsse gelten usw.

Schon die modernen Physiker haben von der zweiwertigen Logik Abschied nehmen müssen und ordnen allem ein System von Wahrscheinlichkeiten zu (das sie aber nicht konkret in den Griff bekommen). So hat ein Elektron eine bestimmte Position im All nicht entweder "ja" oder "nein", sondern "vielleicht" und sogar an verschiedenen Orten gleichzeitig. Aus der Prämisse, dass ein Elektron momentan eine bestimmte Position einnimmt, folgt also nicht, dass es eine andere Position im gleichen Moment nicht einnimmt.

Und das alles im Nichtranszendenten ...

Kommentar von Maarduck ,

Doch, z.B. Gott der zweiwertigen Logik unterzuordnen, in der Umkehrschlüsse gelten usw.

Wenn Gläubige die Behauptung aufstellen "Es gibt ein Wesen das allmächtig ist", dann nehmen sie selber Bezug auf die zweiwertige Logik und müssen auch den Beweis der zweiwertigen Logik akzeptieren, dass es ein solches Wesen NICHT gibt. Dasselbe gilt für die Behauptung "Es gibt ein Wesen mit Bewusstsein das das Universum erschaffen hat."

So hat ein Elektron eine bestimmte Position im All nicht entweder "ja" oder "nein", sondern "vielleicht" und sogar an verschiedenen Orten gleichzeitig. Aus der Prämisse, dass ein Elektron momentan eine bestimmte Position einnimmt, folgt also nicht, dass es eine andere Position im gleichen Moment nicht einnimmt.

Das ist nicht ganz richtig. Solange man keine komplementäre Eigenschaft angibt, z.B. den Impuls des Elektrons, lässt sich sein Ort prinzipiell mit beliebiger Genauigkeit messen und angeben.

https://de.wikipedia.org/wiki/Heisenbergsche\_Unschärferelation

Aber egal, was hat jetzt die QM mit der Frage nach der Existenz eines Gottes zu tun? Ich weiß nur, dass mittels der QM beschrieben werden kann, wie das Universum ohne Schöpfer entstehen konnte.

Trotzdem finde ich es gut, dass du hier argumentierst.


Kommentar von RudolfFischer ,

Zitat: "Wenn Gläubige die Behauptung aufstellen 'Es gibt ein Wesen das allmächtig ist' ..."

soll das keine Behauptung in irgendeinem Wahrscheinlichkeitsraum sein. Besser wäre es zu formulieren: "Ich gehe davon aus, dass es ein Wesen gibt ..." Nur so kann man Glauben deutlich machen. Natürlich ist es üblich, dass Glaubende ihre Glaubensinhalte so darstellen, als ob sie absolut wahr seien ("im Brustton der Überzeugung"). Das muss man immer berücksichtigen.

Auch ich mache das, schreibe aber immer wieder auch: "Ich weiß, dass ich nichts weiß." (Ist ja keine sehr neue Erkenntnis.)

Zitat:
"Das ist nicht ganz richtig. Solange man keine komplementäre Eigenschaft angibt, z.B. den Impuls des Elektrons, lässt sich sein Ort prinzipiell mit beliebiger Genauigkeit messen und angeben."

Ja, "solange"! Allgemein aber eben nicht.

Zitat:
"Aber egal, was hat jetzt die QM mit der Frage nach der Existenz eines Gottes zu tun? Ich weiß nur, dass mittels der QM beschrieben werden kann, wie das Universum ohne Schöpfer entstehen konnte."

Na, der 2. Satz ist schon eine mögliche Entgegnung auf die Frage im Satz davor, wenn man Gott als den Schöpfer aller Dinge annimmt.

Was ich über die QM gelesen habe, beweist nichts. Jede Kausalkette führt zu deren ursprünglicher Auslösung zurück. Man muss immer irgendwann annehmen: "Ja, zu Anfang ist etwas 'von selbst' passiert.", beispielsweise dass aus "nichts" Materie und Antimaterie entstanden ist.

Die QM zeigt auf der anderen Seite, dass wir bislang nur ahnen, was außerhalb unserer Logik passiert und möglich ist. Unsere Logik ist sofort am Ende, wenn wir es für möglich halten, dass die (auch noch dazu gerichtete) Zeit eine Illusion ist, so dass Ereignisse auch _ungeschehen_ sein bzw. gemacht werden können. (Möglichkeit z.B. von Zeitmaschinen)

Ich könnte hierzu noch viel schreiben, aber das ist hier nicht das geeignete Forum. Die zitierte Netzseite zum Beweis der Nichtexistenz Gottes hat mich jedenfalls beim ersten diagonalen Durchgehen nicht sehr beeindruckt.

Antwort
von Iamiam, 121

Warum zermarterst Du Dein Gehirn mit sich widersprechenden Definitionen und ideologisch gefärbten "Wahrheiten"?

Wenn du erst zu  dem Stadium kommst, dass es Dir egal ist, ob es einen Gott gibt oder nicht, weil eh jeder was anderes für gut und richtig hält und Du das weder entscheiden noch beeinflussen kannst, erst dann bist du frei. Egal, wie sich das dann nennt!

Lebe so, wie Du es für richtig hältst, und lass den Herrgott einen guten Mann sein, an den andere gerne glauben dürfen.

Kommentar von Flutschikato ,

Weil ich denken nicht negativ als Zermarterung sehe, sondern als Herausforderung, die mir einen Sinn im Leben gibt.

Du kannst es natürlich so sehen wie Du willst, wenn Du Negativdeutungen als bereichernd empfindest klingt das für mich pervers, aber es ist auch nicht meine Entscheidung, mich negativ zu prägen.

Kommentar von Iamiam ,

es ist ganz klar: als Junger versucht man sich die Welt zu erobern, auch die geistige. Die Fragen kommen so, als wären sie das erste Mal überhaupt gestellt.und entsprechend ist die Auseinandersetzung damit.

Wenn man aber nach mehr als einem halben Jahrhundert feststellt, dass die gleichen Fragen immer wieder kommen, fruchtlos diskutiert werden und -am schlimmsten- immer wieder mit den gleichen Plattitüden gefochten wird, dann ist es das beste, unlösbare Fragen einfach links liegen zu lassen und sich fruchchtvolleren Themen zuzuwenden.

Ich will Dich nicht am Denken hindern. Sondern Dir einen Weg aus dem Dilemma aufzeigen!

Kommentar von Flutschikato ,

Welches Dilemma (Negativdeutung)? Das mag für Dich zutreffen, aber das erlaubt noch lange keine Rückschlüsse auf meine Perspektive. Ich möchte einfach nur Defensivmechanismen besser verstehen. Du bist offenbar mehr daran interessiert, Deine eigene Interpretation zu bestätigen, sonst hättest Du nach Intentionen gefragt, statt sie mir anzudichten.

Antwort
von masterxdesaster, 101

"Calling Atheism a religion is like calling bald a hair color."

-  Don Hirschberg

Antwort
von dompfeifer, 99

Atheismus, also die Nichtgottgläubigkeit, ist nichts anderes als der Ausschluss der Gottgläubigkeit. Der hat so wenig einen Inhalt wie die Nichtraucherei oder die Nichtschwimmerei. 

Antike Götter sind personifizierte Naturgewalten. Moderne Götter sind personale Allmachtsvorstellungen. Die existieren bekanntlich in den Köpfen von Menschen. Die Bestreitung der Existenz solcher Vorstellungen samt spiritueller Verhältnisse dazu (Theismus) stellt eine unfassbare Weltfremdheit dar und keinen Glauben. 

Dass man gelegentlich auch Atheisten mit vielerlei religiösen (z.B. Buddhismus) oder profanen Glaubensinhalten (z.B. Konfuzianismus, Humanismus u. dergl.) antrifft, rechtfertigt so wenig die Verwandlung der Nichtgottgläubigkeit in einen Glauben wie z.B. die Verwandlung der Nichtraucherei in ein Laster oder die Nichtschwimmerei in eine Sportart.

Kommentar von Karl37 ,

Deine Gedanken sind für mich schwierig nachzuvollziehen. Die Betrachtung der Welt unter den verschiedenen Aspekten nennt man die Weltanschauung und erweitert man die Weltanschauung auf den transzendenten Bereich, dann begibt man sich in den Glaubensbereich.

Glaubensinhalte können bei mir positiv oder negativ besetzt sein, das ändert nicht die Transzendenz.

Kommentar von Flutschikato ,

Messerscharf dargestellt, danke Karl37.

Kommentar von dompfeifer ,

Da bin ich fast rundum einverstanden. Nur - was ist da schwierig nachzuvollziehen? Warum sollten "die Atheisten" alle einen gemeinsamen Glauben pflegen? Die allermeisten Atheisten ignorieren einfach die Götter und scheren sich nicht drum. Die mögen an dies oder jenes glauben oder auch an gar nichts.

Kommentar von Flutschikato ,

@dompfeifer

Gegenfrage : haben alle Nicht-Atheisten einen gemeinsamen Glauben ?

Kommentar von dompfeifer ,

Nicht-Atheisten sind sinngemäß Theisten oder Gottgläubige, und die zeichnen sich durch einen Gottglauben oder Götterglauben aus. Das ist ihre Gemeinsamkeit. Was ist daran so schwer zu verstehen?

Kommentar von Flutschikato ,

Das frage ich mich in der Tat auch gerade. Der Agnostizismus ist wie ein Spiegel, eine 0 zwischen 1 und -1.

Antwort
von neudarkness, 139

Interessanter Grundsatz :D.
Warum es leuten nicht einleuchtet liegt daran das Atheisten dies großteilig als Bewiesen ansehen aufgrund von mehreren Umständen, einmal gibt es zb. den logischen Grundsatz das es keinen Allmächtigen Gott geben kann aufgrund dieses Beispiels:

Wenn Gott allmächtig ist dann kann er einen Stein erstellen der so schwer ist das nichtmals er selbst ihn heben kann wenn er diesen aber nicht heben kann dann ist er nicht allmächtig, kann er ihn heben ist er auch nicht allmächtig wenn er nicht allmächtig ist ist er nicht Gott, nach dem logischen Grundsatz kann es daher keinen Gott geben.

Gehen wir weiter und fragen einfach wenn es Gott gibt warum gibt es Leid auf der Welt? Man wird ganz oft hören weil er den Menschen einen freien Willen gegeben hat dann ist dieser Gott aber ungerecht weil er einen Baby was ermordet wird (aus was für Gründen auch immer) nie die Chance gegeben hat seinen freien Willen zu entfalten einer bösen Person aber schon.

Wegen solchen Sachen glauben Atheisten nicht das Gott nicht existiert sondern sie "wissen" es und deshalb wird es nicht "eingesehen" wenn gesagt wird das sie einen Glauben haben.

Ich persönlich lasse es einfach auf mich zukommen :) ich "glaube" aber daran das Religion falsch ist da ich "glaube" das diese vom Menschen geschaffen wurde(auch wenn es einen Gott geben sollte).

Kommentar von neudarkness ,

Möchte doch noch was Anmerken es ist auch interessant was für eine Bedeutung die Glaubensrichtung/nicht Glaubensrichtung wenn man sich den Fortschritt anguckt, das Beweisen das ein Gott existiert(durch Forschung zb. in Cern das ein Universum ohne Gott nicht erstellbar ist usw. oder wenn man an früher denkt durch bauten um Gott nahe zu kommen)

und genauso das Beweisen das Gott nicht existiert (dadurch immer weiter zurück zu denken bis zum absoluten anfang und dies logisch zu erklären) durch solche Denkweisen und Versuche sind sehr viele Physikalische Theorien entstanden die uns auch im Alltag insgesamt helfen das heisst durch den Glauben/bzw. nicht glauben wird Fortschritt angetrieben.

Daher kleine Kritik an Agnostiker (natürlich würde der Fortschritt nicht komplett angehalten) aber durch das hinnehmen des Ungewissen das man es nicht wissen kann würde Fortschritt aufjedenfall sehr verlangsamt einfach weil man sich mit dem Ungewissen zufrieden gibt.

Kommentar von Iamiam ,

manchmal wäre mir eine Verlangsamung des Fortschritts sehr recht, und stattdessen eine bessere Prüfung, wohin! Er schreitet manchmal wirklich von uns fort!

Kommentar von neudarkness ,

Ich bin mir jetzt nicht 100%ig sicher inwiefern du das meinst , meinst du damit das unsere derzeitige Technik besser geprüft werden sollte, oder eher in die Richtung das wir immer mehr kontrolle an Computer abgeben und angst besteht vor einer ich sag mal extrem ausgedrückt "Roboterherrschaft"?

Man muss sich mal vorstellen wo die Menschheit wäre wenn der Agnostiker von anfang an Vormachtstellung gehabt hätte ..(von der Technik her wären wir locker paar Jahrzente zurück eventuell paar Jahrhunderte aber das kann keiner mehr wissen wie es wäre^^ :P)
Und auch wenn ich Religion Kategorisch ablehne (eher weil diese in der neuen modernen Welt einfach komplett veraltet ist) hat diese in der Vergangenheit zwar auch leid gebracht aber auch sehr sehr viel gutes da dort Richtlinien drin standen als Bsp. Wie man seinen Sklaven zu halten hat in der Bibel klingt am anfang Babarisch aber diese paar Zeilen in dem Buch haben es gebracht das einige Sklaven zumindest ein bisschen besser behandelt wurden und Rechte bekamen, diese Richtlinien die damals wirklich NOTWENDIG waren haben das Leben des Volkes immens verbessert. Heutzutage sind diese Richtlinien in den meisten Ländern eher veraltet (gibt noch paar Länder die vom denken her paar 100 Jahre noch zurück sind) und diese Richtlinien wurden im Grunde durch das Gesetz und den Staat ersetzt weshalb Religion im eigentlichen SInne hinfällig ist

Kommentar von Flutschikato ,

@lamiam

Das kann man auch anders sehen, insofern dass genau das seine grundlegendste Eigenschaft ist. Ich sehe es so, dass wir mehr verlieren als gewinnen. Jede Problemlösung verursacht 10 neue Probleme. Das ist jetzt nicht wörtlich zu verstehen, also nicht absolut korrekt. Es ist mehr metaphorisch, eine Tendenz.

Kommentar von Flutschikato ,

@lamiam

Übrigens,Grüsse an die chinesische Vergangenheit ! ;)

Kommentar von Flutschikato ,

@lamiam da ich mir keine andere Fehldeutung erklären kann, und Du scheinbar statt direkt zu reagieren einfach Deiner Intuition folgst, also Deiner Interpretation meines Verhaltens : https://de.wikipedia.org/wiki/Briefe_in_die_chinesische_Vergangenheit

Kommentar von DerOnkelJ ,

Der Mensch hat "Gott" nach seinem Vorbild geschaffen.

Diesen Satz habe ich mal einem ZJ an den Kopf geworfen.. ich glaube der mag mich immer noch nicht...

Antwort
von DerBuddha, 146

lol....... ich finde es schon echt lächerlich, wenn man behauptet, dass mann nicht beweisen kann dass götter nicht existieren......... solche antworten stammen nur von fanatikern oder ignoranten, denn man kann sehr wohl beweisen, dass es KEINE götter gibt............die frage ist jedoch, WARUM gläubige diese beweise nicht anerkennen.

die antwort ist jedoch so einfach...... gläubige lehnen ALLES ab, was ihren glauben, also ihren lebensinhalt bedroht, sie sind im grunde zu feige zum eigenständigen leben, denn sie müssen ihr leben einem imaginären wesen unterordnen und erhoffen sich dann die unsterblichkeit als belohnung dafür.......... denn nur dass ist der echte grund der gläubigen, die unsterblichkeit in form von widerauferstehung, einer widergeburt oder sonstiger versprechen.............. OHNE diese belohnungen würden die meisten gläubigen  nicht glauben.

und dass man die nichtexistenz der götter beweisen kann, sieht man an der geschichte der religionen selbst, an den entstehungsgründen, warum der mensch sich geistwesen/halbgötter/götter und göttinnen erschaffen hat........ denn fakt ist nun mal, dass die ersten menschen sich ihre geistwesen erschaffen haben, weil sie sich die ganzen dinge nicht erklären konnten, die wir heute jedoch als selbstverständlich ansehen.

der gott als namen existiert erst seit dem sich der mensch immer weiter entwickelte, sich mehr zeit für seine eigenen vorstellungen und weltbilder nahm.......alle religionen davor sprachen nie von einem gott oder verwendeten diesen namen, im gengenteil, die ersten naturvölker hatten für alle dinge geister und die wildesten vorstellungen davon......... bestes beispiel dafür sind noch heute die aborigines in australien, die sich ihre kultur ALLEN versuchen einer religiösen unterwanderung der sogenannten zivilisierten welt erfolgreich verwehrt haben..........ihr glaube basiert noch auf den ursprüngen ihrer glaubensentwicklung, sie haben keine götter, sie haben aber traumwelten/traumgeister............ auch noch bestehende sogenannte wilde naturvölker haben sich erfolgreich gegen die religionen der zivilisierten welt gewehrt und ihr glaube basiert auch auf den anfängen ihrer kultur und sie sprechen auch heute noch davon, MIT der natur im einklang zu leben und haben für alle dinge ihre geister und ahnen.............. sämtliche naturvölker sprachen auch imme rnur von mutter natur, nie von einem gott oder sonstigen dingen.

der ganze glaubenswahnn mit götternamen entwickelte sich dann erst viel später und gerade der monotheistische glaube ist mit dafür verantwortlich, dass die meisten naturreligionen ausgelöscht wurden, denn z.b. bei der christianisierung der welt wurde buchtsäblich alles vernichtet, was den christlichen glauben nicht annehmen wollte........... dass selbe auch im isla,. als dieser sich ausbreitete.

die wichtigsten beweise für die nichtexistenz der götter ist also die geschichte der religionen selbst und dazu mal VIER knallharte fakten:

Jahwe, Gott oder JHWH/Allah: ist in Wahrheit ein "Heiden"-Gott, denn er war der Vulkangott der Schasu-Nomaden, der zusammen mit der Göttin Aschera von den Schasu angebetet wurde und in die Ägyptischen Tausende-Götter-Welt der ägyptischen Mythologie hinausgetragen und verbreitet wurde.
800 v. Vhr. wurde dieser Gott dann zum alleinigen monotheistischen Gott, denn zu dieser zeit führte Israel viele große Kriege und in dieser Zeit war kein Platz mehr für eine Fruchtbarkeistgöttin, die allmählich aus diesem Glauben verschwand, im Schöpfungsmärchen jedoch noch indirekt erwähnt wird, mit der Aussage: "Gott schuf den Menschen zum eigenen Bilde, als Mann und Frau". Im übrigen entspringt der Name Jahwe der gleichnamigen Region, aus dem die Schasu ursprünglich kamen und dieser Ortsname wurde schon 1400 v. Chr. erwähnt, denn es gibt in Soleb im Sudan einen Tempel vom Pharao Amenophis dem 3., auf dem er alle Völker in Hieroglyphen verewigt hat, die er in Feldzügen jemals besiegt hat. Selbst in der Bibel wird seine echte Abstammung beschrieben, z.b. beim brennenden Dornbusch, oder bei der Beschreibung des wandernden Volkes Israels, denn was steht dort in der Bibel? Genau, am Tage weist eine Rauchfahne den Weg, in der Nacht eine Feuersäule. So sieht man auch einen Vulkanausbruch, aber keinen echten Gott, der jemanden einen Weg weist....*g*. Selbst bei der Beschreibung, als Moses die Gebote empfangen hat, wird ein möglicher Ausbruch eines Vulkanes beschrieben, denn die ganze Gegend war vor über 2000 Jahren tektonisch sehr aktiv.............:)

Hölle: der Ursprung liegt in der ägyptischen Mythologie, hatte dort aber einen ganz anderen Hintergrund, wurde Unterwelt genannt und in dieser musste jede Nacht der Sonnengott Ra/Re hinabfahren, Abenteuer bestehen um am nächsten Tag wieder am Himmel erscheinen zu können. Aus dieser Unterwelt hat der monotheistische Glaube dann die monotheistische Hölle erfunden, um die Gläubigen an seinen Glauben zu binden und mit schönen erfundenen Märchenstrafen dann drohen zu können.

Teufel/Satan: Der Ursprung liegt in der griechischen Mythologie, wurde dort Minotauros genannt, sieht sogar aus wie der monotheistische Teufel und lebte, ups, unter der Erde. Er fraß gerne Menschen und wurde als Strafe von einem Gott (Poseidon) den Menschen untergejubelt UND getötet. Aus dieser Geschichte entstand dann der monotheistische Teufel....*g*.

10 Gebote: Ursprünglich waren es 613 Regeln und Gebote, die aus allen Teilen der Welt stammten und immer nur innerhalb der Stämme, Clans und Familiensippen galten. Aus diesen 613 Regeln wurden ca. 500 v. Chr. dann die 10 Gebote des monotheistischen Glaubens. Zudem stammen etliche von ihnen aus der ägyptischen Mythologie, denn im Totenbuch der Ägypter standen z.B. „Götter verehren“, „Vater und Mutter ehren“, „Nicht töten“, „Nicht stehlen“ und „Kein sonstiges Unrecht begehen“. Sie sind also schon 1000 Jahre älter als die Monotheistischen Gottgebote und waren für die Ägypter ein wichtiges Zeugnis am Ende des Lebens beim Totengericht.
Kapitel 125, Ägyptisches Totenbuch: „Ich habe die Götter, die meine Eltern mich gelehrt haben, verehrt alle Zeit meines Lebens, und jene, die mir das Leben geschenkt haben, habe ich immer in Ehren gehalten. Von den anderen Menschen aber habe ich keinen getötet und keinen eines mir anvertrauten Gutes beraubt noch sonst ein nicht wiedergutzumachendes Unrecht begangen“  Die ersten Drei Gebote im Monotheismus wurden zudem erfunden/verändert um den alleinigen Gottesanspruch zu untermauern. Alle anderen Gebote stammen aus älteren und vielen Religionen/Volksgruppen, wobei jedoch die Gebote dann immer nur innerhalb der jeweiligen Kulturen und Sippen galten nicht bei Feinden oder anderen Sippen. Beispiel „stehlen“, Stehlen war ein guter Test für Heranwachsene in vielen Nomadenstämmen, Naturvölkern usw. um die Männlichkeit zu beweisen. Selbst Bräute wurden fast immer aus anderen Sippen gestohlen.

wenn man also beweisen kann, dass der monotheismus nur auf lug und betrug aufgebaut wurde, dann ist doch schon der ganzen glaubenswahn als märchen bewiesen..............*fg*.

aber ich schrieb ja schon, die geschichte der kompletten entsheung aller religonen und der glaubensgrund, als die gründe,w arum sich der mensch damals geistwesen und ihre nachfolger erschaffen hat, beweist selbst die nichtexistenz aller gottheiten.......... nicht gott hat also den menschen erschaffen, sondern der mensch sich seine götter selbst und ich als "atheist" sehe mein wissen NICHT als religion an, sondern als bewiesende TATSACHE !!!!!!

Kommentar von Flutschikato ,

lol....... ich finde es schon echt lächerlich, wenn man behauptet, dass
mann nicht beweisen kann dass götter nicht existieren......... solche
antworten stammen nur von fanatikern oder ignoranten, denn man kann sehr
wohl beweisen, dass es KEINE götter gibt............die frage ist
jedoch, WARUM gläubige diese beweise nicht anerkennen.

Ja, die alte bekannte Masche der Konvertierung. Kenne ich bereits von anderen Religionen. Immer sind die Anderen die Fanatiker und Ignoranten.

Kommentar von DerBuddha ,

falsch gelesen oder gedeutet?............. fanatiker sind nun mal leider fast alle gläubigen, egal welcher religion sie angehören, denn wenn man mit echten beweisen gegen ihren glauben kommt, dann lehnen sie diese im günstigsten fall ab, im schlimmsten fall töten sie dann denjenigen,der diese beweise vorbringt........... und sowas kann man sehr wohl als fanatiker oder ignorant betiteln....................:)

Kommentar von AaronMose3 ,

Selbst wenn es Tatsachen sind, und sie schon seit Jahren vor unserer Nase liegen, werden Sie niemals akzeptiert, weil Sie nicht akzeptiert werden wollen. 

Du machst dir die Mühe also so gesehen umsonst (falls das kein Copy&Paste Text ist) aber ich bewundere dein Engagement ^^

Kommentar von DerBuddha ,

das ist MEIN text, genauso geschrieben und von mir genutzt und gespeichert.......:)

zusammengetragen aus verschiedenen quellen und mit meinen eigenen worten wiedergegeben.......:)

Kommentar von AaronMose3 ,

das ist MEIN text, genauso geschrieben und von mir genutzt und gespeichert.

Mit Copy&Paste meinte ich, das du ihn nur einfügst und nicht jedes mal neu schreibst ;)

Kommentar von DerBuddha ,

jup, ist ja abgespeichert und jedes mal dass selbe zu schreiben wäre zu langwierig..........immerhin kommen ja fast täglich solche fragen hier.....:)

Kommentar von DerOnkelJ ,

WOW! Super  geschrieben! Werde mir diesen Thread als Lesezeichen abspeichern.. hab ich wieder Argumente gegen meinen ZJ-Freund (ich liebe es, ihn fundiert zu widerlegen)

Kommentar von Iamiam ,

@Justinger: gegen ZJ kommst Du mit Argumenten sowieso nicht an, denn für die bist du höchstens ein vom Teufel Geleiteter.

Ein in sich geschlossenes Weltbild, das auch keine anders-Gottgläubigen zulässt, Atheisten also schon gleich gar nicht!

Kommentar von Rowal ,

Ein schönes Beispiel für einen gottlosen Fanatiker nach dem Vorbild von Karl Marx, Alexander Bakunin, Josef Stalin, Mau TseTung, Pol Pot, Kim jong Un und wie sie alle heißen. Allen diesen ist es gelungen ein Paradies für Gottlose zu schaffen. Kim jong Un ist noch nicht ganz fertig, aber es gilt als sicher, dass er bald die letzten Christen zu Tode gebracht haben wird, nachdem bereits sein Vater die meiste Vorarbeit getan hat.

Da der Antwortende an Gehirninvalidität leidet und damit nicht die Fähigkeiten der genannten Gentlemen hat, werden seine wirren und verwerflichen Ansichten wohl nur eine marginale Verschwendung von Speicherplatz zur Folge haben. Doch ein Kommentar muss sein, denn sonst besteht die Gefahr, dass jemand glaubt, in diesem Buchstabensalat sei ein vernünftiger Gedankengang zu finden.

Kommentar von Maarduck ,

@Rowal

Deine "Argumente" kommen über das Niveau eines Beleidigungsversuchs nicht hinaus. Möchtest du vielleicht dass wir dir jetzt einige christliche menschliche Monster nennen? Da gibt es so einige, z.B. den römisch-katholischen König Leopold II von Belgien

https://de.wikipedia.org/wiki/Leopold_II._(Belgien)

der 5 bis 10 Millionen Menschen ermorden ließ und weitere 3 bis 5 Millionen Menschen verstümmeln ließ.

https://de.wikipedia.org/wiki/Kongogräuel

Kommentar von Rowal ,

@Maarduck,

der Antwortende hat sich sein Weltbild aus Versatzstücken von Werken seiner Idole, die ich genannt habe, zusammengestöppselt, und versucht deren geistige Einstellung in seinem rudimentären Hirn nachzubilden.

Damit habe ich nicht gesagt, dass es auch noch andere einflussreiche Personen gab und gibt, die ebenfalls verwerflich handelten und handeln. Das ist ja auch gar nicht das Thema im Sinne der Fragestellung.

Von der letzten Person, die ich genannt habe, Kim jong Un sind allerdings kaum Aussagen über seine Geisteshaltung bekannt, doch mit seiner erbitterten Verfolgung auch noch der letzten Christen eifert er mit großem Engagement seinen kommunistischen Vorbildern nach. Vielleicht ist ja der Antwortende ein unterbelichteter Diener dieses Diktators, der hier mal seine Geisteshaltung auskotzen will? Immerhin kann Un wahrscheinlich deutsch, da er einige Jahre in der Schweiz gelebt hat.

Kommentar von DerBuddha ,

@Rowal

deine antworten sind mir beweis genug, dass du keine echte antwort hast, denn leute wie du sind nun mal so, sie gehen NIE auf die fakten ein, aber zerreissen dann den schreiber............ ein beweis für die geistige reife von dir..............*fg*

im übrigen finde ich es schon echt frech, mich mit schlimmen tyrannen in verbidnung zu bringen, nur weil ich mit meinen sichtweisen und texten meine freie meinung äußere.............

und sämtliche schreibfehler sind dem schreibgott thot geschuldet.......ER ist dafür verantwortlich und wenn du schrfeibfehler findest, darfst du sie gerne behalten und selbst nutzen...........*zwinker*...........

aber für dich nochmal die frage:

WENN geschichtlich bewiesen ist, dass z.b. der monotheistische gott/glaube nur auf lügen aufgebaut ist, WARUM soll man als vernünftiger mensch dann diese märchen glauben?............. nur weil milliarden menschen diese märchen glauben, sind sie noch lange nicht wahr........... denn sonst müssten auch zwerge, kobolde, magier, hexen, trolle, vampire, werwölfe, elfen, zwelfen (mist, gibts ja nicht) usw. auch wahr sein....selbst der weihnachtsmann ist mittlerweile in der ganzen welt in ALLEN medien vertreten......... und sage mal einem kleinen kind, den weihnachtsmann gibt es nicht.......dann passiert dass selbe, wie bei fanatischen gläubigen, denen man sagt, ihr gott existiert nicht................*fg*

übrigens, irgendwo in diesem text habe ich schreibfehler versteckt.............*g*

ach ja, ich bin sehr gerne ein gottloser mensch, denn damit habe ich ein freieres lebens als ihr........ihr knechtet euch nämlich sehr gerne selbst mit eurem glauben.........:)

Kommentar von Iamiam ,

@ Maarduck: solche Mitstreiter hat noch nicht mal Flutschikato verdient, und der spart auch nicht mit Unhöflichkeiten!

Kommentar von Flutschikato ,

?? Bitte was ?

Antwort
von precursor, 105

Das leuchtet Atheisten voll und ganz ein !!, und sie akzeptieren es auch, dass es ein Glaube ist, es sei denn sie sind ein bisschen dämlich oder so.

Antwort
von blechkuebel, 198

Weil es ihnen nicht darum geht, das zu beweisen. Man kann die Nichtexistenz von etwas nicht beweisen. Wie willst Du z.B. beweisen, dass es keine Feen und Kobolde gibt? Trotzdem glaubst Du wahrscheinlich nicht, dass es sie gibt, und bist damit ein "Akoboldist". Oder bist Du auch in dieser Hinsicht Agnostiker?

Kommentar von Flutschikato ,

Ja, ich glaube nicht an absolute Wahrheiten.

Kommentar von blechkuebel ,

1) (Ernstzunehmende) Atheisten glauben nicht, dass es Gott definitiv nicht gibt. Stattdessen glauben sie, dass es Gott "eher nicht" gibt.

2) Gibt es irgendetwas, wovon Du glaubst, dass es das "eher nicht" gibt? Wie sieht es mit Superkräften, Orks oder Harry Potter aus? Falls ja, warum? Wenn nein, dann bist Du wirklich ein Hardcore-Agnostiker.

Kommentar von blechkuebel ,

(vgl. hierzu dieses Video von Richard Dawkins, dem "Vorzeige-Atheisten"). https://www.youtube.com/watch?v=dfk7tW429E4

Kommentar von Flutschikato ,

zu 1) Das glaube ich Dir nicht.

Auf Wikipedia steht :

Atheismus (von altgriechisch ἄθεος átheos „ohne Gott“) bezeichnet die Abwesenheit oder Ablehnung des Glaubens an Gott bzw. Götter (Theismus). Zum Atheismus im weiteren Sinne gehört auch der Agnostizismus (agnostischer Atheismus), nach dem die Existenz von Gott bzw. Göttern ungeklärt oder nicht klärbar ist. Im engeren Sinne bezeichnet er jedoch die Überzeugung, dass es Gottheiten nicht gibt.

zu 2) Ich finde es sinnvoll mich diesbezüglich an das zu halten, was Menschen auch tatsächlich glauben. Natürlich wird es schwer, wenn Du sagen würdest, dass es keinen Grund gibt, an Fantasien nicht zu glauben, wenn man die absolute Wahrheit ablehnt.

Wie ich in meiner letzten Frage schon schrieb :

Wie kann etwas absolut wahr sein, wenn doch Zweifel daran möglich sind ? Berechtigte Zweifel, dass es eine absolute Wahrheit überhaupt geben kann ? Wenn etwas absolut wahr ist, kann man es nicht anzweifeln, denn das impliziert schon, dass die Wahrheit immer subjektiv ist.

Wenn man dieser Argumentation zustimmt, bestätigt man sie, wenn man sie ablehnt, bestätigt man sie ebenfalls. Oder nicht ?

Kommentar von blechkuebel ,

Dein Wikipedia-Zitat widerlegt das nicht unbedingt, was ich über Atheismus gesagt habe. 

Wenn jemand sagt: "Ich bin mir zu 95 % sicher, dass es Gott nicht gibt". Kann man dann sagen, dass hier der Glaube an Gott abwesend ist? Ich finde ja. Man kann nicht davon sprechen, dass dieser Mensch an Gott glaubt. Damit ist der "Glaube an Gott abwesend". Und damit wäre die Definition bei wikipedia erfüllt.


Das Zitat geht natürlich weiter: "Im engeren Sinne bezeichnet er die Überzeugung, dass es Gottheiten nicht gibt".

Also gibt es offenbar einen "engeren Sinn" des Worts und einen "weiteren Sinn". Und ich habe den weiteren Sinn des Worts gemeint.

Für mich bedeutet Agnostizismus 50:50, also ich bin mir zu 50 % sicher, dass es Gott gibt, und zu 50 %, dass es ihn nicht gibt. Beide Aussagen erscheinen mir gleich wahrscheinlich.

Wenn man glaubt, dass es Gott eher nicht gibt (Wahrscheinlichkeit der Existenz < 50 %), dann ist man Atheist.

Wenn  man glaubt, dass es Gott eher gibt (Wahrscheinlichkeit > 50 %), dann ist man Theist.

Natürlich ist das alles letztendlich ein bisschen Definitionssache. Wie definiert man Atheismus? Wenn für Dich nur der Zustand, dass man zu 100 % glaubt, dass es Gott nicht gibt, als Atheismus zu bezeichnen ist, dann müsste das auch genauso mit Theismus sein: Theist ist nur jemand, der definitiv glaubt, dass es Gott gibt.

Und alles dazwischen (also "eher ja" oder "eher nein") wäre Agnostizismus.

Klar kann man die Begriffe auch so verwenden. Aber so werden sie in der Regel nicht verstanden. Gläubige glauben oft nicht zu 100 % und haben ab und zu  Zweifel. Aber deswegen würde man sie nicht unbedingt als Agnostiker bezeichnen.

Kommentar von blechkuebel ,

Ach ja und noch was: Mir erscheint das in der Tat willkürlich zu sagen "Ich beschränke mich auf die Sachen, an die die Menschen wirklich glauben". Ich finde als Agnostiker in deinem Sinne sollte man auch bei Harry Potter nicht sicher sein, ob er existiert oder nicht. 

Kommentar von Flutschikato ,

Das widerspricht meiner Aussage nicht. Deine Zweifel sind berechtigt, ich bin mir dessen bewusst, dass ich mir manchmal scheinbar widerspreche. Das darf ich, denn es belegt meine bereits getätigte Theorie, dass es keine absolute Wahrheit gibt. Das bedeutet nämlich auch für mich, lediglich zu subjektiven Aussagen fähig zu sein.

Kommentar von Flutschikato ,

Die Bedeutung des Wortes Atheismus wird doch offenbar, wenn man das Wort zerlegt. Denn das ist der Ursprung des Wortes selbst.

Alles was darüber hinausgeht ist Interpretation.

Kommentar von blechkuebel ,

Ich bin mir nicht sicher, ob man allein von dem Wort auf die Bedeutung schließen kann.  "Philosophie" bedeutet z.B. "Liebe zur Weisheit". Aber ist damit vollständig bestimmt, was Philosophie ist? Bei wikipedia ist z.B. die Rede davon, dass die Philosophie sich irgendwie von anderen Wissenschaften abgrenzt: 

"Von anderen Wissenschaften unterscheidet sie sich dadurch, dass sie sich oft nicht auf ein spezielles Gebiet oder eine bestimmte Methodologie begrenzt, sondern durch die Art ihrer Fragestellungen und ihre besondere Herangehensweise an ihre vielfältigen Gegenstandsbereiche charakterisiert ist." (Zitat wikipedia, Artikel über Philosophie).

Dabei  kann man auch bei den anderen Wissenschaften sagen, dass das "Liebe zur Weisheit" ist. Insofern kann man nicht unbedingt von dem Wort vollständig auf die Bedeutung schließen. Und genauso ist es - denke ich - beim Atheismus.

Kommentar von blechkuebel ,

Aber ich glaube wir haben genug diskutiert. Soweit ich das verstehe, lässt Du nur die enge Bedeutung des Atheismus zu und argumentierst von daher gegen Atheisten. Die meisten Atheisten (oder zumindest viele Atheisten) verstehen den Begriff Atheismus aber nicht so.

Kommentar von Flutschikato ,

Ich stimme Deinem letzten Kommentar widerspruchslos zu, da ich es hier als zielführend empfinde.

Nur schade, dass Du auf meine Argumentation bzgl. der absoluten Wahrheit nicht eingehst. Das heisst jedoch auch nicht, dass ich damit falsch liege, ich sehe es also positiv.

Kommentar von 666Phoenix ,

flutschi, mit dem Wiki-Zitat hast Du Deine Eingangsbehauptung (Atheismus sei auch eine Form von Glauben) selbst widerlegt. Es ist also eine "Überzeugung", kein Glaube. Hoffen wir, dass Du wenigstens diesen Unterschied verstehst!

Kommentar von Flutschikato ,

Überzeugung ist ein starker Glaube. Natürlich gilt das nicht für Dich, es gibt ja keine absolute Wahrheit.

Kommentar von Maarduck ,

@Flutschikato

Ja, ich glaube nicht an absolute Wahrheiten.

Dann erkläre mir mal bitte wie z.B. die Aussage 1 * 1 = pi = 3,14159... wahr sein kann.

Oder erkläre mir mal bitte wie ein Mensch so heftig mit den Armen wackeln kann (ohne Hilfsmittel), dass er dadurch fliegen kann.

Oder erkläre mir mal bitte warum der Mond aus Käse gemacht ist und wir Menschen lediglich zu dumm sind, um das zu bemerken.

Kommentar von Flutschikato ,

Ich bin nicht allwissend, ich bezweifle überhaupt, dass es absolut objektives Wissen geben kann, insofern kann ich Dir Deine für Dich wichtigen Fragen nicht beantworten. Wenn die Welt in unserem Kopf generiert und erdacht wird, ist sie nicht an irgendetwas anderes gebunden, als an das, was man als Realität beschreibt. Realität entsteht jenseits des persönlichen Weltbildes als eine Überschneidung dieses Weltbildes mit dem Weltbild anderer Individuen. Diese Beschreibung halte ich für relativ wahr, ich bin jedoch dazu bereit es zu überdenken, sofern dazu Anlass besteht.

Wenn alle Menschen die Teil der Realität sind, die auch Deine Realität ist, daran glauben, der Mond sei aus Käse, und man es in der Schule so lernt, gilt derjenige, der es anzweifelt als Spinner.

Kommentar von Maarduck ,

Die obigen Fragen zeigen dir, dass es objektive Wahrheiten gibt. 

Wenn alle Menschen die Teil der Realität sind, die auch Deine Realität ist, daran glauben, der Mond sei aus Käse, und man es in der Schule so lernt, gilt derjenige, der es anzweifelt als Spinner.

Es gab auch eine Zeit, da dachten (fast) alle Menschen die Erde wäre eine Scheibe und die Sonne würde sich um die Erde drehen. Und doch hat sich entgegen unserer Alltagserfahrung die Wahrheit durchgesetzt, weil es die objektive Wahrheit ist und der Mensch diese erkennen kann.

Kommentar von Flutschikato ,

@Maarduck

Aber nicht jeder Mensch. Es gibt noch immer (geschätzte) mehr als eine Milliarde Menschen, die glauben, die Erde sei eine Scheibe. Somit bleibt die Erkenntnis subjektiv. Sogar in unserem Kulturkreis gibt es noch einige, die immer an der Vorstellung einer Scheibe festhalten werden.

Wäre Erkenntnis absolut objektiv, würde es implizieren, dass sie keine alternativen Perspektiven zulassen kann. Die Existenz der Alternativen bedingt, dass Wahrheit nur subjektiv sein kann.



Kommentar von Maarduck ,

Es gibt objektive Wahrheiten. Wie gut ein Mensch eine objektive Wahrheit als solche erkennen kann, ist eine ganz andere Frage.

Kommentar von Flutschikato ,

Du kannst also alles besser objektiv erkennen, als Menschen, die Dir nicht zustimmen ?

Kommentar von HumanistHeart ,

Du kannst also alles besser objektiv erkennen, als Menschen, die Dir nicht zustimmen ?

Du hast so rein gar nichts in der Hand. Und der Gag dabei ist, dass Du nicht verstehst, wie sehr man das sehen kann bei Dir. 

Übrigens... Deine Frage hier ist ein non sequitur.

Antwort
von DerOnkelJ, 114

Du musst den Begriff der Religion genauer sehen.
Religion ist nicht rein ein Glaube an irgendetwas, sondern speziell der Glaube an eine transzendente Macht.

Da der Atheismus diese transzendentne Macht jedoch als nicht existent erklärt ist er zwar eine  Glaubensrichtung, weil, wie du richtig sagst, beweisen kann man die Nichtexistenz dieser Macht genauso wenig wie man ihre Existenz beweisen kann, nicht jedoch eine Religion.

Kommentar von Flutschikato ,

Also versuchen Atheisten nicht andere zu konvertieren ?

Das Spaghettimonster ist auch eine transzendente Macht ?

Ich sehe mehr Geminsamkeiten mit anderen Religionen als Unterschiede. Überzeugend wirkt es nicht, wenn Du Dich lediglich auf die transzendente Macht beziehst. Schliesslich kann man Materialismus auch als solche bezeichnen, wenn man der Kausalitätskette folgt, fragt man sich, was letztlich die letzte Ursache ist, aus der alle anderen Ursachen resultieren.

Kommentar von DerOnkelJ ,

Das Spaghettimonster ist keine tranzendente Macht, sondern soll den "echten" Religionen lediglich ihre übertriebene Unsinnigkeit vorführen.

Atheismus ist ja keine Religion, somit kann man nicht dazu konvertieren. Atheistmus bedeutet ja auch Lossagung vom Glaube an diese höheren Mächte. Ich habe auch noch keinen erlebt, der versuchte mich zum Atheismus zu bekehren. Zu Buddha, Jehova, Allah oder Satan schon etliche.

Das Problem sowohl des Theismus als auch den Atheismus ist, dass letztlich keiner die Ursache aller Ursachen ergründen wird. Dafür kann man die Kausalitätskette nicht weit genug zurückführen. Die Theisten machen es sich sehr einfach, indem sie als Anfang aller Anfänge eben "Gott" hinstellen, wobei auch sie die Frage nicht beantworten können, woher denn "Gott" kommt und was vor "Gott" war.

Der erste Trunk aus dem Becher der Naturwissenschaft macht atheistisch, aber auf dem Grund des Bechers wartet Gott.
Werner Heisenberg (1901-1976), deutscher Physiker

Ich persönlich habe mir viele Gedanken gemacht zu dem Thema. Ich bin letztenendes vom - dazu gezwungenen - Theisten zum Nicht-Theisten (nicht unbedingt Atheisten), dann zum Agnostiker geworden, und habe meinen persönlichen Frieden seit einigen Monaten im Pantheismus gefunden. Der lässt sich mit meinem mathematisch-wissenschaftlichen Bildungshintergrund und den daraus entstehenden und unbeantwortbaren Fragen am Besten vereinen..

Kommentar von Flutschikato ,

Atheismus ist ja keine Religion, somit kann man nicht dazu konvertieren.
Atheistmus bedeutet ja auch Lossagung vom Glaube an diese höheren Mächte

Das ist hier die Frage. Interessant ist der Aspekt, dass Atheismus eine Lossagung vom falschen Glauben ist, ähnlich der Überzeugung also des Glaubens eines Moslems, der andere Religionen als falschen Glauben bezeichnet.

Wenn ein Atheist sagt : es gibt keinen Gott, redet er dann mit sich selbst, um sich von seinem Glauben zu überzeugen, oder versucht er sich dadurch Anderen mitzuteilen ? Nehmen wir an, Atheismus sei eine Religion, dann wäre das ein Konvertierungsversuch.

Kommentar von DerOnkelJ ,

Wäre Atheismus eine Religion, dann wäre eine Lossagung vom Gottenglaube eine Art Konvertierung,in der Tat.

Antwort
von Neutralis, 118

Wenn man es rein rational betrachtet ist der nicht vorhandene Glaube an Gott kein eigener Glaube, das würde nämlich heißen, dass der Glaube an einen Gott festgelegt, in der Natur der Menschen wäre.

Man kann Dunkelheit als eine eigene Quelle sehen, als eine eigene Eigenschaft. Oder man sieht es einfach als fehlen des Lichtes an.

Kommentar von Flutschikato ,

Wenn jemand sagt : "Ich bin Atheist, Gott ist tot". Ist das eine nicht belegbare und nicht widerlegbare Aussage, die somit anhand des Glaubens entschieden wurde. Was leuchtet daran nicht ein ?

Kommentar von Neutralis ,

Es gibt viele Sachen, die man nicht widerlegen kann. Wenn ich jemanden von einen riesigen unsichtbaren Drachen erzähle, und derjenige nicht an die Existenz glaubt, bezeichnest du das dann auch als Glaube ? Wenn ja, dann hast du Recht. Die meisten denken nur nicht so kleinlich. 

Kommentar von Flutschikato ,

Wenn ja, dann hast du Recht. Die meisten denken nur nicht so kleinlich.

Noch eines dazu.

Ich sehe es nicht als Kleinlichkeit, denn das hat eine negative Bedeutung. Ich sehe es als Präzision.

Kommentar von Neutralis ,

Ich denke jeder bewertet das anders.

Antwort
von annawacht, 88

Ich denke nicht dass man das Nicht-Glauben für eine Religion halten kann. Es ist jedoch eine superinteressante Frage. Eine Religion wird ja dadurch gekennzeichnet dass man an einen Gott / Götter in irgendein Form glaubt. Wenn man dann behauptet, das Nicht-Glauben sei ein Religion, das ist fast so als würde man das Nicht-Eishockey-Spielen für einen Sport halten...? Oder - wenn wir es ganz weit ziehen wollen - dass es ein Religion ist, dass ich nicht glaube dass ein politisches Partei ins Reichstag kommt..? 

Aber es geht hier auch um die Definition - wie wollen wir Atheismus definieren. Aber auch: Warum ist es wichtig ob Atheismus ein Religion ist oder nicht :-) Beobachtungen des Umbeobachtbaren...

Danke für das interessante Thema - mal was zum Nachdenken und Reflektieren. Sorry für mein schlechtes Deutsch - bin Schwedin... 

Kommentar von Flutschikato ,

Ich halte mich an die kleinstmögliche Definition. Die resultiert aus der Herleitung des Wortes, zu welcher man gelangt, wenn man das Wort in seine Einzelteile zerlegt. Atheismus bedeutet weg vom Gottglaube.

Nicht weg vom Glauben, wie mir das hier einige User weismachen wollen.

Kommentar von Flutschikato ,

Auf wikipedia kann man es ja nachlesen, Atheismus steht in direktem Zusammenhang mit :

Das altgriechische Adjektiv ἄθεος (átheos „ohne Gott“


Das Wort selbst ist präziser als die Interpretation dessen.

Kommentar von annawacht ,

Gerade mit dieser Definition finde ich es noch deutlicher, dass es nicht um das Glauben geht, sondern um das "ohne Gott". Also eher, dass man "ohne Gott" lebt. 

Ich würde es so interpretieren, dass es damit nicht als Religion zu sehen ist. Aber ich bin sicher man kann es auch anders sehen. Wie denkst du?

Kommentar von Flutschikato ,

Gott steht für etwas, anhand dessen man die Welt erklären kann, wenn man es glaubt. Wenn man Gott ersetzt so kann man mittels des Ersatzes die Welt erklären, wenn man daran glaubt.

Atheismus bedingt jedoch nicht selbst, dass man zB. an die Wissenschaft glaubt. Bedingt jedoch, dass man an etwas anderes glauben muss, wenn man die Welt erklären will.

Somit ist die Definition schon schwierig. Man kann es jedoch auch so sehen, dass der Atheismus mit einer Religion wie zB. dem Christentum gleichsetzt werden kann. Es gibt verschiedene christliche Sekten, die alle als Christen definiert werden. Allerdings bezieht sich Religion nicht allein auf das Christentum, sondern definiert alle Religionen, die die Welt anhand von göttlichen Mächten erklären wollen. Somit wäre der Bezug wiederhergestellt, wenn man Atheismus analog zu einer Religion versteht.

Sicher ist diese Definition nicht von Kritik frei betrachtbar. Subjektiv empfinde ich sie jedoch als einen passenden Vergleich, und somit als tragfähige Argumentation.

Letztendlich halte ich mich dann eher an die Definition von Neutralis :


Ich denke jeder bewertet das anders.

eine kluge Entscheidung wie ich finde. Auch wenn es aus dem Kontext gerissen verstanden werden kann.

Kommentar von annawacht ,

"Gott steht für etwas, anhand dessen man die Welt erklären kann, wenn man es glaubt. Wenn man Gott ersetzt so kann man mittels des Ersatzes die Welt erklären, wenn man daran glaubt."

Ich überlege gerade ob es "nur" um das Erklären des Welts geht bei Religionen. Natürlich ist auch das eine Frage der Definition - wie wollen wir "Welt" definieren. Aber ein Religion ist auch ein Trostpflaster, etwas was Geborgenheit schenkt. Hier kann man argumentieren dass es Geborgenheit schenkt weil es die Welt erklärt, aber ich glaube es ist noch mehr als das. Gott ist für viele ein Ansprechpartner, jemanden auf den es Verlass ist.

Und vor allem ist die Religion ein Kontrollmechanismus der Machthaber, egal ob Kirche oder Staat (in Schweden haben wir ja bis vor kurzem eine Staatskirche gehabt). Und auch wenn das nicht in der eigentlichen Definition einer Religion ist, gehört es zur Realität. Religionen sind einfach genial um eine Masse zu kontrollieren!

"Atheismus bedingt jedoch nicht selbst, dass man zB. an die Wissenschaft glaubt. Bedingt jedoch, dass man an etwas anderes glauben muss, wenn man die Welt erklären will."

Ich bin ganz deiner Meinung - es ist nicht automatisch so, dass Gott gegen Wissenschaft ausgetauscht wird, auch wenn viele (Gläubige?) das behaupten wollen, oft fast mit Veracht. Aber muss man an etwas anderes glauben? Hier bin ich mir nicht sicher. Ich würde eher denke, man MÖCHTE gerne an etwas anderes glauben. Aber was ist wenn man nicht weiss, was dieses "etwas anderes" ist? Ist es dann nicht mehr Atheismus?

"Somit ist die Definition schon schwierig. Man kann es jedoch auch so sehen, dass der Atheismus mit einer Religion wie zB. dem Christentum gleichsetzt werden kann. Es gibt verschiedene christliche Sekten, die alle als Christen definiert werden." 

Schon, aber alle diese Sekten glauben doch an Gott? Und Atheisten glauben nicht an Gott. Ich bin neugierig, wie du hier Atheismus dem Christentum gleichsetzt? Ich sage nicht dass es nicht stimmt, ich verstehe bloss nicht - hilf mir hier weiter, bitte. Ich bin hier in meinen Eishockey-Gedanken zurück...

"Allerdings bezieht sich Religion nicht allein auf das Christentum, sondern definiert alle Religionen, die die Welt anhand von göttlichen Mächten erklären wollen. Somit wäre der Bezug wiederhergestellt, wenn man Atheismus analog zu einer Religion versteht."

Wieder Eishockey in meinem Gehirn - bitte erleuchte mich!

"Sicher ist diese Definition nicht von Kritik frei betrachtbar. Subjektiv empfinde ich sie jedoch als einen passenden Vergleich, und somit als tragfähige Argumentation.
Letztendlich halte ich mich dann eher an die Definition von Neutralis :

Ich denke jeder bewertet das anders.
eine kluge Entscheidung wie ich finde. Auch wenn es aus dem Kontext gerissen verstanden werden kann."

Hier kann dir wohl keiner widersprechen...

Kommentar von annawacht ,

PS bin neugierig was du zu meiner Frage über Irrationalität (siehe meine Seite) denkst? Hast du Zeit?)

Kommentar von Flutschikato ,

Ich schau mal vorbei.

Kommentar von Flutschikato ,

"Hier bin ich mir nicht sicher. Ich würde eher denke, man MÖCHTE gerne an etwas anderes glauben. Aber was ist wenn man nicht weiss, was dieses "etwas anderes" ist? Ist es dann nicht mehr Atheismus?"

Eine interessante Frage, ich musste schon mehrfach hinsehen um zu verstehen, worauf Du hinauswillst.

Man muss sogar glauben, um sich die Welt erklären zu können. Man kann auch einfach nur seiner eigenen Wahrnehmung glauben, wenn man jegliche andere Erklärungsmodelle ablehnt, wie dies im Extremfall ein Solopsist handhabt. Dies kommt schon einem weitern Extrem nahe, wobei man im Grunde nur an die Irrationalität glaubt, also an die Gefühle, die einen bei einer solchen Frage beeinflussen.

Vielleicht kann man es auch als einen Glauben an das dem Unterbewusstsein inherente Wissen beschreiben, das einem durch Gefühle offenbart, in welcher Richtung, grob gesagt, die Antwort auf Fragen zu finden ist. Es scheint mir so zu sein, dass viele Esoteriker den Begriff Gottes ablehnen, da dieser ausserhalb des eigenen Ichs von Religionen zu finden vorgegeben wird, diese jedoch glauben selbst ein Teil dessen zu sein, was im Endeffekt den Gottesbegriff substituiert und diesen in das eigene Ich integriert.

Es hängt wohl von der Perspektive ab, ob es sich nun um Atheismus handelt oder nicht, ich denke nicht, dass sich das relativ objektiv beantworten lässt.

"Schon, aber alle diese Sekten glauben doch an Gott? Und Atheisten
glauben nicht an Gott. Ich bin neugierig, wie du hier Atheismus dem
Christentum gleichsetzt? Ich sage nicht dass es nicht stimmt, ich
verstehe bloss nicht - hilf mir hier weiter, bitte. Ich bin hier in
meinen Eishockey-Gedanken zurück..."

Ich habe es nur als Zwischenschritt benutzt, um den Zusammenhang
zu transportieren. Es hat keine eigenständige Bedeutung, sollte nur etwas verdeutlichen.

Was das Eishockeyspielen angeht, so bin ich mir relativ sicher, dass es niemanden gibt, der nicht an irgendetwas glaubt. Ein Nihilist würde wahrscheinlich glauben, dass trinken ihm dabei hilft seinen Durst zu stillen, oder dass wenn er etwas sieht, dies auch tatsächlich existiert.

Nihilismus scheint mir vielmehr eine Art falsch verstandener oder falsch interpretierter Solopsismus zu sein.

Es gibt vielleicht wirklich Menschen, die an nichts glauben, diese denke ich wären dann jedoch entweder zu sehr behindert, um je ein Bewusstsein erlangt zu haben, oder in einem medizinischen Zustand der zwischen Leben und Tod liegt, wo keine Hirnaktivität vorliegt.

Zugegeben, das ist eine rein materialistische Sichtweise, es ist nicht nachweisbar. Wenn man es umfassender betrachtet, was durchaus berechtigt ist, so ist es fraglich, ob es tatsächlich Menschen geben kann, die keinen glauben haben. Man kann es jedoch auch anders betrachten, und definieren, dass Menschen, die keine materialistisch bedingte Wahrnehmung (und Aktivität) mehr haben, wie solche Spezialfälle, die zwischen Leben und Tod zu finden sind, in diesem Moment keine Menschen mehr sind, sondern lediglich auf potentiell existierende jenseitige Existenz reduziert sind.

Der Vergleich mit dem Eishockey hinkt insofern, als dass man durchauch auf das Eishockey verzichten kann, ohne einen alternativen Sport betreiben zu müssen, wohingegen ein alternativer Glaube scheinbar unabdingbar ist. Ich lasse mich jedoch gerne vom Gegenteil überzeugen. Dazu müsste man lediglich ein Beispiel nennen, wie man sich einen Menschen vorzustellen hat, der tatsächlich an nichts glaubt. Meiner Meinung nach wäre ein solcher Mensch einfach nicht lebensfähig, vielleicht ist es eine unmögliche Definition.

Es könnte jedoch auch ein Mensch sein, der innerlich bereits gestorben ist und vielleicht durch ein schweres Trauma einfach nicht mehr lebensfähig ist, und sein Bewusstsein, sein Ich, dadurch verloren hat, seinen Glauben an die eigene Existenz selbst verloren hat. Vielleicht zeitweise gar nicht mehr als Mensch verstanden werden kann, sondern als Körper der Zwangsweise noch lebt.

Ansonsten würde es meiner Überzeugung zuwiderlaufen, dass es nichts absolutes gibt. Es würde bedeuten, dass der Glaube an etwas nicht von dem Menschsein trennbar wäre. Ich halte es für relativ wahr.

Antwort
von feinerle, 1

Nichtexistenz wird niemals bewiesen.

Und nichts zu glauben ist keine Religion, es ist eine Lebenseinstellung.

Antwort
von freaky125, 102

Atheisten glauben an die wissenschaft und begründen damit auch die entstehung der welt und allem anderem, nachweisbar mit dna, knochen evolution (und sogar sichtbar, den urknall kann man sehen) ect. und nicht mit der nicht existenz von gott....Nicht alles was atheisten tun ist ein angriff an die gläubigen -.-

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