Frage von posson, 81

habe geld verliehen mit schriftlicher rückzahlungsvereinbarung,nach teilweiser rückzahlung erfolgte,kam nichts mehr/anmahnung habeich per e-mail gemacht,reicht?

habe geld verliehen gegen schriftlicher rückzahlvereinbarung(ratenzahlung)/nachdem teilweise raten kamen,kamaber seitdem,seit langem,nichtsmehr.ichhabe ihn 2x per sms und 2x per e-mail angemahnt-reicht das?gilt das als schriftlich oder gilt tatsächlich nur der klassische brief alsMahnung?? ein weiteresProblem: derSchuldner ist unter seiner meldeadresse nichtmehr zuerreichen,also mahnbescheide sindnicht zustellbar,da unbekannt verzogen!! WAS KANN ICH DA MACHEN?? bestenDank imVoraus für aufschlußreiche Antworten ,-)

Antwort
von skibbadeee, 27

Leute: Man braucht für sowas kein Inkassounternehmen. Ich persönlich halte von Inkasso nicht viel.

Also es wird sich wohl rechtlich um ein Darlehensvertrag handeln.

Der günstigste Weg wäre ein Mahnverfahren einzuleiten. Wie das funktioniert lässt sich einfach im Internet nachlesen, kostet auch nicht viel und man bekommt einen vollstreckbaren Titel, sofern der Schuldner keinen Einspruch einlegt. Wenn die Forderung streitig ist, bietet es sich an, diese direkt gerichtlich geltend zu machen. Einen Anwaltszwang gibt es erst ab Landgericht (Forderung über 5.000 Euro).

Kommentar von mepeisen ,

Dem ist nur eines hinzu zu fügen:

Mahnverfahren gehen nur, wenn die Adresse bekannt ist. Um diese Recherche kommt man also nicht herum.

Die Klage ist zwar bei unbekanntem Aufenthaltsort per Aushang möglich (öffentliche Zustellung), aber man muss dem Gericht beweisen, dass der Aufenthaltsort des Schuldners wirklich unbekannt ist. Womit wir wieder bei der Recherche beim Meldeamt wären.

Antwort
von Jewi14, 32

Wenn ein Rückzahlungsplan vorhanden sind, so sind ja bereits die Termine für die Rückzahlungen fest vorgegeben und es bedarf keiner Erinnerung/Mahnung. Der Schuldner ist bereits in Verzug.

Außerdem muss eine Mahnung nicht zwingend schriftlich sein, aus Beweisgründe sicherlich sinnvoll.

Wenn der Schuldner verzogen ist, frage dich mal beim Meldeamt der letzten Adresse nach, ob die Auskunft geben können. Ein Mahnbescheid kann meines wissens nicht öffentlich zugestellt werden, also am Schwarzen Brett des Amtsgerichts ausgehängt werden. Dafür kannst du aber Klage ergeben und das Urteil wird dann öffentlich zugestellt. (Damit meine ich, wenn der Schuldner sich nicht ordnungsgemäß) umgemeldet hat)

Kommentar von mepeisen ,

Außerdem muss eine Mahnung nicht zwingend schriftlich sein, aus Beweisgründe sicherlich sinnvoll.

Korrekt. der Schuldner könnte behaupten, eMails und SMS nicht bekommen zu haben. Es empfiehlt sich daher immer, den Vertrag fristlos zu kündigen und die Rückzahlung des verbliebenen Betrages anzumahnen, per Einwurfeinschreiben.

Dann kann man gesichert auch Anwälte oder Gerichte auf Kosten des Schuldners einschalten.

Antwort
von Matzesmaus, 35

Der Schuldner ist in Verzug geraten, du bist nicht dazu verpflichtet, ihn zu mahnen, sondern kannst das gerichtliche Mahnverfahren beantragen. Das Einwohnermeldeamt gibt dir Auskunft über den Verbleib des Schuldners. Wenn er sich denn ordnungsgemäß umgemeldet hat.

Kommentar von Halbammi ,

ein guter Rat !

Kommentar von Matzesmaus ,

Schau auch mal in das Insolvenzverzeichnis beim zuständigen Amtsgericht. Es wird ja einen Grund gehabt haben, warum er sich privat Geld geliehen hat, vielleicht hat er eine Privatinsolvenz am laufen.

Antwort
von juergen63225, 34

musst du dir wohl ein Inkassounternehmen suchen. 

Du kannst zwar den Bescheid erwirken beim Amtsgricht, aber dann wird kaum jemand viel unternehmen. 

Beim Inkassobüro sind die Chancen höher, dass der Schuldner ausfindig gemacht wird, aber ob er dann zahlt / zahlen kann ist die nächste Frage. Wenn es also nicht um viel Geld geht .. kann das heissen, man wirft schlechtem Geld gutes hinterher .. ist also gut tu überlegen.

Und nur Leuten Geld leihen, die man einigermassen gut kennt, bzw. damit rechnen dass das Geld nicht so sicher ist wie auf der Sparkasse (mit 0,05% Zinsen)

Kommentar von mepeisen ,

musst du dir wohl ein Inkassounternehmen suchen. 

Nicht wirklich. Auf den Kosten bleibt man im Regelfall auch sitzen, da unnötig. Zudem nehmen Inkassos üblicherweise zusätzlich Provisionen. Wenn man Glück hat, bekommt man am Ende die Hälfte des Betrages zurück. Teurer Spaß.

und das nur, weil man nicht mal zum Meldeamt gehen kann und die Adresse des Schuldners erfragen kann....

Antwort
von SirPeterGriffin, 28

Das reicht nicht.
Frage die Nachbarn vom Schuldner, ob die wissen wo dieser hingezogen ist. Hilft das nicht, geh zum Einwohnermeldeamt der letzten Adresse. Diese geben dir in der Regel Auskunft, wo er / sie hingezogen ist - da er / sie sich in der neuen Stadt / Adresse wieder melden müssen.

Kommentar von mepeisen ,

Das reicht nicht.

Und wieso nicht?

Kommentar von SirPeterGriffin ,

Weil es keine Handhabe hat.

Finde erstmal die Adresse raus und schreibe ihn mit Einschreiben + Rückschein oder noch besser mit einer PZU.

Kommentar von mepeisen ,
Weil es keine Handhabe hat.

Und ich frage nochmal: Warum? Es gibt kein Formerfordernis bei Mahnungen.

oder noch besser mit einer PZU
 

Als Privatperson? Du weißt, was eine Postzustellungsurkunde ist und von wem sie angewendet wird bzw. für wen die Post das anbietet?

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