Frage von Marshall7, 185

Habe gestern die Doku armes Deutschland gesehen,ist es wirklich bald soweit ,das sich Arbeit nicht mehr lohnt?

Habe gestern die Doku, armes Deutschland gesehen,der Wahnsinn ,die jungen Leute wollen nicht arbeiten ,leben prima von Hartz4,da frage ich mich doch ,lohnt es sich noch zuarbeiten?Man wird von diesen Leuten doch nur ausgelacht,verstehe einer die Welt.Lohnt Arbeit nicht mehr? wie ist eure Meinung?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von 1988Ritter, 57

Das mit dem

Die Arbeit lohnt sich nicht

ist einfach nur zur kurz gedacht.

Es mag richtig sein, dass es in diversen Berufen Entlohnungssystem gibt, die nahe oder gar gleich der sozialen Grundversorgung liegen. 

Menschen die jetzt hingehen und dann sagen, 

wozu soll ich arbeiten, ich bleibe Daheim, 

mögen rechnerisch zwar im Moment richtig gedacht haben, was sie aber nicht berücksichtigen, sie verabschieden sich aus dem Berufsleben.

Und da liegt der fatale Fehler.

Im Berufsleben hat der Arbeitnehmer die Chancen:

  • die beruflichen und wirtschaftlichen Entwicklungen zu erleben
  • die persönlichen Qualifikationen zu steigern
  • sich über sein berufliches Engagement für höhere Entlohnungssysteme zu empfehlen

Es gibt in der Wirtschaft eine eiserne Faustregel. Alle sieben Jahre erneuert sich das Wissen und die Qualifikationsanforderung. Menschen, die praktisch über die sozialen Sicherungssystem ausgestiegen sind, haben sich demnach für den Rest ihres Lebens aus der Arbeitswelt verabschiedet. Einen 40 Jahre alten Lehrling will keiner mehr haben. ....und das ist das was die Wenigsten berücksichtigen.

Ich kenne seit vielen Jahren einen "Berufs-HartzIV-ler". Dieser Mensch hatte nach seiner Schule sein Berufsleben gestartet. Relativ schnell ist der dann zur "Einsicht" gelangt, er verdient eh zu wenig, die anderen sind alles nur Schleimer, die anderen haben weniger Ahnung als er, die anderen sind ja nur konditionierte und limitierte Arbeitssklaven.

Er entschied sich für HartzIV. Das ging auch eine Zeit lang gut, dann kamen irgendwelche persönliche Ansprüche, anfangs half auch noch seine Familie, letztendlich ging es aber ab in die Schulden. Es dauerte dann nicht lange, und es kam der Alkohol ins Spiel, und Heute ist er drogenabhängig.

Jetzt mit 39 Jahren sagt er, all diejenigen die ich kritisiert habe fahren schöne Autos, haben eine Eigentumswohnung oder gar ein Haus, und fahren mit der Familie in den Urlaub.

Er wollte sich jetzt schon zweimal umbringen und wird psychiatrisch betreut.

Kommentar von 1988Ritter ,

Vielen Dank für die Auszeichnung.

Antwort
von fluffiknuffi2, 67

Lass dich nicht von der Sendung (bzw. den beiden, es gibt zwei siehe http://www.rtl2.de/sendung/armes-deutschland/inhalt ) in die Irre führen! Wobei sich RTL und seine Schausp... äh Personen aus dem realen Leben da beide nichts geben.

Da kommen dann (von RTL unkommentierte) Aussagen wie:

"Für Mindestlohn arbeiten lohnt sich nicht" von diesem 22jährigen Vater ohne Kopfbehaarung. Laut seinen Angaben wird die Wohnung vom Staat bezahlt, zusätzlichen erhalten er und seine Frau H4 Regelsatz (max. 404 Euro). Vermutlich ja auch noch Kindergeld (190 Euro?). Wie hoch die Wohnkosten sind wird nicht gesagt aber schätzen wir 600 Euro (warm wobei es mehr sein könnte da die recht groß zu sein scheint aber dazu fehlt leider die Angabe). Ergo: Ca. 1800 Euro insgesamt. 

Würden allerdings beide 40 Stunden für den derzeitigen Mindestlohn von 8,5 € arbeiten, wäre das pro Person mindestens 1360 (8,5*40*4) Brutto pro Monat, was circa 1000 Euro netto ergibt. Mit Kindergeld für beide also circa 2400 Euro, das sind 600 Euro mehr als die 1800 auf H4-Basis. Ergo: Seine Aussage ist nicht korrekt. Im Jahr hätten die beiden zusätzliche 7200 Euro - also rein rechnerisch lohnt es sich definitiv. 

Irina, die zweifache Mutter aus München, wird als hart arbeitende Mutter dargestellt die ohne Ende schuftet und - so möchte RTL wohl suggerieren - dafür schlecht bezahlt wird. Okay, wieviel bekommt sie denn? 2370 Euro netto!!! Gut, der Faktor München muss berücksichtigt werden, sie zahlt laut Angaben 850 Euro Miete. Ja, München ist teuer, daran kann man nichts ändern. Aber jetzt wird's genial. Handy: 70 Euro pro Monat. 70!!! Sie hat eins und ihre beiden Kinder. Trotzdem viel zu hoch. 3*5-Euro-Verträge (ja gibt es solche Verträge!) wären 15 Euro, Handys für die Kinder maximal für 2*100 Euro, das eigene meinetwegen 200: Macht 480 Euro im Vergleich zu 70*12 = 840 Euro pro Jahr. Und das unter der Annahme, dass sie jedes Jahr neue Handys kauft, was wohl kaum der Fall sein dürfte.

Aber gut, das sind 70 Euro. Was hat sie denn noch für Kosten? Wie wäre es mit 2400 Euro jährlich für den "Unterricht" der Tochter! Ja, 2400! Wofür genau wird nicht gesagt, sie muss wohl bei sämtlichen Musiklehrern der Stadt gleichzeitig angemeldet sein. :'D Also sorry aber 2400 ist völlig absurd hoch.

Noch was? 500 Euro für "Sonstiges". Was das sein wird, bleibt unklar. Man würde jetzt denken: Essen, Klamotten, das ganze Kleinzeug (Zahnpasta, Klopapier und Co.) RTL 2 aber ist entsetzt: Nach(!) Abzug aller gelisteten Kosten inklusive "Sonstiges" bleiben ihr nur noch circa. 500 (400-nochwas, genau Zahl habe ich vergessen) pro Monat! Für...für... keine Angabe. Die Frau hat ca. 1000 Euro nach Miete, Auto-Abbezahlung und einigen anderen Posten pro Monat über, was als wenig dargestellt wird. Sorry aber waaaaas?! Statt sich bei RTL2 für zweifelhafte Formate zu bewerben, vielleicht doch mal über die Ausgaben nachdenken und ob man mit 1000 Euro nicht doch ganz gut über die Runden kommen kann. Oder, ob man vielleicht mal die Bildungsausgaben der Tochter auf ein Niveau unterhalb von "Luxeriös" senken sollte. In meiner Weltansicht jedenfalls hat man keinen Anspruch auf Mitleid oder whatever sie sich erhofft, wenn man genug Geld hat, um sich derartigen Luxus zu leisten.

Die Sendung(en) hat dann auch noch einige andere Perlen (deren Wahrheit natürlich bezweifelt werden muss) wie den ungelernten Hauptschulabbrecher, der 3000 brutto als Arbeitnehmer bei einer Speditionsfirma fordert (eigentlich aber gerne 4000 netto hätte! Kein Witz, sagt er so, das wären fast 90000 brutto pro Jahr), die eine, die seit Monaten daran "arbeitet" H4 zu beantragen, usw.

Also klar wahrscheinlich alles nicht wahr oder dramatisiert aber diese Sendung taugt natürlich nicht dazu eine Debatte über "lohnt sich Arbeit" ernsthaft zu befeuern. Das ist nur ... nunja, H4-TV, eben. Billig produziert, Leute vorführen, eine Pseudorelevanz kreieren die jeglicher Grundlage entbehrt.

Meine Meinung: Ja arbeiten lohnt sich, siehe meine Beispielrechnung. Natürlich, wenn man zu zweit eine Wohnung teilt, die vom Staat finanziert wird, und beide maximalen H4-Regelsatz erhalten, dann kommen rund 800 Euro pro Monat zusammen. Wem das reicht, bitte sehr. Aber selbst der Mindestlohnjobber kann deutlich mehr verdienen.

Kommentar von Pr1nzAlbert ,

"Für Mindestlohn arbeiten lohnt sich nicht" von diesem 22jährigen
Vater ohne Kopfbehaarung. Laut seinen Angaben wird die Wohnung vom Staat
bezahlt, zusätzlichen erhalten er und seine Frau H4 Regelsatz (max. 404
Euro). Vermutlich ja auch noch Kindergeld (190 Euro?). Wie hoch die
Wohnkosten sind wird nicht gesagt aber schätzen wir 600 Euro (warm wobei
es mehr sein könnte da die recht groß zu sein scheint aber dazu fehlt
leider die Angabe). Ergo: Ca. 1800 Euro insgesamt. 



Würden allerdings beide 40 Stunden für den derzeitigen Mindestlohn
von 8,5 € arbeiten, wäre das pro Person mindestens 1360 (8,5*40*4)
Brutto pro Monat, was circa 1000 Euro netto ergibt. Mit Kindergeld für
beide also circa 2400 Euro, das sind 600 Euro mehr als die 1800 auf
H4-Basis. Ergo: Seine Aussage ist nicht korrekt. Im Jahr hätten die
beiden zusätzliche 7200 Euro - also rein rechnerisch lohnt es sich
definitiv. 



Leider ist das eine Milchmädchenrechnung. Bei den arbeitenden kämen noch Kosten für den Arbeitsweg, Arbeitskleidung, evtl. Essen außer Haus hinzu, während die Hartzer vielerlei Vergünstigungen wie GEZ Befreiung, verbilligte Tickets etc. bekommen. Da schwindet der Unterschied ganz schnell wie ein Stück Butter in der Sonne.

Rein betriebswirtschaftlich gerechnet lohnt sich für Alleinstehende arbeiten tatsächlich erst ab einem Nettolohn von mindestens 1300 €. Wer darunter arbeitet macht gegenüber dem Hartzer Verluste. Einziger Vorteil, man wird nicht von einer Agentur bevormundet und ausspioniert, dafür vom Arbeitgeber, wenn man Pech hat.

Bitte mich nicht falsch als Faulenzerfreund verstehen. Wäre ich König von Deutschland gäbs kein Hartz 4, es bekämen junge arbeitsfähige Menschen allenfalls Sachleistungen. Dann würde sich Arbeit in jedem Fall lohnen.



Kommentar von fluffiknuffi2 ,

Ja ich stimme dir zu, dass meine Rechnung optimistisch angesetzt ist. :)

Aber du hingegen rechnest pessimistisch, was du ja im Grunde auch selber anmerkst: "evtl. Essen außer Haus" Niemand zwingt dich dazu, dir während der Arbeitszeit teures Essen bei Imbiss & Co. zu kaufen. Ja klar kann man Kosten für den Arbeitsweg haben. Ebenso wäre aber möglich, dass man nur wenige Kilometer weit weg vom Arbeitsplatz wohnt und mit dem Fahrrad fährt. Sicher, der Durchschnittsarbeitnehmer wird Fahrtkosten haben, aber die kann man teilweise ausgleichen durch steuerliche Absetzung und dann werden sie typischerweise nicht so hoch sein, dass sie meine Rechnung(en) gänzlich ungültig machen. 

Rein betriebswirtschaftlich gerechnet lohnt sich für Alleinstehende arbeiten tatsächlich erst ab einem Nettolohn von mindestens 1300 €. Wer darunter arbeitet macht gegenüber dem Hartzer Verluste.

Begründung? Nimmt man meine Rechnung über 2400 Euro Netto für die Arbeit zweier Erwachsener, ziehe großzügige 300 Euro Fahrtkosten + 200 Euro zusätzliche Kosten für Verpflegung ab, addiere deine 2*300=600 Euro (du sagst erst dann lohnt es sich), dann sind wir bei 2500 Euro. Huch, du hast nicht nur für absolut gesehen 100 Euro mehr gesorgt, jetzt sind wir auch schon bei 700 Euro mehr als H4! 

Ja man kann natürlich fragen, ob das Aufwand-Vorteil-Verhältnis stimmt (gerecht ist), aber finanziell lohnt es sich auch nach Einberechnung deiner Anmerkungen ganz klar bzw. bei 700 Euro Vorteil kann man folgern, dass auch weniger als deine +600 (also weniger als absolut 1300 pro Person) noch lohnenswert sind.

Kommentar von Laury95 ,

Solche Sendungen schaut man auch nur, um sich aufzuregen :D

Kommentar von Marshall7 ,

Da muss ich dir recht geben ,ich habe es tatsächlich angeschaut und mich dann wieder aufgeregt.Wobei ich sagen muss unsere Familie lebte auch mal kurze Zeit von Hartz4,aber nicht lange dann gings wieder in Arbeit,und es ist natürlich schon ein besseres Gefühl.eigen verdientes Geld.

Kommentar von fluffiknuffi2 ,

Ja das mit dem Aufregen stimmt aber es macht auch Spaß :D

Expertenantwort
von rotesand, Community-Experte für Kleidung, Auto, Mode, Schule, 58

Hallo!

Vorneweg --------> auf welchem Sender lief das denn?! Sicherlich irgendwo auf Privaten, wo solche Themen bildzeitungshaft und mit Wonne ausgeschlachtet werden um die Zielgruppe damit zu mobilisieren bzw. Klischeedenken zu befriedigen, Leute aufzumischen & dadurch Quote zu erreichen weil man ins Gespräch kommt!!

Meine Ansicht ist, dass es keine Lösung sein kann sich auf den Staat zu verlassen.. die vom Staat gestellten Beträge reichen gerade so für einen einfachsten Lebensstandart aus (was ich an meinem Cousin sehe) & können und dürfen keinerlei Option sein.. es sei denn es geht eben nicht anders.

Arbeit lohnt sich auf jeden Fall.

Kommentar von fluffiknuffi2 ,

RTL 2. Hier Artikel + Ausschnitte: http://www.rtl2.de/sendung/armes-deutschland/inhalt

Kommentar von rotesand ,

Sowas in der Art hatte ich schon vermutet...

Kommentar von fluffiknuffi2 ,

:D

Antwort
von Thelostboy342, 83

Ich denke dort wurden die eher nicht so gebildeten und eher anspruchslosen Personen gezeigt, die als junge Leute hartz4 beziehen.

Ich würde sagen sogut wie jeder Mensch will Geld verdienen und hat Ziele. Besonders die die studieren, sich n hintern abarbeiten, etc.

Antwort
von teafferman, 19

Vor allen Dingen lohnt es nicht, das Betriebsverfassungsgesetz zu kennen und zu nutzen. Da stimme ich Dir wirklich zu. Denn wer dieses Werk kennt und nutzt, der weiß, wie der Weg hin zu einem angemessenen Lohn funktioniert, hebt seinen faulen Hintern vom Sofa und wird für sich selbst aktiv. 

Das aber würde ja bedeuten, Verantwortung für das eigene Leben übernehmen. Und das ist wirklich zu viel verlangt von erwachsenen Menschen. 

Als ich 1975 meine erste Ausbildung begann, da war der zu erwartende Monatslohn in dem Bereich auf Sozialhilfeniveau. Heute erhalten die Kolleginnen und Kollegen überall da, wo nach Tarif gezahlt wird, angemessenen Lohn. Da sind keine Heinzelmännchen wegen aktiv geworden. 

Sicherlich gibt es seit einiger Zeit Versuche von Arbeitgebern, über Zeitarbeitsfirmen Lohndumping zu betreiben. Dann kommt es vor, dass zusätzlich tatsächlich Harzt 4 bezogen werden muss. ABER eben nur so lange, bis dieser Missstand dank BtrVerG abgestellt wurde. 

Antwort
von boonning, 86

Harzt IV empfänger haben vielleicht 400€ für essen trinken und alles. Jemand der arbeitet ca 2000€. Wer arbeitet kann sich urlaub leisten. Und selbst mache arbeitende machen sich sorgen über ihre rente; da kannst dir ja mal überlegen wies mit langzeitsarbeitslosen aussieht. Ausserdem werden ja bei Ablehnung von Job angeboten Sozialleistungen gekürzt so das sie irgend wann am existens minimum leben

Kommentar von Marshall7 ,

Bei uns wird gearbeitet,wenn auch nicht mehr lange ,aber dann ist es die Rente ,die wir bekommen,bei uns ist die Rente noch annehmbar was wir bekommen.Ohne Arbeit wärs wohl nichts gewesen.

Kommentar von fluffiknuffi2 ,

H4: maximal 404 € um genau zu sein (kann auch weniger sein).

2000: Brutto? Naja das kann man so aber nicht sagen, auch nicht wenn das der Durchschnitt wäre, mit Durchschnittswerten pauschalisieren hilft in diesem Kontext nicht wirklich weiter.

Aber trotzdem hast du natürlich mit dem Kern deiner Aussage, dass H4 nicht viel ist und der typische Arbeitnehmer (viel) mehr Geld zur Verfügung hat.

Antwort
von Indivia, 13

Jein,die Frage ist doch auch was macht es mit deinem Selbstwertgefühl ,sozialen Kontakten usw?

Ich meine nehmen wir den Mindestlohn von 8,50 und rechnen mal eine 37,5 h Woche mal 4, da bist du bei 1275€. Davon ziehst du Miete und Nebenkosten ab, udn shcuast was übrig bleibt,dann vergleichst du dies udn dann kann ejder entscheiden ob sich arbeiten lohnt.

Allerdings sollte man auch daran denken,das man auch als Geringverdiener Unterstützung bekommen kann (das wird oft vergessen), wie zb Wohngeld und Kinderzuschlag.

Antwort
von Mnedlock, 25

Also die Sendung habe ich auch gesehen muss aber sagen das die Leute wo dort Gefilmt worden sind sich machmal anstellen so wird mann bei hartz iV als Faul und kein Bock zu arbeiten bezeichnet Arbeiten lohnt sich zwar schon aber nur wenn es auch wirklich guter Job ist wo auch Spaß macht weil bei hartz Iv muss mann jeden dreck anehmen wenn nicht Santionen erst 30 Prozent dann 50 Prozent und dann Kein Geld mehr also Lieber Arbeiten

Antwort
von soissesPDF, 31

Arbeit die sich nicht lohn bleibt liegen, so schauts aus.

Wirtschaft und Wohlstand müssen zusammengedacht werden.
Rekordgewinne für die Wirtschaft und Niedriglöhne für die Bürger schafft keinen Wohlstand.
Das ist nicht nur in Deutschland so, sondern EUweit.

Was glaubst Du woher die Europaskepsis wohl kommt?

Antwort
von hundeliebhaber5, 57

Ja, kommt auf den Job ab. Ich habe das auch gesehen.

Bei MC Doof oder in der Gastronomie würde ich heute nicht mehr arbeiten und dort lohnt sich Arbeit auch nicht / kaum.

Ich hatte vor Jahren als Küchenhilfe 7.50 € bekommen. Arbeiten immer Abends und am Wochenende. Für das Geld, dass ich da bekommen habe, hätte ich auch zu Hause bleiben können.

Jetzt ist es so bei mir wie bei dem einen Mann (ich glaube er hieß Phillip - schlank Oberlippenbart gelbes Shirt)

Ich Arbeite als Gebäudereiniger, die Arbeit ist tatsächlich deutlich weniger stressig und weniger anstrengend als in er Gastronomie.

Da bei uns die Wohnungen extrem teuer sind, bekomme ich noch ein paar € vom Amt. Ich bin also Aufstocker.

Von meinem Lohn, wird nicht alles angerechnet. So habe ich ca 200€ mehr als wenn ich nur Als 2 hätte.

Selbst, wenn man von Hartz 4 lebt und einen Minijob annimmt, dann sind 100€ anrechnungsfrei, die darfst du also behalten + H4.

Was du über 100 € verdienst, davon darfst du 20 % behalten. Der Rest wird angerechnet.

So kommt ein H4 Empfänger schon mit einen Minijob auf ein beachtliches Einkommen. Wenn man die miete dazurechnet, dann würde ich sagen so schlecht steht man dann auch nicht da.

Also: Auch als H4 Empfänger lohnt sich Arbeit!

Kommentar von hundeliebhaber5 ,

Die Mutter mit den 2 Kindern (Irina) ist selber schuld. Sie könnte auch Aufstockendes H4 beantragen. Dann stünde Sie viel besser da.

Und bei dem Pärchen, mit den Stromschulden. Da sagt der Mann, dass er 10 Jahre keine Post vom JC bekommen hat. Die Frau sagt Sie bekommt 517€ und hat nach Abzügen 400 zum Leben...

Klar, der Mann muss einen Weiterbewilligungsantrag stellen. Dann bekommen beide den Regelsatz von ca 400 €.

Das sind dann für das Paar zusammen ca 800€ + Miete & Nebenkosten. Dann könnten Sie auch den Strom zahlen.

Antwort
von Laury95, 18

Wenn man sich solche Serien anschaut und denkt, es wäre alles die einzige Wahrheit und kein Jugendlicher will mehr arbeiten.. Dann tut´s mir leid.

Antwort
von jiva87, 11

Nun ich kann aus verlässlicher Quelle (meine Schwester und ihr Ehemann) berichten, dass es sich für einige Menschen /Familien teils nicht lohnt zu Arbeiten.

Sie arbeitet Vollzeit als Kauffrau und geht mit knapp 1400 Netto nach Hause. Er ist Arbeitslos. Würde er sich nun Arbeit suchen und wir rechnen mal mit einem Einstiegsgehalt von max. (!!!) 1400 Netto, würden der Familie minimum 300-400€ im Monat fehlen.

Bei 2 Kindern, eines Kiga, anderes Grundschule,  muss ordentlich gelöhnt werden für einen Vollzeitplatz.

So bleibt er lieber Hartz-4-Hausmann....

Die Löhne, Gehälter, Pensionen, Diäten und Renten in Deutschland sind zu ungerecht aufgeteilt. Hartz 4 empfinde ich als ausreichend, habe ich auch schon von Leben müssen.

Antwort
von FrozenSoul234, 47

Schon alleine für einen geregelten Tagesablauf und soziales ansehen. Man muss sich Dauerarbeitslose die nichts an ihrer Situation ändern wollen doch nur einmal ansehen, übergewichtig, ungebildet und oftmals auch ungepflegt. 

Abgesehen davon das man eigentlich mit jeden Beruf immer noch mehr hat als ein Harzt4 Empfänger, es sei denn man arbeitet ungelernt auf 450 Euro Basis...

Antwort
von TraumdeuterWGF, 27

Bald?

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